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Depotalarm: Texas Roadhouse zu weit gelaufen?

24. Januar 2018 - Raimund Brichta in Allgemein | 12 Kommentare

Die Aktie unseres Depotwerts ist in den letzten Wochen weit voraus gelaufen. Wie am Chart zu erkennen, ist der Abstand zur roten 200-Tage-Linie inzwischen beträchtlich.

Kurs und 200-Tage-Linie verhalten sich in der Regel wie ein Herrchen und sein Hund, um einen Vergleich zu bemühen, der vom Börsenaltmeister André Kostolany stammt: Der Hund (Kurs) läuft mal voraus und mal zurück, er kehrt aber immer wieder zu seinem Herrchen (200-Tage-Linie) zurück.

Wir erwarten nun, dass Letzteres bevorsteht, und haben deshalb gestern unseren Bestand an Texas-Roadhouse-Aktien halbiert. Sollte der Kurs zurücklaufen, hätten wir das daraus resultierende Risiko für das Depot halbiert. Sollte die Wiederannäherung ohne größeren Rücklauf erfolgen, wären wir immer noch mit der Hälfte dabei.

Allerdings zeigt der Kursverlauf, dass sich die Texas-Roadhouse-Aktie in der Vergangenheit durch ausgeprägtere Auf- und Abwärtsbewegungen ausgezeichnet hat. Deshalb halten wir die Variante 1 für wahrscheinlicher.

12 Kommentare

  1. Hallo Herr Brichta,

    herzlichen Glückwunsch zum Gewinne realisieren, davon wird man bekanntlich nicht arm.

    Können Sie bitte sagen, ab welchem prozentualen Abstand zur 200-Tage-Linie Sie und Ihr Team den Abstand als „beträchtlich“ definieren und demzufolge Gewinne realisieren?

    Bei Texas Roadhouse haben Sie nach Adam Riese ein Delta von 20% herangezogen.

    Dieses prozentuale Delta hat der DOW fast erreicht, der DAX hätte noch Luft (kann sich aber erfahrungsgemäß nur selten vom DOW entkoppeln).

    Besten Dank und Viele Grüße,

    Michael K.

    • Wie Sie vielleicht wissen, halten wir uns nicht an starre Regeln, sondern machen unsere Entscheidungen immer vom Einzelfall abhängig. 20 Prozent können also lediglich ein grober Richtwert sein. Sie können es sich aber auch einfach machen und im Chart nachkucken, wie weit sich denn ein Kurs in der Vergangenheit von der 200-Tage-Linie entfernt hat. Da sehen Sie zum Beispiel bei TR auf den ersten Blick, dass nun in etwa ein Niveau erreicht ist, von dem aus ein Rücksetzer starten könnte (aber natürlich nicht starten muss).

      Was Dow und Dax anbelangt, stimme ich Ihnen zu. Hier kommt aber noch die Marktsaisonalität hinzu, auf die ich sehr stark achte. Und diese zeigt nun mal bis Anfang März noch grünes Licht.

  2. Nur bis Anfang März Herr Brichta? Da beginnt gerade mal meteorologisch der Frühling, von kalendarisch will ich ja noch nicht mal reden… gehen wir nicht bis in Sommer (also sagen wir Anfang Juni) von steigenden Kursen aus?

    Obwohl erstmal der Dax endlich aus sich rauskommen mal müsste und dem Dow wenigstens halbwegs nicht nachstehen sollte… aber wenn ich mir die SPD angucke, bezweifle ich stark, dass eine GroKo erreicht wird und wenn nicht, rechne ich nämlich mit einer deutlichen Korrektur am Markt…

    Herr Brichta wieso sind Sie eigentlich nie auf dem Börsentag in Dresden am Anfang eines jeden Jahres… nun habe ich schon Herrn Thieme, Markus Koch, Herrn Halver, Herrn Risse, Herrn Kutzer uvm. dort mal live gesehen, aber den Herrscher des Wahren-Werte-Depots noch nie… Ich weiß sie sind sicher nicht so, sich ins Rampenlicht stellen zu stellen, aber wenn es zu einem Vortrag nicht reicht, zum Kaffee doch schon… *schmunzel*

    • Bis Anfang März läuft die saisonal günstige Phase. Nur davon hatte ich gesprochen. Ob es danach weitergeht, hängt davon ab, wie stark es davor nach oben gegangen ist. Da die letzten beiden Tage aber gezeigt haben, dass aufkeimende Euphorie sofort im Keim srstickt wird, steigen tatsächlich die Chancen, dass es noch etwas länger dauern kann.

      Und für Dresden hat sich bis jetzt einfach noch keine Gelegenheit ergeben, weil ich um diese Zeit immer anderweitig engagiert war.

      • Anders als Sie gehe ich aber davon aus, dass ‚GroKo or no GroKo’ für den Markt keine Rolle spielen wird. Das Thema taugt nicht mal als Anlass für eine Korrektur.

  3. Ihr Wort in Gottes Ohren… wegen GroKo

    Was meinen Sie eigentlich zum Euro? Durch die Überlast in US-Titeln tut dies dem Wahren Werte Depot ja auch nicht gut… heute schon die 1,25… sehen wir bald nicht noch eher die 1,30 als dass es wieder Richtung 1,15 geht…

    • Wir haben schon überlegt, ob wir unsere US-Engagements nicht ebenfalls währungssichern sollen, so wie wir das seit Neuestem mit unserer Pfund-Aktie Reckitt Benckiser tun. Bis jetzt gibt es im Dreier-Team dafür aber noch keine Mehrheit.

      Aktuell hielte ich das auch für wenig ratsam, weil ich spätestens bei 1,26 $ eine Gegenbewegung nach unten erwarte.

  4. Die kommen ja bald die 1,26… *schmunzel*

    Und bei den Auto-Werten haben Sie ja auch noch im Dreier-Team keine Mehrheit gefunden, stimmt’s… *schmunzel*
    Sieht aber ganz danach aus, als wenn die Autowerte 2018 wirklich abfahren und den Markt zumindest outperformen könnten…

    • Zweimal: so ist es! Wenn Anton und Volker nicht wollen, dann wollen sie eben nicht. Ich bin da – ehrlich gesagt – leidenschaftslos. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Ein Teil der Performance ist eh schon gelaufen, obgleich auch ich der Meinung bin, dass da noch was kommt.

    • Naja, der schwache Dollar, die hohen Autorabatte, die Ausweitung der Autokredite, kurzfristig das Damoklesschwert einer Tarifauseinandersetzung sprechen nicht unbedingt für Daimler bzw. Autos.

      Die Kursschwäche der letzten Tage passt zum heutigen Artikel bei n-tv.de („12:10 Uhr Siemens- und Daimler-Kurs wecken Sorgen“).

      Vor Tagen habe ich geschrieben, dass die Dollarschwäche die Angelsachsen zum Verkauf von europäischen Aktien animieren müsste. Wer bleibt dann noch auf der Käuferseite übrig?

      Ganz nebenbei realisiert auch das WWD-Team Gewinne (Nike, TR) und erhöht den Cashbestand.

      Innerhalb der Autowerte sehe ich Daimler jedoch vorn. Das KGV und die Dividendenrendite sind solide.

      • Das, was Sie zum aktuellen Geschehen bei Daimler beschreiben, beruht auf kurzfristigem Börsengezocke. Dieses interessiert mich aber nicht. Mich interessiert in diesem Zusammenhang ausschließlich die mittelfristige Entwicklung. und die ist bei Daimler und Co eindeutig. Im Spätsommer, als mein Interesse an den Autowerten geweckt wurde, kostete die Daimler-Aktie 60€. Jetzt liegt sie bei 75. Das sind 25% in 6 Monaten. Und ein Ende dieses mittelfristigen Trends ist noch nicht in Sicht.

        Also bitte ordnen Sie das alles richtig ein.

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