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Seid Ihr Lügner oder Götter?

24. Januar 2016 - Gastbeitrag von Dr. Steffen Assmann in Allgemein | 4 Kommentare

Statt „Depotalarm“ ein humoristischer Zwischenruf
(in diesen „schweren“ Zeiten)

Sehr geehrter Herr Brichta,
sehr geehrter Herr Schilling,

mit Vergnügen habe ich Ihr Video zum „Ersten Wahre-Werte-Talk“ vom 14. Januar 2016“ angesehen, welches – neben den bereits bekannten fachlichen und analytischen Fähigkeiten – eine humorvolle Seite der Protagonisten dokumentiert, die den Lesern der Wahre-Werte-Homepage in diesem Umfang bis dato vorenthalten wurde (ich denke hier insbesondere an die „Brichta / Schilling Tanz-Einlage“ sowie die Spruchbänder zu „Zimmerpflanze“ und „allgemeiner Beleuchtung“).

Da Sie einem „humoristischen Zwischenruf“ folglich wahrscheinlich nicht abgeneigt sind möchte ich Sie nun (augenzwinkernd) auf eine drohende Gefahr hinweisen, auf welche Sie durch Ihr aktuelles Handeln zusteuern und die Ihnen sicher in ihrer vollen Tragweite bis dato noch gar nicht bewusst ist.

Ausgang meiner „Analyse“ ist eine allgemeine Börsenweisheit, welche u.a. gerne lebhaft und „live on stage“ von Ihrem allseits bekannten und beliebten Börsen-Kollegen Herrn Brandmaier zitiert wird (auch bei dessen Live-Vorträgen wird man übrigens mit einer einzigartigen Mischung aus sehr fundiertem Wissen, gepaart mit (Börsen-) Anekdoten und dem einen oder anderen „schwäbischen Witz“ konfrontiert – aber das nur am Rande :-)). Die (Ihnen sicher auch bekannte) „Weisheit“ lautet nun wie folgt:

Wenn Ihnen jemand erzählt, er würde an der Börse immer nur „oben“ verkaufen und „unten“ kaufen, so handelt es sich entweder

a) um einen Lügner oder
b) um Gott

Bereits Ende vergangenen Jahres haben Sie, Herr Brichta, darauf hingewiesen, dass sich die Börse nach Ihrer Einschätzung eher „merkwürdig“ und „untypisch“ verhält. Es folgten weitere Analysen, Annahmen und Interpretationen welche in einem allgemeinen Austausch von Argumenten innerhalb des Wahre-Werte-Teams gipfelte. Als Konsequenz dieser (internen) Meinungsbildung erfolgte die „Glattstellung“ aller Aktienpositionen zum 01.01.2016. Sie haben in der Tat (nach meiner Wahrnehmung) exakt „oben“ verkauft – Respekt !

Jedoch: Was passiert nun, wenn Sie – kraft Ihrer analytischen Fähigkeiten – auch den „Tiefpunkt“ (lt. Hr. Brichta ja voraussichtlich irgendwann im März oder April) auf den Tag genau „erwischen“ ?

Ich sage es Ihnen: Es „droht“ – gemäß obenstehender Börsenweisheit – die Apotheose des „Wahre-Werte Teams“ (= Einordnung in Kategorie „b“).

Sollte Ihnen dies vor Ihren Lesern irgendwie unangenehm sein empfehle ich die folgende Vorgehensweise: Timen Sie den Wiedereinstieg einfach absichtlich mindestens 3 Tage vor oder nach dem Tiefpunkt um Ihre „Menschlichkeit“ wenigstens teilweise zu erhalten. Lehnen Sie dies als unseriös ab (da Sie es im Grunde ja doch „besser“ können) wäre alternativ die Integration in den hinduistischen Götterhimmel anzudenken. Hier wird das göttliche „Grundprinzip“ durch die bereits bestehende Präsenz von ca. 300 Millionen Göttern durch weitere 2 (oder gerne auch 3) Mitglieder des „Wahre-Werte-Teams“ prozentual nicht wesentlich erweitert und somit die eigene Göttlichkeit (bei Bedarf) „angenehm“ verwässert ;-).

In diesem (augenzwinkernden) Sinne: Viel Erfolg beim Timing des Wiedereinstiegs in das Aktiengeschehen wünscht Ihr

Dr. Steffen Assmann

P.S. Jetzt bin ich aber WIRKLICH gespannt, ob Sie vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen und den daraus folgenden Konsequenzen den lokalen Tiefpunkt beim Aktieneinstieg genau treffen (oder „absichtlich“ etwas daneben liegen) 

P.P.S. Ich würde mich natürlich sehr darüber freuen, wenn meine zwei bereits akzeptierten Depotvorschläge („Johnson & Johnson“ sowie „Church & Dwight“) beim „Neustart“ dann wieder mit von der Partie sind 

P.P.P.S. Noch eine kleine Anekdote zum Schluss, welche die Herkunft der 300 Mio indischen Götter klärt: Ca. im Jahr 1870 fragte ein englischer Verwaltungsbeamte in Indien einen hinduistischen Priester: „Wie viele Götter existieren denn eigentlich in Indien ?“ Darauf der Brahmane: Einer pro Einwohner ! Zu diesem Zeitpunkt lebten in Indien – Überraschung ! – ca. 300 Millionen Menschen (so entstehen Mythen & Legenden :-))

4 Kommentare

  1. Grüß Gott, lieber Steffen Assmann!

    Vermutlich qualifizieren wir uns weder für die eine noch für die andere Kategorie. Für a) sind wir zu ehrlich und für b) zu bescheiden.

    Zu ehrlich: So weit oben, wie Sie meinen, haben wir gar nicht verkauft. Immerhin waren das 4% unter unserem Rekordstand – obgleich wir damit natürlich zufrieden sind 😉

    Zu bescheiden: Es ist gar nicht unser Hauptziel, ganz weit unten wieder zu kaufen. Uns würde es schon reichen, wenn die Kurse nicht fallen, nachdem wir wieder eingestiegen sind – egal wie weit unten oder oben dies sein wird. Damit hätten wir die Performance geglättet. Das ist alles, was wir wollen.

    Unser Ziel ist also einfach: Wir wollen nicht, dass uns das Wasser jemals so nahe am Hals steht wie den Gläubigen und ihrer (lügen-)langnasigen Elefanten-Gottheit auf Ihrem Beitragsbild 😉

    • Lieber Herr Brichta,

      Ihre Ehrlichkeit und Bescheidenheit spricht für Sie und das ganze Wahre-Werte-Team (in der Tat – da habe ich Ihnen 4% höhere Verkaufs-Aktienkurse „untergemogelt“ :-)).

      Ich freue mich schon jetzt auf Ihre zukünftigen Analysen und die daraus abgeleiteten Handlungen am Aktienmarkt.

      Viele Grüße

      Ihr

      Steffen Assmann

      P.S. Das von Ihnen ausgewählt Beitragsbild (Ganesha-Prozession auf dem Wasser) gefällt mir ausnehmend gut, da Ganesha als Sohn von Shiva & Parvati eine der wichtigsten und populärsten Gottheiten Indiens darstellt und als solche (aus Sicht des Hindus) viele nützliche Eigenschaften verkörpert, welche mit Sicherheit auch im Rahmen des Wahre-Werte-Depots geschätzt werden (mit kleinen Einschränkungen vielleicht beim letzten Punkt :-)).

      Er gilt als …

      • Entferner der Hindernisse
      • der Wohltaten Schenkende
      • der, der Erfolg bei der Arbeit schenkt
      • begnadeter Tänzer (!)
      • naschhafter, gnädiger, gütiger, freundlicher, humorvoller, jovialer, kluger, menschlicher, verspielter und schelmischer Gott, der oftmals Streiche spielt.

      Der von Ihnen als „(lügen-) langnasige Elefanten-Gottheit“ titulierte Ganesha repräsentiert demnach mehr, als ein erster Blick verrät, meinen Sie nicht auch ?

      • In der Tat, Ganeshas Eigenschaften waren mir bis jetzt nicht bekannt. Mir gefallen natürlich besonders sein Elefanten-Tanztalent (selbiges haben wir ja im Video unter Beweis gestellt) und seine Schelmenhaftigkeit.

        Da ich aber grundsätzlich nicht an Götter und den Popanz glaube, der um selbige gemacht wird, bleibe ich bei meiner Einschätzung der Lügen-Langnase 😉

  2. P.S.
    An alle: Wie Sie an Steffen Assmanns Beitrag erkennen, ist es bei uns auch möglich, eigene komplette Beiträge einzugeben. Diese müssen nicht immer so geschliffen lesbar sein wie dieser 😉

    Wenn Sie also mal mehr loswerden wollen als einen Kommentar zu einem schon geschriebenen Beitrag, nutzen Sie dafür einfach die Funktion „Depotvorschlag“. Wir können dann schon unterscheiden, ob es sich um einen Depotvorschlag oder um einen anderen Beitrag handelt.

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