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Wird er es wieder tun?

9. Januar 2022 - Raimund Brichta in Allgemein | 222 Kommentare

Die Börsenentwicklung hängt dieses Jahr entscheidend davon ab, ob der US-Notenbankchef einen alten Fehler wiederholen wird. Zuerst aber beginnt das Jahr gut, denn ihr könnt hier ein Fläschchen Schampus gewinnen.

Manchmal ist es sinnvoll zu warten. Ich zum Beispiel schreibe meine Börsenausblicke immer erst nach Silvester, wenn das exakte Vorjahresergebnis feststeht. Diesmal bin ich darüber besonders froh, denn am 5. Januar wurde etwas bekannt, das für die Börsen von großer Bedeutung werden könnte. Die US-Notenbank veröffentlichte das Protokoll ihrer Dezember-Sitzung, in dem dieser entscheidende Satz steht:

“Einige Teilnehmer wiesen auch darauf hin, dass es sinnvoll sein könnte, relativ bald nach Beginn der Anhebung des Leitzinses mit der Verringerung der Bilanzsumme der Federal Reserve zu beginnen.“

Versteckt ist dieser Satz in einer regelrechten Buchstabenwüste des Protokolls, das auf 14 Seiten mit 9.834 Wörtern eng beschriebenen ist. Was mir Anlass zu folgendem Suchrätsel gibt: Wer von euch den zitierten Satz im vollständigen englischen Originalwortlaut hier zuerst postet, bekommt ein Fläschchen Schampus zugeschickt, versprochen. Also: Auf die Suche, fertig, los!

Wer im Einzelnen bei dem Dezember-Treffen zu den genannten „einigen Teilnehmern“ gehörte, steht natürlich nicht im Protokoll. Somit wissen wir nicht, ob auch Notenbankchef Jerome Powell dabei war. Mit großer Wahrscheinlichkeit gehörte aber James Bullard dazu, der Präsident der Landeszentralbank von St. Louis. Denn Bullard legte tags darauf mit dem Statement nach, die Notenbank könnte bereits kurz nach der ersten Zinserhöhung mit der Bilanzverkleinerung beginnen. Und er setzte noch einen oben drauf: Möglicherweise werde die Notenbank zu ihrer Bilanzgröße vor der Pandemie zurückkehren oder dieses Volumen sogar unterbieten. Das war ganz starker Tobak.

Viele von euch werden sich jetzt fragen, warum eigentlich? Was schert mich die Bilanzsumme der Notenbank? Und warum sollte ausgerechnet sie wichtig sein für die Börsenentwicklung 2022? Solche Fragen sind verständlich, denn die Zusammenhänge sind äußerst komplex und für die wenigsten nachvollziehbar, selbst für viele Notenbanker nicht. Deshalb stehe ich auch ziemlich alleine da mit meiner Einschätzung, dass sich die aufgeblähten Notenbankbilanzen genauso wenig verkleinern lassen, wie sich ausgedrückte Zahnpasta nicht mehr in die Tube zurückquetschen lässt. Letzteres wird kein vernünftiger Mensch versuchen, ersteres wollen Notenbanker aber jetzt offenbar zum zweiten Mal probieren.

Mit seinem ersten Versuch in den Jahren 2018 und 2019 ist Jerome Powell kläglich gescheitert. Damals musste er die Schrumpfkur nicht nur beenden, sondern sie ins Gegenteil verkehren, also die Bilanz wieder aufblähen, und zwar schon bevor die Coronakrise kam. Sollte er es jetzt aufs Neue probieren – was noch nicht feststeht -, dürfte er damit wieder scheitern. Offen ist nur, wie lange es bis zur Umkehr dauern und wie weit die Schrumpfkur bis dahin gegangen sein wird. Beim letzten Mal hielt Powell jedenfalls mehr als ein Jahr lang durch. 

Auf eines lege ich mich allerdings schon jetzt fest: Das von Herrn Bullard avisierte Ziel der Bilanzgröße vor der Pandemie wird niemals wieder erreicht werden. Denn dann wäre das Finanzsystem nach meiner Erwartung dem Kollaps nahe. Und dies wiederum wäre vermutlich nicht im Sinne Bullards 😉

Aber zurück zur Frage, warum die Bilanzsumme der Notenbank für die Börsenentwicklung wichtig ist. Ganz einfach: Ihre Aufblähung spiegelt die Billionen an Dollar wider, die die Notenbank aus dem Nichts geschaffen und über die Märkte ergossen hat. Nur ihretwegen kam es ja zur Billionen-Börsenrally, die wir seit dem Corona-Crash erleben. Würde man der Börse das Geld nun wieder wegnehmen nach dem Motto „ätsch, das war‘s“, wäre sie vermutlich sehr verschnupft. 

Was passieren könnte, zeigt ein Blick aufs Jahr 2018, das äußerst holprig verlief: Gleich zum Jahresbeginn, als die Notenbank ihren Schrumpfkurversuch gestartet hatte, gab es einen Mini-Crash, von dem sich die Märkte bis in den Spätsommer allerdings wieder erholten. Im Oktober begann dann ein zweiter Kursrutsch, der sich im Dezember beschleunigte, als Powell unverdrossen verkündete, er wolle die Kur auch im folgenden Jahr fortsetzen und weiterhin monatlich 50 Mrd Dollar vernichten. Damals schrieb ich in einem Kommentar am 20.12.2018: „Vermutlich wird die Zeit kommen, in der auch Powell (…) das Experiment stoppen wird – möglicherweise schon im nächsten Jahr“.

So kam es dann auch. Bereits kurz nach dem Jahreswechsel deutete Powell einen Sinneswandel an. Danach dauerte es zwar noch Monate, bis er die Schrumpfkur tatsächlich beendete und sie wieder ins Gegenteil verkehrte. Aber der sich abzeichnende Sinneswandel reichte aus, um die Märkte zu beruhigen. 

Für dieses Jahr heißt das: Sollten die US-Notenbanker mit der Schrumpfkur Ernst machen, dürfte es wie 2018 ein holpriges Börsenjahr werden. Wenn sie dagegen nicht Ernst machen, sollte nach dem zweistelligen Plus im Vorjahr noch mal ein einstelliges Plus im Jahr 2022 drin sein. Andere Notenbankaktionen wie das bloße Einstellen der Anleihekäufe oder moderate Leitzinsanhebungen sind für die Börse weniger bedeutend, zumindest was die große Richtung betrifft. Das Gleiche gilt für Corona und die diversen politischen Konflikte. Sie könnten allenfalls für kürzere Störfeuer sorgen.

Warten wir also ab, ob es Powell wieder tut und vertreiben uns derweil die Zeit mit Britneys altem Ohrwurm:

222 Kommentare

  1. Some participants also noted that it could be appropriate to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s bal- ance sheet relatively soon after beginning to raise the federal funds rate.

    • Wow! Der Artikel war gerade ne Viertelstunde online, und schon hattest du dir den Schampus verdient. Gratuliere!

      Das Rennen war spannend, denn gerade mal 8 Minuten später trudelte Sandro mit seiner richtigen Lösung ein (siehe unten). Sandro belegt also den 2. Platz.

      Dritter wurde Roger, der 18 Minuten nach Sandro aufschlug.

      Vielen Dank an alle, die am Suchrätsel teilgenommen haben. Es ist hiermit beendet.

      • Hallo Raimund,

        vielen, vielen Dank. Das freut mich wirklich sehr. Herzlichen Dank auch für Deine/Eure Wahre-Werte-Seite. Die Beiträge sind wirklich sehr wertvoll für mich.

        Ich werde mich bei Gelegenheit mal wieder mit einem Depotvorschlag revanchieren.

        Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.

        Gruß

        Christian

  2. „Some participants also noted that it could be appropriate to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s balance sheet relatively soon after beginning to raise the federal funds rate.“

    Seite 11 rechts oben

    • Roger Peeters? Der Name erinnert mich an manch interessanten u. kompetenten
      Börsenkommentar….wohl auch an TV-Auftritte. Wer weiß wer sonst noch hier still mitliest? Bin erstmal begeistert. Hoffentlich hören wir noch mehr.

      • Richtig, Roger ist ein echter Prominenter! Würde mich freuen, wenn er sich öfters an der Diskussion hier beteiligt.

        • Wäre m. E. eine klare Bereicherung für das Forum. Unter „Roger Peeters NTV“ habe ich unter Videos leider nur schon etwas ältere u.leider keine aktuelleren Beiträge gefunden. Schade seine sachlichen u abwägenden Kommentare waren f. mich immer hilfreich und interessant.

        • @ Raimun Brichta
          D-Promi oder Z-Promi? Die einen sagen so, die anderen so –

          Ich habe mal vor zwanzig Jahren in einem Finanzforum mit Katja Doofel geschrieben …

          • Hier ging es doch nicht um dich, sondern Roger Peeters. Oder bist Du Roger??????I

  3. Seite 11: „Some participants also noted that it could be appropriate to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s balance sheet relatively soon after beginning to raise the federal funds rate. “

    Frohes neues neues Jahr, lieber Raimund und Mitstreiter!

  4. Some participants also noted that it could be appropriate to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s balance sheet relatively soon after beginning to raise the federal funds rate.

  5. Hallo Raimund,

    Es freut mich dass Du den Finger in die Wunde legst. Wird dem ein oder anderen hier helfen. Habe ich ja seit November ebenfalls gemacht, Stichwort Faktor Geld.

    „Die Börsenentwicklung hängt dieses Jahr entscheidend davon ab, ob der US-Notenbankchef einen alten Fehler wiederholen wird“.

    Wie immer im Leben und Wirtschaftsleben, generieren vermeintliche „Fehler“ GEWINNER und VERLIER. Es hängt von der Betrachterperspektive ab.

    Nehmen wir mal an, Faktor Geld wird stark negativ aufgrund der Bilanzsummenreduktion.

    GEWINNER: all diejenigen, die ihre Aktien zu Höchstkursen verkauft haben oder hedgen. Sie werden zu Schleuderpreisen wunderschöne Unternehmensbeteiligungen einsammeln können.

    VERLIERER: All diejenigen, die auf steigende Kurse hoffen – und zusätzlich noch Aktien auf Pump gekauft haben.

    Jetzt kann sich jeder Forumsteilnehmer selber überlegen, welche Interessensgruppen welche Ziele verfolgen, wer mit wem vernetzt / befreundet ist etc. pp.

    Ein Parallelbeispiel: die sogenannten Corona-Lockdowns haben ebenfalls GEWINNER und VERLIERER erzeugt. Ob die Corona-Lockdowns ein „Fehler“ waren möchte ich nicht debattieren, jeder hat das Recht auf seine freie Meinung und mag mehr oder weniger betroffen sein. Ein Jeff Bezos und sein Amazon sowie eine Microsoft mit seinen Digitalisierungsprodukten haben objektiv betrachtet profitiert. Und die von Ihnen unterstützten / zugehörigen Medienkonzernen waren immer pro Lockdowns.

    Es ist also ratsam, die persönliche Anlagestrategie auch danach auszurichten, welche Player wie viel Macht besitzen, um ihre Interessen durchzusetzen. Ein „Fehler“ mag demzufolge ein kalkuliertes, temporäres Chaos darstellen, mit GEWINNERN.

    PS. Guter Musikgeschmack, waren geile Zeiten und Freiheit pur…:-)

    • „PS. Guter Musikgeschmack, waren geile Zeiten und Freiheit pur…:-)“

      Nicht nur das. Auch Britneys Text lässt sich an manchen Stellen durchaus auf Jerome übertragen 😉

      Zum Beispiel hier:

      „Kannst du denn nicht sehen, dass ich in so vielen Belangen ein Idiot bin
      Aber alle meine Sinne zu verlieren
      Das ist so typisch für mich
      Baby, oh“

      • Er ist ein nützlicher Idiot für all diejenigen, die vom Deflationscrash profitieren werden…

        Nur darf er das nicht sagen.;-)

        Historisch betrachtet gibt es viele katastrophale Fehlentscheidungen, die mit gesundem Menschenverstand nie und nimmer getroffen worden wären, aber dennoch Realität wurden.

        Lustig, dass nun Goldman und Deutsche Bank mit 4 Zinsschritten rechnen. Bzw. kommunizieren.

        • Die Leitzinsen sind weniger wichtig. Die Schrumpfkur ist es.

  6. „Some participants also noted that it could be appropriate to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s balance sheet relatively soon after beginning to raise the federal funds rate.“ fomc minutes (dec 2021), S.11

  7. @Michael K. „Nehmen wir mal an“….Warum beschreibst du nur eine v. zwei Möglichkeiten? Bist du Interessenvertreter v. Anlegern die“ zu Höchstpreisen verkauft haben oder hedgen“? Immerhin hält Raimund-je nach dem- 2022 auch ein einstelliges Plus f. möglich. Ich jedenfalls warte -wie bisher- mit angemessener Reserve erstmal ab. Deine Vorhersagen sind mit Vorsicht zu genießen. Zuletzt am 19.12.2021 mit dem apodiktischen Bruston der Überzeugung: „Fazit: Es gab u. gibt keine Weihnachtsrallye“. Im Jahr 2021 hatten wir von dir kaum was gehört. Warst du da schon auf der Verkäuferseite? Wäre schade gewesen.

    • „Im Jahr 2021 hatten wir von dir kaum was gehört. Warst du da schon auf der Verkäuferseite? Wäre schade gewesen.“

      Ich bin Gelegenheitsgast des Forums und kein Festangestellter.

      Warum habe ich mich gemeldet?
      Erstens, um hier wieder etwas mehr Pepp reinzubringen.
      Zweitens, weil mit „Faktor Geld = negativ“ es wieder richtig spannend wird.

      • Mir geht es im Prinzip ähnlich. Wie ihr gemerkt habt, hatte auch ich mich mit Kommentaren in den vergangenen Monaten zurückgehalten. Wenn es dauernd nach oben geht, weil das Geld die Kurse treibt, gibt es eben nicht viel Neues zu sagen. Dies könnte sich jetzt ändern.

      • @ Michael K

        Solange Realzinsen negativ = Boerse steigt immer weiter … mir ist diese Denke zu eindimensional . Tut mir leid .
        (ich unterstelle Dir diese Denke nicht)

      • Das „Pepp reinzubringen“ ist Dir gelungen, glaub ich.

  8. Hallo Raimund, auf Seite 4 der FED minutes wird ueber die Reduzierung der FED Bilanz berichtet:

    However, participants judged that the appropriate tim- ing of balance sheet runoff would likely be closer to that of policy rate liftoff than in the Committee’s previous experience.

    • Danke Paulchen, das ist nicht ganz der Satz, den ich übersetzt zitiert hatte. Dafür hättest Du noch ein bisschen weiter blättern müssen, bis Seite 11. Denn ganz so einfach wollte ich es euch nicht machen.

      Dieser hier ist einerseits etwas schwurbeliger formuliert, andererseits werden statt „einige Teilnehmer“ nur „Teilnehmer“ genannt. Es ist also davon auszugehen, dass sich hinter dieser Formulierung mehr Teilnehmer versammeln konnten als hinter der härter formulierten.

  9. „Some participants also noted that it could be appropriate
    to begin to reduce the size of the Federal Reserve’s bal-
    ance sheet relatively soon after beginning to raise the
    federal funds rate.“

  10. @ Raimund Brichta

    Hier die adaequate Formulierung (Seite 4) :

    “ Fast alle Teilnehmer stimmten darin überein, dass es wahrscheinlich angemessen wäre, den Bilanzabbau zu einem Zeitpunkt nach der ersten Anhebung des Zielkorridors für den Leitzins einzuleiten.
    Die Teilnehmer waren jedoch der Ansicht, dass der geeignete Zeitpunkt für den Bilanzabbau wahrscheinlich näher an dem Zeitpunkt liegt als in der bisherigen Erfahrung des Ausschusses.“

    ( Und, weil es so schoen ist heisst es weiter auf Seite 4 :

    “ Einige Teilnehmer waren der Meinung, dass
    ein erheblicher Bilanzschwund angemessen sein könnte “

    und zum Schluss auf Seite 4 :

    “ Einige Teilnehmer merkten an, dass eine Beseitigung der geldpolitischen Akkommodation, indem man sich mehr auf Bilanzkürzungen und weniger auf Leitzinserhöhungen verlässt, helfen könnte
    die Abflachung der Zinsstrukturkurve während der Normalisierung der Geldpolitik zu begrenzen.“)

    • Danke, siehe dazu meine Antwort an Paulchen.

      • @ Raimund Brichta

        Steht alles in den von mir zitierten und uebersetzten Passagen drin. “ Einige, Fast Alle … “ “ … mehr Bilanzkürzungen und weniger Leitzinserhöhungen … “ „Schneller…mehr… “

        Noch Fragen ?

        • Ich habe überhaupt keine Fragen mehr. Meine Frage war nur, wie genau der Satz im Original lautete, den ich übersetzt zitiert hatte. Dieser ist da halt nicht dabei.

  11. Seite 5

    “ Viele Teilnehmer waren der Ansicht, dass das angemessene Tempo des
    Bilanzsummenabbau wahrscheinlich schneller erfolgen würde als
    als während der letzten Normalisierungsphase. „

    • Auch das ist nicht der Satz, den ich im Beitrag zitiert hatte. Um den zu finden, musste man sich bis Seite 11 durchwühlen …

  12. Vielen Dank Raimund… auch wenn der Ausblick nun keine wirkliche Überraschung mehr war… alles andere bleibt abzuwarten.

    Ich werde dieses Jahr daher wohl immer ziemlich kurzfristig unterwegs sein, mit stärker schwankender Cashquote und genau beobachten was so passiert… ich denke allgemein, dass Werte wie BASF, Allianz & Co oder auch eine Bayer, das Depot in 2022 stabilisieren könnten. Klar kann sich eine Bayer auch theoretisch nochmal halbieren, aber ich finde man muss einfach auch die aktuelle Bewertung in die Aktienauswahl mit einbeziehen. Sicherlich sind hochbewertete Techs gar mit roten Zahlen anfälliger als langweilige Großkonzerne mit Miliardengwinnen und guter Dividende.

    Für den Spaß und den Kick habe ich weiterhin etwas Steinhoff im Depot (grins) und auch die Kryptos schreibe ich noch nicht ab und bin bereit meine aktuelle Miniposition dort wieder auszubauen. Bisschen Würze noch mit Alibaba als Turnaround-Kandidat aus China auf dem derzeitigen Niveau.

    Wie jedes Jahr bleibt erneut mein Ziel 10 Prozent (inklusive Dividenden) über alles. Ob ich das in 2022 erreichen werde, weiß ich Ende 2022…

    • „Vielen Dank Raimund… auch wenn der Ausblick nun keine wirkliche Überraschung mehr war… alles andere bleibt abzuwarten.“

      Überraschen wollte ich damit wirklich nicht.

      • Meinte es so, dass deine Prognose nun zwangsläufig davon abhängt, wie die FED sich 2022 verhält. Das war zu erwarten, sollte keine Kritik sein nach dem Motto „habe mehr erwartet“. Mehr kann die Glaskugel 2022 einfach nicht hergeben.

        Naja, ob nun Britney gute Musik ist… aber stimmt, lang lang ist es her.

        • „Meinte es so, dass deine Prognose nun zwangsläufig davon abhängt, wie die FED sich 2022 verhält.“

          Klar, ich hatte ja deshalb letzte Woche eine Wenn-Dann-Prognose angekündigt.

        • Wann genau sich die FED wie verhält wissen vermutlich nur sehr wenige.

          Überlege Dir aber mal rein logisch, warum bestimmte Kreise Ihre Aktienpakete versilbert… 1 plus 1 zusammenzählen?

  13. Als ich am 6. Januar genau diese Zeilen in einem (deutschen) Bericht gelesen hatte, dachte ich sofort an Dich und dass Dich das jetzt beschäftigt und bestimmt ein Artikel folgt. Insofern hat sich meine Prognose schon erfüllt 🙂

    Ich denke auch, dass es durch die kommende Reduzierung der Bilanz zum nächsten Crash kommt. Allerdings was passiert bzw. wie reagieren die Zentralbanken wenn nur die Finanzmärkte fallen, nicht aber die Inflation? Nehmen wir an, die Inflation bleibt entgegen den Erwartungen deutlich über den anvisierten 2 Prozent (zum Beispiel in der Range von vier bis sechs Prozent), wird die Zentralbank dann wegen den Finanzmärkten den Kurs ändern ohne Rücksicht auf die hohen Inflationsraten zu nehmen? Hoffentlich kommt es so, dann hätten wir ein neues Experiment.

    • Eines dürfte klar sein: Wenn die Fed die Bilanz tatsächlich auf das Vor-Corona-Niveau schrumpfen würde, gäbe es Deflation und keine Inflation.

      • Und das wäre schlecht für den Wert des Euro, weil die EZB ja nichts von Zinserhöhungen wissen will. Wir würden also immer ärmer werden, weil die EZB uns praktisch enteignet. Richtig?

    • @ Rainer Kraushaar

      Solange das geordnet vor sich geht, tangiert das die FED wenig bis gar nicht. Erratische Kursbewegungen sind kaum zu erwarten, dazu ist das viel zu klar vorbereitet.Irgendwann geht es halt los und dann erst mal eine Zeit kontinuierlich nach unten. Das ist ja auch gesund.Der Markt muss mal so richtig durchgelueftet werden.
      Die Inflation wird mindestens so weit fallen,wie die FED das haben will, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
      Ich bin verwundert, das das in Frage gestellt wird.

      Never fight the FED.

      Das gilt uebrigens fuer beide Richtungen.

      Das haben viele vergessen …

      Die Katze ist aus dem Sack, da braucht man jetzt nicht mehr grosss spekulieren !

      • Rein psychologisch verkraften das aber viele nicht. Sind realitätsblind.

        Sie machen jetzt nach wie vor einen auf „Buy the dip“ und wollen die letzten X Prozent rausholen. Gier. Fehlende strategische Disziplin.

        Naja, die Masse liegt meistens falsch.

        Seid ihr schon alle geboostert?

        • @ Michael K

          Brilliant, wie wir das von Dir gewohnt sind und mit Pfiff !

        • @ Michael K

          Ganz ganz wichtiger Hinweis von Dir – Ende vergangenen Jahres waren sich die Banken mit ihren Jahresendprognosen 2022 so was von einig.
          Logo, Kaeufer brauchen die immer … aber das so gar keiner mehr wenigstens an einen Dax flat glaubte ist ein Novum
          Undenkbar, das alle gleichzeitig reich werden koennen …

          • Guter Punkt. Nach meiner Beobachtung prognostizieren die Banken fast immer fürs kommende Jahr im Schnitt rund 10% plus. Darauf kann man sich verlassen.

  14. Lieber Raimund, ich bin ein bisschen enttäuscht von Deiner Glaskugel. Sie hat doch nicht etwa die letzten 6 Tage genutzt, um irgendwo abzuspicken?

    Ich hatte gerade mal per Google versucht, einen groben Überblick darüber zu erhalten, was die Mehrheit der Börsenexperten so für das Jahr 2022 vorhersagt. Manche Investoren machen so ein Screening ja auch professioneller. Das Ergebnis lautet: „…einstellig…“, „…einstellig…“, „…einstellig…“, usw.

    Fazit: Das Börsenjahr 2022 wird entweder grauenhaft oder fantastisch. Da Aktienkurse häufiger steigen als fallen, tippe ich auf Letzteres. „Holprig“ oder „volatil“ ist aber drin.

    • Ich spicke nirgendwo ab. Und eine Glaskugel habe ich zurzeit nicht. Ansonsten würde ich ja wissen, ob er es tun wird oder nicht 😉

      Im Ernst: Warum sollte es ohne Störfeuer der Bilanzkürzung ein zweites Mal hintereinander zweistellig nach oben gehen? Dafür sehe ich keinen Anlass. Zumal die Geldkanonen auf jeden Fall weniger feuern werden als im letzten Jahr. Deshalb bleibe ich in diesem Fall bei einstellig, auch wenn es Dich enttäuscht.

      Ich würde ein einstelliges Plus übrigens ebenfalls als fantastisch beschreiben. Und je nach Heftigkeit einer möglichen Bilanzkürzung könnte selbst nach einem holprigen Jahresverlauf noch ein Plus im unteren einstelligen Bereich herauskommen. Stay tuned!

      • „“Im Ernst: Warum sollte es ohne Störfeuer der Bilanzkürzung ein zweites Mal hintereinander zweistellig nach oben gehen?““

        …na, weil es kaum bis gar keine Alternativen gibt, ein paar Aktien zu kaufen.

        • hmmm … aber muss das immer zweistellig heißen? Auch in Zeiten, in denen es weniger neues Geld gibt? Ich bin der Meinung, ihr solltet etwas bescheidener sein.

        • Was den einstelligen Anstieg betrifft, anbei einmal zwei im Zusammenhang stehende Zitate von Ken Fisher zu Jahresvorhersagen: „They all have the same tendency to meanrevert – betting on long-term average by assuming small or down years following big years.“ … „As a result, everything the pros [= professional forcasters/investors] agree on is priced“.

        • @ Paulchen

          “ …weil es kaum bis gar keine Alternativen gibt … “

          Welche Alternativen gibt es nach Deiner Auffassung, welche Alternativen siehst Du ?

      • Das war natürlich nicht alles bierernst gemeint. Hast Du sicher auch gemerkt. 😉

        Aber trotzdem stelle ich einmal die Gegenfrage: Warum sollte es ohne Störfeuer der Bilanzkürzung NICHT ein zweites Mal hintereinander zweistellig nach oben gehen? (Vgl. hierzu nachfolgende Tabellen).

        Beim S&P500-Index würden wir übrigens gar um einen zweiten zweistelligen Anstieg in Folge reden, sondern bereits über einen vierten zweistelligen Anstieg in Folge, der nebenbei auch kein Novum wäre (vgl. Zeitraum 1995 – 2000). The trend is your friend…

        Weitere Fragen wären: Wie wahrscheinlich ist es aus börsenpsychologischer Sicht, dass es exakt oder sehr ähnlich kommt, wie vom Markt prognostiziert? Wie wahrscheinlich ist es, dass das exakte Gegenteil geschieht? Und wie wahrscheinlich ist es, dass weder das eine, noch das andere geschieht?

        Könnte es nicht sein, dass der prognostizierte niedrige einstellige Anstieg bereits in der verspäteten Mini-Jahresendralley antizipiert wurde? Meinen Beobachtungen zufolge sind zuletzt Value-/Quality-Werte wieder gestiegen, während unsichere kleine Nasdaq-Werte verkauft wurden. Wäre nicht auch dies vielleicht ein Anzeichen, dass der Markt bereits auf die Holperphase eingestellt ist? Die großen Techs haben sich zwar noch gehalten – aber sie werden ja teilweise ebenfalls von Fonds gehalten, die Wert auf Value/Quality legen.

        Könnte es nicht sein, dass eine der Notenbankpolitik geschuldete höhere Volatilität im 1. Halbjahr die Grundlage für einen stärkeren Anstieg im 2. Halbjahr legt, wenn sich alles etwas beruhigt hat und die FED doch nicht ganz so entschieden handelt wie befürchtet?

        Und ist es nicht so, dass in den letzten Jahren viele neue Aktionäre angefixt wurden, die Rückschläge vielleicht gerne zu Nachkäufen nutzen möchten? Wie lange können die Profis die Füße still halten, wenn sich im Laufe des Jahres abzeichnen sollte, dass es weiter aufwärts geht?

        • Auch ich habe nicht alles bierernst gemeint. Und wie Du ich halte ich es für möglich, dass es nach einer wackeligen ersten Jahreshälfte im zweiten Halbjahr besser läuft. Vielleicht wird dann sogar das zweite Halbjahr zweistellig, aber das Gesamtjahr nicht?

          Die S&P-Bilanz ist sicherlich beeindruckend, auffallend ist aber, dass es während der letzten restriktiveren Fed-Phasen jeweils Ausnahmen von der „Zweistelligkeitsregel“ gab.

      • Jährliche Entwicklung des S&P500-Indexes:

        • @ Sandro

          Ganz nett. –
          Im FOMC Protokoll haben sowohl einige Teilnehmer alsauch fast alle Teilnehmer an unterschiedlichsten Stellen ausfuehrlich begruendet,warum es diesmal alles anders ist als 2018.
          Ich fand ich viel Material dazu,stellte nicht alles ein, weil sowieso jeder hier involviert ist.

      • Kleine Statistik zum S&P-500-Index im Zeitraum 1963 – 2021:

        Es gab im Zeitraum 58 Börsenjahre, darunter 2 mit 0 %, 12 mit einstelligem Anstieg (eines davon mit nur 0,1 % nahe bei 0%), 29 mit zweistelligen Zuwachsraten und 15 negative Börsenjahre, wobei der Verlust in 9 Jahren zweistellig war.

        Einen einstelligen Anstieg, bei dem nur ein einziges Vorjahr mit zweistelligem Anstieg voranging, gab es 7 oder 8 mal (je nach dem, ob das Jahr 2011 mit 0% mitgezählt wird).

        Einen einstelligen Anstieg nach mehreren zweistelligen Anstiegen in Folge gab es nur 3 mal.

        Einen zweistelligen Anstieg nach einem vorherigen zweistelligen Anstieg gab es hingegen 15 mal. Weitere 2 Male war es sehr nah dran.

        Dabei gab es einen weiteren zweistelligen Anstieg nach zwei vorherigen zweistelligen Anstiegen 5 mal.

        Dabei gab es einen weiteren zweistelligen Anstieg nach drei vorherigen zweistelligen Anstiegen 2 mal.

        Dabei gab es einen weiteren zweistelligen Anstieg nach vier vorherigen zweistelligen Anstiegen 1 mal.

        Bei den insgesamt 15 negativen Börsenjahren (das 0%-Jahr 2011 nicht mitgezählt) folgte 7 mal ein negatives Börsenjahr auf Zeiträume mit mehreren zweistelligen Anstiegen in Folge. 2 weitere Male lagen nahe dran. 3 mal folgte ein weiteres negatives Börsenjahr auf ein vorheriges negatives Börsenjahr. Im letzteren Fall waren die Verluste stets zweistellig.

        Fazit: Unter der Annahme statistischer Unabhängigkeit wäre ein zweistelliger Anstieg mit Abstand am wahrscheinlichsten. Die Statistik liefert allerdings Hinweise auf eine statistische Abhängigkeit, die auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines zweistelligen Anstiegs hindeuten, wenn es bereits im vorherigen Börsenjahr einen zweistelligen Anstieg gab. Ebenfalls gibt es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein negatives Börsenjahr, wenn es zuvor mehrere Börsenjahre mit einem zweistelligen Anstieg gab. Ohne Berücksichtigung anderer Fakten erschiene ein einstelliger Anstieg im Börsenjahr 2022 als die unwahrscheinlichste Möglichkeit.

        • Danke für Deine detaillierte statistische Ausarbeitung.
          Das ist ähnlich wie beim Roulette, wenn man versucht herauszufinden, wie oft hintereinander dieselbe Farbe fällt.

          • Sie ist eigentlich noch ein klein wenig korrekturbedürftig. Ich dachte, ich hätte den Beitrag gelöscht und wollte ihn noch einmal nachbearbeiten. Werd’s noch nachholen.

          • Korrektur: Es gab im Zeitraum 59 Börsenjahre, darunter 31 mit zweistelligen Zuwachsraten und 14 negative Börsenjahre. Hatte mich verzählt. Das Fazit dürfte aber ähnlich ausfallen.

          • Die Stichprobe ist zu klein für ein klares Fazit.

            Es gibt solche Statistiken auch für Lotto-Zahlen. Manche Leute glauben daran. Im Unterschied zur Börse hat der Glauben der Lotto-Spieler allerdings keinen Einfluss auf die Ziehung der nächsten Lotto-Zahlen.

            Wer hingegen an der Börse an irgendetwas glaubt, beieinflusst tatsächlich die Kurse dahingehend durch Käufe oder Verkäufe. Fragt sich nur, ob der Einfluss dann messbar oder doch eher vernachlässigbar ist. Und dann gibt es ja noch das Problem, dass alles bereits vorweggenommen sein könnte. Wer die Börse für einen effizienten Markt hält, muss Lezteres annehmen. 😉

          • Nicht ganz…beim Roulette ist es unmöglich vorab herauszufinden wie oft hintereinander dieselbe Farbe fällt. Die Börse ist kein reines Glückspiel. Deine Jahresprognosen Raimund sind dafür doch ein gutes Beispiel… oder war das immer nur reiner Zufall?

          • Ich habe die Roulette-Statistik doch nicht ins Feld geführt, sondern Sandro.

          • Roulette:-)

            Es ist faszinierend zu lesen wie manch Foristen versuchen sich eine „heile Bösenwelt“ herbeizuträumen. Mit Statistiken etc pp.
            Das macht Sinn, denn irgendjemand muss schließlich den Verkäufern die Aktien abkaufen.

            Frage: Wer ist erfolgreicher: Elon Musk, Elons Bruder und Microsoft Führungskräfte, oder die Masse der Kleinanleger?

            Ernsthaft: ich finde Börsengewinne ebenfalls schön, und gehöre zu den wenigen Priviligierten, die dieses Zusatzeinkommen haben. Es gibt jedoch keine Pflicht der Notenbanken, jedes Jahr für einen Bullenmarkt zu sorgen, während viele Menschen immer schlechter über die Runden kommen.
            Die Kapitaleinkünfte sind zwar schön, aber nüchtern betrachtet einfach nur noch krank.

        • „Es ist faszinierend zu lesen wie manch Foristen versuchen sich eine „heile Bösenwelt“ herbeizuträumen. Mit Statistiken etc pp.“

          Michael, Du siehst das doch viel zu eng. Es sind doch eher Gedankenspielchen mit Unterhaltungswert.

          Ich weiß: Du teilst die Welt in zwei Gruppen auf: Die Mainstream-Gruppe = „Lemminge“ (die gerne an eine vermeintlich heile Welt glauben) und die Aufgeklärten. Egal ob an der Börse oder bei wirtschaftlichen oder politischen Themen: Du hast dich ja schon sehr oft dahingehend geäußert. Das scheint so eine Art Lebensphilosophie von Dir zu sein.

          Deshalb verrate ich Dir jetzt mal eine Weisheit über Massenpsychologie: Es gibt tatsächlich zwei Gruppen: Eine „Mainstream-Herde“ und eine „Anti-Herde“. Die Anti-Herde bildet eine Minderheit, hat aber keineswegs differenziertere Ansichten als die Mainstream-Herde. Sie nimmt einfach nur eine konträre Position ein. Für diese Aufteilung in zwei Gruppen gibt es m. E. auch Gründe, die ich weiter ausführen könnte.

          Eine Art „Lemming-Verhalten“ lässt sich zuweilen bei beiden Gruppen feststellen. Aber keines der beiden Lager liegt zwingend immer komplett falsch oder richtig. Der Begriff „Lemming“ passt daher meistens gar nicht wirklich.

          Ich behaupte allerdings, dass der Mainstream häufiger richtiger liegt. Du kennst ja auch das Sprichwort: „Der Markt hat recht“, was das ausdrückt.

          Manchmal passiert es auch, dass die Mainstream-Herde erkennt, dass sie falsch liegt und Viele zur Anti-Herde überlaufen. Dann kann aus der Anit-Herde sogar die Mainstream-Herde werden. Das bedeutet dann aber auch nicht zwingend, dass die Anti-Herde richtig lag. Manchmal liegen beide ziemlich falsch, oder es mangelt an alternativen Positionen, die man einnehmen könnte.

          Eine dritte, kleine Minderheitsgruppe hat tatsächlich differenzierte Ansichten, soweit möglich. Leider ist das nicht immer möglich. Und wenn, dann manchmal sehr mühsam.

          Darüber, wer zu welcher Gruppe gehört, entscheiden wahrscheinlich viele Dinge. Argumente, die für die eine oder andere Gruppe sprechen gibt es immer. Und notfalls werden sie zurecht gebogen oder erfunden. Ich glaube, es entscheiden aber mitunter auch charakterliche Eigenschaften darüber, wer zu welcher Gruppe gehört.

          Zu welcher Gruppe glaubst Du zu gehören?

          • Sandro, der entscheidende Punkt ist ganz einfach, höchst trivial:

            Märkte steigen, wenn die Notenbanken feuern.
            Märkte fallen, wenn die FED die Bilanzsumme reduziert.

            Wir hatten einen jahrelangen Bullenmarkt, weil die Notenbanken gefeuert haben. Die FED allein zuletzt mit MONATLICH 120 MRD $.

            Einzig und allein deshalb haben wir auch so eine schöne, positive Börsenentwicklung über die letzten Jahre hinweg. Mit den meisten Aktien konnte jeder Horst Geld verdienen. Und kam sich dabei womöglich als supergenial vor.

            Die Phasen der Bilanzsummenreduktion waren in der Vergangenheit immer Recht kurz. Und in diesen Phasen ging es abwärts. Ganz einfach.

            Tja, wenn bestens vernetzte BIG GUYS (AND WOMEN) große Aktienpakete an den Mann bringen – Warum machen die das?
            Die kennen sich untereinander. Was wird da so besprochen? Vieles. Vielleicht auch Geldanlage?

            Ich persönlich achte
            1) auf Kostolanys Faktor Geld
            2) Wer welche Interessen hat, und wie viel Macht um diese umzusetzen

            Auch ziemlich einfach und nachvollziehbar. Kein Hexenwerk.

            Punkt 1: Falls nun der äußerst unwahrscheinlich Fall eintreten würde, dass die FED 5 Jahre die Bilanzsumme reduziert, dann haben wir 5 Jahre Bärenmarkt. Auch dann „hätte der Markt Recht“, aber eben auf den Weg in den Süden…

            Ich gebe Dir ein weiteres Beispiel zu Punkt 2. In den Wochen vor der US Präsidentschaftswahl haben die Märkte korrigiert. BIG TECH Konzerne haben unisono vergleichsweise schlechte Zahlen und defensive Ausblicke kommuniziert, Medienartikel haben über das böse Facebook schwadroniert. Qui bono?
            Es ist bekannt dass die US Börsen einen messbaren Einfluss auf die US-Wahl eines amtierenden Präsidenten haben. Es ist bekannt dass Big Tech Biden als Marionette haben möchte (der erwartungsgemäß seine angekündigten Steuerpläne nicht umgesetzt hat).
            Ein Quartal später haben besagte Konzerne wieder super Zahlen gemeldet…

            Zu welcher Gruppe ich gehöre? Zu keiner. Ich liebe mein unabhängiges, freies Denken.

          • @Michael

            Wenn Du genau gelesen hast, habe ich mich gar nicht so klar positioniert, sondern hauptsächlich Gedankenspiele angestellt. Weiter oben habe ich – etwas scherzhaft formuliert – sogar ein „grauenhaftes“ Börsenjahr nicht ausgeschlossen, aber eher wie ein Lotto-Spieler einfach mal auf das Gegenteil getippt. Wie es tatsächlich ausgeht, werden wir sehen. Nächstes Jahr können wir vielleicht die Gründe für den Ausgang analysieren.

            „Die Phasen der Bilanzsummenreduktion waren in der Vergangenheit immer Recht kurz. Und in diesen Phasen ging es abwärts. Ganz einfach.“

            Wie im Parallelthread gesagt, gab es in den letzten Jahrzehnten überhaupt nur eine einzige Phase einer deutlich ausgeprägten Bilanzsummenreduktion bei der Fed. Dies war der Zeitraum Frühjahr 2018 bis Herbst 2019 (siehe Grafik). Es war zwar holprig, mit einem starken Einbruch Ende 2018. Aber die meiste Zeit stiegen die Aktienkurse sogar. 2019 legte der S&P sogar 28,88 % zu. Und er stieg nicht erst, als klar war, dass die Fed wieder zur expansiven Geldpolitik zurückkehrt. Auch 2018 stieg er zumindest zeitweise kräftig, auch wenn es ein Verlustjahr wurde. Aussagen über den Faktor Geld in der Vergangenheit erhält man m. E. am ehesten beim Blick auf die Zinsstruktur, welche natürlich maßgeblich von der Notenbankpolitik abhängt. Alles weitere dazu habe ich im Parallelthread schon geschrieben.

            Zu Deinem Beispiel für Deinen Punkt 2: Dass Lobbyisten großen Einfluss haben, ganz besonders in den USA, ist bekannt. Ich erinnere mich aber auch, dass es Berichte gab, die Wirtschaft sähe lieber Trump als Präsidenten. Nicht nur unter Trump gab es Versuche, die Macht der großen Tech-Riesen zu brechen. Unter Biden werden sie weitergeführt und offenbar sogar verstärkt. Das kannst Du googeln, wenn Du willst. (Beispiel: Handelsblatt, 18.03.2021: „Regulierungsoffensive in den USA bringt Tech-Riesen in Bedrängnis US-Präsident Joe Biden will Facebook, Amazon und Co. schärfer regulieren. In seinem Fokus stehen drei Bereiche. Hilfe erhält er von den Republikanern.“ Link: https://www.handelsblatt.com/politik/international/technologiebranche-regulierungsoffensive-in-den-usa-bringt-tech-riesen-in-bedraengnis/27017942.html ). Inwieweit das Einfluss auf die Börsenentwicklung hat, sei dahingestellt.

            „Zu welcher Gruppe ich gehöre? Zu keiner.“

            Das geht leider nicht.

            „Ich liebe mein unabhängiges, freies Denken.“

            Aha. Du glaubst / willst also zur dritten Gruppe gehören. Zu jenen, die differenzierte Ansichten haben und nicht einer Herde folgen. Das glauben /wollen Viele, schaffen es aber nicht. Und sie merken es oft nicht. Es ist der mühsamste, m. E. erfolgversprechendste, aber nicht unbedingt am glücklichsten machende Weg. Dazu muss man seine Ansichten häufig auf den Prüfstand stellen und zuweilen auch das EGO stark herunterschrauben. Und man muss sich damit abfinden, dass es häufig nicht gelingt und manchmal gar nicht möglich ist.

      • @ Raimund Brichta

        “ Fast alle Teilnehmer stimmten darin überein, dass es wahrscheinlich angemessen wäre, den Bilanzabbau zu einem Zeitpunkt nach der ersten Anhebung des Zielkorridors für den Leitzins einzuleiten.
        Die Teilnehmer waren jedoch der Ansicht, dass der geeignete Zeitpunkt für den Bilanzabbau wahrscheinlich näher an dem Zeitpunkt liegt als in der bisherigen Erfahrung des Ausschusses.“

        Dieser Passus ist im Kontext mit dem Deinigen und vielen anderen Passagen zu sehen.

        Ich schliesse aus alledem, er macht das eher frueher als spaeter und er klotzt eher als dass er kleckert, es sei denn er hat triftige Gruende,das zurueckzustellen und einfach spaeter zu machen.Ich denke dabei an eine unerwartet schwache Wirtschaft undOder Marktinstabiltaet.Ob Fruehjahr, Sommer,Herbst oder Winter.So oder so, fuer alle denkbaren Faelle ist eine aehnliche Boersenreaktion zu erwarten …

        • Dass er es tatsächlich ein zweites Mal versuchen wird, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich. Dass er damit – wie beim ersten Mal – früher oder später auf die Nase fallen wird, ist meine Prognose. Lassen wir diese doch einfach mal so stehen und schauen in zwei Jahren, wie sich die Welt und die Aktionen der exzellenten Exzellenzen bis dahin entwickelt haben.

          Ich lege mir unsere Diskussion (ähnlich wie die mit Daniel Bernecker von Ende 2019) in 2 Jahren auf Wiedervorlage.

          Einverstanden?

          • @ Raimund Brichta

            Logan, Du bis der Admin …

          • „Lassen wir diese doch einfach mal so stehen und schauen in zwei Jahren, wie sich die Welt und die Aktionen der exzellenten Exzellenzen bis dahin entwickelt haben.“

            Sehr gute Vorschlag. Hier sind alle Standpunkte ausgetauscht, daraus kann jeder seine persönliche Anlagestrategie ableiten. Oder auch nicht.

    • @ Sandro

      Bisher habe ich es dabei belassen den Ausblick zu prognostizieren.Die User moegen beurteilen, wie gut oder schlecht ich damit lag. –
      Es ist doch so, der Admin kann in seiner Funktion alles machen. Warten, ob sich etwas absehen laesst, wie der Hase laufen koennte. Seinen Ausblick am Mainstream ausrichten, aendern, etwas nachschieben so oft er mag. Alles legitim. –
      Dr.Traud wird in den Medien immer wieder fuer passgenaue Jahresendprognosen gefeiert. Beim genauen Hinschauen erkennt man, das es sich um fortlaufende, stets neu angepasste 3 Monatsprognosen handelt,auch innerhalb der Quartale.2021 fuehrte das dazu, das sie dem Markt trotzdem ewig hinterher gelaufen ist und eines der schlechtesten Jahresendergebnisse erzielte.Fuer 2022 hat sie rechtzeitig ihre Quartalsprognosen hochgezogen.Wenn sie Pech hat lauft sie heuer nach unten hinterher und schaemt sich fuer ihren zweiten Ultimoirrtum hintereinander.Der Nimbus ist dann erst mal weg.

  15. @ Raimund Brichta

    In der FED sind die Besten der Besten beschaeftigt.

    Expertise, nichts anderes als Expertise und

    Exxellenz –

    Die Wuerfel sind gefallen

    • Ich wünsche den Exzellenzen alles Gute.

    • „die Besten der Besten“….genau haben wir ja gesehen wie der Allerbeste J. Powell v. Markt gezwungen wurde zurückzurudern.

      uf wiederluege

    • @Lies Land
      Wahrscheinlich arbeitet jemand wie Du mit Deiner Kompetenz und Expertise bei FED oder EZB

      • @ johanne

        Es geht um etwas ganz anderes. –
        Richtig, ich hatte und habe grossen Respekt vor Expertise und Exzellenz.Vor Leuten, die sich herausragendens erarbeitet undOder geschaffen haben. Ich mache mich ueber die Teilbehner der FMOC Sitzung nicht lustig. Schliesslich retten die mir nachhaltig meinen Arsch, will sagen den Wert meines Bankguthabens. – Ich weiss der Vergleich hinkt ein wenig, aber am Beispiel Tuerkei sieht man was passiert, wenn eine Notenbank mangels Unabhaengigkeit genau das Gegenteil macht von dem was angemessen ist. Das ist ein nach meiner Kenntnis in der Form nie dagewesener Extremfall, der nicht auf FED oder Zentralbankrat uebertragbar ist.
        Denoch geben diese Vorgaenge uns eine Idee davon wie massive Zerstoerung privaten Vermoegen analog orbitanter Zuwaechse an den Boersen stattfindet.
        Geldwertstailitaet in der Tradition der Deutschen Bundesbank ist durch nichts zu ersetzen ausser durch Geldwertstabilitaet.
        Ich bin Jay Powell und seinem Team einfach nur unendlich dankbar.Auch wie sie die EZB so unter Druck setzen.( Das umso wichtiger fuer mich,da ich mein Problem mit meiner Heimatwaehrung Euro noch nicht loesen konnte.) –
        Ich habe immer so gehofft,das es mit der FED so oder zumindest aehnlich kommen moege.
        Zieht man das, immer wieder evaluiert durch, dann wird es zu meinen Lebzeiten keine Geldentwertung im Sinne einer Hyperinflation geben.
        Das gibt mir Ruhe und macht mich demuetig wie froh.

  16. Frage @ alle

    Apropos, kennt jemand vielleicht einen/eine, der/die so richtig gut im Vorhersagen ist ?
    Ich denke dabei an Vorhersagen grosser Wendepunkte. Idealerweise nicht nur einmal …
    Was sagt die Geschichte dazu?

    Sandro tritt als Recherchefuechs auf,verstecken sich hier mehr davon? Vielleicht treten aber auch stille Mitleser hervor, so wie wir Frau A.Molk hier neu begruessen durften …

  17. (Weil es hier besser passt, wiederhole ich hier noch einmal meinen Beitrag:)

    Ich erwarte, dass weiterhin genug Geld für steigende Kurse im Umlauf sein wird. Die Notenbanken werden sich auch wieder mäßigen, sonst würden sie neben der Konjunktur auch ihre Staatshaushalte abwürgen.

    Für 2022 erwarte ich, dass es wie 1994 wird. Das war für mich das schlimmste Aktien-Jahr überhaupt. Nicht, weil es so schlecht endete, sondern weil es eine elende Achterbahnfahrt war. Nachdem es 1993 bei mir 50% nach oben ging, bewegte sich die Börse dann zwischen Himmel und Hölle immer hin und her mit leicht negativer Tendenz. Das war ganz schwer auszuhalten, war aber wohl auch nötig, um die steilen Anstiege des Vorjahres zu verdauen.

    Die gegenwärtige Notenbankpolitik kann den Auftakt für ein solches Konsolidierungsjahr geben. …. Nach 1994 war der Weg dann allerdings frei für eine weitere fulminante Börsenentwicklung bis zum Jahr 2000. So ähnlich stelle ich es mir auch jetzt vor. Der Brennstoff, den die Notenbanken eingeschleust haben und die technologischen Entwicklungen sollten genug Energie für einen noch länger anhaltenden Aufschwung liefern.

    Und, wie ich schon sagte: Noch hat niemand seinen Job gekündigt, um nur von den Aktien zu leben. Das geschah erst kurz vor 2000 und wird auch wieder geschehen. Dann wird es Zeit …

    • @ Aries Eeberg

      Ein Blick durch Deine Brille laesst erkennen, Du bist gut investiert. Doch die Anzeichen verdichten sich, das es tendenziell und natuerlich unter Schwankungen und fuer wer weiss wie lange nach unten geht.
      Dein Blick zurueck ist nicht unbedingt so hilfreich wie gedacht.
      Das waren damals die letzten Zuckungen der Hochzinsphase, da habe ich mit meinem damailgen Hobby, dem Kauf von Floatern p.a. 10 Prozent gemacht.Dein Anstieg der Boersen wurde begleitet vom Rueckgang der Zinsen.2000 bis 2002 crashte der Markt trotz niedriger Zinsen aufgrund von Ueberbewertung.2003 war er unterbewertet, so wie 2008. 2020 Fruehjahr war der Dax angemessen bewertet.Heute ist der Dax ueberbewertet.
      Die Jahrhunderthausse war moeglich wegen permanent sinkender Zinsen.Als die Zinsen bei Null waren,erfanden die Notenbanken neues.Hinsichtlich des Ausmasses langfrister negativer Wirkungen dessen gibt es nur Vermutungen.
      Jetzt fallen erstens sinkende Zinsen fuer wer weiss wie lange aus,wohin auch.Unter Null geht es nun mal nicht signifkant.
      Zweitens laeuft das Abdrehen des Geldhahns zunaechst von Seiten der FED nicht nur volle Pulle,es ist schon fast Geschichte.Drittens kommuniziert die FED unmissverstaendlich moeglichst schnell moeglichst viel vom ausgereichten Geld einsammeln zu wollen.
      Ich sehe nur, das da an allen Ecken und Kanten Geld fuer die Maerkte mal eben so weg ist undOder weg sein wird und das dies immer mehr weg sein wird.
      Deinen Vortrag, es sei genuegend Geld fuer Kursanstiege da sehe ich als reine Schutzbehauptung an. Du erwartest, dieses und alle kommenden Jahre Dein Geld abzuholen um Dir schoene Dinge zu kaufen, wie ein sicheres E Auto fuer Dich und eines fuer Deine Frau.
      Sei nicht traurig, was steigt, das kann auch fallen. Es wird irgendwann wieder steigen. Der Dax wird irgendwann bei 100.000 Punkten stehen. Ein Umstand dabei ist allerdings, wir werden diesen Film nicht mehr sehen.Ein zweiter ist, ich weiss natuerlich nicht wie oft und jeweils wie weit der bis zu diesem Ziel noch faellt.Die grossen Unterstuetzungen sehe ich bei etrwas ueber 8000, etwas unter 4000 und etwas ueber 2000,eine schwache bei knapp unter 14000.
      Absicherung unmoeglich,viel zu teuer.Bleiben zwei Moeglichkeiten, eine nicht absehbar lange Zeit der Taeler mit Traenen zu durchschreiten, mit allen schlaflosen Naechten oder iwie bei roundabout 35, 40 Prozent Verlust auszusteigen und zu versuchen iwie etwas billiger wieder reinzukommen. Rebalancieren duerfte Dir nichts ausser unnoetiger Kosten verursachen – faellt Butter, faellt Kaese.
      Geniesse dein Leben – aber versuche iwie das Glueck nicht zu sehr herauszufordern !

      • @Lies Land
        „damals die letzten Zuckungen der Hochzinsphase, da habe ich mit meinem damailgen Hobby, dem Kauf von Floatern p.a. 10 Prozent gemacht.
        Floater bezog sich damals i.d.R auf FIBOR.Wenn Zinsen gefallen sind, wie konntest Du 10% verdienen ?
        Dann wären es Reverse Floater gewesen.Bis Januar 1995 sind Kurzfristzinsen gefallen und 10-jährige Bundesrenditen gestiegen- da hätte es mit Floatern gleich gar nicht funktioniert.
        „Die grossen Unterstuetzungen sehe ich bei etwas ueber 8000, etwas unter 4000 und etwas ueber 2000,eine schwache bei knapp unter 14000.“ Ewig nur an der Seitenlinie stehen hat übrigens auch noch keinen reich gemacht.
        Eine mögliche Unterstützung des Dax würde ich u.a. am Kurs-Buchwert festmachen.
        PS: Ich hoffe, die Terrasse ist hoch genug …

        • @ johanne

          Richtig, ein Buchwert von 1 fuer Industriewerte, bei Techs natuerlich gegebenenfalls mehr da ist eine solide Unterstuetzung.Da wuerde ich diszipliniert gestreut mit 1.Posis reingehen.Schau Dir eine Linde an.Gute Aktie, doch vom KGV und noch mehr vom Buchwert her hoffnungslos ueberteuert.Bei Siemens sieht es etwas besser aus, aber nicht viel.Daimler und Volkswagen sind dagegen total ueberschuldet und dazu wie viele andere im Dax mit massenhaft Goodwill in den Bilanzen. – – –
          Ich habe das seinerzeit gemacht, als es moeglich war. Ich meine mich zu erinnern es war 1991/1992.Vielleicht bis Anfang 1993.Davor war ich selbstaendig.Da steckte mein Geld in meinem Warenlager. Das waren 3 Monats Floater, knapp unter 10 Prozent, die ich alle drei Monate neu mit krummen Zinssatz gekauft habe. Revers war da nix, ich weiss nicht einmal ob das damals fuer Privataleger so investierbar war.
          Was ich weiss, diese Floater gab es in Mindeststueckelungen von jeweils 50.000 DM und ich kaufte damals immer mehrere gleichzeitig davon.Stimmt,einerseits war das dann mit diesen extrem hohen Zinsen relativ schnell vorbei und ich zahlte davon dann meine Muenchner Immobilie und fing von vorne an frisches Geld mit meiner Haende Arbeit zu verdienen.
          Und ja, ich nehme an mein Fundament ist hoch genug. Ganz gewiss ist es natuerlich nicht.

      • Lieber Lies,
        investierst Du denn eigentlich überhaupt in Aktien? Bei Deinen Aussichten dürftest Du ja eigentlich keine einzige Aktie besitzen oder? In was legst Du den Dein Geld an? Frage für einen Freund…

        • @ Chris

          Derzeit meide ich bis auf weiteres Aktien und setze auf langfristige Dax Puts.Dieses Vorgehen passt so aber nicht fuer jeden.Ich werde mit Sicherheit wieder in Aktien investieren. Auch weil ich meine mit ETFs laesst sich in den naechsten zehn Jahren nicht auch nur ansatzweise annaehernd soviel und so leicht Geld verdienen wie in den letzten 10. Ich fange gerade an mir eine Liste geeigneter Titel zusammen zu stellen um bereit zu sein. #Andreas B.s Invest in Alibaba ist interessent auch im Hinblck auf seine aeusserst disziplinierte Vorgehensweise.China Big Tech Investments sind gerade nicht en vogue. Alibabas Chart sieht wie ein fallendes Messer aus .Kommt aber auf den Preis an und ob fuer eine 1. Posi die Chance auf eine Bodenbildung mit einer deutlich mehr als fifty fifty Joker Chance zugeordnet werden kann. Mit Sicherheit aber in keinem Fall zu diesen Indexstaenden bei diesen Buchwerten. Wenn ich nicht reinkommen sollte, dann ist das so und ich werde das ohne jede Einschraenkung akzeptieren,weder boesartig sein noch traurig. Die letzten zehn Prozent, die lasse ich dem Markt. Man muss auch mal verzichten koennen.Wenn ich zurueckblicke, wo ich herkomme und das ich heute viel viel mehr zu verlieren habe als ich mir als Lebensziel jemals ertraeumte, dann habe ich allen Grund dankbar zu sein und waere dumm wuerde ich mich mit Gedanken an was waere wenn haette ich auch noch das dann und dann getan dann haette ich noch mehr von dem und dem, aufhalten.

  18. @ Raimund Brichta

    Hab Dank fuer den Ausblick. Formal und methodisch ist nichts auszusetzen. Du bedienst Dich aus dem bekannten Instrumentenkasten.U.a.Politische Boersen haben kurze Beine.Geboostert ist Omnikron und das ganze Virus Geschichte.
    – But, Deine Fixierung auf Jay Powell koennte sich im Nachhinein als verengter Blick herausstellen.Der zweite Booster (4.Impfung) schafft gerade noch das Antikoerperlevel der Erstimpfung,Omnikroninfektionen schuetzen nicht vor Delta und neuen Varianten.Inwieweit schuetzt der Omnikron angepasste Impfstoff, wenn er denn verfuegbar ist, vor neuen Varianten? Ueber allem thront die Frage,wann sehen wir die erste noch ansteckendere Variante,die gleichzeitig viel toedlicher ist.(Das Volk des Chinesen ist schon Omnikron schutzlos ausgeliefert).Diese Sachverhalte zu uebergehen halte ich fuer verwegen. –
    Auch den Forderungen stellenden Russen,wo sich Vergleiche mit den schwaerzesten Augenblicken unserer eigenen Geschichte aufdraengen ignorierst Du geflissentlich.

    • Ich weiß zwar, dass sich derzeit fast jeder für einen Corona-Experten hält, aber ich schreibe nur über Themen, zu denen ich auch etwas Gehaltvolles beisteuern kann. Corona gehört definitiv nicht dazu.

      Und da Corona mit Ausnahme der ersten drei Monate des vorletzten Jahres keine merklichen Schäden an der Börse anrichten konnte, ist es plausibel anzunehmen, dass dies auch für die kommenden Monate gilt. Es sei denn, es tauchte plötzlich eine Variante auf, die uns alle in kürzester Zeit dahinrafft (ich hoffe, du erkennst die Übertreibung). Aber diese Variante ist selbst von den allergrößten Corona-Experten nicht vorherzusehen. Deshalb hat das Thema in meinem Jahresausblick nichts verloren.

      Mit den Russen sieht es ähnlich aus. Erinnerst du dich noch an die Krim-Invasion 2014? Das war tatsächlich ein starkes Event. Der S&P schaffte 2014 trotzdem 11% Plus und der DAX wuchs einstellig. D.h. selbst ein Ereignis ähnlicher Dimension in diesem Jahr könnte nicht mehr als das von mir erwähnte „Störfeuer“ für die Börse bedeuten. Selbstverständlich gilt auch hier: Wenn es ganz schlimm kommt und ein Weltkrieg ausbricht (Übertreibung!), würde es schlimmer für die Börse kommen. Aber auch dies ist zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Weise vorhersehbar und hat deshalb in meinem Jahresausblick ebenfalls nichts verloren.

      • @ Raimund Brichta
        Ausweislich Empirie, was Corona anbelangt, nicht auf Massensterben oder geopolitsch nicht auf den 3.Weltkrieg hinauslaeuft tangiert die Boersen auf dem Wege zu immer neuen Rekorden nur temporaer … okayy … *
        Fuer den , wo das richtig leiden mag, ist es das Allergroesste . –
        Aeh ? Rembrandt ? Aegypten ? Was ? – Wo ist die versteckte Kamera …

        • Die Börsen dürften auf Powells Schrumpfkurversuch reagieren. Das ist, was zählt.

    • @Lies:
      Raimund macht es richtig, er ignoriert das Omikrontheater und konzentriert sich auf den Faktor Geld.

      Das Volk der Chinesen wird den Virus gut überstehen. Warum? Ganz einfach: niedrigere Lebenserwartung, deutlich weniger Fettleibige im Vergleich zum Westen.

      Auch die Menschen in Afrika überstehen den Virus locker, trotz gegenteiliger Prognosen der hiesigen „Experten“. Niedrigere Lebenserwartung, kaum Uralte wie bei uns. Zudem haben die andere Probleme wie ein Grippevirus. Les Dir mal die Kommentare des südafrikanischen Präsidenten durch…

      DAX-Prognosen von 2000 oder 4000 sind surreal. Das weißt Du selber auch…davon abgesehen finde ich Deine Kommentare sehr gehaltvoll. Du legst den Finger in die Wunden und deckst Denkfehler bestimmter Foristen auf. Sie sollten dankbar sein.

  19. Ach was habe ich mir hier den Mund fusselig geredet mit weitschweifigen sich im Kern wiederholenden Ausführungen. Sabrina Marggraf hat es heute morgen bei NTV kurz u. knapp auf den Punkt gebracht: Die Zinsen werden erhöht, aber nur vergleichsweise geringfügig. Frühere Zinshöhen können nicht mehr erreicht werden. Negative Realzinsen bleiben. An Aktien führt mangels Alternativen auch weiterhin kein Weg vorbei.

    • Die Zinsen sind aber nicht das Problem für den Aktienmarkt, sondern Powells voraussichtlicher Schrumpfkurversuch.

      • Alternativen?

        • Alternativen wozu?

          Du musst wissen, ich sehe in der Dashboard-Ansicht nur Deinen Kommentar und manchmal auch, auf wen Du antwortest. Ich sehr aber nicht, auf welchen konkreten Kommentar Du antwortest.

          • @Raimund…Naja die Frage nach der Alternative zur Aktienanlage beherrscht doch seit geraumer Zeit die Diskussionen. Du rechnest doch aktuell eher damit, daß Powell seinen Fehler (Bilanzverkürzung) wiederholt u. sich dadurch Probleme f. Aktien ergeben könnten. Deshalb meine Frage welche Alternativen zur Aktienanlage siehst Du?

          • Diese Frage hätte ich gerade von dir nicht erwartet, lieber Peter. Nur weil mal ein wackligeres Börsenjahr bevorstehen könnte, soll ich mich gleich nach Alternativen zur Aktie umsehen? Die Börsen haben Powells ersten Fehlversuch gut überstanden, den zweiten werden sie ebenfalls überstehen.

      • @ Sandro

        Ganz unabhaeng von Eurem Dialog und ich meine weder Dich noch Michael K. :
        Es muss auch dumme Menschen geben. Denn,waere dem nicht so , dann koennten die Schlauen nicht aus der Masse herausragen und wuerden gar nicht auffallen.

      • @ Raimund Brichta
        IMO gibt es extrem selten in aeussersten Sonderfaellen nur das eine Problem fuer die Maerkte. Sehr wohl koennen steigende Zinsen in Verbindung mit der Bilanzreduzierung zum zusaetzlichen Problem werden vgl einige Teilnehmer haben sich wegen der Laufzeiten besorgt gezeigt. Du hast den Passus schneller parat als wir,warst Du es doch, der uns mit Deinem Raetsel beglueckte. – Insbesondere fuer die absehbarere Zeit duerfte gelten,viele Hunde sind des Hasen Tod.

      • Eine Frage wäre aber doch auch: Ab wann begänne Powells Schrumpfungsversuch tatsächlich, den Aktienmarkt herunterziehen, und zwar nicht nur psychologisch bzw. aus der Erwatungshaltung der Anleger heraus (wie vielleicht jetzt gerade), sondern auch tatsächlich vom Faktor Geld? Zuletzt wurden in den USA 7 % Inflation gemeldet. Wieso sollte es so eine zunächst noch anhaltende Inflation nur in der Realwirtschaft, aber nicht in der Finanzwirtschaft geben? Sie ist zwar durch Sondereffekte beeinflusst, aber doch vor allem geldgetrieben. Ein prognostizierter niedriger einstelliger Anstieg wäre gerade mal ein Inflationsausgleich, und die Regel wäre doch, dass der Anstieg deutlich über der Inflationsrate liegt.

        Und wenn die Inflationsrate dank Powell tatsächlich deutlich sinkt, dann wird er es im weiteren Verlauf doch auch nicht mehr so eilig mit der Bilanzverkürzung haben. Denn wir wissen doch bereits: Das wäre ein langsamer Prozess, der sogar so langweilig wäre, als würde man Farbe beim Trocknen zusehen, wie Frau Yellen einst sagte. 😉

        Wie gesagt, meine ich zudem, dass die langfristigen Zinsen zumindest vorübergehend anziehen können, was dazu beitragen könnte, den Faktor Geld noch eine Weile positiv zu halten. Durchaus auch noch bis zum Jahresende und darüber hinaus. Den Knall gäbe es dann, wenn die Zinsstruktur wieder einmal invers wird, was die FED womöglich gar nicht zuließe.

        Davon abgesehen: Powell ist sicherlich auch nicht der einzige Mensch auf Erden, der glaubt, man könne eine Notenbankbilanz ohne großen Schaden nachhaltig verkürzen. Manche rufen ja auch die Zinswende aus bzw. glauben, dass alles wieder gut wird. Sind das nur Wenige oder gibt es vielleicht nicht doch eine größere Anzahl an Investoren, die so denken und das Marktgeschehen mitbeeinflussen?

        Derweil kaufen ahnungslose Privatanleger weiterhin fleißig ETFs, die gar keine andere Wahl haben, als das Geld zu investieren.

        • „Powell ist sicherlich auch nicht der einzige Mensch auf Erden, der glaubt, man könne eine Notenbankbilanz ohne großen Schaden nachhaltig verkürzen.“

          Es sind sogar richtig viele Menschen. Allen voran unsere Bundesbank-Führung und nicht zu vergessen: Lies Land 😂

          • @ Raimund Brichta

            Natuerlich wird es Auswirkungen geben, das ist doch gar keine Frage. Irreversible Schaeden treten nur dann ein, wenn man meint man koenne einfach so weiter machen wie bisher.Die FED hat das kapiert, die Eule stolpert hinterher.Nagel hat ihr schon Dampf unterm Hintern gemacht.

        • @ Sandro

          Ich gebe Dir insofern recht,
          “ … ahnungslose Privatanleger kaufen weiter … “

          aber

          JYs ist eines der Zitate die nur noch Historiker hernehmen undOder kleinen Kindern abends zum Einschlafen erzaehlt werden … also es war einmal, frueher glaubte man daran, Bilanzkuerzung der FED sei :
          “ … ein langsamer Prozess, der sogar so langweilig wäre, als würde man Farbe beim Trocknen zusehen … „

          • Das ist es ja gerade: Das Einschlafmärchen war schon früher ein Einschlafmärchen. Warum sollte es jetzt als kein Einschlafmärchen sein, wenn „er es wieder tun wird“? Der Schlaf wird nach einiger Zeit unruhig werden, und das Märchen wird ein Märchen bleiben. 😉

            Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht gering, dass wir noch weitere Märchen zu hören bekommen, wenn das alte Märchen endlich ausgedient hat und die Kinder nicht mehr schlafen können.

    • @ Peter Czeck

      Woher sollte Sabrina Bauer das wissen. Die kommentiert seit Jahrzehnten tagesfrisch ihre Erlebnisse. Da kommt jeden Tag kwas anderes auf den Tisch. Die schuldet nur dem Schwein 5 Mark fuer die Phrasendrescherei auf die Aktien.

  20. Eben drum ist hinsichtlich Coronarisko der Ueberraschung auf der Unterseite groeeser. Dein Einwand Du seist Finanzwissenschaftler ueberzeugt nicht, datiert doch die letzte gute Nachricht aus September 2020. Die Aelteren unter uns erinnern sich vielleicht “ … Hurra,wir haben einen Impfstoff und noch einen … “
    Danach kamen nur noch Abstriche, es ist ausnahmslos immer die unguenstere Moeglichkeit eingetreten: Wirkung kuerzer als gedacht, Zweitimpfung notwendig,Zweitimpfung reicht nicht,Varianten ansteckender, Varianten umgehen Impfschutz,Omnikron angepasste Impfstoffe Biontech Anfang Januar verfuegbar, nun Ende Maerz,dann obsolet. 2.Boosterimpfung (4.) und folgende nahezu sinnfrei, da die Schutzwikung sich verzwergt.
    Laessig sich hinzustellen, bin Finazwissenschaftler und kein Hobbyvirologe.
    Dein Vergleich mit 2014 hinkt gewaltig,der Russe trat mit neutraler Kleidung auf.Ganz offenbar hat der jede Vorsicht abgelegt und scheint sicher zu sein, das der Ami seit dem Ende des 2.Weltkrieg sowohl nie mehr Kriegsmuede alsauch nie mehr mit sich selbst beschaeftigt war.Dem Wortbruch an der Ukraine koennte ein Wortbruch an der Nato folgen, bei Grenzverletzungen an den Balten.

    • Ich würde mich selbst nie als Finanzwissenschaftler bezeichnen, sondern als Finanzjournalist.

      Und was die von dir nachgezeichnete Corona-Impfstoff-Historie anbelangt, sieht man daran doch, dass sich die Märkte überhaupt nicht beeinträchtigen ließen von den Misserfolgen. Das heißt, Corona spielte keine Rolle.

      Natürlich könnte es eine Rolle spielen, wenn das Killervirus käme. Aber das ist derzeit nicht zu sehen.

      • @ Raimund Brichta
        Stimmt,das impliziert aber nicht, das sich daran zwangslaeufig nichts aendern wird. –

        Professor Karl Lauterbach, Impfarzt und staendig im Austausch mit den Besten der Besten, die wir haben, sieht offenbar mehr als Du. Hat er doch Dein Killervirus bereits prognostiziert. Um das ob geht es laengst nicht mehr, sondern lediglich um das wann.

        • Lauterbach ist Mediziner, und ich bin es nicht. Soll ich jetzt eine Prognose machen nach dem Motto „Lauterbach prognostiziert das Killervirus, also prognostiziere ich den Börsencrash“? Sorry, das wäre mir zu billig. Zumal ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut weiß, dass sich Experten oft irren 😉

          • @ Raimund Brichta

            Darum geht es nicht. – Anstatt Dich froh und gleucklich zu schaetzen von seiner Expertise und seiner Exzellenz profitieren zu duerfen und an Expertise und Exzellenz der Besten der Besten in seinem Umfeld teilhaben zu duerfen, die Du mit Deinem Steuergeld zahlst, scheinst Du ein Leben in einer Art Blase vorzuziehen und ignorierst, ja verweigerst unter Verweis auf Empirie jeglichen weiteren Einfluss von Corona auf die Maerkte.
            Ist es vielleicht eher das, was hier billig ist !? –
            Etwas im allerweitesten Sinne vielleicht Vergleichbares habe ich beim alternden Rolf Bossi erlebt, viele viele Jahre nachdem dessen Zivilabteilung mich in der Mietsache mit meinem Mieter Doktorenpaar vertreten hat, das ich im Rahmen eines ehemaligen Bauherrenmodells seinerzeit von einem Daimler Vorstand mit gekauft hatte.

          • Wirfst du da nicht erneut etwas durcheinander? Ich „verweigere“ oder „ignoriere“ keinen Einfluss von Corona auf die Märkte, sonder halte es nur für unwahrscheinlich, dass Corona die Börse noch einmal nachhaltig in die Bredouille bringt, sofern die Nachrichten im Rahmen dessen bleiben, was wir in den vergangenen 2 Jahren erlebt haben.

            Und Prognosen anderer, dass sich demnächst ein Killervirus ausbreiten könnte, mache ich mir lediglich nicht zu eigen. Das ist alles. Prognosen anderer mache ich mir übrigens nie zu eigen, auch wenn sie mein Fachgebiet betreffen.

          • „Lauterbach prognostiziert das Killervirus, Brichta: ‚Alles muss raus bis auf Gold.‘ “ – Diese Schlagzeile auf ntv.de, und ich überlege mir ein Jahresabo. 🙂

          • @ Raimund Brichta
            “ Prognosen anderer mache ich mir übrigens nie zu eigen, auch wenn sie mein Fachgebiet betreffen. “

            Interessant im Blick auf die Tatsache, dass Du offenbar diese Dinge eifrig recherchiert hast und das so extra hier einstellst …

            Stöhr hat bei Novartis nix auf die Reihe gebracht, versucht mit steilen Thesen das Blitzgewitter der Fotografen zu erhaschen,hoert sich gern selber reden, vorzugsweise im Fernsehen … bei Dir hat das offenbar auch geklappt …

          • Genau, ich mache mir auch Stöhrs Prognose nicht zu eigen. „Recherchiert“ habe ich dazu allerdings nicht viel, sondern mir fiel die Stöhr-Schlagzeile zufällig im Laufband bei ntv auf, und da musste ich an Dein Killervirus-Zitat Lauterbachs denken. Was die „Qualität“ Stöhrs anbelangt, sollten wir einfach abwarten, ob das Killervirus in absehbarer Zeit kommt oder nicht. Auch hier gilt: Wiedervorlage in 2 Jahren.

    • @Lies: Geopolitik ist geil, wahnsinnig spannendes Thema. Hat partiell Auswirkungen bspw auf russische Titel. Faszinierend zu sehen wie der Wertewesten seine Ziele verfehlt hat in 1) Syrien 2) Venezuela 3) Weißrussland 4) Iran.
      Afghanistan klammer ich mal bewusst aus, denn dort haben bestimmte Kreise Billionen verdient. Ziel also erreicht.

      Positiv sehe ich das gute Verhältnis zwischen Putin und Modi. Den Zusammenhalt von Putin und dem chinesischen Präsidenten, der wiederum bestimmte chinesische Tech-Milliardäre gezähmt hat. Wichtig für den globalen Frieden, wichtig für die Gesellschaft. Diese drei Männer haben die Macht, Kriege zu verhindern.

      Was den Dauervirus seit bald 2 Jahren betrifft: er lenkt die Lemminge im Westen davon ab, über drängende (wirtschafts) politische Verwerfungen nachzudenken. Er versetzt die Menschen in Dauerpanik, insbesondere die Älteren. Ich habe für deren Angst vollstes Verständnis. Dauerpanik macht was mit einem. Dass die Verwerfungen zu Massenelend führen sehen nur die wenigsten. Treffen wird es viele. Insofern toll, dass es all die neuen Virus-Varianten gibt, vor denen gewarnt werden kann. Auf die Börse haben die Varianten nur kurzfristig und nur partiell (bspw Reisebranche) Auswirkungen. In Florida steigen geile Parties, bald wieder Spring Break. Ich wünsche der Jugend viel Spaß. Warum reisen die Amis nach Florida? Weil sie glauben an Corona zu sterben? Oder weil sie Freiheit und Lebensfreude genießen? Einfache Frage, einfache Antwort. Für den plausibel denkenden Menschen zumindest…

      • @ Michael K

        Da ist viel Wahres dran. – Was corona anbelangt ist der Umstand und grosse Unterschied bei der Sache, Corona greift die Blutgefaesse aller inneren Organe, wie Herz, Lunge, Hirn u.a. an und es gibt eine reelle Chance fuer einen noch nicht naeher definierten Prozenrsatz auf irrereversibles Long Covid, selbst fuer Menschen, die ihre Infektion mangels Symptomatik gar nicht bemerkten.
        Natuerlich bin ich geboostert (2 x Biotech, Booster Moderna) in der, Stand heute, besten (Kreuz)kombi.Astra hab ich seinerzeit verschmaeht,ich zog es vor wesentlich laenger zu warten.Nachdem ich im Fruehjahr 2020 nach meiner ueblichen Ueberwinterung so eben noch mit einem der letzten Flieger aus Afrika rauskam,frueh um sechs aus einem gefuehlt fast leeren Flughafen hier in einer gefuelt noch leereren Flughafen S-Bahn sass und hernach tatsaechlich mit Ausnahme des Fahrers die gesamte Strecke der einzige im Bus war verlasse ich seitdem meine Wohnung nur noch zum Einkaufen und um nich von Maerz bis Oktober im schoensten Teil des Englischen Garten aufzuhalten. Ich weiss mein Impfschutz ist der beste derzeit verfuegbare.Ich weiss aber auch, der ist nun mal nicht einhundertprozentig.Mir ist bewusst in gewisser Weise priviligiert zu sein,aber ich versuche an diesem diese Privileg maximal sinnvoll zu partizipieren

        • @ Lies Land … Bei dem, was du so von dir und deinen Investments erzählst, zweifle ich manchmal, ob das wirklich so sein kann. Vielleicht kommt man der Sache näher, wenn man deinen Namen hier Englisch ausspricht.

          • @ Aries Eeberg

            Ich freue mich wirklich ueber jeden,der hier iwie in welcher Form auch immer mittut.Ich halte auch jeden und jeden seiner Beitraege iwo fuer iwie wertvoll. Ich waere dumm,wenn ich nicht versuchen wuerde ueberall und bei jedem iwie irgendetwas fuer mich rauszuziehen. –
            Doch mit Verlaub, fuer Dich mag vieles von dem nicht vorstellbar sein, doch bei allem Respekt, wie koennte ich Dir da helfen …

  21. @ Peter Czeck

    Fuer Deinen Fall, insoweit ich den aus der Ferne beurteilen kann – Cash .
    Selbst Raimund geht von der Annahme aus wir werden relativ zeitnah billigere Kurse sehen.Weiterhin unterstellt Raimund Absicherung sei fuer Privatiere nicht sinnvoll.Ich nehme an, da unverhaeltnismaessig teuer. Cash, wenigstens voruebergehend undOder auch nur fuer Teile des Investments als Alternative haelt Raimund offenbar nicht fuer opportun.
    Seine Strategie schaut mich eher nach Augen zu und durch an undOder Aussitzen.
    Kann gut sein – kann schlecht sein. Kann dauern . –
    Ich versuche jede Meinung zu respektieren und iwie nachzuvollziehen.Mir ist keine menschliche Regung fremd.

    • Hmmm… wie kommst du darauf, ich hielte etwas nicht für opportun? Ich gebe hier grundsätzlich keine Strategieratschläge, weil ich kein Anlageberater bin, sondern Finanzjournalist, der seine Markteinschätzungen abgibt. Über ihre Anlagestrategien können mündige Menschen selbst entscheiden. Sollten sie dafür eine Beratung benötigen, werden sie diese hier nicht bekommen.

      • @ Raimund brichta

        Das ist bekannt. Weder Depot noch Aussblick sind geeignet oder von Dir angedacht dafuer noch zahlt Dir jemand etwas.
        Auch habe ich das hier mehrfach angedeutet.
        Das ist in Ordnung.
        Ein zwangloser Plausch ist denkbar, ob und inwieweit Du welche anderen Interessen verfolgst will ich nicht wissen.

      • „Beratung…werden sie hier nicht bekommen“ Macht nix, dafür ist der Unterhaltungswert gestiegen. Das und ob die Terrasse v. Lies hoch genug ist, das zählt u. natürlich was Mr. Powell zeitnah erläutern wird.

        • @ Peter Czeck

          … und wie Aries Eeberg die Enttaeuschung ueber den O Punkte Crashtest seines E Vehikels verkraftet und ob und wenn ja, wie er bereits gegen sein Auto vorgegangen ist.

  22. Ich sehe ihn positiv …

    Apropos Raimund Brichta,
    ich findes es total sympathisch wie Raimund Brichta mit Hilfe von wem auch immer hier seine Seite betreibt. Ich weiss natuerlich nicht,was ihn antreibt.
    Es ist gar nicht soo lange her, da hiess es gelegentlich er habe noch nie selbst auch nur eine einzige Aktie gehalten.Wer weiss, wozu es gut ist, jedenfalls ist ihm das Schicksal einer Ferstl oder einer Ahlers erspart geblieben.
    Scheiss drauf, er hat das Gegenteil nie behauptet.Ich koennte mir vorstellen er setzt auf Immobilien und die Frau verwaltet das Familiengeld.
    Er ist ein erfahrener und guter Boersenkommentator, soweit ich das als Laie beurteilen kann.Was er privat so macht und wie er abseits TV Schalte so ist, ich habe keine Ahnung.
    Wer mehr wissen wissen will, der fragt ihn, vielleicht laesst er was raus.

  23. @ Sandro

    Ich koennte mir vorstellen, es gibt hier zwei Gruppen, die sich wiederum in Untergruppen aufteilen.
    Die Einen, das sind die, denen man entweder iwie iwo unwissentlich auf den Schwanz getreten ist undOder die sich leicht auf den Schwanz getreten fuehlen. Dann gibt es diejenigen, die ueber den Dingen schweben, die Kritik locker abtropfen lassen und iwo nicht so leicht aus der Resserve zu locken sind und bisweilen staerker und iwie ueberlegen wirken.Die Schwebenden muessen nicht zwangslaeufig die Schlauen sein und die, die getreten wurden undOder die sich so fuehlen die Dummen. Es kann auch umgekehrt sein.Alles ist moeglich.Nix genaues weiss man nicht.
    Am Ende des Tages ist es grad egal, wer sich wozu zaehlt und wieso.Selbsteinschaetzung und Einschaetzung durch andere ist ohnehin wieder etwas anderes.Mainstream ist hier uebrigens ein Schimpfwort.Freiwillig outet sich da allenfalls der Starke.individualist, der gerne auch mal gegen den Strom schwimmt,das ist konsensfaehig.Da unterschreiben die Leute eher.
    Es ist doch herrlich.Sind wir nicht alle ein bisschen Wulff.

  24. Ich bin seit einige Zeit bei den Emerging Markets eher auf der Käuferseiten. Die Rohstoffwerte einiger Staaten sind günstig und erfolgversprechend. Und China hat mit seinen neuesten Regulierungen viel richtig gemacht. Das wird sich langfristig positiv auswirken. Auch Minenwerte habe ich gekauft. (Van Eck Global Mining)
    Die ersten Kursausschläge des neuen Jahres scheinen mir hier recht zu geben.

    Für meinen spekulativen Freund habe ich etwas von den gerade gut laufenden Value-Werten verkauft und Van Eck Digital Assets nachgekauft.
    Mal sehen, was draus wird.

    Das schreibe ich, um die Stimmung hier etwas aufzuhellen. Das kleine Zucken der FED ist ja nicht das Ende der Geschichte. Und Raimund hat uns immerhin ein einstelliges Plus vorausgesagt. Das ist doch nach den letzten guten Börsenjahren gar nicht schlecht, selbst wenn es ein einstelliges Minus werden sollte.

    Obwohl, schlechte Stimmung hat an der Börse auch ihr Gutes. Da werden Vermögen begründet – für die, die zukaufen.

    • Ja die Minenwerte laufen weiterhin gut. Auch ein klares Indiz f. eine im weiteren Aufwärtstrend befindliche Weltwirtschaft. Das Thema Bilanzverkürzung FED ist zweifellos wichtig u. dürfte weiter zu Volatilität führen. Ebenso sollte man aber die Themen negative Realzinsen u. fehlende Anlagealternativen im Auge behalten… aber auch nicht überstrapazieren. Wie werden eigentlich die weiteren Gewinnaussichten der Unternehmen beurteilt? Kommt es zu Dividendenanhebungen, Aktienrückkäufen? Spielt das keine Rolle? Dividenden erhöhen jedenfalls bei den Aktionären auch die Liquidität u. diese Personengruppe spielt f. Nachfrage am Aktienmarkt eine mitentscheidende Rolle. Alles ist möglich auch das Gegenteil… Kostolany

    • Ich bin gegen Ende letzten Jahres auch in Emerging Markets eingestiegen. MSCI EM SRI, als langfristige Anlage. Mal sehen, ob sich das irgendwann auszahlt.

    • Nee, nee lieber nicht man soll nicht so einfach auf irgendeinen Link tippen. Gucke lieber auf die aktuelle Marktentwicklung. 21 Uhr 37

      • Na ja, der FT kann man schon trauen.

    • Danke für den Link.

      Im Prinzip deckt sich dass mit Beobachtungen, die ich oben bereits geschildert hatte. Ich wiederhole es nochmal: „Meinen Beobachtungen zufolge sind zuletzt Value-/Quality-Werte wieder gestiegen, während unsichere kleine Nasdaq-Werte verkauft wurden. Wäre nicht auch dies vielleicht ein Anzeichen, dass der Markt bereits auf die Holperphase eingestellt ist?“

      Neu wäre jetzt allerdings, dass es in überdurchschnittlich hohen Maße Insider der Nasdaq-Unternehmen waren, die verkauft haben und dass nicht nur Elon Musk und einige wenige aus den Führungsetagen der großen Tech-Unternehmen so gehandelt haben.

      Die Frage wäre aber, welche Schlussfolgerungen man daraus zieht. Mir fallen mehrere Interpretationsmöglichkeiten ein, von denen abhinge, ob man dem nun eine größere oder kleinere Bedeutung zukommen lassen würde.

      Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Aber wenn man gut ist, kann man ggf. Aussagen darüber treffen, welche Entwicklungen wahrscheinlicher und und welche weniger wahrscheinlich sind. Die Kunst dabei ist, die Qualität und Relevanz der Fakten/Indikatoren richtig zu beurteilen und dabei nicht nur diejenigen Fakten/Indikatoren in Betracht zu ziehen, die die breite Masse in Betracht zieht. Man darf sich aber auch nicht in irgendwelche nebensächlichen Dinge verrennen und dann meinen, alles besser als die Anderen zu wissen.

      • Guckt mal „USA planen Steuererhoeungen f. Superreiche“

        • Selten so gelacht. Planen planen planen, aber nicht machen. Von wem werden denn die ganzen Senatoren und Politiker in ihre Ämter gehievt? Von Superreichen, die spenden. Dafür müsssen die Politiker liefern.

          Der französische Präsident hatte mal eine Reichensteuer versprochen und „geplant“. Nebelkerze, mehr nicht.

          Die Leute glauben es trotzdem.

          • @ Michael K

            Sehr richtig. Wie Du Dinge pointierst, die der eine oder andere, um nicht zu sagen mancher nicht sieht oder nicht sehen will, obwohl sie fuer jemandem allein mit gesundem Menschenverstand klar erkennbar sind.

          • Na ja. Ich vermute, mit der weiteren Entwicklung des Geldsystems werden Steuererhoeungen f. Superreiche irgendwann kommen. Vielleicht in vielen Ländern. Aber das wird nicht reichen, und es wird nicht viel bewirken.

  25. Bei aller Meditation über die FED-Aussagen sollte man nicht vergessen, dass Jerome Powell gerade im Wahlkampf ist. Um wiedergewählt zu werden, muss er Handlungsfähigkeit demonstrieren. Wie alle Wahlsieger wird er nachher mehr Realismus walten lassen.

    • @ Aries Eeberg

      Okay, but … ausser Jays Aussagen haben wir leider nix substantiiertes…
      Unabhaengig davon scheint eine weitere Amtszeit reine Formsache zu sein

      P.S. Aries,Du und Deine Formulierung, einfach koestlich, da bleibt wirklich kein Auge trocken …

  26. Man muss sich nur mal die Beteiligungen des ARKK anschauen. Allesamt „Hypergrowth-Aktien“, die im März 2021 sowas von astronomisch hoch bewertet waren, dass es kein Wunder war, dass Leute, die früh dabei waren, verkauft haben.
    Ich glaube es ist schwierig, die Insiderverkäufe über einen Kamm zu scheren, weil es viele unterschiedliche Gründe gibt, Anteile zu verkaufen.
    Aber jeder sollte sich da seine eigene Meinung machen. Michael K. kann ja ruhig glauben Elon Musk würde seine Anteile verkaufen, weil er irgendetwas „negatives“ weiss, was andere nicht wissen und er daher zum angeblichen Höchstkurs von Tesla seine Anteile abstößt.
    Ich denke wir sollten das auf Wiedervorlage in 2 Jahren legen und dann sehen ob damit er Recht hatte oder der Aktienkurs von Tesla dann nicht doch schon wieder um 100% gestiegen ist.

    • Na ja. Elon Musk hatte ja vorher auch seine Twitter-Follower befragt, ob er verkaufen solle. Was hätte er wohl gemacht, wenn die Twitter-Gemeinde gesagt hätte, er solle nicht verkaufen? Und wenn er dann doch verkauft hätte (mitunter um Steuern zu bezahlen)? Hätten sie ihn dann gelyncht? 😉

      • @ Sandro

        Musk manipuliert die Leute par excellence

        Dem wuerde ich keinen rostigen Nagel abkaufen

    • @ Chris

      Da liegst Du richtig.Ich gehe auch mit der Einschaetzung von Michael K. konform – Auch meine ich, wenn Insider aus ihren Investments iwie iwo aussteigen, dann haben und hatten die schon immer eine Erzaehlung fuer die, die moeglichst fuer immer drin stecken bleiben sollen.
      Musk ist ganz allgemein und auch hier kaum zu ueberbieten.Koestlich wie er ueber seinen Teilausstieg vorher „abstimmen“ liess …

      • @Lies Das ist immer so eine Sache, wenn man eine Person anhand seiner Twitteraktivitäten oder Berichten darüber schnell in eine Schublade steckt.
        Was jetzt zu Michaels und Deiner Theorie nicht so recht passt, ist dass Musk seine Anteile kurz vor der Veröffentlichung der Q4 Ergebnisse verkauft hat. Er hat vermutlich gar nicht gewusst, dass diese so gut sind, dass die Aktie direkt nochmal 20% zulegen wird oder?
        Wenn Du die Zeit hast und Englisch verstehst, empfehle ich Dir die ersten 1,5 Stunden des Podcasts von Lex Friedmann mit Elon Musk : https://www.youtube.com/watch?v=DxREm3s1scA&ab_channel=LexFridman
        Danach hast Du ein besseres Bild von ihm und seiner Art wie er Aufgaben angeht und zu lösen versucht. Wirklich sehr interessant.

  27. @ Raimund Brichta

    Ich vermute einfach mal,das wissen hier so ziemlich alle.Du bist stets dabei und prognostizierst in der Regel einen steigenden Dax.Ich moechte Deine Leistung gar nicht schmaelern.Aber wenn, das gilt fuer fast alle Prognosen, die in die Zukunft gerichtet sind,etwas gravierend negatives ausser der Reihe passiert,angekuendigt wird oder sich sonstwie abzeichnet und der Dax daraufhin nicht trotzdem weiter steigt, dann faellt er halt.

    • „Du bist stets dabei und prognostizierst in der Regel einen steigenden Dax.“

      Oft ja, das stimmt. Oft steigt er dann aber auch. Dieses Jahr tue ich das jedoch nicht.

      • @ Raimund Brichta

        Interessant.Ich darf Dich so verstehen, der Dax steigt einstellig, aber wenn Jay tapert, dann faellt er halt in nicht naeher definiertem Umfang und steht zum Jahresschluss 2022 unter dem Schlusskurs 2021?

        • Der erste Halbsatz gibt meine Prognose korrekt wider, der Rest deines Satzes nicht ganz:

          Erstens ist das Tapern im ersten Teil der Prognose mit erfasst. Soll heißen: Dass er die Anleihekäufe auf null zurückfährt (tapert), ist geschenkt. Das würde nicht zu dem ruppigen Verlauf führen, den ich im zweiten Fall für möglich halte. Dazu müsste er die Bilanz tatsächlich verkleinern.

          Was am Jahresende auf dem DAX-Tacho steht, wenn er tatsächlich Anleihen verkauft, das hängt ganz entscheidend vom Verlauf der Bilanzkürzung ab (wie stark, wie lang, kommt evtl. im Lauf des Jahres wieder eine Umkehr etc. etc.).

      • Diesen Thread auf Wiedervorlage zu setzen ist eine sehr gute Idee.
        Gesagt ist alles.

        Schaun mer mal.

  28. Interessiert lese ich eure Gedanken und Meinungen.Aber was die Börse angeht ist es mir zu kompliziert! Ich halte mich an die 200 TDL .Solange wir darüber sind ist alles gut, fallen wir darunter sichere ich ab.Fertig!

    • @ Umberto

      Achtung! Wichtig! … die guten alten Stop-Losses unter der 200-Tages-Linie … !!! –
      Lieber dabei bleiben? … fuer mich ist’s okay … …

    • Wäre es nicht besser unter der 200 Tage Linie anfangen zu kaufen anstatt zu verkaufen?
      Was Lies und seine langlaufenden Puts angeht, wünsche ich ihm viel Glück! Wie heißt es so schön, Time in the market beats Timing the market!

      • @ Chris

        … wenn man nicht investiert ist, dann vielleicht schon. –

        Du wuenscht mir Glueck, auch fuer Deine Analyse – verbindlichen Dank. Ich werde es brauchen. Und nicht zu wenig davon.Das weiss ich.

      • Das wäre mal eine statisch interessante Aufgabe f. Sandro. Problem…wo beginnt die Kaufzone nach Unterschreitung

  29. Ja ja diese Vierbeiner. Der Hund hört nicht u. jetzt auch noch der Dachsx…

  30. Aber im Mai da wird es wieder schön, da bloen de boem da wird es schön

  31. Wie auch immer … Im Kontext mit Raimunds Passage auf Seite 11
    halte IMHO ich die von mir zitierte Textstelle aus Seite 4 fuer wichtig :
    “ Fast alle Teilnehmer stimmten darin überein, dass es wahrscheinlich angemessen wäre, den Bilanzabbau zu einem Zeitpunkt nach der ersten Anhebung des Zielkorridors für den Leitzins einzuleiten.“
    Vor nicht allzu langer Zeit teilte Jay mit er habe noch gar nicht angefangen darueber nachzudenken,ob er darueber nachdenken soll ob er mit dem Tapern beginnen soll.Mitte Maerz ist,Stand heute, Tapering aus.Jetzt geht es nur noch darum, ab wann das Geld in welchem monatlichen Umfang eingesammelt wird.Und – vielleicht, wie schnell und wie oft der Umfang erhoeht wird.
    Jays designierte Stellvertreterin Lael hat just die Entschlossenheit der FED bekraeftigt die Inflation unter 2% zu druecken.Lael, nicht Bullard.
    Ich erinnere an mein Zitat aus Seite 4 :
    “ Einige Teilnehmer merkten an, dass eine Beseitigung der geldpolitischen Akkommodation, indem man sich mehr auf Bilanzkürzungen und weniger auf Leitzinserhöhungen verlässt, helfen könnte
    die Abflachung der Zinsstrukturkurve während der Normalisierung der Geldpolitik zu begrenzen.“

    • „Einige Teilnehmer merkten an, dass eine Beseitigung der geldpolitischen Akkommodation, indem man sich mehr auf Bilanzkürzungen und weniger auf Leitzinserhöhungen verlässt, helfen könnte
      die Abflachung der Zinsstrukturkurve während der Normalisierung der Geldpolitik zu begrenzen.“

      Die Denkweise dahinter ist simpel: Anleiheverkäufe führen aufgrund des steigenden Angebots in der Tendenz zu fallenden Anleihekursen und steigenden langfristigen Zinsen. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Langfristzins zu sehr dem Kurzfristzins nähert oder diesen sogar unterschreitet.

      Ich sehe allerdings die Gefahr, dass diese Denkweise zu simpel ist. Denn sie berücksichtigt nur den rein mechanistischen Marktzusammenhang. Die Möglichkeit, dass durch die schrumpfende Menge an Zentralbankgeld, die damit einhergeht, sukzessive immer mehr Schuldner in die Bredouille kommen und sich dadurch ein Dominoeffekt ausbildet, wird außen vor gelassen. Ein solcher Effekt beginnt in der Regel an den Finanzmärkten und setzt sich dann in der Realwirtschaft fort (wie 1929 ff.). In diesem Zusammenhang hatte ich bereits auf die Rekordvolumina an Wertpapierkrediten hingewiesen. Es wird spannend.

      • @ Raimung

        “ .. Die Möglichkeit, dass durch die schrumpfende Menge an Zentralbankgeld, die damit einhergeht, sukzessive immer mehr Schuldner in die Bredouille kommen und sich dadurch ein Dominoeffekt ausbildet, wird außen vor gelassen … “

        Zu recht. Sehen wollen wir das. Notenbanken handeln nicht man auf der Basis von vagen Vermutungen.
        Jay und Lael sehen das ganz genau so.

        • Es bleibt bei der Wiedervorlage in 2 Jahren: Dann werden wir erlebt haben, ob und wie weit sich die Notenbanker mit der Bilanverkleinerung hervorgewagen und wann sie wieder den Schwanz einziehen (wenn man das hier so sagen darf).

  32. Nix genaues weiß man nicht. Nach Markus Koch hat J. Powell lediglich erklärt es könnte sein, daß die Fed 2022 mit der Bilanzverkürzung beginnt. Also viel Konjunktiv… Über das Volumen wissen wir gar nix. Am Ende war alles nur ein Sturm im Wasserglas….der Berg kreisste u. gebar eine Maus? Jedenfalls derzeit f. mich kein Grund auch nur 1 Aktie zu verkaufen. Aktuell interessieren mich mehr das Weltwirtschaftswachstum (Prognose ca. 4%) u. die Gewinnerwartungen. Die EZB (die dt. Vertreter dort sind nicht die EZB) behauptet weiter die Inflation ist nur vorübergehend so hoch. China könnte lockern. Danach teile ich die v. einigen Foristen hier vertretene Ansicht pro europäische Aktien aus dem Bereich Value/Dividenden.

    • Am Markt suchen viele den Ausgang.

      Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

      Raimund erklärt hier die Zusammenhänge gebetsmühlenartig. Kostolany hat die entscheidenden Punkte- basierend aus über 60 Jahren Börsenerfahrung, in verständlichen Worten zusammengefasst – ihm lag das Wohl der KLEINANLEGER am Herzen. Siehe sein TV Auftritt gegen Vertreter des Neuen Marktes anno 1999. Er hat Recht bekommen. Er wird auch 2022 Recht bekommen.

      Wer simple Realitäten und simple Zusammenhänge nicht erkennen möchte – mutmaßlich aus purer GIER – wird die Zeche zahlen dürfen.

      Und jetzt bringe ich noch eine weitere Komponente ins Spiel. All die Verlierer, die die Bilanzsummenreduktion der der FED ignorieren, setzen darauf, dass die FED die Bilanzsumme wieder erweitert. Warum sollte sie?!

      Die FED hat Zeit, sie kann ein gewisses Chaos zulassen – Selbstreinigung der Märkte wird man das dann nennen.

      Tja, und ohne anschließende Gelddruckerei werden die horrenden Buchverluste, die einige Foristen hier erleiden werden, diese NICHT mehr einspielen können. Denn Fakt ist: all diejenigen, die den Corona-Crash mitgemacht haben – Peter gehört mW dazu – wurden von der FED und EZB gerettet.

      Es gibt kein Recht auf ewige Hausse durch die FED.

      PS. Vergesst die Prognosen zum „Wirtschaftswachstum“. Liegen häufig daneben.

      • Zunächst mal lieber Michael über siehst du geflissendlich, daß die Börse deine verzweifelten Rufe nach einem Crash im Anschluss an die v. Markt mit Spannung erwartete Äußerung v. Jerome völlig ignoriert hat. Ich habe bisher bewusst darauf verzichtet diese Tatsache zu erwähnen um dich zu schonen. Gut das Kostolany deine Ausführungen nicht mehr lesen muss. „Der Markt hat immer recht“ (Lies). Warum reagiert der Markt nicht so wie du es wünschst .Darüber solltest du mal in Ruhe nachdenken. Bist du klüger als der Markt? Wenn ich Lies so lese sind manche seiner Äußerungen zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach meinem Eindruck kümmert er sich etwas mehr um Fakten.

        • Lieber Peter,

          Ich beziehe mich auf Kostolany und ganz konkret auf seine entscheidenden Passagen, die die „Welt“ vor 21 Jahren gedruckt hat.

          https://www.welt.de/print-welt/article502900/Geld-Psychologie-Tendenz.html

          Hast Du diesen Artikel gelesen?

          Dort steht nichts von einem sofortigen Crash. Ich richte mich STRATEGISCH aus und versuche nicht mehr tagesaktuelles Klein-Klein zu verfolgen – was übrigens auch ein Ratschlag Kostolanys ist.

          Ich habe Zeit und bin sehr zufrieden mit meinen Entscheidungen. Und gelassen. Ich habe gelernt dass die Entscheidungen, die man in Ruhe und STRATEGISCH trifft die besten sind.

          Die Veränderungen der Notenbankpolitik werden fundamentale Auswirkungen haben. Wir haben nun darauf hingewiesen.

          Deine „Strategie“ ist zu „hoffen, daß alles nicht so schlimm wird.“ Dünnes Eis, wie ich meine. Aber Deine Entscheidung…

          • Ja Michael ich habe den Artikel gelesen u. darüber hinaus weitere Bücher v. ihm u. anderen Autoren. Liquidität bestimmt die Kurse entscheidend mit. Das gehört zum Basiswissen. Aber deine Schallplatte hat einen Sprung. Sie wiederholt stereotyp dieselbe Melodie. Wenn du mal ein solches Erlebnis hattest, weißt du wie das nervt. Die Festellung „Liquidität negativ“ muss unter Berücksichtigung der jeweiligen Gesamtumstaende geprüft werden. Nach den Billionenaufstockungen ersaufen wir in Liquidität. Paar 100 Milliarden weniger sind da Peanuts. Du versimplizierst die Sache. Außerdem spielen i.d.Z. auch die dauerhaft negativen Realzinsen eine Rolle. Volker ist zu Recht auch der Ansicht, daß die Liquidität ausreichend vorhanden ist. R. Halver hat sich ganz aktuell zur Bilanzkürzung Fed geäußert u. eine Einschätzung zum Zeitpunkt u. Höhe abgegeben…m.E. lesenswert.

      • Vermengst Du da nicht ein paar Dinge zu viel?

        Sofern Du mich mitansprichst, bspw. also auch mir Gier und Ignoranz der Bilanzreduktion unterstellst und ggf. horrende Börsenverluste prophezeist, noch einmal ein paar Worte dazu:

        1. Ich habe Kostolany nicht widersprochen.

        2. Ich ignoriere die angekündigte Bilanzreduktion keineswegs. Sofern Du das den Profis oder der breiten Masse unterstellst, bist Du ebenfalls auf dem Holzweg.

        3. Ich handle/argumentiere nicht aus bloßer Gier.

        4. Ich lese diesen Blog nicht einfach, weil ich unbedingt ganz schnell furchtbar viel Geld an der Börse verdienen will, sondern weil es mir Spaß macht, das Börsengeschehen und die Hintergründe besser zu verstehen. Aus diesem Grund verschanze ich mich auch nicht hinter Kostolany und halte seine Thesen für der Weisheit letzten Schluss. Für Dich reicht es offenbar schon zu sagen: Notenbanken planen eine Bilanzverkürzung, also wird der Faktor Geld negativ. Ich schaue gerne noch ein bisschen genauer hin und frage z. B.: Wann wird der Faktor Geld wirklich negativ? Wie zuverlässig sind Jahresvorhersagen? Welche Schlüsse kann man aus ihnen ziehen? Wie wirkt sich die Ankündigung der Bilanzverkürzung börsenpsychologisch aus? Wie reagieren Investoren jetzt darauf? Inwieweit haben sie schon reagiert? Wie reagieren sie, wenn sie zu früh ausgestiegen sind? Was ist, wenn es anders kommt? Wie wahrscheinlich ist es, dass es anders kommt? Etc… die Liste der Fragen lässt sich beliebig fortsetzen, und die Fragen im Detail vertiefen. Nur weil mich solche Fragen interessieren, brauchst Du aber nicht zu glauben, dass ich anlagetechnisch voll ins Risiko gehe. Und wenn ich solche Fragen nicht stellen würde und stattdessen bei Kostolany Schluss machen würde, würde ich auch nichts dazu lernen.

        5. Selbst die besten Börsenpropheten erreichen gerade einmal eine Trefferquote von ca. 70 % (oder geringfügig mehr). Sofern ich mich wirklich für so einen tollen Börsenpropheten hielte, würde ich daher trotzdem nicht voll ins Risiko gehen. Peter vermutlich auch nicht. Auch Du wirst im Durchschnitt keine höhere Trefferquote als 70 % erreichen. Selbst dann nicht, wenn Du Kostolany auswendig vorbeten kannst.

        6. Im Parallelthread hast Du geschrieben: „Ja, die Ansichten Kostolanys sind Mr Market bekannt. Trotzdem handelt die Masse nicht nach seinen Grundsätzen. Dumm für sie…“. Ich glaube, damit unterliegst Du einer Selbsttäuschung. Die Notenbankpolitik (und im Zusammenhang die Erkenntnis Kostolanys) gehört zu den wichtigsten Dingen, die von Fundamental-Analysten berücksichtigt werden. Dazu kommen noch viele weitere Dinge. Es gibt zwar sicher auch eine Masse von Privatanlegern, die nicht viel vom Börsengeschehen versteht, aber diese richtet sich zumindest teilweise nach den Profis (sowohl wissentlich als auch unwissentlich). Und die Profis kommen häufig zu sehr ähnlichen Voraussagen, selbst wenn sie nicht voneinander abschreiben. Das liegt daran, dass sie z. B. auf die gleichen Zahlen schauen und nach den Grundsätzen handeln, die sie gelernt und verstanden zu haben glauben. Die Beachtung der Notenbankpolitik und des Faktors Geld gehört definitiv dazu. Ken Fisher hatte in der Vergangenheit Jahresprognosen analysiert und stellte z. B. fest, dass Profis meist an ihren Langzeitprognosen festhalten und nach einem zuvor fetten Jahr ihre Erwartungen für das neue Jahr reduzieren, so dass sie an ihren Langzeitprognosen festhalten können. Dabei zeigte sich aber, dass es keine statistische Korrelation ihrer jährlichen Anpassungen zur tatsächlichen Börsenentwicklung gab. Ken Fisher war u. a. sehr erfolgreich damit, Jahresprognosen als eine Kontraindikator zu verwenden. Allerdings nicht in der Weise, dass er einfach nur auf das Gegenteil setzte. Das wäre ja auch viel zu einfach. Jetzt kannst Du Dich fragen: Wenn die professionellen Analysten genauso wie Du alle auf die Notenbankpolitik bzw. angekündigte Bilanzverkürzung schauen, sowie auf die zuvor fetten Jahre und daraufhin ihre Erwartungen entsprechend anpassen: Wird es wirklich so kommen, wie sie sagen?

        7. Deinen Aussagen zufolge wäre davon auszugehen, dass Du bereits vollständig aus Aktien ausgestiegen bist und solange abwartest, bis die Bilanzreduktion abgeschlossen ist. Hast Du Dir schon überlegt, ob oder wann Du Short gehen willst, wo Du so treffsichere Prognosen stellen kannst? Oder reizt es Dich nicht?

        8. Falls Du nicht vollständig aus Aktien ausgestiegen bist: Was veranlasst Dich, doch noch etwas investiert zu sein?

        • „Aus diesem Grund verschanze ich mich auch nicht hinter Kostolany und halte seine Thesen für der Weisheit letzten Schluss. Für Dich reicht es offenbar schon zu sagen: Notenbanken planen eine Bilanzverkürzung, also wird der Faktor Geld negativ.“

          Bitte lese den Artikel Kostolanys, denn er schreibt von Geld + Psychologie = Tendenz.
          Lese ihn ruhig mehrmals. In Ruhe.

          „Denn wie ich bereits schrieb, spätestens nach zwölf Monaten folgen die Kurse dem Faktor Geld. Es ist nach einer markanten Zinsanhebungen durch die Notenbank deshalb nur eine Frage der Zeit, bis die Kurse zurückgehen. Je euphorischer die Stimmung zuvor war, desto heftiger wird der Krach.“

          Kostolany schreibt nichts von einem plötzlichen Crash.

          • @ Michael K

            Nun ja, Kosto ist seit einem knappen Vierteljahrhundert tot.Er hatte seine besten Zeiten vielleicht vor 35, 40 oder gar 50 Jahren.
            Heute sehen wir die Ablaeufe in einer vorher nie gesehenen Geschwindigkeit …

          • Ich brauche mir die Kotolany-Passagen nicht noch einmal durchzulesen.

            Ich habe doch mittlerweile auch schon oft genug geschrieben, dass ich Kostolany gar nicht widerspreche. Und Du hast schon oft genug darauf hingewiesen, dass es nach dem Notenbankschritt nach Kosto noch mindestens 12-Monate dauern kann, bis der Faktor Geld die Märkte herunterzieht. Hab’s mitbekommen. Zumindest in dieser Hinsicht waren wir doch nie unterschiedlichen Meinung.

            Trotzdem bezogst Du eine Gegenposition, als sich andere wie ich dafür interessierten, was wohl denn in diesen maximal 12 Monaten und davor passieren könnte bzw. andeuteten, erst einmal abzuwarten. Das ließ vermuten, dass Du auch einen sehr baldigen Crash für nicht unwahrscheinlich hältst. Vielleicht kam dieser Eindruck aber auch nur dadurch zustande, dass Du Dich gerne in der Gegenposition zu mir oder anderen wähnen wolltest. Das musst Du selber wissen. 😉

            Festzuhalten wäre zumindest, dass (streng nach Kostolany) die maximal 12 Monate noch nicht angelaufen sind. Termin, zeitlicher Ablauf und Höhe der Bilanzkürzung stehen noch nicht genau fest – bislang gibt es nur eine Ankündigung.

            Und um Kosto gleich noch einmal zu bemühen: Alles ist möglich, auch das Gegenteil.

            BTW: Hast Du mal überlegt, ob die Insider der Unternehmen, deren Aktien der ARKK-Fonds hält, vielleicht auch einem Herdentrieb folgen? Insbesondere, wenn so tolle Leute wie Elon Musk mit Verkäufen vorangeprescht sind? Du hast es ja selbst gesagt: „Die kennen sich untereinander. Was wird da so besprochen? Vieles. Vielleicht auch Geldanlage?“ Deine Worte. Was würden diese Insider wohl machen, wenn sich der Markt doch wieder unerwartet für die andere Richtung entscheidet? Übrigens: Wusstest Du, dass es im Silicon Valley auch besonders viele Prepper gibt? Der Glaube an den Untergang kann ansteckend sein.

      • @ Michael K

        Manches richtig.
        Aber,
        es ist durchaus zu erwarten, das die FED ihre Bilanz in extremen Krisensituationen wieder ausweiten wird und dann ist es hilfreich.
        Gerade deshalb nutzt sie jetzt das schmale Zeitfenster um moeglichst schnell moeglichst viel zu kuerzen, solange es gut zu machen ist.Die Notwendigkeit von Hilfen hat sehr stark abgenommen und der Nutzen steht mittlerweise nicht mehr in einem adaequaten Verhaeltnis zu den Nebenwirkungen am Haeuser – und am Aktienmarkt.

  33. „Und jetzt bringe ich noch eine weitere Komponente ins Spiel. All die Verlierer, die die Bilanzsummenreduktion der der FED ignorieren, setzen darauf, dass die FED die Bilanzsumme wieder erweitert. Warum sollte sie?!

    Die FED hat Zeit, sie kann ein gewisses Chaos zulassen – Selbstreinigung der Märkte wird man das dann nennen.

    Tja, und ohne anschließende Gelddruckerei werden die horrenden Buchverluste, die einige Foristen hier erleiden werden, diese NICHT mehr einspielen können.“

    Da Du Dich in Ruhe STRATEGISCH vorbereitet hast, muss ich doch fragen: Wie sieht Deine Strategie für solch ein Szenario aus? Nie wieder Aktien kaufen? „Prepper“ werden?

    Wie groß kann Deiner Meinung nach ein gewisses Chaos, das keiner anschließenden Gelddruckerei bedarf, denn werden? Größenordnung? Wer strategisch denkt, muss auch wissen, wovon er redet.

    Und Da Du oben auf Raimund verwiesen hast, „der die Zusammenhänge gebetsmühlenartig erklärt“, zitiere ich Raimunds Antwort in Bezug auf die FED-Äußerungen auch noch einmal: „Ich sehe allerdings die Gefahr, dass diese Denkweise zu simpel ist. Denn sie berücksichtigt nur den rein mechanistischen Marktzusammenhang. Die Möglichkeit, dass durch die schrumpfende Menge an Zentralbankgeld, die damit einhergeht, sukzessive immer mehr Schuldner in die Bredouille kommen und sich dadurch ein Dominoeffekt ausbildet, wird außen vor gelassen. Ein solcher Effekt beginnt in der Regel an den Finanzmärkten und setzt sich dann in der Realwirtschaft fort (wie 1929 ff.). In diesem Zusammenhang hatte ich bereits auf die Rekordvolumina an Wertpapierkrediten hingewiesen. Es wird spannend.“

    Da Du Dich mitunter auf Raimund berufst, müsstest Du doch eigentlich auch meinen, dass es spannend wird. Schwierig, sich auf eine spannende Entwicklung strategisch vorzubereiten. Es sei denn man meidet das Risiko grundsätzlich. Sofern Du aber tatsächlich an Deinem Szenario des baldigen Untergangs festhältst, scheinst Du Dich wohl doch nicht so ganz auf Raimund berufen zu wollen.

    Aber wie dem auch sei: Raimund hat es in der Vergangenheit für realistisch gehalten, dass der DAX bis zum Ende des Jahrzehnts einen Stand von 50000 Punkten erreicht. Mit einstelligen Anstiegsraten kommen wir nicht dahin. Erst recht nicht, wenn die FED schon vorher das System vor die Wand fährt.

    • Ganz klar. Bis Ende des Jahrzehnts müsste noch eine ganze Reihe zweistelliger Jahresraten dazu kommen. 🙂

    • @ Sandro

      Glaubst Du an Raimunds 50000-Punkte-Dax- Prognose zum Ende dieses Jahrzehnts?

      @ all

      Wer glaubt dran? Handzeichen bitte.

      • Na ja, wenn man sich bspw. die Exzesse vor der Japan-Krise vor Augen führt, dann wäre das nicht so unrealistisch. Da der DAX aber in den letzten Jahren etwas gelahmt hat, bspw. im Vergleich zum S&P500-Index, MSCI-World-Index oder Nasdaq Composite, müsste er langsam beginnen, einen Zahn zuzulegen. Ein deutscher Staatsfonds (als gepriesene Alternative/Ergänzung zum bisherigen Rentensystem) könnte da zukünftig vielleicht etwas nachhelfen, wenn er vor allem deutsche Werte kauft. Wenn’s nach Michael geht, dann bräuchte er damit natürlich erst gar nicht zu beginnen.

        Entwicklung des Nikkei-Indexes:

      • Ich glaube an die Prognosen von Herrn Brichta. Alles was ich bisher hier von ihm gelesen habe ist stets durchdacht, faktenbasiert und nachvollziehbar dargelegt gewesen. Und Herr Brichta posaunt hier nicht einfach Dinge heraus. Er überlegt genau bevor er etwas schreibt, was manch anderem auch zu wünschen wäre 😉
        Und sollten die 50.000 DAX-Punkte nicht ganz genau getroffen werden würde ich es auch nicht schlimm finden. Aber die Tendenz wird stimmen, davon bin ich überzeugt.

      • Wird beim DAX nichts werden mit 50.000 Punkte. Es sind nur noch 8 Jahre bis dahin…aber wer ist so bescheuert und investiert groß im DAX?

          • Immerhin kann Michael bis 3 zählen: 1. Kostolany Liquidität negativ 2. Kostolany Liquidität negativ 3. Kostolany Liquidität negativ…. Problem: Billionen sind noch da u. bleiben Billionen auch wenn einige Milliarden vorübergehend eingezogen werden….sein Problem
            ..

          • Stimmt, es sind 9 Jahre.
            Wenn der DAX jedes Jahr 10 Prozent macht, sind wir bei ca 38.000 Punkte.
            Die 50.000 werden wir nicht sehen – meiner Einschätzung nach.

        • Ich Michael, der Großteil meines Depots besteht aus deutschen Werten, aber sicher nicht nur aus dem Dax… sondern auch MDAX, SDAX, Small-Cap…

          Entscheidend ist die Auswahl, wo man natürlich auch daneben greift, weil man etwas falsch einschätzt…

          Für mich ist zudem der Kaufzeitpunkt einer Aktie entscheidend, die Bewertung, das Potenzial und nicht, ob sie nun aus Deutschland kommt oder nicht…

          Mit welchen Titeln ich Geld verdiene, ist mir letztlich zumindest i.w.S. Schnuppe…

          Momentan ist meine größte Position Bayer, gefolgt von BASF, dann Mutares…

          Ich setze erstmal noch darauf, dass der Markt ingesamt die nächsten Monate noch ganz gut laufen könnte, wie du selbst sagst… (oder sich hält, d.h. seitwärts, es aber zu Umschichtungen von teuren Techs, in günstige Value kommt)… ich meide Techs und richte mich defensiver mit Value-Titeln für die aktuelle Marktlage und die nächsten Monate aus…

          Wenn klar ist, wann und wie die FED mit der Bilanzkürzung beginnt, kann man sich immer noch anders aufstellen…

          • @ Andreas B

            Wie wahr.

            Auch sprichst Du richtigerweise diese Rotation zu Value an, den Industriewerten,nur haben wir die bereits bis zum Erbrechen gesehen.Stahl, Chemie,Maschinenbau etc. Guck Dir doch mal ne Daimler an, durch die Aufspaltung ist da beim Kurs das letzte, aber wirklich das allerletzte bisschen Potential rausgepresst worden. Die haben bei Josef K. gelernt.Wolfgang R. ist auch so ein Held, der hat das andersherum geschafft.

          • @ Andreas B

            In einer BASF nach dem naechsten Crash eine 1.Posi aufzubauen, da koennte man anfangen darueber nachzudenke, ob man anfangen sollte darueber nachzudenken …

    • Ich berufe mich nicht auf Raimund, ich beziehe mich auf Kostolany. Manch Foristen sollten Raimund aber dankbar sein, dass er für diese nette sympathische Runde hier gebetsmühlenartig die derzeit – markttechnisch betrachtet – kriegsentscheidenden Punkte erklärt. Und das ist, ganz simpel, die Bilanzsummenreduktion der FED mit all seinen Konsequenzen.

      Die persönliche Vermögensplanung hängt von den persönlichen Vermögensverhältnissen, Einkommen, Familienstand und -Planung ab.

      Eine strategische Aktienquote sollte eine bestimmte Bandbreite haben, in der man sich bewegt.

      Ein Multimillionär wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht komplett aus Aktien aussteigen und Cash All in gehen

    • @ Sandro

      Wenn ich vor der Wahl stehe Prepper oder gar nich auf gar nix vorbereitet au sein …
      waehle ich Prepper.

      Doch darum geht es doch gar nicht. Die meisten,bis auf wenige Ausnahmen stehen unter dem Zwang, immer handeln zu muessen, aus Angst etwas zu verpassen undOder nicht genug abzubekommen.Kaufen,verkaufen nachkaufen, umschichten, rebalancieren,was es nicht alles gibt.Gewinne werden zum Grossteil sofort reinvestiert.Abgesehen davon,das dieses Hin und Her die Taschen leert wird aus Geiz auf Sicherungsmechanismen nahezu vollstaendig verzichtet.Das fuehrt dazu, dass jede Glueckstraehne irgendwann endet und wenn, dann die Verluste in aller Regel hoeher sind als alle zuvor erzielten Gewinne zusammen.

      @ Chris‘ Freund : Auch mal gar nichts tun, jedenfalls nicht immer etwas tun. Viele ETFs sind mittlerweise so Einzelwertelastig, das man gleich selbst Einzelwerte aussuchen kann.Vorndrans „ich kaufe immer regelmaessig,was draussen in der Welt passiert interessiert mich nicht „, das mag Jahrzehnte angesichts wegen der Ausnahmesituation funktioniert haben, laesst aber keine Rueckschluesse auf die Zukunft zu.
      Wenn man am Aktienmarkt investieren will und das halte ich durchaus fuer sinnvoll, dann wuerde ich jeweils meine monatlichen Sparbetraege sammeln und immer wieder in sehr schwachen Marktphasen, idealerweise natuerlich Crashs, aus diesem Geldbestand gestueckelt eintreten und nicht stumpfsinng jeden Monat.

      • „Die meisten,bis auf wenige Ausnahmen stehen unter dem Zwang, immer handeln zu muessen, aus Angst etwas zu verpassen undOder nicht genug abzubekommen.Kaufen,verkaufen nachkaufen, umschichten, rebalancieren,was es nicht alles gibt.Gewinne werden zum Grossteil sofort reinvestiert.Abgesehen davon,das dieses Hin und Her die Taschen leert wird aus Geiz auf Sicherungsmechanismen nahezu vollstaendig verzichtet.Das fuehrt dazu, dass jede Glueckstraehne irgendwann endet und wenn, dann die Verluste in aller Regel hoeher sind als alle zuvor erzielten Gewinne zusammen.“

        Früher habe ich teilweise diese Fehler gemacht.
        Ich habe meine Fehler eingesehen.
        Die Mehrheit schafft es nicht, eigene Fehler einzugestehen. Ist schlecht fürs Ego.

  34. Liebe Market-Timer in diesem Forum!

    Ja, es wird Korrekturen geben. Ja, es wird alles ein schlimmes Ende nehmen wie schon so oft. Wir wissen aber nicht, wann. Und, wenn die Korrektur da ist, wissen wir nicht, wann sie aufhört.

    Deshalb setze ich auf „time in the market“.

    Ansonsten setze ich längerfristig wie Raimund auf den Crack-Up-Boom. Da muss man auf jeden Fall dabei sein, sonst hat man nicht genug Kraft aufgebaut für die folgenden schweren Zeiten.

    Ich glaube nicht, dass wir derzeit in einer Phase sind wie 1929 oder 2000. Aus 1929 haben die Notenbanken hoffentlich gelernt und werden nicht wieder das Geld verknappen, wenn die Wirtschaft Unterstützung braucht. Und im Vergleich zu 2000 fehlt einfach die Euphorie am Markt und es fehlen die Golden Boys und die Fulltime-Zocker. Bis dahin ist es noch ein langer Weg.

    Ich glaube aber, dass wir nach der langen Aufwärtsphase seit 2020 ein Jahr lang konsolidieren werden. Es wird mächtig auf und ab gehen wie 1994. Und am Ende werden wir uns die Augen reiben und uns fragen, ob das alles die Aufregung eigentlich wert war.

    Sandro, ich begrüße, dass du Ken Fisher erwähnt hast. Er denkt in Börsenzyklen. Sein deutscher Partner Thomas Grüner spricht derzeit von der Spätphase des Bullenmarktes, die noch einige Zeit anhalten kann. Für 2022 rät er zur Geduld.
    https://www.gruener-fisher.de/media-archiv/spaete-dynamik.html

    Ich empfehle auch die neueste Kolumne von Robert Halver, in der er die gegenwärtige Geldpolitik und Konjunkturdynamik in einen sinnvollen Zusammenhang rückt.
    https://www.roberthalver.de/Der-Markt-unter-der-Lupe-311?news_id=1470

    Also: Regt euch ab, liebe Market-Timer, oder ihr werdet dieses Jahr noch einen Herzinfarkt erleiden. Einmal wird der Markt euch recht geben und dann wird er wieder gegen euch laufen. Und am Ende habt ihr vielleicht sowohl beim Auf wie beim Ab Geld verloren.

    • @ Aries Eeberg

      “ … setze ich längerfristig wie Raimund auf den Crack-Up-Boom. Da muss man auf jeden Fall dabei sein … “

      Was ist Dein Plan?

    • @ Aries Eeberg

      „Ja, es wird Korrekturen geben. … Wir wissen aber nicht, wann. Und, wenn die Korrektur da ist, wissen wir nicht, wann sie aufhört.“

      Die Meisten koennen es nicht dawarten

  35. „Wenn“… die Wirtschaft jährlich weiter gut wächst, die negative Realverzinsung hoch bleibt, die Politik unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht runiert „dann“…glaube ich ist DAX 50000 Anfang des nächsten Jahrzents/Ende dieses Jahrzents wahrscheinlich.

    • Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sinkt sukzessive. Einfach nur das Ranking anschauen und einen 10 Jahres Vergleich anstellen. Oder asiatische Hochschulabsolventen mit den hiesigen vergleichen. Wirtschaftswachstum entsteht durch Fleiß.

      • Naja kann man ja weiter beobachten. Entscheidend ist f. mich wie entwickelt sich jeweils der Gewinn pro Aktie. Dafür gibt es ja ab einer bestimmten Größe sogar Quartalsabschlüsse. Das ist mir objektiv konkreter als allgemeine Beurteilungen.

  36. Erinnere mich an Zeiten als der DAX noch bei 1000 stand und einige „Experten“ ihn f. völlig überbewertet hielten. Aktuell ist der DAX im Verhältnis zum Rentenmarkt extrem unterbewertet, was eigentlich jeder der die vier Grundrechenarten beherrscht leicht nachrechnen kann.

    • @ Peter Czeck

      Dein Vergleich ist interessant.
      Wie beurteilst Du die aktuellen Buchwerte der Dax Members im Vergleich zu denen seinerzeit im 1000 Punkte Dax? Und – wie hat sich nach Deiner Einschaetzung der Anteil des enthaltenen Goodwill seitdem veraendert ?

      • Entscheidend ist vorrangig das Verhältnis zwischen Aktien- u. Rentenmarkt. Der Buchwert kommt erst bei einer Rezession mit Crash ins Spiel.

        • @ Peter Czeck

          Verstehe, welche Kriterien sind Dir darueber hinaus bei Deiner Aktienauswahl wichtig?

  37. @ Peter Czeck

    Derselbe Halver, der zuletzt dringend angemahnt hat, die EZB muesse sofort die Zinsen erhoehen.

    Zur Beurteilung, ab wann die FED mit wieviel Milliarden p.m. startet, ab wann undOder wie oft diese Volumina verdoppelt werden sind bis zu Jays Mitteilungen allein die Statements der Mitglieder relevant und nicht vage Vermutungen von Halver und Kollegen …

  38. @ Peter Czeck

    “ … wenn … einige Milliarden vorübergehend eingezogen … “

    … wenn … einige … und … voruebergehend … sagt WER ? (Quellenangabe erbeten, waere hilfreich)

    • Ich halte es für am wahrscheinlichsten, daß die Fed die weitere Entwicklung abwartet und sich erst angepasst an den Geschehensablauf… Arbeitslosenzahlen, Inflation, Wirtschaftswachstum entscheidet. Deshalb hat sie sich auch noch nicht so richtig konkret geäußert.M.E. wird sie sich nach den Erfahrungen in der Vergangenheit f.einen Kurs entscheiden, der die Wirtschaft nicht abwürgt. Wie Lies hier einmal zutreffend ausgeführt hat hängt ja auch die Alterssicherung in USA wesentlich vom Aktienmarkt ab. Eine Rezession wird die Fed nicht riskieren, denn sie ist ausdrücklich auch dem Arbeitsmarkt verpflichtet. Jeder muss den wahrscheinlichsten Ablauf für sich selbst einschätzen. Davon unabhängig ist die Frage wie Europa u. Asien vorgehen. Wg. der Südländer u. Frankreich erwarte ich f. Europa eine noch zurückhaltendere, vorsichtigere Vorgehensweise.

  39. @Lies

    Ja, die Rotation hat schon begonnen, aber in meinen Augen eben erst begonnen…

    Hast du mal die BASF Performance letztes Jahr gesehen, obwohl sie 3x in 2021 die Prognose erhöht haben… es war einfach nicht Hipp und das Geld floss in völlig überteurte Techs…

    Wenn Geld wirklich in größerem Stil umgeschichtet wird, dann kommen gewisse Titel ins Laufen, denke ich…

    Bei Unsicherheiten und Volatilität wird eher in defensive Titel wie Pharma umgeschichtet… eine Bayer auf dem Niveau, Glyphosat hängt doch jedem schon extrem zu den Ohren raus… wenn nicht Bayer selbst noch ein schwarzen Schwan um die Ecke bringt… Lass nur mal den Supreme Court in USA sich der Sache annehmen, egal wie mal die Entscheidung dann mal irgendwann ausgeht… aber gleich abgelehnt sich dieser Sache anzunehmen, haben sie auch nicht… das ist schon positiv zu werten. Die Weltbevölkerung wächst weiter, Landwirtschaftsfläche sinkt, Klimawandel gefährdet Ernten… Bayer ist einfach in Zukunftsfeldern unterwegs und das zu diesem Kurs… ich mag das Unternehmen selbst gar nicht mal so, ich bin aber im Bayer, um Geld zu verdienen.

    Sicher ist Stahl schon gut gelaufen, aber die Lieferengpässe bewirken doch einen enormen Stau in der Industrie, dazu die Infrastrukturausgaben, Energiewandel – irgendwo muss der Stahl der Windräder auch herkommen… schau dir mal die Bilanz von ArcelorMittal an, die Milliarden, die sie in Aktienrückkäufe 2021 steckten, wie sie sehr zügig ihre Schulden abbauen und selbst wenn die Preise etwas zurückgehen, sie bleiben hoch und werden vermutlich auch in den nächten Jahren sogar höher bleiben, als mancher denkt… ich denke ArcelorMittal wird auch 2022 viele Milliarden scheffeln.
    KlöCo… nur ein Händler, aber immer mehr digitalisiert, dadurch extrem Kosten gesenkt und auch wenn sie natürlich sehr deutlich dieses Jahr einen Gewinnrückgang zu 2021 sehen werden, aber wo ist die Aktie denn 2021 gelaufen… in meinen Augen ist der Markt viel zu pessimistisch wegen eines Stahlpreisverfalls… KlöCo hat eine ca. 10 Prozentige Divirendite zum aktuellen Kurs…

    Daimler hatte ich mal, bereits verkauft, obwohl ich auch für die Autowerte nicht pessimistisch bin… momentan habe ich aber nur VW im Depot.

    Sicher kann ich mit vielem dieses Jahr auch falsch liegen, aber wie ich mich positioniert habe, fühle ich mich momentan wohl… ob ich richtig liegen werde, wird man sehen.

    Einzig meine E-Commerce Dinge leiden ziemlich, da denke ich aber, auf dem aktuellen Niveau könnte vieles eingepreist sein, denn eines ist für mich klar… Corona hin oder her, der Siegeszug vom online-Handel gegenüber zum stationären Handel wird weitergehen.

  40. Übrigens: Im wesentlichen Zeitraum des letzten Fed-Bilanzschrumpfungsversuchs (Frühjahr 2018 bis Spätsommer/Herbst 2019) waren beim ca. S&P500-Index 10% Gewinn drin, trotz zwischenzeitlichem Einbruch Ende 2018. Hinzu kam ca. 10% Währungsgewinn gegenüber dem Euro, wenn man im US-Dollar bzw. in US-Titeln investiert war. Nicht schlecht! Kostolany wird sich im Grab herumdgedreht haben.

    Grafik: Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses und Entwicklung des S&P500-Indexes im Zeitraum 01.01.2018 – 01.01.2020

    • Hallo Sandro, danke für diese Betrachtung. So ähnlich stelle ich mir dieses Jahr vor. Vielleicht mit mehr Auf und Ab.

      Zur Positionierung verweise ich auf das sehr rational abwägende Interview mit Bert Flossbach. Quintessenz: Die Übertreibungen in den Bewertungen einiger Aktien reduzieren sich. Anleihen sind kein sinnvolles Investment. Hoher Aktienanteil mit inflationsresistenten Value-Werten.
      So ähnlich bin ich derzeit auch aufgestellt. Für die Value-Komponente halte ich ETFs von Franklin.
      https://www.flossbachvonstorch.de/de/newsroom/

      • @ Aries Eeberg

        Das hat, wenn ueberhaupt lediglich Unterhaltungswert.
        Da ist einer, der muss moeglichst lange, moeglichst viel Vermoegen verwalten, Bueromieten, Personal, so er darueber verfuegen sollte, alle Kosten laufen weiter und leben muss der Guteste auf noch … Ja mei …

        • @ Lies Land

          Es ist aber gute Unterhaltung! Und ich halte Bert Flossbach für seriös und kompetent. Natürlich muss man immer im Auge haben, dass er hier auf dem eigenen Informationskanal zu seiner Kundschaft redet.

    • @ Sandro

      Die Maerkte haben bisher kaum reagiert, weil fast alle Teilnehmer und die meisten Teilnehmer noch nichts ueber den Umfang der monatlichen Bilanzreduzierung mitgeteilt haben und ob diese ohne zeitliche Begrenzung durchgefuehrt wird.
      Der Markt kann nichts einpreisen,was er nicht weiss.Die Bilanz wird irgendwann ab der ersten Zinserhoehung heruntergefahren.Das weiss er.
      Die meisten Leute gucken zurueck und meinen easy going …
      Die Meisten liegen falsch

      • Schau doch einfach mal in der Vergangenheit nach, wie sich Zinserhöhungen ausgewirkt haben. Zinserhöhungen alleine sind auch nicht gleichzusetzen mit „Bilanzverkürzung“. Schau z. B. mal, was die Aktienmärkte machten, als von Januar 1994 bis Mai 1995 die Fed die Zinsen massiv erhöhte. Wie haben sich die Aktien in den Folgejahren entwickelt? Ich wette, es gab jede Menge Crashpropheten schon 1994. Aber wann kam ein Crash?

        • Oder auch was von 2004 bis 2007 passierte.

  41. @ Raimund Brichta

    Ziehen wir doch einmal unseren guten Menschenverstand zu Rate.
    Ein Virus verbreitet sich rund um eine weitgehend ungeimpfte Menschheit.Der reiche Teil lehnt es partout ab auf seine uneingeschraenkte Mobilitaet zu verzichten.Der arme Teil kann sich nicht permanent impfen lassen.Alle weigern sich einfach mal nur fuenf Jahre staendig mit Maske rumzulaufen.In der logischen Folge treten weitere Mutationen auf. Mal verbreiten sie sich schneller und sind weniger ansteckend.Und – wir koennen die Uhr danach stellen, wann wieder mehr toedlichere Versionen auftreten und irgendwann ist eine dabei, die noch viel ansteckender und gleichzeitig noch viel toedlicher ist.Das ist nun mal so, so wir wie Menschen uns verhalten.Hier geht es nicht um WuenschDirWas oder was wuenschenswerterweise eintreten sollte, sondern um das was wahrscheinlich stattfinden wird.

    • Andere Virus-Experten, die auch im NZZ-Artikel zitiert werden, setzen ebenfalls ihren gesunden Menschenverstand ein und sagen: Ein Virus hat das Ziel, in möglichst viele Wirte zu gelangen und möglichst lange zu überleben. Unter dieser Voraussetzung erscheint es durchaus plausibel, dass Virusvarianten mit der Zeit noch ansteckender werden (wie Omikron), aber gleichzeitig weniger Wirte zu töten (wie Omikron).

      Aber bitte lass‘ uns hier darüber nicht weiter diskutieren. Lass‘ uns lieber über Themen sprechen, bei denen wir unsere eigenen Argumente einbringen können und uns nicht ständig hinter irgendwelchen Experten verstecken müssen.

    • Klar kann sich eine Virusmutation entwickeln, die uns alle dahinrafft. Aber dann ist’s auch wurscht. Schade um die Verkaufsoptionen Lies…da nützt dann die lange Laufzeit auch nix mehr.

  42. @ Andreas B

    Bevor Bayer nicht vollumfaenglich alle Risiken, auch solche. die in der Zukunft noch eintreten koennten in seine Bilanz eingestellt hat, dies setzt natuerlich voraus das alles Richter alles bis in die letzte Instanz abgesegnet haben, ist diese Aktie Bayer ein Pulverfass. Riskanter als jeder lang laufende Dax Call.

  43. @ Raimund Brichta

    „… dürfte es … ein holpriges Börsenjahr werden …“

    Der Januar ist noch nicht ganz vorueber und schon wieder hast Du scheinbar voll ins Schwarze getroffen. Du hast recht, holprig wird es im Rueckblick schon mal gewesen sein.Egal, was sonst noch so passiert in 2022.

    • In der Tat gibt es schon jetzt eine Parallele zum Start des Holper-Stolper-Jahres 2018: Damals fiel der S&P im Zuge seines Februar-Minicrashs auf die 200-Tage-Linie zurück. Dort prallte er erst mal ab, um sich später eine Zeitlang an der Linie entlang zu hangeln.

      Der Rückfall ist jetzt erfolgt. Der Hund ist also wieder beim Herrchen – zum ersten Mal seit langer Zeit.

      • Ein bisschen anders laufen als in 2018 sollte es schon.Die Teilnehmer haben haben sich mit Iher Einschaetzung hinsichtlich gaenzlich anderer Voraussetzungen als in 2018 fuer die Bilanzreduzierung schon mal verbal in Stellung gebracht.Der Iwan muss bis spaetestens Fruehlingsanfang anfangen die Ukraine zu ueberrennen.Andernfalls ist der Ukrainer nicht nur bis an Zaehne bewaffnet mit „Abwehrwaffen“, sondern weiss auch noch genau, wie die funktionieren.Auch muesste Iwan auf den kommenden Winter verschieben, weil er sonst im Schlamm und Matsch stecken bliebe.Im Maerz hat Jay nicht nur den Zins raufgesetzt,sondern im Zuge dessen gleich mal die Volumina der Bilanzrueckfuehrung mitgeteilt.Die Berichtssaison ist bis dahin vorbei.Nicht nur dass die Gewinne nicht gestiegen sind.Gleich geblieben sind sie auch nicht ueberall,gefallen wie sich schon gezeigt hat.
        Derweil sassen die paar ganz ganz grosseen Big Boys zusammen, die richtigen Market Maker und nach dem Motto, lass uns doch mal wieder richtig risikolos Kohle machen.Schwuppdiwupp is der Exit Knopf gedrueckt.
        Das ist gesund.Der Markt muss durchatmen,sich mal setzen und nicht nur so tun als ob. Bis ein Kurslevel erreicht ist,welches Einstiegschancen bietet, die ueber einem Fifty fifty Joker liegen.

        • 2022 wird vermutlich nicht parallel zu 2018 verlaufen. Trotzdem könnte es noch weitere Parallelen geben. Stay tuned!

      • Ich würde sagen, wir sind drunter. 😉 Die Märkte scheinen sich gerade auszukotzen. Hinzu kommt wegen Ukraine auch eine politische Börse.
        Die Frage ist, wie weit kann es noch runtergehen? Bzgl. Corona konnte die Tiefe des Falls damals auch niemand erahnen. Aber die Frage nach ersten Nach-bzw. Zukäufen stellt sich.
        Eine Frage hätte ich an Raimund. Könnte es künftig in einigen Jahren dazu kommen, dass die Notenbanken trotz hoher Inflation aufgrund des fortgeschrittenen kritischen Stadiums unseres Geldsystems die Zinsen gar nicht mehr erhöhen können und die Inflation dann in Kauf nehmen (müssen)?

        • 1. Kurzfristig sieht es nach einem Freitags/Montags-Ausverkauf aus. In solchen Sell-offs kann die 200-Tage-Linie auch deutlich unterboten werden. Aber ein schneller Rebound an diese Linie wäre ebenfalls keine Überraschung. Ganz klassisch wäre zum Beispiel eine Erholung im Zuge eines Turnaround-Tuesday. Stay tuned!

          2. Im Zuge eines Crack-up-Booms schließe ich das nicht aus. Zumindest werden sie die Zinsen u. U. nicht so stark erhöhen können, wie es nach althergebrachter Inflationsbekämpfung angezeigt wäre. Andererseits könnten im Zuge einer geldpolitischen Straffung die Inflationsraten auch mal schnell zurückgehen, selbst wenn es nur vorübergehend ist.

          • @ Raimund Brichta

            Das wissen die Teilnehmer. Auch aus diesem Grund befuerworten die Teilnehmer das mehr ueber die Bilanzverkuerzung als ueber Zinserhoehungen zu regeln.

          • Welche Teilnehmer meinst Du? Und was wissen die bereits?

        • @ Bernd Schulze

          Sollte dieser Fall eintreten, dann waeren erste Parallelen zu den Ereignissen in der Tuerkei zu erwarten.
          Nominal hoeheren Aktienkursen stuenden exponentiell gefallene Devisenkurse gegenueber. Alle waeren viel aermer als vorher.
          Das sollte sich der hartgesottenste Aktienfan nicht einmal in seiner Vorstellung wuenschen …

          • Ich glaube, der Vergleich hinkt.
            Die türkische Lira fällt exponentiell gegenüber Dollar und Euro als Weltleitwährungen. Ich glaube nicht, dass man das vergleichen kann. Da die Geldsysteme letztlich überall auf der Welt gleich funktionieren, ggü. welcher Währung sollte der Dollar denn dann fallen?

        • „Ganz klassisch wäre zum Beispiel eine Erholung im Zuge eines Turnaround-Tuesday.“

          Na bitte, heute Abend sieht es ganz danach aus, als ob es klassisch werden könnte.

          • Tja, ich glaube allerdings, dass zunächst noch etwas Luft abgelassen werden muss aus den Nasdaq-Werten. Aber vielleicht können sich Qualitätsaktien solange zumindest halten.

  44. @ Raimund Brichta

    Ich meine FOMC Meeting Teilnehmer der letzten Sitzung. Ob es fast alle, ( Nur“Teilnehmer“ waren es sicher nicht ) oder mehrere waren und Naeheres zu Deiner Frage geht aus dem Protokoll hervor. Dessen Inhalt kennst Du sicher besser auswendig als ich.

    • Danke für die Beantwortung meiner ersten Verständnisfrage. Offen bleibt noch Frage Nr. 2: Was wissen die Teilnehmer bereits, wie du schreibst?

  45. @ Bernd Schulze

    Auch eine Weltleitwaehrung kann schweren Schaden nehmen.Erinnern wir uns an den Wertverfall des US Dollar zur D Mark.Unter anderem auch die Einfuehrung des Euro hat diesen Prozess unterbrochen.
    Waehrungen stehen in einem permanenten Wettbewerb untereinander.Kapital ist fluechtig.So der Chinese es anders loesen sollte, dann haben wir eine neue (zusaetzliche) Leitwaehrung.Faellt der EZB etwas signifikant Besseres ein, wuerde der Euro diese Funktion zu einem groesseren Teil uebernehmen.

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