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Depotvorschlag: AT&S

27. Januar 2018 - Gastbeitrag von Jamsek Bernard in Allgemein | 6 Kommentare

Tolle Wachstumsstorry. Marktkapitalisierung derzeit etwa 400Mio. In China wird ein Werk gebaut für ca. 420 Mio Euro. Im diesem Jahr sollte AT&S den Umsatz auf 1Mrd. Euro steigern, und in den kommenden zwei Jahren 10-20% weiter wachsen. Die EBITDA Margen liegen historisch bei ca. 20%. In den kommenden Quartalen sollte sich die Zahlen deutlich verbessern. Im Prinzip ist es eine Wette auf den Erfolg des neuen Werks in China. Der Vorstand leistet seit 2010 gute Arbeit und versteht was von seinem Handwerk. In meinen Augen ein super Chance Risiko Verhältnis. Ich persönlich bin mit einer Teilposition dabei und werde sie bei gutem newsflow ausbauen. Das Potential zum verdoppler hat sie allemal.

6 Kommentare

  1. Danke für die vorgeschlagene Wachstumsstory, lieber Herr Jamseck. Für solche Storys sind wir aber nicht zuständig. Denn wir konzentrieren uns auf wahre Werte, deren Geschäft sich möglichst schon seit Jahrzehnten bewährt hat. Natürlich können auch solche Unternehmen noch wachsen, aber das Wachstum steht bei ihnen nicht so im Vordergrund wie bei jüngeren Firmen.

    AT&S selbst ist übrigens ein Beispiel dafür, dass bei diesen Firmen die Wachstumshoffnungen nicht immer aufgehen müssen. Ich kenne das Unternehmen noch aus den Zeiten des Neuen Marktes. Wie sich der Kurs seitdem entwickelt hat, sehen Sie hier (zum Vergrößern anklicken):

    • Von wegen Wachstum: Der Kurs liegt noch unter dem Niveau von vor 18 Jahren. Nein Danke, das ist nichts für uns – auch wenn sich die Aktie in den vergangenen Jahren unbestritten erfolgreich entwickelt hat. Aber das haben andere auch. Und wetten auf ein einziges neues Werk (in China) wollen wir ebenfalls nicht. Alles in allem ist das also nicht unser Metier.

  2. Eigentlich ein Grund, um wieder sehr vorsichtig zu werden. Alles an diesem Unternehmen klingt nach einer neuen Mark „Story“: selber Auftritt, selber Forenverlauf (z.b. Wallstreet Online).
    Wenn man auf Wallstreet Online unterwegs ist, wird man regelrecht mit Werbung für Schrott bombardiert, nachdem 500 Prozent in drei Tagen nur eine Frage von Mut und Willen ist. Pennystocks aus Kanada haben wieder Hochkonjunktur. Und die viele Werbung bedeutet, es lohnt wieder. AT&S hat vor 10 Jahren 10 Euro gekostet und vor kurzem auch. Jetzt kann man regelrecht sehen, wie es gepuscht wird. Die Aussage, der Vorstand mache seit 10 Jahren einen guten Job, kann ich nicht nachvollziehen. Allerdings kann man sagen, dass seit ein paar Monaten sehr gut gepuscht wird. Dafür spricht auch die Aussage, dass der Wert Potential zum Verdoppler habe. Wenn Börse so einfach wird, sollte man wirklich vorsichtig werden.

    Wenn ich Wallstreet Online besuche, dann springen mich die „Geheimtipp, wieder 200 Prozent möglich“ nur so an. Empfinde nur ich das so oder haben wir wieder Geheimtipp Glanzparade?
    Und wie vorsichtig sollte einen das machen?

    • Vorsicht ist immer gut, allerdings gibt es grundsätzlich noch einen wesentlichen Unterschied zu damals: Das DAX-KGV lag im März 2000 (und ich denke, auf diese Zeit spielen Sie an) bei 30, jetzt liegt es nicht einmal halb so hoch – und das bei bedeutend niedrigeren Zinsen als damals. Soll heißen: Die nächste Korrektur wird nach meiner Erwartung lediglich eine Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend und nicht schon der finale Ausverkauf.

  3. Allerdings haben sich die Bilanzierungsregel seitdem geändert. Damals musste Goodwill innerhalb einer realistischen Zeit abgeschrieben werden. Das gilt heute nicht mehr. Dadurch weisen viele Unternehmen einen manchmal bis 30 Prozent höheren Gewinn aus als damals. Das ist übrigens ein Grund mal Henkel zu empfehlen. Als Dax Ausnahme haben sie keinen nennenswerten Goodwill in der Bilanz. Im Vergleich Börsenliebling BASF. Da könnten es schon fast 10 Mrd. sein. Und BASF schreibt wirklich nur ungerne Goodwill ab.

    Aber unterm Strich rechne ich auch nicht mit einem neuen Bärenmarkt wie im letzten Jahrzehnt.

    • Bilanzierungsregeln ändern sich immer mal, deshalb ändern sich aber nicht dauerhaft die als fair erachteten Bewertungen. Diese liegen damals wie heute im DAX-Durchschnitt bei einem KGV von rund 15.

      Und ich bin mir sicher, dass wir am Ende dieses Börsenzyklus‘ auch wieder in Richtung 30er-KGV gehen werden – Goodwill hin oder her.

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