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Truthahnschwemme!

21. November 2017 - Raimund Brichta in Allgemein | 9 Kommentare

Es gibt offenbar zu viele Truthähne. Ein Überangebot an diesem Federvieh soll zumindest dazu beigetragen haben, dass die „Spam-Firma“ Hormel Foods fürs vergangene Quartal einen Umsatzrückgang meldet. Trotzdem macht der Kurs unseres Depotwerts, der zuletzt stark Federn gelassen hat, heute einen vorfestlichen Thanksgiving-Freudensprung.

Wie üblich sind die Börsianer um keinen Begründungsversuch verlegen: Die Quartalszahlen seien eben besser als erwartet, heißt es. Solche Erklärungen kennen wir zur Genüge.

Es ist wieder mal ein Beweis für die Weisheit, dass nicht Tatsachen die Börsenkurse bestimmen, sondern Meinungen über Tatsachen. Und es ist ein Beweis für die Börsentechnik-Regel, dass auf starke Rückschläge starke Erholungen folgen.

Die Aktie hat nun mit einem Schlag sowohl den zuletzt etablierten Abwärtstrend geknackt als auch die 200-Tage-Linie. Wohl bekomm‘s …

Zum Vergrößern anklicken:

Wer weitere Infos zu den Hormel-Quartalszahlen will, findet sie hier:

http://www.proactiveinvestors.co.uk/companies/news/187590/pre-thanksgiving-lift-for-hormel-foods-as-third-quarter-sales-beat-forecasts-despite-turkey-glut-187590.html

 

9 Kommentare

  1. Da müssen wir mal mit Markus Koch drüber reden, wenn der uns alle zum Truthahn-Essen einlädt, gibt es keine Schwemme mehr ???

    • Dann bekäme der Hormel-Kurs richtig Flügel …

  2. Vielleicht sollten wir uns deswegen mal Fresenius ansehen, werden auch gerade geschlachtet und ich denke, es geht noch tiefer. Hohe Verschuldung, das passt leider nicht. Aber ein typischer Fall von Top Wert im Bärenmarkt. Der fällige Bärenmarkt scheint auszufallen, aber für einzelne Unternehmen läuft er.

  3. Bei Fresenius gibt es bei 52,50 eine Super Kaufchance. Das Tief vom Februar 2016 !

  4. schönes bild leider hat das federvieh kein schönes leben bis zur schlachtreife, aber das ist ein anderes thema

    • Naja, aber vielleicht auch ein Thema, das nicht ignoriert werden sollte. Es ist zumindest diskussionswürdig, ob es ethisch vertretbar ist, sich Aktien von einem Unternehmen, das Massentierhaltung fördert, in das Depot zu legen.
      Mit all den Punkten, die damit verbunden sind. Tierwohl, Antibiotika, multi-resistente Keime, Ressourcenverbrauch.

      Wollte das nur mal anmerken (ohne erhobenen Zeigefinger!)

      • Genau das sind Kriterien, auf die wir ebenfalls achten. Aber auch ein Unternehmen, das Tierhaltung in größerem Umfang betreibt, kann sich dieser Probleme bewusst sein und sie reduzieren. Mir ist Hormel Foods jedenfalls als Unternehmen bekannt, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt.

        Nachzulesen ist dies hier: https://www.hormelfoods.com/responsibility/

        Sollten Ihnen aber konkrete Hinweise auf größere Versäumnisse vorliegen, leiten Sie diese bitte an mich weiter. Ich würde ihnen dann nachgehen.

  5. In den 50 Jahren wurden wir schon beglückt mit Truthahn aus der Büchs‘ – der Weihnachtsbraten war gesichert mit großer Freude.

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