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Depotvorschlag: FOSSIL

17. Januar 2016 - Gastbeitrag von Johann Hacker in Allgemein | Keine Kommentare »

 

 

Raimund Brichta antwortet:

Zuerst mal vielen Dank für den Vorschlag, lieber Johann Hacker. Ich möchte Sie und andere dazu ermutigen, Ihre Vorschläge mit plausiblen Begründungen zu schmücken. Warum finden Sie, dass wir mit Ihrem Vorschlag ein wahrer Wert in unsere Tasche packen könnten?

 

Eine solche Begründung fehlt bei Ihnen leider komplett. Ich könnte es mir also leicht machen und Sie bitten, die Sachen zu packen und von dannen zu ziehen. Zumal die Fossil-Aktie in den vergangenen 20 Jahren mindestens fünf Kurshalbierungen inter sich hat. Die letzte erst im vergangenen Jahr, in dem sich der Wert sogar drittelte.

 

Was ist daran also ein wahrer Wert? Turnaround-Spekulationen sind schließlich nicht unsere Sache.

 

Einen Sachverhalt finde ich bei Fossil aber interessant: Die Aktie hat – trotz aller Halbierungen – in den vergangenen 20 Jahren einen langfristigen Aufwärtstrend ausgebildet, der nach wie vor Bestand hat und auf dessen unterer Begrenzung sie nach dem letzten Einbruch aufsitzt.

 

Das sieht so aus (zum Vergrößern anklicken):

 

image

 

Wer weiß, welchen Wert ich auf solche Trends lege, der kann ermessen, welche Brisanz in der augenblicklichen Situation liegt. Und andere wissen das offenbar auch: Die Aktie hat am Freitag in New York in einem schwachen Markt um anderthalb Prozent zugelegt!

 

Sollte der Trend halten, wäre also mit Kursgewinnen zu rechnen – zumal zwischen 40 und 50 Dollar noch eine Kurslücke aus dem November liegt, die nach Schließung ruft. Mit anderen Worten: In diesem Fall läge die Aktie derzeit – bei ca. 30 $ – nahe ihres „wahren Wertes“.

 

Sollte der Trend nicht halten, sind aber auch Kurse um die 10 Dollar möglich. Dies würde einer nochmaligen Halbierung (oder sogar mehr) entsprechen.

 

Sie sehen, dass selbst für spekulative Anleger die Sache derzeit Spitz auf Knopf steht. Das heißt: Für unser Wahre-Werte-Depot ist die Aktie nix. Ich werde sie aber auf meine Beobachtungsliste setzen und ihre weitere Entwicklung verfolgen.

 

Die beiden wesentlichen Kennzahlen, die wir beobachten, zeigen ein leichtes Übergewicht auf der positiven Seite:

Das KGV ist mit rund 8 derzeit sehr niedrig und preist damit schon einiges an Ungemach ein. Soll heißen: Positive Überraschungen könnten für einen Anstieg des KGV sorgen.

 

Die Eigenkapitalquote liegt mit 44% der Bilanzsumme unterhalb der 50-plus-Schwelle, die wir bei unseren wahren Werte eigentlich sehen wollen. Soll heißen, auf eine Finanzkrise ist dieses Unternehmen nicht allzu gut vorbereitet.

 

 

 

 

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