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Das Zins-Match geht weiter

16. Dezember 2021 - Raimund Brichta in Allgemein | 9 Kommentare

Vor zwei Jahren gab es an dieser Stelle einen interessanten Schlagabtausch zwischen Daniel Bernecker und mir zu Geldpolitik und Zinsen. Ich hatte mir die Diskussion auf Wiedervorlage gelegt, weil sich Herr Bernecker damals bereit erklärt hatte, in 2 Jahren die Lage neu zu bewerten und zu sehen, wie weit die von ihm erwartete Zinswende bis dahin fortgeschritten sein würde.

Jetzt sind die zwei Jahre rum, und die US-Rendite liegt wie damals bei rund 1,5%. Die  Zinswende ist bisher also ausgeblieben.

Deshalb habe ich Daniel Bernecker angeboten, mit mir ein Zwischenfazit zu ziehen. Dabei möchte ich ihm diesmal den ersten Aufschlag überlassen. Er hat zugestimmt, und ich freue mich auf eine Fortsetzung unserer Diskussion.

Wer sich vorher noch mal einlesen will, kann das gerne unter folgenden Links in chronologischer Reihenfolge tun, wobei der 3. Link den Abschluss unseres damaligen Schlagabtausches darstellt.

9 Kommentare

  1. Mit Verlaub, das ist Schnee von gestern
    Jetzt geht es um etwas ganz anderes
    Was jetzt wirklich wichtig ist :
    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
    Wenn nicht jetzt, wann dann
    Wir haben tiefe Rezession und Boom im Zeitraffer erlebt, die naechste Rezessiion steht frueher als gedacht vor unserer Tuere
    Deshalb gilt es jetzt schnell die Zinsen zu erhoehen und schnell die Bilanzsumme zu verkuerzen

    • Ob die Zinswende doch noch kommt, ist alles andere als Schnee von gestern. Das ist ein Thema, das die Märkte bewegt. Zumal wir uns in der Neuauflage auf das konzentrieren werden, was vor uns liegt.

      Anders als Du äußere ich hier auch keine Wünsche, sondern versuche neutral abzuschätzen, was vermutlich passieren wird. Kein „wünsch dir was“ also …

      • @ Raimund Brichta

        Wer zuhoert ist klar im Vorteil

        Die selbst ernannte Eule Lagarde hat gestern mitgeteilt aus Ihrer „heutigen Sicht“ ist eine Zinserhoehung in 2022 unwahrscheinlich.
        Damit ist die (Hinter)tuere weit aufgemacht.
        USA,Japan,EZB u.a. beenden sowieso ihre Kaufprogramme im Maerz 2022.Schwellenlaender haben zum Teil bereits kraeftig an der Zinsschraube gedreht.Alle wollen durch dieselbe Tuere …
        Es riecht nach Bilanzsummenverkuerzung

        • Das ist interessant: In die Äußerung, eine Zinserhöhung 2022 sei unwahrscheinlich, interpretierst Du hinein, dass es nach einer Bilanzsummenverkürzung „riecht“? Ich möchte es den anderen Lesern und Leserinnen überlassen, dies zu bewerten. Vielleicht haben ja noch andere der Eule zugehört 😉

        • Lies, let it be

          • @ Peter Czeck
            „Lies, let it be“

            Mir liegt an der Betonung des „aus heutiger Sicht“ . Das sollte jeder, der hier mitliest verstanden haben.
            Es kann jeder Zeit alles passieren.Da ist absolut nichts, aber auch rein gar nichts auszuschliessen.

  2. Heim Brichta 0 : Gast Bernecker D. 0…..zweiter Aufruf!…..Aufschlag Bernecker

  3. Es werden die Notenbanken gezwungen sein, zumindest bis zum „großen Knall“, wenn es nötig ist, in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen zu kaufen und damit Anleihen in Bargeld umzuwandeln.

    Dadurch werden Anleihen und Bargeld gleichwertig und der Zins auf Anleihen wird sich langsam (auch unter schwankungen) in Richtung des Zins auf Bargeld reduzieren.

    • Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Irgendwann in einer der nächsten Krisen werden die Notenbanken nicht nur Anleihen, sondern auch Aktien aufkaufen – so, wie es die japanische Zentralbank schon seit 10 Jahren macht. Die Schweizerische Nationalbank macht es übrigens auch, wenn auch aus anderen Gründen.

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