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Depotalarm: Medtronic soll zum Schrittmacher werden!

24. Mai 2016 - Raimund Brichta in Allgemein | 1 Kommentar »

Zum gestrigen Schlusskurs haben wir die Aktie von Medtronic in unser Depot geholt. Ursprünglich war das Unternehmen nur ein Hersteller von Herzschrittmachern, ist inzwischen aber zu einem Medizintechnik-Konzern geworden, der auf verschiedenen Gebieten weltweit führend ist.

Wir hatten die Aktie seit Mitte Januar auf unserer Beobachtungsliste, weil wir abwarten wollten, ob sich die jüngste Seitwärtsbewegung des Kurses als Top-Bildung entpuppt oder lediglich als Konsolidierung im längerfristigen Aufwärtstrend.

Um dies zu beurteilen, beobachten wir die Kursentwicklung an der New Yorker Börse in Dollar, obwohl Medtronic seit der Übernahme des Mitbewerbers Covidien als irische PLC firmiert. Letzteres hat aber lediglich Steuerspar-Gründe, New York bleibt der Heimatmarkt für diese Aktie.

Genau dort hat der Aktienkurs mit seinem kürzlichen Ausbruch auf neue Allzeithochs signalisiert, dass die Variante Fortsetzung des Aufwärtstrends nun wahrscheinlicher erscheint als die Variante Top-Bildung.

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Zudem hat die derzeitige Situation den Charme, dass wir den Stopp nun relativ eng setzen können, weil der Abstand zum Ausbruchsniveau sehr klein ist. Im Klartext: Sollte der Kurs in die alte Handelsspanne zurückfallen und sich der Ausbruch als Fehlsignal erweisen, was mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit immer noch möglich ist, könnten wir uns mit relativ kleinem Verlust wieder verabschieden. Da unser Hauptaugenmerk darauf liegt, Risiken zu begrenzen, suchen wir genau nach solchen Gelegenheiten.

Im Eurokurs-Chart von Medtronic ist der Ausbruch zwar noch nicht erfolgt, aber dies ist für uns aus o. g. Gründen weniger bedeutend. Zudem ist das Nachhinken hierzulande auf die Dollarschwäche der letzten Monate zurückzuführen. Jüngste Signale deuten aber darauf hin, dass sich der Trend nun langsam wieder zu einer Dollarstärke umkehrt. Damit würden auch die Chancen steigen, dass der Ausbruch des Medtronic-Kurses nach oben in Euro gerechnet ebenfalls erfolgt.

Nun zum Fundamentalen:

Die Aufnahme geht auf einen Vorschlag unseres Lesers Frank zurück, dem wir hiermit für seine erfolgreiche Tätigkeit als Spürhund gratulieren. Als jemand, der in der Pflege tätig ist, nutzt Frank die Medtronic-Produkte täglich selbst und hat sie nach eigener Aussage auch schätzen gelernt. Dies werten wir als zusätzliches Argument für die Aufnahme, denn die Kundenzufriedenheit ist stets ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmen.

Kardiologie, Kardiochirurgie, HNO-Chirurgie, Diabetologie, Neurologie, Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Anästhesie, Gastroenterologie und Urologie sind die Hauptgebiete, auf denen Medtronic tätig ist. Gerade in den Industrieländern mit ihrer älter werdenden Bevölkerung sind dies zukunftsträchtige Märkte, die auch durch Finanzkrisen nicht nachhaltig geschwächt werden dürften. Allein wegen der Geschäftsentwicklung von Medtronic sollte man also keinen Herzschrittmacher benötigen 😉

Zugegeben, die Übernahme von Covidien im Jahr 2015 hat in Bilanz und GuV ihre Spuren hinterlassen: Gewinn rückläufig, Eigenkapitalquote ebenfalls, beides allerdings noch nicht dramatisch. Positiv zu Buche schlägt dafür das vergleichsweise günstige KGV von lediglich rund 17. Gemeinsam mit der beschriebenen charttechnischen Lage spricht das Chance-Risiko-Verhältnis also für einen Einstieg.

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