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Depotvorschlag: Krones

18. Juni 2017 - Gastbeitrag von Hartwig Eigenbrodt in Allgemein | 4 Kommentare

Die Krones AG (633500) erstellt Anlagen für alle Bereiche der Abfüll- und Verpackungstechnik und die Getränkeproduktion und gehört dort nach eigenen Aussagen zu den weltweit führenden Konzerne der Branche. Hinzu kommt ein umfangreiches Serviceangebot, das die weltweite Montage, Inbetriebnahme, Wartung oder den Umbau von Anlagen umfasst.

Fundamental finde ich das Unternehmen deshalb interessant, weil es in den letzten vier Jahren Gewinn und Umsatz stetig steigern konnte. Aktuell (Anm. d. Red.: das war im Juni 2016) liegt das KGV bei 22, die Eigenkapitalquote bei 41%, die Cash Flow-Marge bei 5,5 % und die EBIT-Marge bei 6,9 %. Bei einer Dividende von 1,45 Euro (entspricht einer Dividendenrendite von 1,3 %), denkt die Krones AG an seine Anteilseigner, ohne sich bei einem Ergebnis von 4,98 Euro pro Aktie zu verausgaben (Quelle: Onvista). Für mich selbst ist der jährliche Liebesbeweis in Form einer Dividende durchaus ein Thema, einmal im Jahr sollte ein Unternehmen mindestens an seine Anteilseigner denken.

Technisch hat zwar das letzte Jahr Spuren im Kursverkauf hinterlassen, aber der Dax konnte um knapp 19% geschlagen werden. Schaut man sich die Entwicklung in den letzten fünf Jahren an, zeigt sich aus meiner Sicht eine kontinuierliche Steigerung. Hier scheint die Börse der fundamentalen Entwicklung gefolgt zu sein. Wie ich gelernt habe, muss ein Unternehmen nicht nur gute Zahlen berichten, es muss ihnen auch am Markt geglaubt werden.

Um selbst auch complaint zu sein, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich die Aktie selbst im Depot habe (und ertrage es auch, wenn mein Vorschlag als nicht würdig für das Wahre-Werte-Depot betrachtet wird).

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Eigenbrodt,

    Gewinnentwicklung der letzten Jahre, Kursentwicklung der letzten beiden Jahrzehnte sowie Geschäftsmodell sind tatsächlich in Ordnung. Getrunken wird immer. Nur die Eigenkapitalquote hat sich in den letzten Jahren deutlich von unserem Mindest-Zielwert von 50 Prozent entfernt.

    Tatsächlich wäre der letzte September ein guter Einstiegszeitpunkt gewesen. Ich schlage vor, dass wir Krones auf die Ersatzbank setzen und weiter beobachten.

    Meinungen?

  2. Krones ist von Oktober 2016 bis Mai 2017 wirklich sehr gut gelaufen. Jetzt scheint die Aktie in eine Seitwärtsbewegung zu geraten.

    Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Anleger von Krones nicht ganz unsensibel, wenn es um Quartalsergebnisse geht, die nicht im Zielkorridor liegen. Deshalb würde ich aktuell eher auf einen Rücksetzer warten und beim nächsten Anzeichen eines neuen Aufwärtstrends einsteigen.

    • Wir warten auf mehr als auf einen Rücksetzer. Nach meinem Dafürhalten sollte es schon eine Korrektur bis zurück auf den langfristigen Aufwärtstrend sein, der auch im September getestet wurde. Das kann dauern. Aber wir haben Zeit. Wichtig ist, niemals Kursen hinterherzulaufen.

  3. Bis in den Herbst hinein halte ich Zukäufe nicht für geboten, da der Kreditzyklus in den USA weit fortgeschritten ist und deswegen die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur an den Börsen groß ist.
    Grundsätzlich halte ich die Krones Aktie aus den von Herrn Eigenbrodt und Raimund vorgetragen Argumenten als „würdig“ in unser Depot aufgenommen zu werden.

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