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Depotalarm: Spam entsorgt und Fielmann halbiert!

23. April 2016 - Raimund Brichta in Allgemein | 4 Kommentare

Zu gestrigen Schlusskursen haben wir unsere Position Hormel Foods glattgestellt und den Bestand an Fielmann-Aktien halbiert.


 

Hormel Foods befindet sich in einer heftigen Korrekturphase, vor deren weiteren Auswirkungen wir unser Depot schützen wollen. Das Für und Wider dieser Mehrheitsentscheidung (2:1) haben wir im Team ausführlich diskutiert, was in unserem Blog in zwei Beiträgen nachzulesen ist.

Fundamental hat sich bei Hormel nichts wesentliches geändert, so dass wir davon ausgehen, diese Aktie wieder in unser Depot aufzunehmen, sobald sie in ruhigere Fahrwasser kommt.


 

Die Halbierung der Fielmann-Position ist ebenso eine reine Vorsichtsmaßnahme. Im Kurs-Chart droht derzeit eine kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die – sollte sie vollendet werden – kurzfristig weitere Kursverluste zur Folge hätte.

Durch die fundamentale Brille betrachtet, haben die jüngsten Quartalszahlen zwar enttäuscht, wir sehen aber noch keinen Anlass, an der Aussage der Unternehmensleitung zu zweifeln, dass dies hauptsächlich auf saisonale Faktoren zurückzuführen ist (ein Verkaufstag weniger und früher Beginn der Osterferien).

Leider steigt bei einem so hohen KGV, wie es die Fielmann-Aktie zurzeit aufweist, aber generell das Risiko heftiger Kurskorrekturen, selbst wenn sich fundamental wenig ändert. Diesem Umstand tragen wir aufgrund des Warnzeichens mit unserer Halbierung Rechnung.

 

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Brichta,

    zunächst mal Daumen hoch zu diesem Blog. Weiter so!

    Eine kurze Frage. Ich habe vor kurzem das Buch „The Only Three Questions That Count“ von Ken Fisher gelesen. Dieser geht mit reichlich Zahlenmaterial darauf ein, dass eben keine Korrelation zwischen dem KGV und der Kursentwicklung einer Aktie besteht. Haben Sie sich schon einmal damit befasst? Ich frage, da Sie ja hier offensichtlich den KGV zur Risikobewertung der Aktie herangezogen haben.

    Viele Grüße,
    Hendrik

    • Hallo Hendrik, ich kenne das Buch und das Zahlenmaterial nicht, brauche mich damit aber auch nicht näher zu beschäftigen, weil ich die Bedeutung des KGVs aufgrund meiner langjährigen Erfahrung selbst sehr gut einschätzen kann.

      Zunächst gibt es selbstverständlich eine direkte Korrelation zwischen Kursentwicklung und KGV – wenn auch in einer anderen Richtung, als Sie und der Autor es vielleicht meinen: Wenn nämlich bei unveränderten Gewinnen und/oder Gewinnerwartungen der Kurs einer Aktie oder eines Aktienmarktes steigt, dann steigt damit auch automatisch das KGV. Das ist zunächst einmal ein rein definitorischer Zusammenhang.

      KGV = Kurs, geteilt durch Gewinn je Aktie. Sobald die Zahl im Zähler bei unverändertem Nenner größer wird, nimmt damit auch die Zahl auf der linken Seite der Gleichung zu.

      Sie sehen also: Oft braucht man gar kein Buch mit umfangreichem Datenmaterial, um eine Korrelation zu erkennen 😉

      Sie stellen aber vermutlich auf eine andere Korrelation ab. Auf die Frage nämlich, ob eine vergleichsweise hohes KGV automatisch zu einer Korrektur des Kurses auf ein niedrigeres Niveau führt. Diese starre Korrelation gibt es selbstverständlich nicht. Ein KGV ist nie so hoch, dass es nicht auch noch höher werden könnte. Und vergleichsweise hohe KGVs können sich über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte halten.

      Ich habe in diesem Blog schon auf das Beispiel Japan verwiesen, wo KGVs von 70-100 lange Zeit als „normal“ galten. Mittlerweile bewegen sich aber auch die KGVs in Japan wieder auf unserem hierzulande gewohnten Niveau. Daran sehen Sie: Die Korrektur kommt in der Regel zwar, aber sie kann so lange Zeit in Anspruch nehmen, dass man als Anleger darauf nicht sinnvoll spekulieren kann.

      Ganz allgemein aber kann man sagen, dass eine Aktie mit vergleichsweise hohem KGV durchaus heftige Kurskorrekturen vollziehen kann, ohne dass dafür fundamentale Gründe ein wesentliche Rolle spielen müssen. Nur darauf habe ich bei Fielmann hingewiesen. Denn selbst wenn sich bei Fielmann die Gewinne bzw. Gewinnerwartungen nicht verändern, kann durch eine Kurskorrektur das Fielmann-KGV von 30 auf 20 fallen, und trotzdem wäre bewertungstechnisch noch alles in Ordnung. Insofern sollte man sich bei Fielmann also nicht darauf verlassen, dass das Kursniveau beibehalten wird, solange sich fundamental nichts ändert.

  2. Ich hatte die Hormel (noch) nicht verkauft, da die Unterstützung gehalten hatte. (Normalerweise kaufe ich, wenn Unterstützungen getestet werden und verkaufe, wenn Widerstände getestet werden). Jetzt klebt der Kurs am Widerstand bei ca. 40$. Wenn diese Marke geknackt wird, sieht’s wieder etwas besser aus. Könnte aber auch eine kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation daraus werden.

    Es gab übringens eine neue Nachricht zu Hormel am 26.04.2016: „Peak Rock to Buy Food-Service Supplier From Hormel Foods“ (The Wall Street Journal Deutschland). Keine Ahnung, ob das eine Rolle bei den aktuellen Kursbewegungen spielt.

    • Die nächste massive Unterstützung liegt ja erst bei unter 35 $. Die kleine Unterstützung darüber, die vorerst gehalten hat, könnte tatsächlich für eine SKS-Formation sorgen. Wir warten jedenfalls weiter ab.

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