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Depotvorschlag: Novo Nordisk

19. Dezember 2015 - Gastbeitrag von Eric Dion in Allgemein | 17 Kommentare

Weltmarktführer in InsulinTechnik.

Da die Menschheit immer dicker wird, dürfte sich dies positiv auf die Kursentwicklung auswirken.
Zudem in Dänische Kronen notiert. Bei eventuellen Problemen des Euro ebenfalls positiv zu sehen.

Seit kurzen im Eurostox50.

Gratulation zu ihrem interessanten Depot.

17 Kommentare

  1. Gefällt mir sehr gut. Kursverlauf der letzten 12 Jahre überzeugend. Vor allem dieses Jahr top stabil. Gewinnentwicklung ebenfalls überzeugend. EK-Quote mit 52 % noch akzeptabel. KGV mit 28 ambitioniert. Aber das trifft auf andere Werte in unserem Depot auch zu. Ich würde aufnehmen.

  2. Interessant, den Vorschlag hier zu lesen. Ich erlaube mir ein paar Worte, da diese Aktie auch bei mir seit dem August-Tief im Depot liegt – da habe ich wohl etwas richtig gemacht. Da der Jahreswechsel bevorsteht, gilt ja bald auch eine neue KGV-Schätzung als Richtwert: 23,863 für 2016 (sagt Comdirect), das klingt nicht mehr so dramatisch hoch. Ich könnte noch ein bekanntes Finanzmagazin zitieren, in dem die Aktie wiederholt zur Geltung kam und auch gerade wieder aktuell als einer von fünf Werten für eine Art Langfrist-Sorgenfrei-Depot gehandelt wird 😉 (Welt-Depot-Alternative ohne deutsche Aktien). Ich spare mir mal halbseriöse Ausführungen, aber die Begründung ist vielleicht interessant: Ausgewählt wurden 5 nichtdeutsche Sieger nach Bloomberg-Daten aufgrund von vier Bestehenskriterien, die über 5 und 10 Jahre zu erfüllen waren: Gesamtertrag mind. 15% p.a., Dividendensteigerung mind. 5% p.a., max. Drawdown (Krisen-Kursrückgang) < 40% (vgl. DAX: 43%), Gewinnerwartung der Analysten bis 2018 mind. 30%. Ich hatte die Aktie übrigens hier nicht vorschlagen wollen, da Pharmaunternehmen ja immer etwas risikoreicher sind und es, so wie ich gelesen hatte, Ende Oktober Befürchtungen über einen verschärften Preiskampf im Geschäft mit Insulin und anderen Diabetis-Medikamenten gab, nachdem Sanofi in diesem Bereich zuletzt einen deutlichen Rückgang vermeldete. Aber des einen Leid ist oft des anderen Freud – Insulin wird auch in einer Krise genauso benötigt, und was das eine Unternehmen nicht verkaufen kann, verkauft ein anderes.

  3. Korrekturen znd Ergänzungen zu meinem Kommentar (von letzter Nacht, noch unveröffentlicht): 1. Statt „Gewinnerwartung der Analysten“ meinte ich „GewinnWACHSTUMSerwartung der Analysten“ (ist ein Unterschied) 2. In dem erwähnten Weltdepot, das zusätzlich zu einem rein deutschen Depot dargestellt wurde, waren deutsche Aktion nicht ausgeschlossen. Da hatte ich zu schnell gelesen. 3. Ausgewählt wurden die 5 internationalen Aktien aus CDAX, DAX, Stoxx-600 und S&P500. (Länder wie Frankreich, Italien und Spanien waren allerdings ausgeschlossen.) Sollte erwähnt werden.

    Ich wollte damit nicht Werbung für irgendein Finanzmagazin machen, sondern nur auf diesen Vergleich hinweisen. Dass Novo-Nordisk einer der 5 Sieger nach den og. genannten Kriterien aus den og. Indizes ist (rein an Zahlen gemessen), will schon etwas heißen. Insofern scheint mir der Vorschlag von Herrn Dion eine sehr gute Wahl.

    Ganz allgemein scheinen mit Gesundheitsaktien mit Verweis auf die steigende Lebenserwartung und typische Alterserkrankungen wie Diabetes und Blutgerinnungsstörungen im Trend zu liegen, so auch z.B. der jüngste Comdirect-Newsletter, u.a. ebenfalls mit Verweis auf Verweis auf das Unternehmen Novo-Nordisk, das darauf besonders spezilisiert ist.

    • Ich stimme Ihnen zu, lieber Sandro, und bin – wie gesagt – ebenfalls für eine Depotaufnahme.

      Was das KGV betrifft, habe ich mich allerdings auch auf Comdirect bezogen. Dort steht KGVe 29, und das „e“ steht für ‚auf Basis erwarteter Gewinne“. Da ich kein Comdirect-Kunde bin, habe ich keinen Einblick in weitere Angaben. Deshalb weiß ich nicht, auf welche Jahre sich die Gewinnerwartungen beziehen. Üblich wäre aber ein gewichteter Mix der kommenden Jahre.

      Und was das erhöhte Risiko für Pharma-Aktien betrifft, so haben wir dies bereits vor der Aufnahme von Johnson & Johnson diskutiert. Ich meine dazu, dass wir ohnehin nur in wahren Werten investiert bleiben, bei denen der Trend stimmt. Wer den Trend bricht, fliegt raus. Damit halten wir das Risiko im Zaum 😉

      • Bei der o.g. Direktbank gibt es unter „Analyse“ den Reiter „Bilanzprognose“, der wohl nur für Kunden zugänglich ist. Dort zu entnehmen ist, dass das „e“ für 2015 steht und man erfährt ein prognostiziertes KGV (und andere prognostizierte Daten) auch für das kommende Jahr (und auch einen Vergleich zum Vorjahr). Ich habe gerade noch einmal auf der Website finanzen.net nachgeschaut. Dort zu finden sind Schätzungen: KGVe 2015 = 29,06, KGVe 2016 = 24,56 und KGVe 2018 = 21,83. Wie seriös diese Schätzungen sind, vermag ich aber nicht zu beurteilen.

  4. Für mich sind diese Einprodukt Companies zu gefährlich. Sollte es gelingen insulinproduzierende Zellen kostengünstig und komplikationslos einzupflanzen (es geht schon heute, ist aber sehr aufwendig) ist es wohl vorbei mit dem Geschäftsmodell dieser Firma, und dass so schnell, dass man sich auch nicht rechtzeitig von der Aktie verabschieden könnte.

    • Glauben Sie allen Ernstes, ein solches Konkurrenzprodukt käme quasi über Nacht und ließe keine Zeit mehr zu reagieren? Ich glaube, da unterschätzen Sie unsere Reaktionsfähigkeit 😉

      • Ich glaube dass ich nach Ihnen in der Börsennewsnahrungskette stehe, keine Frage, aber vor Ihnen stehen viele andere die einen solch teuren Wert in der Tat über Nacht in den Keller schicken können ;))

        • Den GAU mit Kurshalbierungen über Nacht gibt es zwar, aber dafür sind selten neue Konkurrenzprodukte verantwortlich.

          • Welche Medikation ein Patient erhält, entscheidet zunächst ein Arzt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die meisten Ärzte sich weltweit über Nacht entscheiden, die herkömmliche Medikation durch neue Biotech-Präparate zu ersetzen. Bis kostengünstige und bessere Therapien verfügbar sind, sind langwierige Erprobungs- und Zulassungsverfahren zu bewältigen, dann müssen ggf. noch Krankenversicherungen entscheiden, ob sie die neue Terapie unterstützen usw. Das ist ein langsamer Prozess mit vielen Zwischenberichten, auf die man reagieren kann. Außerdem wird ein spezialisiertes Pharamunternehmen solchen neuen Entwicklungen sicherlich nicht tatenlos zu sehen. Wenn die Zeit reif ist, könnte es durch entsprechende Investitionen oder Aufkauf von Patenten oder kleinen Biotech-Unternehmen auch selbst zum Big-Player in einer neuen Medikamentengruppe bzw. in der Herstellung der Ressourcen für eine neue Therapieform werden, wenn es nicht ohnehin selbst aktive Forschung an Ersatzmethoden betreibt. Mag sein, dass es zu spät reagiert, doch das entscheidet sich sicher nicht von heute auf morgen. Zuvor werden Gewinnschätzungen ggf. Stück für Stück revidiert, worauf die Börse nach und nach reagiert. Dies meine Einschätzung.

  5. Einer meiner Lieblingswerte und schon fast 15 Jahre im Depot. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass die DKK an den EUR gebunden ist.

  6. Liebe Spürhunde und Spürhundausbilder,
    ich habe mich eben sehr gefreut darüber, dass unser Wahre Werte Depot so richtig Fahrt aufnimmt. Damit meine ich nicht die Wertentwicklung oder irgendwelche Neuaufnahmen, sondern die rege und wirklich konstruktive Diskussion über unsere potentiellen Kaufkandidaten. Der aktuelle vorgschlagene Wert Novo Nordisk zeigt dies, wie ich finde sehr schön und es macht Freude zu sehen, wie gut unsere Spürhunde sind. Allerdings zeigt die rege Diskussion gerade beim Wert Novo Nordisk, dass diese Aktie doch einige im Depot haben und bei der Wertentwicklung auch gerne darüber berichten. Und dies hat mich etwas nachdenklich gemacht, denn auch ich habe diese Aktie in den letzten Jahren vielfach gesehen: In nahezu allen europäischen und weltweiten Investmentfonds, die ich mir angesehen habe. Der Wert ist auch bei Fondsmanagern everybodies Darling. Was will ich damit sagen? Der Wert ist überall prominent gewichtet, wahrscheinlich gibt es inzwischen wohl mehr professionelle Investoren, die ihn haben, als die, die ihn kaufen wollen. Oder anders herum: Es gäbe mehr potentielle Verkäufer als neue Käufer! Dies mag aktuell noch nicht der Fall sein, denn Aktienfonds bekommen wieder Mittelzuflüsse und solange diese fließen, muss man seine Allokation auch aufstocken, aber was passiert in der nächsten Baisse? Ich vermute, dass dieser Wert mit am stärksten leiden wird, denn er ist liquide, hat bei vielen wahnsinnige Kursgewinne auf dem Buch und bei Mittelabflüssen gibt es wie gesagt eine Vielzahl an Investoren die Ihre Allokation anpassen müssen, diesmal dann in die andere Richtung. Aber ich wäre wohl kaum Börsianer, wenn nicht auch in mir zwei Herzen schlagen, die Angebot und Nachfrage stets in Einklang bringen wollen. Und da habe ich mich erinnert, dass ich im Juni 2012 diese Aktie für ein „renommiertes Finanzmagazin“ (um hier im Fachjargon zu bleiben) empfohlen hatte. Es war sogar der Titelaufmacher mit der Schlagzeile „Wir kaufen jetzt!“ Gemeint waren Börsenprofis(Bernecker etc.) und Universaldilletanten (wie mich), die drei Favoriten für die nächsten 5 Jahre nennen sollten. Einer meiner Favoriten war eben Novo Nordisk, damals mit folgender (für das Magazin auf medienwirksame 800 Zeichen konzentrierte) Begründung:

    „Megatrend Healthcare & Schwellenländer! Novo Nordisk, einer der interessantesten Anbieter für Diabetesprodukte aus Dänemark. Der Kurs spiegelt die aktuellen Geschäfte vor allem in den überalternden Industrienationen wieder. Das Wachstum liegt aber in den Schwellenländern. Vor allem in Asien droht eine wahre Diabetes-Katastrophe. Die asiatische Bevölkerung stellt ihre Nahrungsgewohnheiten immer mehr auf westliche Verhaltensmuster um. Fast-Food & Co ist auf dem Vormarsch. Typische Ernährungskrankheiten drohen, die sich vor allem in massivem Diabetes äußern wird. Schon jetzt sind die Wachstumsraten von Diabeteserkrankungen jährlich steigend. Novo-Nordisk wird davon außerordentlich profitieren. Der Markt hat dieses langfristige Potenzial bisher nicht erkannt!“

    Was soll ich sagen, der 5-Jahreshorizont ist erst Mitte 2017 um, daher sollte meine Empfehlung weiter Gültigkeit haben. Aber etwas hat sich gravierend verändert: Ich glaube der Markt hat inzwischen das langfristige Potential sehr wohl erkannt und dies eingepreist. Ein einfaches Bild verdeutlicht dies: Der beste Aktienmarkt 2015 lag nicht etwa in einem exotischer Staat in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Nein es war das kleine Dänemark welches 2015 die beste Börse hatte und unser Delinquent Novo Nordisk ist an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig. Ein geliebter, gefeierter, populärer Wert ist er geworden der innovative Novo Nordisk Däne!

    Und innovativ ist vielleicht in der Tat der Kurstreiber der Zukunft. Der Erfolg von Novo Nordisk gründet vor allem auf der einfachen, dosierbereiten micronadelnbesetzten Einwegspritze, die vielen Diabetikern das Spritzen von Insulin so einfach, unkompliziert und schonend wie möglich gemacht hat. Das war eine Revolution dieser Branche. Novo Nordisk damit das Apple der Insulin Herrsteller. Es war die Funktion, das Design und die Anwendung, die es kinderleicht machte zu dosieren und zu spritzen. Sind wir doch mal ehrlich: Insulin herstellen können viele, aber der Erfolg lag in der Darreichung des Ganzen. Diese Innovation ist weltweit gefragt und profitiert noch heute und morgen vom Dillema der Asiaten, denen Enzyme fehlen und daher der Diabetes noch schneller zum Vormarsch kommt. Ich halte Novo Nordisk auch für innovativ genug , künftige Herausforderungen im Diabetes Markt kreativ zu begegnen. In diesem Sinne sehe ich die angesprochenen Veränderungen beherrschbar, zumal auch Novo Nordisk weiß, dass die Forschung in vielen Bereichen der Behandlung von Krankheiten inzwischen wieder auf die gänzliche Heilung von Krankheiten gerichtet ist, Mit anderen Worten: Nicht nur Symptome bekämpfen und mildern, sondern die Krankheit selbst heilen. Sei es mit Gentherapien oder eine komplette neue Generation an Medikamenten. Ein Großteil des aktuellen Biotech Booms beruht genau auf diesen Entwicklungen.

    Ich will es nicht zu lange werden lassen, daher mein Fazit: Ich bin auch für die Aufnahme des Wertes in unser Depot. Plädiere aber dafür im Auge zu behalten, wie sich die großen Investmenthäuser künftig über Novo Nordisk äußern. Die Big Player machen hier die Kurse (wie bei anderen unserer Werte ja auch), aber hier muss man deshalb besonders hinhören, da man Lieblinge, denen man die Aufmerksamkeit entzieht, besonders häßlich werden können. In diesem Sinne, verlieben sie sich nicht in ihre Depotwerte, denn dann schmerzt die Trennung besonders.
    Allen einen guten Rutsch ins neue Börsenjahr. Ihr Volker Schilling

    • Ja, das tun wir ohnehin bei allen unseren Depotwerten: Nicht verlieben und in schlechten Zeiten die Scheidung einreichen 😉

      Ich plädiere allerdings dafür, mit der Aufnahme noch ein paar Tage zu warten, bis klar wird, welche Richtung die Märkte im Januar einschlagen. Diese scheint mir nämlich richtungsweisend zu sein für das gesamte erste Quartal.

    • Wie Recht der Fondsmanager in seinem obigen Kommentar hatte! 😉 Kaum hat das Unternehmen mal nicht ganz so tolle Zahlen vorgelegt wie von den Analysten erhofft (eigentlich waren sie trotzdem noch ganz ausgezeichnet), da wurde die Aktie in den letzten zwei Tagen verprügelt, und die nächste Chartunterstüzung liegt noch deutlich tiefer. Für das Jahr 2016 peile das Unternehmen 5-9% Umsatz- und Gewinnwachtum an, war in Mitteilungen zu lesen. Das ist zwar auch nicht so schlecht, aber nicht vergleichbar mit den Wachstumsraten der Vergangenheit. Die jüngsten Analystenkommentare sind gemischt.

      • Das ist im Prinzip genau das, worauf wir derzeit warten: Ein Abbau der Überbewertung von wahren Werten. Wir hoffen, dass diese Werte wie reife Früchte in unseren Depotkorb fallen werden 😉

        • Ja, ich hab die Novo vorerst mal rausgeschmissen, weil der Trend nicht mehr mein Freund war. 😉 Wenn sie stark weiter fällt, kauf ich sie vielleicht zurück. Fuchs Petrolub notiert mittlerweile mehr als 20% unter dem Dezember-Hoch. Die Haushaltsartikel-Werte (Reckitt, Church) und Lebensmittelaktien schlagen sich hingegen erstaunlich gut (zumindest in den jeweiligen Landeswährungen).

          • Genauso hätte ich auch gehandelt. Aber glücklicherweise hatte ich ja den richtigen Riecher, die Aktie gar nicht erst aufzunehmen, weil die Marktentwicklung dagegen sprach. Aber: Dieses Nicht-Aufnehmen bezog sich lediglich auf die aktuelle Marktlage.

            Was Reckitt anbelangt, lägen wir damit zurzeit 11 Prozent im Minus. Die Währung spielt halt auch eine Rolle 😉 Bei Fuchs Petrolub wären es sogar 13 % Verlust.

            Was andere Haushaltsaktien anbelangt: Diese geraten in der Regel erst in der zweiten oder dritten Stufe eines solchen allgemeinen Kursrutsches ebenfalls in den Abwärtssog. So war es zumindest 2008. Ob diese zweite Stufe noch kommt, ist momentan noch offen. Aber wenn, sind wir darauf vorbereitet 😉

            Wenn nicht, werden wir den Sicherheitsgurt einfach wieder lösen.

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