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Depotvorschlag: Medtronic

17. Januar 2016 - Gastbeitrag von Frank in Allgemein | 3 Kommentare

Hallo,
hier ein neuer Vorschlag: Medtronic

 
Die Firma ist seit der Übernahme des Mitbewerbers Covidien sehr breit aufgestellt. Aus der ursprünglichen Herzschrittmacher-Firma ist ein Player geworden, der in verschiedensten Gebieten führend ist. Ich als in der Pflege Tätiger bin jeden Tag mit Produkten der Firma konfrontiert.

 
Kardiologie, Kardiochirurgie, HNO-Chirurgie, Diabetologie, Neurologie, Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Anästhesie, Gastroenterologie, Urologie sind die Hauptgebiete in der Medtronic tätig ist, alles Bereiche die einer älter werdenden Gesellschaft lebensnotwendige Medizin bietet.

 
Die Dividende beträgt 2 % bei einer Ausschüttungsquote von 50 %.
Wegen der Übernahme ist Medtronic nun eine irische Firma, was hauptsächlich steuerliche Gründe hatte.

 
Ich selbst halte die Firma seit ca. 20 Jahren, trotz einer längeren Durststrecke komme ich auf solide 9 % Rendite (ohne Dividenden)
Da Sie Solidität auf Ihre Fahnen geschrieben haben und ein Medizintechniker noch nicht im Depot enthalten ist, ist dies mein neuer Vorschlag.

 
Die hohe Volatilität an den Börsen wird noch viele Börsianer auch zu Kunden werden lassen ;))

3 Kommentare

  1. Vielen Dank, lieber Frank. Ihr Vorschlag gefällt mir schon deshalb, weil Sie ihn plausibel begründen. Damit dienen Sie auch als Vorbild für alle, die noch Vorschläge bei uns einreichen wollen.

    Besonders gut gefällt mir, dass Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit den Produkten einbringen. Die Zufriedenheit der Kunden ist schließlich das A und O eines jeden Unternehmens. Sie schreiben zwar lediglich, dass Sie täglich mit den Medtronic-Erzeugnissen „konfrontiert“ seien, ohne auf das Ergebnis dieser „Konfontation‘ näher einzugehen. Aber wenn Sie unzufrieden wären, hätten Sie das sicherlich erwähnt. Oder?

    Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Sie in Bezug auf die Produkt-Qualität aus Ihren Erfahrungen noch etwas schreiben würden.

    Nun zur Aktie:

    Der Kurs scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben. Im vorletzten Jahrzehnt gab es eine Verfünfundzwanzigfachung. Das war enorm. Im vergangenen Jahrzehnt folgte dann leider eine Halbierung bis zum Tief in der Finanzkrise. Seitdem jedoch gibt es wieder einen Aufwärtstrend, der im Jahr 2013 mit dem Ausbruch auf neue Allzeithochs gekrönt wurde. Letzteres ist positiv zu werten.

    Aber: Erstens ist die Kursdynamik nicht mehr vergleichbar mit der in den 90er-Jahren. Und zweitens birgt die Kurs-Entwicklung des vergangenen Jahres die Gefahr einer Top-Bildung. (In dieser Hinsicht ähnelt der Medtronic-Kurs im Übrigen dem gesamten US-Aktienmarkt.) Damit verbunden sehe ich bei Medtronic derzeit die Gefahr eines Rückschlags auf Kurse im Bereich von 50 Dollar (von derzeit 74).

    Dies wird untermauert durch die jüngsten Kennzahlen, die auch durch die Fusion mit der irischen Covidien beeinflusst werden: Gewinn rückläufig, Eigenkapitalquote ebenfalls, beides allerdings noch nicht dramatisch.

    Da ich gerne erst die Auswirkungen dieser Fusion und die weitere Entwicklung der Kurs-Topbildungsphase beobachten will, plädiere ich für eine Aufnahme von Medtronic in unsere Beobachtungsliste. Diese stellt eine Art Vorstufe für unsere Depotauswahl dar.

    Volker Schilling, wie lautet Dein Votum?

    Zum Verständnis: Da von uns am 4.1. sämtliche Aktien aus dem Depot geworfen wurden, befindet sich auch unsere Depotauswahl derzeit in einer Art Warteposition. Diese hängt aber nur von der allgemeinen Marktentwicklung ab. Sobald sich die Lage an den Finanzmärkten nach unserer Einschätzung entspannt, werden wir diejenigen Aktien, die sich dann noch in der Depotauswahl befinden, komplett wieder ins Depot hieven.

    Anders ist das bei den Aktien, die sich nur auf unserer Beobachtungsliste befinden. Hier bedarf es besonderer unternehmensspezifischer Signale, um sie in die Depotauswahl zu nehmen. Dazu zählen übrigens auch all jene Werte, die vor dem 4.1.16 aus unserem Depot geflogen sind.

    Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, unser Vorgehen damit allen verständlich zu machen. Falls nicht, bitte melden!

  2. Natürlich kann ich die Qualität nicht aus der Sicht eines Medizintechnikers beurteilen.
    Menschen mit Herzrythmusstörungen oder teilweiser Aussetzung der Herzleistung leiden nicht nur in diesen akuten Situationen (dies sind meist lebensbedrohliche Situationen), es sind vor allem große Ängste vor künftigen kritischen Situationen die die Lebensqualität erheblich einschränken.
    Bei Patienten mit implantierten Schrittmachern oder Defibrillatoren kam es bei Patienten die ich beobachtet habe(im Laufe der Jahre etwa 10 Patienten)zu keinen weiteren Komplikationen und vor allem die Lebensqualität die wieder kommt, wenn die Patienten merken, dass die Produkte ihren Job tun, wächst erheblich.
    Dies ist in der geringen Patientenzahl natürlich nicht repräsentativ, meine Erfahrungen sind aber sehr positiv.

    • Vielen Dank für diese Präzisierungen, lieber Frank. Dass persönliche Erfahrungen nicht repräsentativ sein können, ist klar. Dennoch bieten sie für mich stets wichtige Hinweise.

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