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DAX-Ziel 8.150

19. Januar 2016 - Raimund Brichta in Allgemein | 10 Kommentare

Ich persönlich weiß nicht, wo die aktuelle DAX-Korrektur genau enden wird. Ich muss es auch nicht wissen, weil ich damit rechne, das Ende schon erkennen zu können, wenn es soweit sein wird.

 

Ich weiß nur, dass der Bereich 8.000 bis 7.500 das maximale Korrekturpotential darstellt. Allein deshalb, weil sich für den DAX darunter noch ein viel größeres Problem auftäte.

 

Mein Partner Volker Schilling weiß dagegen, bis wohin der DAX noch geht. Und er schreibt es heute – in der neuen Ausgabe seines Fonds-Analyst.

Dazu seine Ankündigung:

Liebe Leserinnen und Leser,

der aktuelle Fondsanalyst sagt Ihnen ganz deutlich wo die aktuelle Daxentwicklung landen könnte: 8150 Punkte!
Wie kommen wir auf dieses Zahl? Die Seite 1 in der aktuellen Ausgabe verrät es Ihnen. Wir wünschen Ihnen auf alle Fälle viel Freude beim Lesen ….

Beste Grüße aus dem Breisgau

Volker Schilling

Hier geht’s zum Fonds-Analyst:

DFA_02_2016

 

10 Kommentare

  1. Es gibt kein Gesetz dass der DAX nicht unter der 7500 Schwelle fallen kann weil dort der langfristige Aufwärtstrend liegt und drunter der Chart Probleme macht.

    Die Weltwirtschaft braucht neue Wachstumsimpulse die derzeit schwer zu finden sind. Die China Story kühlt sich ab was an den Rohstoffwerte ablesen kann. Der Kreditzyklus der in den 80er begonnen hat scheint sich dem Ende zu nähern und die Fehlinvestitionen durch die frisch gedruckten Billionen müssen bereinigt werden.

    • Von Gesetz redet auch niemand. Ich rede lediglich von Hinweisen darauf, in welchen Bereichen der Markt drehen könnte. Diese Hinweise leite ich aus dem Verhalten des Marktes selbst ab.

      Ich werde nicht müde zu betonen, dass dieses Verhalten viel bedeutender ist als all das Gerede über China, über mangelnde Wachstumsimpulse oder über die Weltwirtschaft, das Sie zitieren. Das liegt daran, dass die Börse hauptsächlich von Massen-Psychologie bestimmt wird und die von Ihnen genannten Faktoren dabei eher ein Hintergrundrauschen darstellen. Es kommt also viel weniger auf die Meldungslage selbst an als darauf, wie diese in den Köpfen der Marktteilnehmer verarbeitet werden.

      Ehrlich gesagt, bin ich aber gar nicht böse, wenn ich mit dieser Einschätzung kaum Gehör finde. Denn dadurch bieten sich mir zuweilen gewisse Vorteile in der Markteinschätzung gegenüber der breiten Masse – zum Beispiel zum Jahreswechsel 2015/2016 😉

      • Von welcher Massenpsychologie sprechen Sie denn ? In D sind es nur noch 13% der Bevölkerung Aktionäre, der Rest des Marktes sind Computer von Großbanken und Hedgefonds die keine Psychologie haben können. Die Zeiten der starken und schwachen Hände des Herrn Kostolany sind längst vorbei.

        Wenn die Realwirtschaft nur Grundrauschen ist dann werden die Aktionäre demnächst dieses zu spüren bekommen nämlich wenn die Dividende wegfällt. Die ist derzeit wegen der hohen Bewertung der Aktien eh mikrig, warum sollte ich dann ein Kursriko von 50% halten bei einer Rendite von unter 3% ?

        Warum haben Sie in ihrem Depot derzeit keine Shortpositionen wie z.B. ein ETFS 3x Daily Short DAX 30 oder Vergleichbares ?

        • Erstens, lieber Josef Schmidt, ist die Börse eine globale Einrichtung. Eine allein auf Deutschland abzielende Betrachtung greift also viel zu kurz.

          Zweitens sind selbst 13% von 80 Millionen mehr als 10 Millionen. Und selbst, wenn es nur einige Tausend wären, würden massenpsychologiscge Einflüsse zum Tragen kommen. Gehen Sie einfach mal in ein Fußballstadion, um das zu verstehen.

          Die Mär von den Computern, die angeblich nur noch das Börsengeschehen bestimmen, höre ich seit einem Vierteljahrhundert. Schon für den 87er-Crash wurden damals Computerprogramme verantwortlich gemacht, grins.

          Dass diese Computer von Menschen programmiert werden und im Zweifelsfall nur deren Ängste und Hoffnungen widerspiegeln, wird dabei ignoriert.

          Aber wie gesagt: Ich will Sie überhaupt nicht bekehren, sondern freue mich sogar über alle, die den Märchen glauben 😉

          • Die Großbanken und Hedgefonds haben durch ihre Spekulationsweise mit hoher Hebelwirkung um einige Größenordnungen mehr Einfluß an der Börse gegenüber normale Anleger. Überraschend gerade von Ihnen zu hören dass Algotrading und Hochfrequenzhandel die Kurse nicht beeinflussen.

            Ich dachte dass gerade die Computerprogramme sind dazu geschrieben worden um Emotionen vom Handel auszuschliessen und eben keine Hoffnungen oder Ängste zuzulassen. Ich kann mich aber auch täuschen.

            Trotzdem noch einmal die Frage warum Sie keine Shortpositionen eingehen.

          • Wenn ich von Massenpsychologie rede, dann rede ich doch nicht nur von ’normalen‘ Anlegern, wie Sie es nennen. Ich rede von der Gesamtheit aller Marktteilnehmer. Und da gehören Großbanken und Hedgefonds selbstverständlich an forderster Front dazu. Aber auch deren Verhalten wird selbstverständlich von psychologischen Faktoren geleitet.

            Und wenn Computer programmiert werden, dann werden sie so programmiert, dass sie z. B. bestimmte Trends oder Chartmarkrn konsequent verfolgen und ausnutzen. Was aber ist das anderes als Psychologie? Es heißt nur nicht so, grins.

            Und der Hochfrequenzhandel mag ganz kurzfristig, also intraday, zuweilen zu Verzerrungen führen, das mittel- und langfristige Kursverhalten verändert er aber nicht.

            Und nun zum Shorten: Sie können mir glauben, dass es selbst mir in einer Situation wie der gegenwärtigen zuweilen in den Fingern juckt, auf fallende Kurse zu setzen. Aber ich widerstehe (noch), weil man damit sehr in die Näge zum Zocken gerät. Und ein Zockerdepot soll unser Wahre-Werte-Depot auf keinen Fall sein!

            Ich will nicht ausschließen, dass wir es mal probieren könnten, sofern sich ein Abwärtstrend nachhaltiger etabliert, aber so weit ist es noch nicht.

            In der Zwischenzeit halten wir in Abschwungphasen lieber die Füße still und nehmen an Aufschwungphasen teil. Herauskommen soll dabei ein stetiger und nachhaltiger Aufwärtstrend mit allenfalls gemäßigten Rücksetzern. Das gelingt den wenigsten Depot- und Fondsverwaltern. Und ich finde, diese Aufgabe ist anspruchsvoll genug. Finden Sie nicht?

  2. Hallo Herr Brichta, die EZB kündigt mal wieder Maßnahmen an. Noch so eine Enttäuschung wie im Dezember, wird es wahrscheinlich nicht geben. Bleiben Sie bei 8150?

    • Diese Frage verstehe nun wirklich nicht, lieber Herr Mehlitz. Da ich niemals geäußert hatte, dass die 8.150 mein Ziel wären, kann ich auch nicht „dabei bleiben“.

      • Sorry, das war ja Ihr Kollege. Ich meinte eigentlich die Einschätzung, dass wir im März den Tiefpunkt sehen könnten. Halten Sie dies, nach der Ankündigung von Draghi, noch für genauso wahrscheinlich?

        • Die Normalerwartung ist nach wie vor, dass es im März zu einem weiteren Tiefpunkt kommen wird.

          Liegt dieser über dem mittlerweile Dreifachtief von August, September/Oktober und Januar, wäre dies für die weiteren Aussichten sehr positiv.

          Sollte es noch einmal AUF diesem Tief liegen (damit ergäbe sich ein Vierfach-Tief), würde ich es auch positiv werten.

          Sollte es darunter liegen, müsste man die anschließende Kurserholung noch besonders kritisch beobachten.

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