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Das war’s!

12. Oktober 2015 - Raimund Brichta in Allgemein | 48 Kommentare

„Das war’s!“ So lautete bereits vor einem knappen Jahr die Überschrift zu einem Börsen-Kommentar von mir. Darin bescheinigte ich dem DAX, dass er sein Jahrestief 2014 im Oktober gesehen haben dürfte und vermutlich zu einem neuen Aufschwung ansetzt.

In diesem Jahr wähle ich die gleiche Überschrift fast zur gleichen Zeit! Okay, diesmal fiel die Korrektur noch heftiger aus: minus 24 % von der Spitze im Vergleich zu minus 16% im vergangenen Jahr. Aber ansonsten ähnelt sich das Bild.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem panikartigen Ausverkauf im August zu. Das Tief vom Montag, dem 24. August, zeigte für mich schon damals wesentliche Züge eines markanten Tiefs. Ein solches Paniktief hat in der Regel längere Zeit Bestand. Bereits am Freitag davor war die Stimmung so schlecht, dass ich mich in der Telebörse zur Einschätzung hinreißen ließ: „Am Montag könnte es noch einen Ausverkauf geben, aber danach dürfte das Schlimmste fürs Erste überstanden sein.“

Das brachte mir zwar den Vorwurf eines Zuschauers ein, ich wäre „naiv“ (http://www.diewahrheituebergeld.de/ich-halte-herrn-brichta-fuer-naiv/), aber als erfahrener Börsenhase lasse ich mich davon nicht beirren. Letztendlich erwies sich die Einschätzung als Volltreffer. Umso mehr, als besagtes Tief dann Ende September noch einmal erfolgreich getestet wurde.

Seit diesem Test ziehen sich die Börsenbären immer mehr zurück und geben Ihre Wetten auf weiter fallende Kurse auf. Gleichzeitig sind zunehmend Käufe der „starken Anlegerhände“ zu beobachten. Aus beidem ergibt sich ein ideales Umfeld für eine substantielle Kurserholung im letzten Quartal des Jahres – in einer Jahreszeit, die saisonal ohnehin sehr günstig für steigende Kurse ist.

Sollte sich der DAX demnächst nachhaltig von der 10.000-Punkte-Marke nach oben absetzen, dürfen Sie getrost auch weiter nach oben schauen. Dann sehe ich die 12.000er-Marke zum Jahreswechsel oder zum Frühjahr 2016 wieder als erreichbar an.

Alles Weitere dann von mir, wenn es so weit ist.

Ach ja, auch das will ich nicht verschweigen: Anfang August war ich zu voreilig, als ich das Ende der Korrektur schon kommen sah (http://www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Dax-wieder-auf-Rekordkurs-article15684791.html) Das gebe ich unumwunden zu. Besser wäre es gewesen, zwei Monate länger zu warten. Künftig werde ich also geduldiger sein und mich erst wieder aus der Deckung wagen, bis stärkere Signale vorliegen – so wie jetzt.

Das verspricht Ihr
Raimund Brichta

48 Kommentare

  1. Kaum ruft der Herr Brichta „das war’s“, schon plumpst der Dax fast 2 Prozent.
    Wie auch bei seiner letzten Vorhersage erweisst sich der Herr Brichta als der beste Kontraindikator ….

    • Habe mir schon gedacht, dass Sie das gegen mich verwenden 😉 Allerdings gehören auch schwächere Tage zu einer solchen Phase, das ist doch logisch. Hauptsache ist, dass das August-Tief hält.

      Übrigens: Wenn Sie mich in der Vergangenheit stets als Kontraindikator verwendet hätten, hätten Sie meistens leider daneben gelegen 😉

  2. …und wenn sie das nächste Mal geduldiger sind, auf stärkere Signale warten und 2 Monate mehr ins Land gehen, werden Sie wahrscheinlich zu spät zum Aktienkauf raten.
    So ist das mit dem Timing, es ist reine Glückssache.
    Wirklich erfahrene Börsenhasen wissen das…

    • Timing ist schwierig, da gebe ich Ihnen recht. Aber ich mache glücklicherweise nicht SO kurzfristige Prognosen, dass ein-zwei Monate etwas ausmachen würden. Diesmal zum Beispiel geht mein Zeithorizont bis ins nächste Frühjahr.

  3. Ist das jetzt so eine Art Bauchgefühl? Woran machen Sie das fest? Ist Ihnen der Heilige Geist der Börse in den Kopf gefahren? Ich würde nach diesem Gefasel von „könnte“ und „würde“ niemals mein Geld anlegen – auch wenn die Chance 50:50 steht, wie Sie selbst wissen. Sie sind nicht besser als ein wahrscheinlich bestbezahlter Leoni-Analyst, der vor wenigen Tagen die Aktie mit dem doppelten (!!!) Wert einstufte, den sie jetzt hat. Na gut, der Dax wird nicht um die Hälfte einbrechen, aber verantwortungslos ist dieses Gerede allemal!

    • Hahahah, ich amüsiere mich köstlich darüber, lieber Caravaggio. Wenn Sie die wesentlichen Signale, die ich im Text erwähnt habe, überlesen haben, sollten Sie vielleicht mal Ihren Optiker zu Rate ziehen 😉

      In einem gebe ich Ihnen jedoch recht: Sie sollten NIEMALS IHR GELD ANLEGEN, NUR WEIL SIE IRGENDEINE BÖRSENEINSCHÄTZUNG LESEN!!!! Das ist im Übrigen selbstverständlich. Für sein Handeln ist an der Börse jeder selbst verantwortlich.

    • Lieber Herr Caravaggio, ich stimme ihnen voll und ganz zu. Das ganze ist nur noch absurd, diese Analysten Kommentare. Vor zwei Wochen sahen super Experten die Kali und Salz Aktie in der spitze bei ,der beste lag bei 77 Euro.Das muss man sich mal wirklich angucken, schlimmer als bei Grimms Märchen. Das ganze ist eine einzige Farce. Aber, Herr Brichta wischt das alles weg……

      • Ich habe doch nicht die Kritik an den Analysten-Prognosen weggewischt, lieber Laie. Auch ich amüsiere mich darüber schließlich oft genug. Ich habe nur Caravaggios irrige Behauptung weggewischt, dass ich meine Einschätzung zum DAX nicht begründet hätte. Das stimmt nun mal nicht und deshalb musste es von mir richtiggestellt werden.

  4. Lieber Herr Brichta,
    Ihr unverwüstliches Vertrauen in die Börsen finde ich zwar gut aber zzt. nicht angebracht! Durch die sog. „Geldschwemme“ haben zwar viele Großanleger viel Geld machen können und auch noch machen aber die „normalen“ Menschen haben sich aufgrund dieser Geldschwemme zwischenzeitlich so verschuldet (Hausbau,Urlaub, Auto-/Konsumkauf etc.), dass nicht mehr Geld für weitere Ausgaben übrig sein dürfte; sprich: die Nachfrage des Konsums wird zurückgehen. Dazu kommen immer mehr Nachrichten über Entlassungen von Firmen etc.
    Ich prognostiziere: Der DAX steht Anfang Januar 2016 bei 8.900 Punkten (nach der Bereinigung der Bücher von Fonds usw., die ihren Kunden ja gute Arbeit nachweisen müssen!).

    • Kommentare wie der Ihrige erfreuen mich sehr, lieber Herr Schneider. Ich habe mir sogar gewünscht, dass möglichst viele anderer Meinung sind als ich. Wenn ich hier nur auf Zustimmung stieße, würde ich mir Sorgen machen, denn dann wäre die Stimmung schon wieder viel zu gut für eine Erholung.

      In diesem Sinne bin ich also gespannt darauf, wie viele Leser mir noch widersprechen werden.

  5. Bis zum Augusttief sind es aber noch gute 5 Prozent. Charttechnisch werden auch Ziele bei 8.500 genannt. Das wäre jetzt dann aber deutlich zu früh zum einsteigen/nachkaufen.

    • Über Kauf oder Verkauf entscheidet jeder selbst, lieber Herr Göllner. Da mische ich mich nicht ein. Ich gebe hier ledilich meine Einschätzung zur Börsenverfassung wieder.

      Und was das August-Tief anbelangt, so ist es doch gerade das ermutigende Signal, dass dieses Tief Ende September noch einmal erfolgreich getestet wurde (siehe meine Kolumne). Das heißt, es sollte jetzt nicht noch ein weiteres Mal getestet werden.

  6. Also, wenn Sie da mal nicht völlig daneben liegen mit ihrer Einschätzung.
    Stichwort Zinserhöhung und ähnliche aus dem Ruder gelaufene Indikatoren.
    Die 12.000er Marke ist in sehr weiter Ferne.

    • Sehr schön, lieber Hans Wurst. Ihren Kommentar werte ich als Widerspruch, und das ist gut so (siehe meine Antwort an K. Schneider).

  7. Mich würde ja stark interessieren, wie es zu der Theorie kommt.
    Gegen eine Erholung, vor allem im Hinblick auf den Dax spricht ja einiges.
    – Starke Dominanz von KFZ Werten und deren Zulieferern – VW ist hier nur die Spitze des Eisberges und alle wissen es. Was wird passieren wenn hier mal weitere Hersteller ins Kreuzfeuer geraten?
    – Anscheinend schwächere Nachfrage in China – Die immer weiter ausgebauten Kapazitäten von oft mittelständischen Lieferanten könnte hier durchaus auch „Fremdkapital“ in den Firmen vernichten und einige in Schiefstand bringen
    – Weiterhin keine vorhandene Ethik in Finanzsektoren
    – Mehrere Krisenherde die sehr schnell Auswirkungen auf Rohstoffpreise mit sich bringen können
    – Massiv fallende Innovationskraft deutscher Titel
    und letztlich:
    – das deutlich zu erkennende Scheitern staatlicher Kapitalmaßnahme (Geldflut) zu sehen an den Reaktionen auf die bloße Andeutung von Zinssteigerungen oder Geldspritzenvolumensreduzierung

    Wir haben weiterhin keine Gründerkultur in Deutschland etabliert, die Innovationen im Land halten würde und so nachhaltig für wirtschaftliche Stärke sorgen könnte.
    In vor allem großen Unternehmen herrscht weiter eine Struktur von Totschweigen um nicht negativ aufzufallen und dementsprechend eine vollständig angestaubte Struktur. Hier wurden Hausaufgaben nicht gemacht und wenn man noch so oft von „flachen Strukturen“ „innovativem Arbeitsklima“ spricht herrscht weiterhin Excel und keine Vernetzung. – Diesen Unternehmen sprechen sie ein nachhaltiges Wachstum zu?

    • Auch Ihren Kommentar werte ich als Widerspruch und damit als Bestätigung meiner Erwartung im Sinne des Contrarian-Ansatzes (siehe auch meine Antwort an K. Schneider).

      Und was all Ihre fundamentalen Argumente betrifft: Sie spielen an der Börse nur eine untergeordnete Rolle, weil es in erster Linie die Massen-Psychologie ist, die die Kursentwicklung bestimmt. Es kommt also eher darauf an, wie solche Argumente, die Sie vorbringen, in den Köpfen der Anleger verarbeitet werden.

  8. Sehr geehrter Herr Brichta,

    haben Sie das Gefühl, also ich habe es, dass die Kurse sich immer weiter von der realen Wirtschaft abkoppeln? Mein Verstand sagt, die Kurse müssten sinken, aber durch das Gelddruckprogramm der EU, Japans und sicher auch bald der USA, werden die Kurse steigen scheint die Logik der Börsianer.

    • Das Gefühl habe ich derzeit ganz und gar nicht, lieber Herr Rothe. Der beste Indikator dafür ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis: Es liegt im DAX momentan zwischen 12 und 13. Das zeigt, dass sich die Kurse überhaupt noch nicht von der Realität (= den Gewinnen) entfernt haben.

      • Vielen Dank Herr Brichta, ich habe nur die Bedenken, dass es mit den Gewinnen bei einem steigenden Euro nicht mehr ganz so rosig aussieht, andere Faktoren wie sinkender Export nicht einmal berücksichtigt. Dann ist das mit dem KGV eventuell auch ungünstiger.
        Ich schaue seit Jahren n-tv und Ihre Moderation gefällt mir sehr, das nur am Rande.

        • Klar kann der Euro steigen, aber wir hatten in den vergangenen Jahren bei einem höheren Euro ein noch niedrigeres DAX-KGV.

          Soll heißen, das KGV entwickelt sich unabhängig vom Kurs des Euro zum Dollar. Es verläuft vielmehr selbst in immer wiederkehrenden Zyklen:

          Tendenziell hohe KGVs (von 20 und mehr) gibt es in Übertreibungsphasen wie Ende der 90-er Jahre. Dann – aber erst dann – haben sich die Kurse tatsächlich „von der Realität entfernt“.

          Tendenziell niedrige KGVs (von 10 und weniger) gibt es in Untertreibungs- und Krisenphasen wie in der letzten Finanzkrise.

          Dazwischen gibt es die Übergänge von einem Zyklus zum nächsten. Und in einem solchen befinden wir uns gerade.

          Wir kommen aus einem Untertreibung-Zyklus mit KGVs von unter 10 heraus und streben dem nächsten Übertreibungszyklus mit KGVs von 20+ entgegen. Das alles sind aber Entwicklungen, die sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, erstrecken.

          Im Frühjahr zum DAX-Rekord lagen wir bei einem DAX-KGV von 15, was auch längst noch keine Übertreibung war, sondern lediglich dem langfristigen Durchschnitt entsprach. Jetzt nach der Korrektur liegen wir wieder bei 12.

          Also alles im grünen Bereich. Übertreibung sieht anders aus.

          • Vielen Dank Herr Brichta für die ausführliche und vor allem nachvollziehbare Antwort.

  9. Was wäre denn ein gutes Investment um den Dax abzudecken?

    • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich keinerlei Anlageempfehlungen gebe, sondern hier nur meine Einschätzungen wiedergebe.

      Aber den DAX deckt man am besten mit eine DAX-Indexfonds (ETF) ab. Sie sollten noch darauf achten, dass dieser voll repliziert, d. h. tatsächlich in die DAX-Aktien investiert, und nicht nur versucht, die DAX-Entwicklung mit Hilfe von Swap-Geschäften abzubilden.

      Einen solchen Fonds finden Sie im Musterdepot auf dieser Seite 😉

  10. Ob Sie nun richtig liegen oder nicht, zeigt die Zukunft. Sie haben aber eine klare eigene Meinung geäußert, diese begründet und das finde ich gut. Die meisten prognostizieren entweder fallende, gleichbleibende oder steigende Kurse. Damit liegen diese „Analysten“ leicht im Vorteil. 🙂

    • Wer lesen kann wie Sie, lieber Herr Kraushaar, ist klar im Vorteil. Sie haben nämlich meine Begründungen erkannt, Leser Caravaggio (siehe oben) hat da nix gesehen 😉

  11. Sehe ich auch so. Die 12000 werden in Kürze wieder erreicht.

    • Hoffentlich stimmen mir nicht noch mehr Leute zu, lieber Herr Bäumer. Dann müssten wir beide uns nämlich echt Sorgen machen 😉

  12. Mit Verlaub, Herr Brichta, ich mag Ihre Moderationen sehr (sie haben eine gewisse Leichtigkeit). Aber wir beide wissen, der Markt unterliegt unberechenbaren Schwankungen… Jetzt zu sagen, die Korrektur wäre vorüber „Das war’s!“ finde ich sehr kühn. Ich wünsche Ihnen, es bliebe so! Sollte die FED an der Zinsschraube drehen, noch in diesem Jahr, werden die 9300 fallen. Was mich betrifft, ich freue mich über jede Bewegung. Nur dadurch lebt die Börse.

    Mit freundlichem Gruß

    • So ganz unberechenbar, wie Sie behaupten, ist die Börse nicht, lieber Herr Mosch. Nur deshalb konnte ich in den vergangenen 10 Jahren den DAX 7 mal richtig prognostizieren und lag nur dreimal daneben.

      Schauen Sie sich bitte auch mal meinen Kommentar von vor einem Jahr an, zu dem ich in der Kolumne verlinkt habe. Die Stimmung war damals ähnlich angeknackst wie jetzt, und trotzdem (oder gerade deshalb) ging’s anschließend nach oben.

      Richtig ist, dass man sich selbstverständlich nie sicher sein kann … aber sonst wär’s ja auch langweilig – oder?

      • „langweilig“? Niemals!!! Ich bin LONG (aber SHORT-Order ist gesetzt) Der Deutsche Markt ist im Moment sehr nervös (heute sehr gut zu sehen). Diese Nervosität ist gut für 500 Punkte nach oben und nach unten. Die “Angstindizes“ VDax und VIX beruhigen sich gerade im Moment. Was Ihre Prognose ja unterstützt. Ich persönlich denke, dass die Vorsicht weiter Gebot der Stunde für Anleger sein sollte. „An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil.“ André Kostolany 1906 – 1999

        • Das ist auch mein Lieblingsspruch von Kostolany.

          Die von Ihnen angesprochenen Zuckungen (500 plus/minus) interessieren mich weniger, weil ich nicht trade. Mir kommt es mehr auf den Trend an, der sich daraus ergibt. Und da werden die Zuckungen vielleicht doch wieder interessant: Auch sie sind nämlich oft ein Zeichen dafür, dass ein Richtungswechsel bevorsteht.

          Wenn nicht, gilt Kostolany wieder 😉

          • Ich lege mich jetzt fest. Ich denke, wir sind in einer Bärenrally. Wenn der DAX 10.600 Punkte überwinden sollte würde ich meine Meinung ändern. PS. jetzt kommen Sie mir nicht mit Whisky bitte nur Champagner.

          • Da setze ich nix dagegen. Wenn die 10.600 tatsächlich nicht genommen werden sollten, stimme ich Ihnen zu.

            Abwarten, denn die traditionell besten Monate des Jahres liegen noch vor uns. Sollte es der DAX in diesem saisonalen Umfeld wirklich nicht schaffen, wäre das ein unmissverständliches Zeichen.

          • Guten Abend Herr Brichta,

            Ihre Einschätzung war richtig. Ich hatte Unrecht.

            Hoffe sehr, auf einen weiteren Gedankenaustausch (zum Markt) hier an dieser Stelle!

            Beste Grüße

          • Gerne, schreiben Sie mir einfach, wenn Sie etwas loswerden wollen 😉

  13. Hallo Herr Brichta, Frage nach der Charttechnik: Könnte man den Chart von Mitte November 2014 bis heute nicht als Schulter-Kopf-Schulter werten? Warum redet niemand darüber?Wenn ja, dann hätten wir doch die große Gefahr, dass diese Formation unter ca. 9450 Dax-Punkten äußerst kräftig nach unten ausgelöst wird?!.. bis mindestens 8500? Bin noch nicht investiert, würde mich das aber knapp unter 9500 nicht wagen, obwohl die letzten kurzfristigen Trendwenden etwas unterhalb bei 9427 und später bei 9450 eingeleitet wurden. Es wundert mich, dass niemand darüber spricht, es könnte unter 9450 richtig nach unten durchbrechen. Herzliche Grüße!

    • Ich sehe noch keine S-K-S-Formation, lieber Salvatore. Dafür wäre es nötig, dass der DAX zunächst auf das von Ihnen genannte Niveau bei 8.000 bis 8.500 fällt, um sich danach wieder auf 10.000 aufzuschwingen. Letzteres wäre dann die rechte Schulter.

      Dabei würde es sich aber um eine längerfristige und größere Umkehrformation handeln, die im Anschluss weitaus tiefere Kurse als die von Ihnen genannten provozieren würde. Aber noch ist es ja nicht soweit 😉

      • Nö, missverstanden, schade, dass man hier keinen Chart einblenden kann.

        • Ich weiß schon, was Sie meinen: 10.000 linke Schulter und 12.000 Kopf … Aber es fehlt eben noch die rechte Schulter. Und diese bildet sich oft so aus, dass es vom Kopf aus erst mal kräftig runtergeht – unter das Schulterniveau (hier 10.000). Erst danach schwingt sich der Markt auf, um die zweite Schulter auszubilden (wieder auf 10.000) – und dann geht’s erst richtig runter. Hab ich alles noch beim alten Chart-Doc Hans-Dieter Schulz gelernt 😉

  14. Sehr geehrter Herr Brichta,
    es ist immer dieser Zeitpunkt. Schauen Sie sich doch mal die Jahrescharts der letzten 10 Jahre oder mehr an. Der September ist der schlechteste Monat ab dem 4-10 Oktober dann wieder der günstigste Einstiegszeitpunkt. Die sog. Börsengurus (vgl. Kostolany) verkaufen solche Weisheiten immer wieder von neuem.

    • Sie haben insofern recht, als dass diese Saisonalität tatsächlich eine wichtige Rolle spielt. Auf sie ist nicht in jedem Jahr Verlass, aber in vielen. Und genau deshalb hatte ich hier in diesem Blog vor kurzem geschrieben (sie können das nachkucken), dass die Bären nach meiner Einschätzung nur noch bis Mitte/Ende Oktober Zeit haben, um den DAX nachhaltig unter sein August-Tief zu drücken.

      Da der Test des Tiefs aber inzwischen erfolgt ist und zuungunsten der Bären ausfiel, gehe ich nun davon aus, dass diese Chance für dieses Jahr vertan ist. Deshalb schrieb ich meinen Börsenkommentar bei n-tv zu diesem Zeitpunkt.

      Ihren Verweis auf „Börsengurus“ und Kostolany verstehe ich an dieser Stelle nicht. Was meinen Sie damit?

      Freundlicher Gruß
      Raimund Brichta

      • Na Kostolany hatte dies schon länger erkannt und in seinen Büchern beschrieben. Ich habe mir eine Software erstellt die all dies zusammenfasst und quasi daraus Empfehlungen vergibt. Aber die Börse bleibt trotzdem unberechenbar wie auch er gesagt hatte, so etwas wie bei VW hat kein Anleger vorher sehen können.

  15. „Erfolgreich wird, wer in Unternehmen investiert, die weniger kosten, als sie Wert sind“. Ist doch mal ein schönes Zitat, , oder ???? Hochachtungsvoll

  16. “ Es ist ein Handel, auf Betrug gegründet, von Täuschung getragen, durch Listen, Schmeichelei, Fälschungen, unwahren Gerüchten und aller Art Blendwerk genährt“. Daniel Defoe….

  17. Ich bin überzeugt davon, solange sich die Einstellung gegenüber dem Eigentümer ( Aktionär) nicht grundlegend ändert, dem Respekt vor Geld, und wenn das streben nach Gewinn oftmals so negativ ausgelegt wird, solange wird die breite Masse der Bevölkerung vom echten Vermögenswachstum ausgeschlossen. Den, Grundlage jedes Vermögen ist Eigentum Eigentum und nochmal Eigentum!!!!!!! Hochachtungsvoll

  18. Lieber Herr Brichta, wäre es nicht mal Sinnvoll, anstatt hier immer über Charts zu diskutieren, mal das Verhalten von Vorständen bei Übernahmeangeboten am Beispiel von Syngenta R.Stahl und aktuell K+S zu durchleuchten?? Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr bekomme ich den Eindruck, das einige Angestellte ( Vorstände) des Unternehmens mehr den eigenen Interessen zu getan sind, anstatt sich um die belange der Eigentümer(Aktionäre) zu bemühen!!! Hochachtungsvoll

    • Man könnte natürlich noch so vieles Andere tun, lieber Laie. Aber da auch meine Zeit begrenzt ist, konzentriere ich mich hier darauf, unser Musterdepot samt zugehöriger Website ordentlich zu führen. Das ist schon Arbeit genug.

  19. Das war mal eine schöne (Börsen)Woche!!!!!!!!

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