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Die Fed hat Geld gespritzt

28. Februar 2018 - Raimund Brichta in Allgemein | 19 Kommentare

Und sie hat es wieder getan. Hier ein interessanter Chart, der zeigt, dass die US-Notenbank während des Minicrashs Anfang Februar massiv Geld in die Märkte gepumpt hat. Denn ihre Bilanzsumme, die seit einiger Zeit eigentlich langsam schrumpft, ist plötzlich wieder gestiegen. Damit bleibt die Fed bei ihrer seit Jahrzehnten gewohnten Marschroute, immer dann, wenn‘s rappelt, die Geldschleusen zu öffnen. Darauf ist nach wie vor Verlass, egal wer an ihrer Spitze steht. Und das dürfte auf absehbare Zeit auch so bleiben.

Zum Vergrößern anklicken:

Mehr dazu hier:
http://mam.econoday.com/byshoweventfull.asp?fid=485477&cust=mam&year=2018&lid=0&prev=/byweek.asp

19 Kommentare

  1. Das müsste doch heißen das irgendwann dann eine große Korrektur kommen müsste … oder wie sehen Sie das Herr Brichta ???

    • Die Korrektur kommt. Die Frage ist nur wann? Vielleicht hat sie schon begonnen.

  2. Bin ganz deiner Meinung, Raimund… Anfang Februar war nur das erste Grollen der Bären… Ab 04.03 wird’s spannender, Italien steht auf der Agenda…

    • Ja Italien wird wirklich interessant !!!

      • Bei allem Respekt, aber Italien scheint mir an den Weltbörsen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Ich schaue eher nach Schanghai. Glaube kaum, dass sich dort jemand für Italien interessiert 😉

  3. notenbanker haben sich zu guten eiertänzern entwickelt. sie prüfen -wie obiges beispiel zeigt- ständig die lage. da nicht nur die börse, sondern die wirtschaft insgesamt starken psyschologischen einflüssen unterliegt, ist dies vernünftig. börsenabstürze vermindern das reichtumsgefühl und können zu einer sich verstärkenden wirtschaftskrise führen (verbrauchervertrauen). für mich ist keineswegs sicher, daß die fed. 3-4 mal die zinsen erhöht oder vom geldpumpen abstand nimmt. die fed. ist nicht nur der geldwertstabilität verpflichtet. was mich umtreibt ist die frage, ob die fed. die zinsen wie geplant erhöhen kann, wenn die ezb GLEICHZEITIG bei der niedrigzinspolitik bleibt. seit geraumer zeit hat für mich die frage, welche alternativen zur aktie alternativ bestehen, niemand zufriedenstellend beantwortet. cash bei den banken halten, ist das so sicher? dollaranleihen, wenn wg. trumpverschuldung jederzeit eine dollarkrise droht. gold vielleicht, aber die notenbanken sehen diesen ausweg nicht gern.

    • Die besten Alternativen sind aus meiner Sicht Gold und Cash bei der Bundesbank. Letzteres ist für den Normalbürger derzeit leider nur in Form von Bargeld möglich.

  4. mit dem bargeld im tresor oder bei einer bundesbank mit 0 oder minuszinsen fühlt man sich höchstens kurzfristig wohl. früher oder später, derzeit gefühlt eher früher, kehren die marktteilnehmer zurück. shanghai? china hat auch eine notenbank, die f. weitere stabilität sorgen muß. es soll sogar notenbanken geben, die aktien kaufen – vielleicht bald alle…..

    • Selbstverständlich ist Cash keine Daueranlage – aber eine gute Parkstation für unruhige Zeiten. Später kommt man an seine Aktienfavoriten vermutlich günstiger heran 😉

  5. ja, vielleicht, müßte dann aber zusätzl. die transaktionskosten einspielen- sicher möglich, hhm. kommt etwa bald ein DEPOTALARM oder war schon? erinnere mich noch an die zeit als der dax bei 1000 stand, da gabs serienweise verkaufsempfehlungen wg. totaler überbewertung u. in den jahren danach allerdings auch längere durststrecken, aber stand heute..

    • kann sein, dass demnächst was kommt 😉

      • och, morgen kaufe ich (kontraindikator) noch paar baywa (kein wahrer wert), aber dividendenzahler. von denen sehe ich immer die großen lagerhäuser am mainradweg. dividenden machen nach seriösen untersuchungen einen erhebl. teil der performance aus. ansonsten warte ich ab, vielleicht gibts ja bald billige wahre werte. aber aber am ehesten bakkafrost, nestle…bei rollins müßte ich halbstündlich nach news gucken, wenn die stürzen, dann schnellsteil.

        • Viel Erfolg mit der Baywa. Und was Rollins betrifft: Haben Sie sich mal den 20-Jahres-Chart angeguckt? So wenige Stürze auf die lange Sicht hab ich bisher bei kaum einer anderen Aktie gesehen. Selbst in der Finanzkrise gab es nur eine Seitwärtskonsolidierung.

          Selbstverständlich ist das keine Garantie für die Zukunft, aber es ist eine gute Visitenkarte.

          • ja hab ich gesehen und gerade wg. der quasi nullstürze kommen mir ja die bedenken…..die gewinnreihe (steigerung) muß sich unbedingt fortsetzen..gewinnsteigerung i.o. kgv steigerung bzw. kleinste gewinnwarnung äußerst bedenklich.der abgrund ist halt schon sehr sehr hoch. immerhin keine neue markt bude. m.e. viel hoffnung drin. darf nicht enttäuscht werden. nicht meine welt.

          • Mein Punkt ist aber der: Bei jeder Firma gibt es über die Jahrzehnte geschäftliche Höhen und Tiefen. Das ist normal, und war sicherlich bei Rollins auch so. Der Aktienkurs hat das aber nicht angezeigt. Das ist ein Phänomen.

  6. 1) Wenn die Notenbank(en) ständig Geld in die Aktienmärkte pumpen muss, sagt dies einiges über die Maladie und Überbewertung aus.
    2) Wir haben Berichtssaison. Auffällig dabei ist, dass große (DAX)Konzerne nochmal sehr gute Zahlen abgeliefert haben, jedoch beim Ausblick bzgl. der künftigen Gewinnaussichten korrekterweise sehr verhalten agieren. An der Börse wird die Zukunft gehandelt.
    3) Die Euphorie liegt nicht vor uns, sondern sie hat bis Januar 2018 angehalten – der Zyklus geht zu Ende. Das Druckergeld der Notenbanken, die US-Steuerreform, die scheinbar hervorragenden Konjunkturdaten (letztendlich größtenteils kreditbasiert) waren die letzte Munition, die den Laden noch geschmiert haben.
    4) Große angelsächische Player haben sich in weiser Vorraussicht bereits bspw. aus dem DAX verabschiedet. Manche shorten bestimmte DAX-Konzerne. Diese Player sind nicht bescheuert, sondern verfügen über Wissen und Macht (auch über Beteiligungen an Medien).
    5) Chart: beim DOW war die Übertreibung > 26.000 Punkte zu offensichtlich. Dann kam der erste Knall, der die Party beendet hat. Nach dem ersten Rücksetzer die technische Erholung, die Gewinne werden schnell wieder mitgenommen. Es folgen nun tiefere Tiefs und niedrigere Hochs…
    6) …und last but not least China: wenn dort die Kapitalströme abwandern, bspw. zurück in die USA, dann gute Nacht. Ein Chinaabsturz wird insbesondere deutsche Unternehmen weit heftiger treffen als US-Amerikanische a la Google, Amazon & Co.
    Die entscheidende Frage ist: „Cui bono“?

    • Die 3 Jahres Performance vom Dax liegt bei ca. 0 Prozent. Es wurden Dividenden gezahlt, aber die Kurse liegen niedriger, Obwohl die Unternehmen Speck angesetzt haben. So sieht also Euphorie aus?

      Natürlich sehen US High Techs da ganz anders aus- US Value Werte aber auch. Da liegen z.T. auch viele seit drei Jahren im Minus.
      Also Euphorie?

      Ich finde, der sogenannte Bullenmarkt fühlt sich für viele Nicht High Tech Investoren seit langer Zeit an wie ein Bärenmarkt.

      BASF notiert heute auf 2014 iger Level- trotz höherer Dividende, weniger Fremdkapital und mehr Gewinn. Das sind nun 4 Banane Jahre.
      Was ist daran Euphorie?
      Henkel notiert trotz Rekordgewinn und Rekord Dividende in 2015 ner Range.
      Wir haben also Euphorie?
      Die USA sehen anders aus? Hm? Wollen wir mal die Nicht- High Techs durchsehen? Procter & Gamble vielleicht?

      Richtig ist, dass wegen den niedrigen Zinsen viele rumzocken- vor allem mit Derivaten. Und da werden sicher einige gerade kastriert.
      Aber wir haben keine Euphorie und keine Übertreibung.
      Allerdings haben wir kaputte Staaten und kaputte Banken.
      Und gerade das verhindert jede Form von Euphorie.
      In den letzten 100 Jahren gab es vermutlich keinen Bullenmarkt, dem man misstrauischer gegenüberstand als diesen. Er wird gehasst und angezweifelt. Und viele sind nie dabei gewesen. Wir haben vielleicht gerade nichts anders als in den letzten Jahren seit 2009. Die Kurse fallen und wir beten den „habe ich doch immer gewusst “ Text runter.
      Aber wer ist denn euphorisch?

      Wenn ich Euphorie sehe, dann bei den Bären.
      Wer es nicht glaubt, sollte mal ein Bärenthread besuchen. Die flippen gerade aus.

      Die Börse überrascht immer wieder und ist nicht kalkulierbar.
      Auch im Bärenmarkt jumpen die Kurse mal drei Monate wild nach oben. Die Börse tut immer den Unvorsichtigen weh.

      Ich für meinen Teil habe mir die Bärenmärkte definiert, die weh tun: Das sind die, die nach 5 Jahren keine neuen Hochs erklommen haben. Davon gab es drei in den letzten 100 Jahren. Und sie begannen alle in einem Stadium hoher Euphorie mit Bewertungen jenseits von gut und böse. Ganz anders als jetzt.
      Ich denke, wir haben in drei Jahren höhere Kurse. Der größte Fehler wird sein, nicht dabei zu sein.
      Wir haben keine Euphorie.

      • Jeder Abschwung hat andere Ursachen; insofern ist es m.E.n. nicht hilfreich, sich ausschließlich auf den Psychofaktor „Euphorie“ zu beschränken, die ja nun wirklich seit 4 Wochen vorbei ist.

        Wir haben einen globalen Wirtschaftskrieg und eine noch nie dagewesene Schuldensituation. Ein kleines Streichholz, und die Kettenreaktion kommt in Gang.

        Das Drehbuch ist für mich zu perfekt:
        – USA verdonnern europäische Banken zu Milliardenstrafzahlungen. Europäische Banken werden zurechtgestutzt. Contra seitens der EU? Fehlanzeige.
        – USA verdonnern ausländische Automobilkonzerne zu Milliardenstrafen
        – USA möchten ihr teures Flüssiggas verkaufen und torpedieren Gazprom nebst europäische Konzerne für ihre Pipelineprojekte. Contra seitens der EU? Die EU-Kommission torpediert die eigene Industrie.
        – Die USA sind am riesigen Infrastruktur- und Integrationsprojekt „One road, one belt“ nicht beteiligt und sind sauer
        – Die USA senken die Unternehmenssteuern drastisch und holen das im Ausland geparkte Kapital heim (aus China?)
        – Parallel (perfektes Timing) hierzu wird medienwirksam an der Zinsschraube gedreht; schlecht für manche Schwellenländer und verschuldete (chinesische) Unternehmen
        – Und heute kommt Trump noch mit Strafzöllen an, ein wunderbares Timing. Zufall? Daran glaube ich nicht.
        – Ein Hackerangriff auf deutsche Ministerien? Von wem? Ein Grund, an der Sanktionsspirale zu drehen. Cui bono?

        Sowas nennt man einen strategisch geführten Wirtschaftskrieg. Unternehmen werden gezwungen in solch einem Umfeld ihre Gewinnerwartungen nach unten zu korrigieren, und schon sind die schönen KGVs hin.

        Was haben wir noch auf der medialen Agenda – „urplötzlich“? Brexit, Italien.

        Nachdem die Angelsachsen, die nebenbei auch teilweise unsere Medienlandschaft beherrschen, Kapital abgezogen haben, lässt man die Party in umgekehrter Richtung steigen. Um weitere 10 oder 20% tiefer einzusteigen…

  7. warte erstmal ab-nix baywa. aber das durch die notenbanken geschaffene geld ist ja nicht weg. es schwappt weiter hin u. her. falls es eingesammelt wird, kann es dauern. 10jährige zinsen usa gestern gefallen..schwapp. japan druckt weiter. inverse zinsstruktur fehlanzeige. konjunktur läuft,naja noch. zahlreiche risiken -wie immer- vorhanden. aber wer errinnert sich noch an Le Pen oder Varouvakis.. china, alles staatskonzerne mit riesigen devisenreserven im rücken.jo, die barreserven sollte man natürlich nach und nach während der kurssteigerungen der letzten jahre aufgebaut haben. chartisten- und brighwateralarm?

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