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Raus mit dem Spam!

21. April 2016 - Raimund Brichta in Allgemein | 15 Kommentare

Witzig: Wie ich erst jetzt erfahre, ist Hormel Foods jene Firma, die in den 30er-Jahren das Frühstücksfleisch „Spam“ auf den Markt brachte.

Ein aus „spiced ham“ zusammengesetztes Kunstwort. Damit ist sie auch Namensgeber für unser aller täglich Internetmüll. Und jetzt scheint sie sich leider zum Müll in unserem Depot zu entwickeln.

Ich plädiere deshalb dafür, den Müll zu entsorgen!

Was meint Ihr?

Der aktuelle Chart sieht jedenfalls schrottig aus (anklicken zum Vergrößern):

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Zwar gibt es einen möglichen Haltepunkt beim Januartief von ca. 37 $ (waagrechte rote Linie),  aber in der Gesamtbetrachtung dürfte dies auch nur eine vorübergehende Verschnaufpause auf dem Weg nach unten werden.

In der Regel markiert ein solcher Einbruch nämlich den Beginn einer längerfristigen, volatilen Korrekturphase. Ähnlich wie bei unserem Ex-Depotwert Credit Acceptance, den wir im letzten Herbst hinauskatapultiert haben. Der Unterschied ist nur, dass wir bei CA einen besseren Einstiegszeitpunkt erwischt hatten. Aber es läuft eben auch mal andersherum. So ist das eben. Wichtig ist nur, das habe ich gelernt, dies zu akzeptieren.

Deshalb meine ich: Raus damit ausm Depot und rein in den Spamordner! Da können wir Hormel dann auszappeln lassen und warten, bis sich die Aktie beruhigt. Fundamental gibt es schließlich nach wie vor  nix zu kritisieren.

Allenfalls den Geschmack des Dosen-Spams vielleicht 😉

Hat den eigentlich schon mal jemand probiert? In Deutschland ist er ja leider nicht zu bekommen.

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15 Kommentare

  1. Mag sein, dass der Kursrückgang bei der Januar-Tiefstmarke von ca. 37,24 $ abgefedert wird. Der aktuelle Kurs liegt nur ganz knapp darüber. Fällt er unter diese Marke, dann geht’s vermutlich unter 34 $. Das wären dann noch einmal mehr als 10-15 % weiterer Kursrückgang. Fällt die 37,24 $-Marke, werde ich rausgehen und das Ende der Korrekturphase für einen eventuellen Wiedereinstieg abzuwarten (falls es keine negativen Nachrichten bekannt werden). Außerdem gibt es ja auch viele andere schöne Aktien – niemand muss unbedingt „Spam“ haben 🙂

  2. Sehr geehrter Herr Brichta,
    die Diskussion um Hormel Foods weckte bei mir die Frage, warum Sie ohne Stopp Loss arbeiten. Wäre dies angesichts der großen Unsicherheit, in der sich alle Anleger heute befinden, nicht angebracht?
    Freundliche Grüße

    

    • Gute Frage, liebe Christine T., über die wir im Team auch schon des öfteren diskutiert haben.

      Zunächst bin ich gegen starre Stopp-Loss-Vorgaben à la „verkaufen bei 10% Verlust“ o. ä. Damit trägt man den jeweiligen Umständen, unter denen die Verluste anfallen, nicht genügend Rechnung. Ich beziehe vielmehr auch die technischen und fundamentalen Rahmenbedingungen ein.

      Im Prinzip haben aber auch wir gewisse Stopp-Loss-Vorgaben. Ich zum Beispiel achte immer genau darauf, ob z. B. wesentliche Aufwärtstrends gebrochen werden. Ist das der Fall, wird verkauft, wie wir in den vergangenen Monaten schon mehrfach bewiesen haben.

      Das Problem bei unserer ‚Spam-Aktie‘ ist jedoch, dass der nächste wesentliche Aufwärtstrend recht weit entfernt liegt und wir u. U. nicht bis dorthin warten wollen. Der kürzlich gebrochene steile Aufwärtstrend stellte jedenfalls keine solche Marke dar, weil der Bruch eines so steilen Trends zur Normalität gehört und früher oder später ohnehin zu erwarten ist.

      Folglich ziehen wir den Stopp Loss also nun in dieser Gegend ein. Allerdings nur, falls noch eines der beiden anderen Teammitglieder dafür stimmt. Denn noch haben sich die Kollegen Schilling und Voglmaier nicht geäußert. Wir treffen unsere Entscheidungen immer demokratisch.

      • Hallo alle zusammen,

        ich würde mich bei dieser Frage der „Entrümpelungs-Fraktion“ anschließen und kurzen Prozess mit Hormel machen.

        Dies vor allem deshalb, weil die Aktie gerade in einer Erholungsbewegung der Märkte so zurückgekommen ist.

        Vielleicht ist das nur meine persönliche Meinung, aber meine Erfahrungen mit Titeln, die ein solches Verhalten zeigen, sind nicht die besten und eher mit bangem Warten verbunden.

        Viele Grüße!

        • Das ist grundsätzlich richtig. Allerdings ist bei diesem Argument auch zu beachten, dass im Januar und Februar das Gegenteil der Fall war: Da stieg die Aktie gegen den allgemeinen Abschwung stramm an.

      • Bzgl. Börse bin ich z.Zt. mehr als zögerlich, da ich die gegensätzlichen Aussagen der sog. „Experten“ über die Zukunft nur zu Kenntnis nehmen aber nicht einschätzen kann.

        Im Falle eines Wiedereinstiegs habe ich mir aber fest vorgenommen – im Gegensatz zu Ihnen – einen sehr engen Stopp Loss zu setzen.
        Freundliche Grüße
        Christine T.

        • Bei uns kommt noch dazu, dass wir für jeden einzelnen Wert einen so engen Stopp-Loss gar nicht brauchen. Schließlich wurden die Verluste bei Hormel durch die anderen Depotwerte mehr als ausgeglichen, so dass wir seit Wiedereinstieg insgesamt noch leicht im Plus liegen.

          Und hätten wir den Hormel-Stopp-Loss bei – sagen wir – 10% gelegt, wäre der Unterschied im Vergleich zu den jetzt realisierten 15% im Gesamtdepot auch kaum ins Gewicht gefallen.

          In welcher Größenordnung beabsichtigen Sie denn, Ihren Stopp-Loss zu legen? Und gilt dieser bei Ihnen dann für jede einzelne Aktie im Depot?

  3. Guten Morgen,

    ich hatte mir tatsächlich irgendwann mal eine Dose Spam angetan. Am Ende war das Zeug geschmacklich gar nicht so schlecht wie ich dachte (die Aufmachung regt ja nicht unbedingt dazu an, sich auf ein grandioses Mahl zu freuen).

    Wer wissen möchte wie das Dosen-Fleisch in Zusammenhang mit unbeliebten Massen-Mails kam, der tippe einfach die Schlagwörter SPAM und Monty Python in die Suchmaschinen ein.

    Hormel selbst hat ja eine ganze Armee von Marken im Portfolio, allerdings ist hierzulande (so gut wie) nichts bekannt. Von den Expansionsmöglichkeiten daher vielleicht ähnliches Potential wie C&D aber womöglich schwierig anderswo Marktanteile zu bekommen. Würde ich jetzt einsteigen wollen, wäre mir das Papier zu teuer. Untergrenzen wurden ja bereits diskutiert, mal sehen ob sich ein Boden findet, bzw. wo der Trend hingeht.

    Stopp-Loss sehe ich genau so, ich halte nichts von fixen Grenzen. Dann lieber sehen ob bloß der Markt gerade übertreibt oder ob fundamental was fault.

    Liebe Gruße,
    CH

    • Richtig, Monty Python sind das Bindeglied zwischen Hormel-Spam und E-Mail-Spam. Ich hatte dies nicht erwähnt, weil ich davon ausging, dass es inzwischen allgemein bekannt sei. Aber jetzt ist es noch mal vervollständigt, vielen Dank dafür.

  4. Liebes Team,

    die hier vorgebrachten Argumente überzeugen mich: Deswegen stimme ich einem Verkauf der Hormel Foods Aktie zu. Wir sollten die Aktie aber auf unsere Beobachtungsliste setzen, da ich vom Geschäftsmodell der Firma überzeugt bin. Sollte sich der Chart aufhellen, steht einem erneuten Kauf der Aktie nichts im Wege.
    Beste Grüße
    Anton Voglmaier

    • Klar, wir behalten die Aktie im Spamordner immer im Auge 😉

  5. Ich bin für den Stopp, unser Depot hält das locker aus! Fundamental ist ja nix verrutscht.

    • Welchen Stopp meinst Du?

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