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Was halten Sie von diesen Anlagevorschlägen?

12. Oktober 2015 - Gastbeitrag von Daniela in Allgemein | 2 Kommentare

Hallo Raimund,

ich wende mich an Sie mit einem persönlichen Anliegen.

Meine Tochter Isabelle – sie ist 27 Jahre und arbeitet in München – möchte zukünftig monatlich ca. 200 Euro zurücklegen.

Ein Bekannter von ihr hat ihr geraten, in ETF-Fonds zu investieren. Er hat
ihr ein Fondssparplan mit einem Mix von 3 Fonds zusammengestellt (siehe
Anlagen). Sie könnte monatlich je 70 Euro, also insgesamt 210 Euro,
anlegen und sparen. Dies sollte sie ca. 15 Jahre lang machen. Er meinte,
dass sich dadurch ihr Einsatz von insgesamt 37.800,- Euro mit großer
Wahrscheinlichkeit verdoppeln würde.

Sie weiß nicht, ob sie das machen soll. Ich weiß es leider auch nicht, da ich
mich nicht auskenne.

Ich habe an Sie gedacht, da Sie sich mit Aktien sehr gut auskennen, und
möchte Sie gerne bitten, mir Ihre ehrliche Meinung zu sagen. Würden Sie das o.g. Vorgehen auch empfehlen? Oder hätten Sie einen anderen Vorschlag?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.

Danke und herzliche Grüße,
Daniela

 

Stoxx Europe Food&Beverage

Stoxx Europe Healthcare

Nasdaq100

2 Kommentare

  1. Hallo Daniela,

    grundsätzlich empfehle ich jungen Leuten ebenfalls, mit solchen Aktiensparplänen zu sparen. Aussagen über die Renditen in festen Zeiträumen würde ich allerdings nicht machen, da die Zukunft ungewiss ist. Möglich ist das genannte Ziel, aber es ist selbstverständlich nicht garantiert.

    Der Berater empfiehlt nun, speziell in die drei Branchen Nahrung, Pharma/Gesundheit und – im weitesten Sinne – HighTech zu investieren. Kann man machen, zumal die Chancen in den beiden letzteren Bereichen durchaus überdurchschnittlich sind, dafür ist aber auch das Risiko bei Pharma und Hightech höher. Die Rechnung ist einfach: Wo höhere Chancen sind, gibt es auch höhere Risiken.

    Folgendes Beispiel mag das verdeutlichen: Während branchenmäßig breiter aufgestellte Indizes wie der
    umfassende amerikanische S&P-500-Index schon seit 2013 wieder auf Rekordkurs sind, hat der high-tech-lastige Nasdaq 100, den der Berater empfiehlt, seine Höchststände
    aus dem Jahr 2000 noch nicht wieder nachhaltig überschritten.

    Das hat folgenden Grund: Der Nasdaq 100 war vorher stärker gestiegen (= höhere Chance), danach aber auch stärker gefallen (= höheres Risiko).

    Sofern sich Ihre Tochter dieses Zusammenhangs bewusst ist und das höhere Risiko akzeptiert, kann sie es machen. Wenn nicht, sollte sie breiter aufgestellte Indizes wählen. Zum Beispiel einen ETF auf den besagten S&P-500-Index (mit ausschließlich US-Fimen, von den viele aber weltweit tätig sind) und/oder (noch breiter) den MSCI-Welt-Index (MSCI World). Bei diesen beiden sind die Risiken geringer, dafür aber auch die Chancen.

    Den ETF auf die Nahrungs- und Getränkefirmen kann sie
    aber auf jeden Fall nehmen, denn diese Branche gilt als relativ krisenresistent (gegessen und getrunken wird immer) und dürfte sich deshalb im Krisenfall besser
    entwickeln als der Marktdurchschnitt.

    Falls Sie noch Fragen haben, zögern Sie nicht,
    mir diese zu stellen 🙂

    Herzlicher Gruß
    Raimund Brichta

  2. P.S.

    In Ihren Datei-Namen sind Nasdaq 100 und Stoxx Healthcare vertauscht. Das tut aber nichts zur Sache. Hinter der jeweiligen Headline verbirgt sich lediglich das jeweils Andere.

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