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Was machen wir mit Gold?

21. November 2017 - Gastbeitrag von Hartwig Eigenbrodt in Allgemein | 2 Kommentare

Ich mache mir Gedanken über Gold. Meine Überlegung ist, ob Gold wieder auf das alte Kursniveau vor dem Brexit-Votum zurückfällt. Auf der anderen Seite denke ich, dass der Brexit auch ein Auslöser dafür sein könnte, dass Gold nun doch mittelfristig wieder stärker in den Fokus rückt und dass das aktuelle Kursniveau gehalten oder ausgebaut wird. Gold hat letztlich bewiesen, dass es als Krisenwährung etwas taugt.

Es geht natürlich darum, wie die Anlagestrategie bezüglich Gold sein sollte. Haben Sie da schon eine Idee, wie wir das im Wahren-Werte-Depot handhaben werden? Oder bleiben wir bei der Strategie regelmäßig den Goldanteil im Depot auszubauen ?

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für Ihren Beitrag und vor allem dafür, dass Sie die Wir-Form wählen. Das zeigt, dass Sie sich mit dem Depot als unser Gemeinschaftsprojekt identifizieren.

    Entschuldigen Sie bitte, dass Ihr Beitrag so lange in der Pipeline steckte. Er stand leider in der Kategorie „Depotvorschlag“, die ich aus bekannten Kapazitätsgründen nur Stück für Stück abarbeiten kann. Aktuelle Beiträge wie Ihrer werden von mir dagegen zeitnah veröffentlicht. Ich bitte Sie und alle anderen Leser an dieser Stelle deshalb noch einmal, beim Eingeben des Beitrags genau auf diese feine Unterscheidung zu achten.

    Depotvorschläge dauern zwar länger, verloren geht aber auch in dieser Kategorie nichts – versprochen! In der längeren Wartezeit sehe ich in der Regel auch kein Problem, denn ein vorgeschlagener wahrer Wert sollte eine solche Eigenschaft langfristig behalten und nicht vom Augenblick abhängig sein. Sollte es zum Vorschlagszeitunkt gerade kurzfristig eine günstige Einstiegsgelegenheit gegeben haben, mag dies auf den ersten Blick zwar ärgerlich sein, längerfristig ist aber auch dies kein Beinbruch: Dann wandert der Vorschlag eben auf die Ersatzbank, um dort zu warten, bis sich wieder eine Gelegenheit bietet. Geduld ist an der Börse oft eine Tugend.

    Nach diesen grundsätzlichen Anmerkungen nun zu ihrem Beitrag: Interessanterweise liegt der Goldpreis momentan wieder ungefähr in dem Bereich, in dem er auch im Sommer 2016 lag, als Sie Ihren Beitrag eingereicht hatten. Zwischendurch war er tatsächlich wieder auf das Niveau vor dem Brexit-Votum zurückgefallen – und sogar darunter. Aber danach ging‘s wieder rauf.

    Daran zeigt sich sehr schön meine Einschätzung, auf die ich Sie auch im Sommer 2016 hingewiesen hätte. Damals hätten Sie mir einfach glauben können oder nicht, jetzt können Sie es anhand der Entwicklung aber tatsächlich nachvollziehen: Egal, ob es sich um das Brexit-Votum oder um den tatsächlichen Brexit im März 2019 handelt, solche Ereignisse haben schlichtweg keinen nachhaltigen Einfluss auf die Finanzmärkte. Nicht auf den Goldpreis und auch nicht auf die Aktienbörsen. Nur beim Pfundkurs ist ein etwas längerfristiger Einfluss vorhanden, wobei mir gaaaanz langfristig auch dieser vernachlässigbar erscheint.

    Kurzum: Wir richten unsere Goldstrategie nicht an politischen Ereignissen wie Brexit oder Wahlergebnissen aus. Wir bleiben einfach langfristig in Gold mit ca. 10 Prozent Depotanteil investiert und machen weiter nichts. Unsere Goldkäufe haben wir mit Erreichen dieses Zielwerts ausgesetzt. Schließlich wollen wir kein allzu goldlastiges Depot werden. In einer sich abzeichnenden neuen Krise mag sich das ändern, aber so weit sind wir noch nicht. Stay tuned!

  2. Hallo,

    Gold gehört in jedes Depot, der Langfristchart von Gold seit 2000 ist eindeutig (in der Finanzkrise gab es einen verständlichen Ausschlag nach oben).

    Obwohl die Aktienmärkte aktuell haussieren und viel Notenbanken-Druckergeld in die Kyptowährungen wandert, zeigt sich Gold stabil bei ca. 1280$ – für mich prinzipiell ein starkes Signal (sollte Gold dennoch auf ca. 1.200 USD aufsetzen, werde ich meine Position unter charttechnischen Gesichtspunkten antizyklisch aufstocken – auch meine Position in Barrick Gold, dem weltgrößten Goldminentitel).

    Externe Einflüsse wie der Brexit pushen den Goldpreis lediglich kurzfristig. Bei der Wahl von Donald Trump explodierte der Goldpreis sogar sehr kurzfristig bis auf 1.330$, bevor der Gegentrend eingesetzt hat. Dies verdeutlicht, dass solche Ereignisse im globalen weltwirtschaftlichen Kontext nur einen geringen temporären Einfluss haben (im Gegensatz zu einer echten Bankenkrise).

    Ergo: Die Goldstrategie an politische Ereignisse auszurichten ist lediglich für kurzfristige Zockereien – auch mit Goldminentitel – lukrativ (sofern man ein glückliches Händchen hat).

    Langfristig ist eher zu beachten, warum bspw. die russische Zentralbank oder neuerdings auch die türkische Zentralbank zu den Goldkäufern gehören. Auch die Chinesen kaufen bei bestimmten Marken gerne Gold – dort spielt die Musik! Daran kann man m.E.n. ableiten, wohin die Reise geht.

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