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Depotalarm: DAX komplettiert, Nike halbiert!

4. Dezember 2017 - Raimund Brichta in Allgemein | 26 Kommentare

Wir haben unsere DAX-ETF-Position wieder auf die volle Höhe von ca. 5.000 EUR aufgestockt.  Unsere Erwartungen bis März sind nämlich auf ein freundliches Börsenumfeld ausgerichtet. Dies soll sich in der Position widerspiegeln, die unsere Marktmeinung ausdrückt.

 

Gleichzeitig haben wir unsere Nike-Position wieder halbiert. Der Grund: Unsere Spekulation auf eine kurzfristige Kurserholung ist aufgegangen. Wir hatten die Position in der Erwartung aufgestockt, dass sich der Nike-Kurs nach dem Einbruch im Sommer wieder erholt und dass dabei die entstandenen Kurslücken (siehe Chart) wieder „geschlossen“ werden. Dies ist geschehen.

 

Jetzt warten wir ab und wären bei einem weiteren Anstieg noch mit der Hälfte engagiert. Sollte der Kurs wieder drehen, hätten wir die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf unser Depot im Sinne der Risikobegrenzung verringert. Stay tuned!

 

Zum Vergrößern anklicken:

 

Der Kaufkurs für das letzte Drittel DAX-ETF lag bei 124,05 €, der Verkaufskurs für die Nike-Hälfte bei 59,15 $ oder 49,43 € (beides inkl. Transaktionskosten).

26 Kommentare

  1. Bis in März 2018 schon ein freundliches Börsenumfeld nach Ihrer Meinung sicher/anzunehmen, Herr Brichta?

    Ist nicht davon auszugehen, dass es eventuell sogar Anfang des Jahres erstmal zu Rücksetzern kommt, weil der Lauf der US-Börsen vielleicht schon zu stark war und sich diesem Rücksetzer auch der Dax nicht ganz entziehen wird können?

    Dieses Jahr wird nicht mehr groß was Negatives passieren, denke ich nun, nachdem der unerwartete Rücksetzer beim Dax am Freitag scheinbar nur eine Eintagsfliege war, aber für das neue Jahr/Anfang des Jahres 2018 traue ich dem Braten noch nicht so richtig, dass im Januar/Februar das Börsenumfeld unbedingt weiter so freundlich bleibt/bleiben wird.

    • Sicher ist selbstverständlich nix. Aber nach derzeitiger Lage gehe ich davon aus, dass mindestens bis März Ruhe herrscht, möglicherweise sogar länger. Eine größere Korrektur im Januar erwarte ich nicht.

  2. Ein Daxanstieg bis März kann durchaus möglich sein, aber
    da wir keine Herbstkorrektur bekommen haben, könnte es
    im neuen Jahr nach den Feiertagen (Dreikönig) zu einer empfindlichen Korrektur kommen (10-15%). Man sieht bereits
    das der Nasdag 100 zu schwächeln beginnt. Vorsicht ist also angebracht.

    • Vorsicht ist natürlich immer angebracht. Und wie sehr wir dies beherzigen, sehen Sie allein an unserer jüngsten Nike-Aktion.

  3. Zunächst einmal Glückwunsch zu der geglückten Nike-Spekulation an alle, die mitgemacht haben.

    Wir haben bereits eingepreist:
    – US-Steuerreform
    – Zinserhöhung im Dezember
    – sämtliche positive Konjunkturdaten

    Mir fällt kein Parameter ein, der noch für einen signifikanten Push bei den Börsen sorgen könnte.

    Trotz bester Nachrichtenlage heute ein lächerliches Plus beim DOW…

    China finde ich spannend. Einerseits bauen die mit hunderten Milliarden die Seidenstrase aus – ein massives echtes Konjunkturprogramm (wovon die US-Amerikaner nichts haben und sich ärgern), welches auch heimische Überkapazitäten abbaut – andrerseits wachsen dort die Schuldenberge und es sinken die Devisenreserven.

    Mit Zinserhöhungen würden die Amerikaner dort für Trubel sorgen, können sich diese aufgrund ihrer eigenen Verschuldung jedoch nicht leisten.

    Die aktuelle Lage erinnert mich an Dezember 2015…ob China demnächst hustet?

    • Börsentechnisch ist die aktuelle Lage von der im Dezember 2015 meilenweit entfernt. Damals hatte es im August/September einen heftigen Rückschlag gegeben, von dem sich die Börsen im Oktober mehr schlecht als recht erholten. Im November und Dezember kam diese Erholung schon merklich ins Stocken, und dies war das Warnsignal für den Januar. Auch die chinesische Börse war in einer anderen Situation: Dort platzte damals gerade eine Blase, derzeit nicht.

      Natürlich kann auch China irgendwann wieder mal der Auslöser für ein Börsenbeben sein, dafür ist die Zeit m. E. aber noch nicht reif.

  4. Bei dem Chance-Risiko Verhältnis kaum nachzuvollziehen.

    • Ich habe gelernt, dass diejenigen Entscheidungen, die auf die geringste Zustimmung treffen, die besten sein können – oder zumindest nicht die schlechtesten sein müssen 😉

      • Oder um es deutlicher zu sagen, lieber Robert Mehlitz: Ich nutze Sie gerne als Kontra-Indikator 😉 Wenn Sie sich pessimistisch zu Wort melden, ist das Schlimmste fürs Erste oft vorüber.

        • Au mann, der sitzt.

          • Ich weiß Herr Brichta. Verlassen Sie sich aber nicht zu sehr auf mich 😉

          • Das tue ich nicht, lieber Robert Mehlitz, denn ich weiß nur allzu gut, dass an der Börse alles möglich ist – auch das Gegenteil 😉

  5. Wie wäre es mit Steinhoff-Aktien als wahre Wert? So als neuer Depotvorschlag…*schmunzel*

    Aber Spaß bei Seite, bei dem Kursverfall, wenn da die Lichter nicht ausgehen, sprich Insolvenz, was ich nicht glaube, wäre es doch ein guter Turnaround-Kandidat…

    Selbst wenn sie 5 oder 6 Mrd. sogar abschreiben müssten, ist ein Kursverfall in der Größe nicht gerechtfertigt – meine Meinung – und was hätten denn dann die Wirtschaftsprüfer bei alten Jahresberichten gemacht, nichts?

    Ein Lehrbeispiel für Psychologie, Panik und schwache Nerven.

    Ich werde diesen Leuten das Wahre Werte Depot empfehlen.

    • Auf einem Steinhoff-Sofa schläft man auf jeden Fall ruhiger als mit Steinhoff-Aktien im Depot 😉

  6. Keine Ahnung, ich war noch nie bei Poco… kann also die Sofas nicht beurteilen, wie gut man darauf schläft…

    Aber mir hatte es in den Fingern gejuckt und so habe ich bei dem Kursniveau bei Steinhoff mal zugegriffen…

    Vielleicht müssen sie 500 Mio oder 1 Mrd. „nur“ abschreiben, vielleicht auch 2 Mrd., solange das Grundgeschäft soweit läuft und da schwarze Zahlen geschrieben werden, halte ich diese Reaktion für übertrieben.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt… Psychologie ist der halbe Erfolg an der Börse, Psychologie ist aber auch Gier… also muss man aufpassen. *schmunzel*

    • Ich war auch noch nicht da. Aber so schlecht können dort die Sofas gar nicht sein, dass meine obige Aussage nicht zutreffen würde.

      • So, lieber Herr Berger, und wie schlafen Sie jetzt mit Ihren Steinhoff-Aktien im Depot? Schmunzeln Sie noch oder ärgern Sie sich schon?

  7. Hallo Herr Brichta,

    vielen Dank für die Nachfrage. Ich hoffe Sie haben trotzdem ein schönes WE und machen sich nicht zu große Sorgen über mich… *schmunzel*

    Ich spiele mal mit offenen Karten. Ich habe letzte Woche Montag zum ersten Mal Steinhoff-Aktien gekauft, weil ich den Hinweis, dass am Mittwoch noch keine geprüften Zahlen vorliegen werden nicht so eng sah und den Absturz (bereits am Montag) bissl überzogen fand. Also mal 500 Stück zu knapp 3 Euro ins Depot gelegt. Mittwoch morgen möchte ich nun die ungeprüften Zahlen lesen und wunder mich, dass die Aktien bei ca. 1,3 Euro vorbörslich gehandelt werden. Rücktritt, Verdacht auf „Bilanzunstimmigkeiten“… ach der Abschlag ist übertrieben, also 500 Stück erneut zu 1,41 Euro ins Depot. Glaube am selben Tag, Steinhoff rutscht unter 1 Euro… neh dachte ich und habe nochmal 500 Stück nun zu 0,99 Euro ins Depot gelegt. 1 Tag später habe ich dann nochmal 700 Stück zu 0,79 Euro nachgelegt, habe dann aber am Freitag nicht zu unter 0,40 Euro nochmal gekauft… Ergebnis: momentan bin ich Besitzer von 2200 Stück und einem Durchschnittskurs von knapp 1,5 Euro. Okay, suboptimal gelaufen die Woche *schmunzel*, aber das Geld was ich im Feuer habe ist überschaubar. Nun werde ich nächste Woche überlegen nochmal nachzulegen, falls die Kurse bei 0,50 Euro bleiben, vielleicht auch abwarten bis mehr Klarheit ist, ich weiß es noch nicht… auf alle Fälle weiß ich bis zur Klarheit und solange nur Spekulationen im Raum stehen definitiv nicht zu verkaufen. Und sollten sie nicht insolvent gehen (was ich gegenwärtig und daran glaube), werde ich warten, warten, warten… ich habe Geduld und Zeit.

    Ich habe einen Absturz der Allianz von knapp 180 auf 50 z.B. mitgemacht und sie stets gehalten, Divi kassiert,… ich habe die drei Börsencrashs seit 1997 miterlebt, es ist kein schönes Gefühl, aber so schnell bringt mich nichts aus der Fassung… ich habe zu meinen Studentenzeiten einen Depotwert zeitweise von -80 Prozent gehabt (und trotzdem nicht verkauft, weil es nur Buchverluste sind, aber noch keine realen) und wissen Sie Herr Brichta, hätte ich jetzt einen Immokredit über 200 oder 300td Euro an der Backe und die Bank will jeden Monat ihre Rate pünktlich, da könnte ich nicht ruhig schlafen… aber mit Aktien konnte ich das schon immer, weil ich an Unternehmensbeteiligungen glaube…

    Steinhoff ist ein reiner Zock, gebe ich zu, aber der Großteil meiner Depotwerte läuft doch und selbst über die „Alchemisten“ kann ich mich ganz und gar nicht beklagen, denn alles was seit der Attacke kam, waren positive Unternehmensnachrichten und für nächstens Jahr gibt es vom aktuellen Kurs wieder ca. 9 Prozent Divi… für mich eine exzellente Firma, die ihr Handwerk versteht, egal wie man zu dem Geschäftsmodell auch stehen mag.

    Mal schauen, ob man mit Steinhoff doch noch Geld verdient… nur eine gewisse Depotstreuung und leben nach der Devise „im Einkauf liegt der Gewinn“ lassen mich gut Schlafen und sogar häufiger erfreuen…

    Und sowas wie Steinhoff ist doch auch bisschen der Kick und der Spaß an der Börse…

    • Herzlichen Dank für Ihren offenen Einblick in das Leben eines Aktienfans. Ich glaube, den meisten von uns ist es schon einmal ähnlich ergangen. Und genau deshalb sollte man nur echtes Spielgeld für solche Zocks verwenden und alles andere in – langweilige – wahre Werte investieren 🙂

  8. Ein Blick wäre auch Rocket Internet wert… (ja auch schlechter Ruf, nur zu recht?). Da bin ich selbst bei dem aktuellen Kursniveau im Plus… die haben ein gigantischen Cash-Betrag… DH und Hello Fresh sind nun doch an der Börse, was nie einer geglaubt hatte…

    Wenn man mal den Wert der aktuellen großen Beteiligungen sieht, den Cash-Bestand usw. sieht und dazu die gegenwärtige Bewertung an der Börse… ich denke irgendwas passiert nächstes Jahr hier…

    Ich weiß kein wahrer Wert per Definition… aber ich kaufe Werte dann, wenn ich sie für deutlich unterbewertet halte…

    • Das können Sie gerne tun. Da Rocket Internet hauptsächlich aus Versprechen und Hoffnungen besteht, ist es für uns kein wahrer Wert, wie Sie zu Recht feststellen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Firma einen Teil dieser Versprechen schon weiter veräußern konnte.

  9. Ich hatte bereits mal geschrieben… keine Frage die wahren Werte hier sind sicher alles gute Unternehmen, einzig was mich einfach meistens daran stört, ist diese häufig teure Bewertung… d.h. KGV von über 20, wo diese Firmen zwar alle wachsen und vielleicht auch in einer Krise stabiler als andere Werte sind, bloß können sie die nächsten Jahre solche Wachstumsraten erlösen, dass diese für mein Geschmack recht teuren Bewertungen gerechtfertigt sind?

    Also in der Regel fasse ich Aktien mit KGV größer 15 und/oder KBV größer 2 nicht an… (Rocket Internet u.ä. sind Sonderfälle)
    Ich fühle mich recht wohl bei KGV kleiner 10 und/oder KBV kleiner = 1…
    Die Dividendenrendite sollte auch bei mindestens 3 Prozent, eher 4 Prozent sein…
    Mein Ziel ist es bei insgesamt im Depot noch verhältnismäßig überschaubaren Risiken schon eine Rendite von 10 Prozent (nach Steuern) im Jahr zu erreichen… vielleicht bisschen vermessen, mag sein, bloß ein bisschen ein Ziel sollte man sich schon stellen…

    • 10% p. a. halte ich tatsächlich für vermessen. Es gilt die uralte Börsenregel: Je höher die Rendite, desto größer das Risiko.

      Wir streben ca. 4% p.a. nach Kosten an. Das sollte mit wahren Werten und zusätzlichen Sicherheitsnetzen, wie wir sie eingespannt haben, machbar sein. Garantiert sind aber auch diese nicht. In Anbetracht eines Nullzins-Umfelds gilt es, bescheiden zu sein.

  10. Ja natürlich ist ca. 10 Prozent nach Kosten schon eine Hausmarke, aber warum das Ziel nicht etwas höher ansetzen… dies ist auch nur in meinen Augen zu erreichen, wenn eine positive Börsenstimmung/Gesamtstimmung einerseits herrscht und andererseits versuche ich sehr darauf zu achten BUY LOW, denn im Einkauf liegt bekanntlich der Gewinn. So kaufte ich Daimler unter 60 bevorzugt nach, die Dieselsache bei VW erlaubte es mir günstig die Aktien einzusammeln, Grammer bei 42, Pfandbriefbank bei rund 8,3 oder damals auch sogar mit einer kleinen Position Unicredit bei 1,7 Euro plus späterer Kapitalerhöhung…
    Gleichzeitig achte ich auf eine gute Dividendenrendite. Ich verkaufe auch mal, wenn ich 10-30 Prozent gemacht habe, die Aktie für mich eher ausgereizt erscheint und schichte um, wenn ich irgendwo ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis bei einer anderen Aktie ausgemacht habe.

    Und natürlich bin ich froh, wenn es klappt und ich meine Ziele erreiche, denn ein bisschen spielt dabei auch immer mit, etwas Gutes tun zu können. So habe ich einen Wasserspielplatz für ein Kinderheim großzügiger mitfinanziert, mehreren alleinerziehenden Damen unter die Arme finanziell gegriffen, wenn es mal eng war usw.
    Je mehr man also auf der einen Seite schafft zu generieren, kann man auf der anderen Seite irgendwo was auf der Welt zurückgeben…

    • Dann wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg! Da wir keinen alleinerziehenden Damen unter die Arme greifen müssen, bleiben wir bei unserem bescheideneren 4%-Ziel 😉

  11. Ich muss das auch nicht, aber wenn es sich dabei um gute Freundinnen handelt oder man zufällig Menschen kennenlernt, die viel für die Welt machen und das Herz am richtigen Fleck haben oder einfach das Kinderlachen in einem Kinderheim mit unterstützen kann, dann macht man das einfach…

    Mir reicht es fürs Alter mich abzusichern und nicht in finanziellen Sorgen jetzt und später einmal leben zu müssen. Alles was drüber hinaus geht, ist Bonbon für Gutes.

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