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Gepostet by on September 30, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

UPDATE: Zwei Tage später sind es 5,3 Prozent

Am 28. September habe ich gefragt: Wann muss Kevin Warsh die Notenpresse wieder anwerfen? Damals rentierte die zehnjährige US-Staatsanleihe bei 5,237 Prozent. Heute stieg die Rendite zeitweise auf über 5,30 Prozent – den höchsten Stand seit Mai 2002. Noch interessanter: Die heute veröffentlichten US-Inflationsdaten fielen schwächer aus als erwartet. Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen gab daraufhin nach. Am langen Ende aber steigen die Renditen weiter. Der Markt verlangt also weiterhin höhere Renditen für langfristige US-Staatsschulden – obwohl die schwächeren Inflationszahlen den Druck auf die Fed verringern, die Zinsen weiter anzuheben. 5,3 Prozent sind noch keine Finanzkrise. Aber die Frage aus meiner Kolumne stellt sich nur zwei Tage später noch dringlicher: Wie viel Zins verträgt das System – und wann muss Kevin Warsh...

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Gepostet by on September 28, 2026 in Allgemein | 2 Kommentare

Wann muss Kevin Warsh die Notenpresse wieder anwerfen?

5,237 Prozent. So hoch rentiert die zehnjährige US-Staatsanleihe inzwischen. Noch ist das keine Finanzkrise. Aber je höher die Renditen steigen, desto interessanter wird der Mann an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt: Kevin Warsh. Denn Warsh kennt den Ernstfall. Während der Finanzkrise saß er bereits im Board der Federal Reserve. Im März 2009 stimmte er für massive Wertpapierkäufe: bis zu 300 Milliarden Dollar länger laufende US-Staatsanleihen und insgesamt bis zu 1,25 Billionen Dollar hypothekenbesicherte Wertpapiere. Warsh war also nie ein grundsätzlicher Gegner von Anleihekäufen. Und doch warnte er schon 2010 vor deren Folgen. Jede weitere Ausweitung der Fed-Bilanz müsse streng geprüft werden. Er nannte Marktverzerrungen, die Verdrängung privater Käufer und vor allem die Gefahr, den Eindruck zu erwecken, die Notenbank monetarisiere Staatsschulden. Interessant: Nur wenige Monate später stimmte Warsh trotzdem für QE2 – weitere 600 Milliarden Dollar Käufe länger laufender US-Staatsanleihen. Dieser scheinbare Widerspruch könnte jetzt wieder wichtig werden. Denn Warsh betont heute erneut, wie wichtig möglichst unverfälschte Marktsignale sind. Ausdrücklich nennt er dabei Preise und Handelsvolumina von...

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