2,8 Billionen Euro – die Erfolgsgeschichte des Kapitalismus
8. Oktober 2026 - Anton Voglmaier in Allgemein | 2 Kommentare
2,8 Billionen Euro. So groß ist das gemeinsame Vermögen von Musk, Page, Bezos, Brin, Zuckerberg, Dell, Huang, Ellison, Ballmer und Buffett. Elon Musk allein kommt auf rund 925 Milliarden Euro.
Sie gründeten und entwickelten Unternehmen zu Weltkonzernen oder setzten Kapital so erfolgreich ein wie kaum jemand vor ihnen.
Google revolutionierte die Suche, Amazon den Handel, Meta die Kommunikation, Tesla das Auto. Microsoft machte den PC massentauglich, Nvidia treibt die KI-Revolution.
Sie schufen neue Märkte, krempelten alte um – und wurden damit zu Milliardären.
Kapitalismus garantiert keinen Erfolg. Er ermöglicht ihn.
P.S.: Zehn Männer, 2,8 Billionen Euro. Im Kapitalismus eine Erfolgsgeschichte. Im Kommunismus vermutlich ein Verteilungsproblem – wenn es die 2,8 Billionen denn gäbe.

Eine sehr einseitige Kolumne. Keinerlei Kritik – ich bin etwas überrascht.
Nur ein paar Beispiele:
Wohin hat es geführt, dass einzelne Menschen unvorstellbare Vermögen anhäufen? Stärkt das die Demokratie?
Ist Ihnen bewusst, dass bspw Amazon die Vielfalt und die Konkurrenz im Handel deutlich reduziert hat?
Oder Meta durch seine Zukäufe ein Quasi-Monopol besitzt?
Dass dieses horrende Wachstum nur zu Stande kommen konnte, weil deren Zukäufe / Übernahmen die Konkurrenz ausgeschaltet hat und durch die Kartellbehörden nicht unterbunden wurde?
Warum wurden vor Jahrzehnten Kartellbehörden gegründet? Es gab handfeste und durchdachte Gründe hierfür.
Wissen Sie, dass Familienunternehmen ihre Mitarbeiter in der Regel besser bezahlen, besser behandeln als Großkonzerne?
Und jetzt die alles entscheidende Frage: würden Sie ihre Kinder / Enkelkinder, sofern vorhanden, einen Job bei Amazon oder Tesla wünschen?
Sie sprechen wichtige Fragen an. Nur widerlegen diese nicht die Aussage meiner Kolumne.
Natürlich brauchen wir Kartellbehörden. Wettbewerb ist das Fundament einer funktionierenden Marktwirtschaft. Wer ihn durch Missbrauch seiner Marktmacht ausschaltet, gefährdet genau das System, dem er seinen Erfolg verdankt.
Auch Amazon, Meta und Microsoft sind durch Übernahmen gewachsen. Aber zu behaupten, ihr wirtschaftlicher Erfolg beruhe im Wesentlichen auf der Ausschaltung von Konkurrenten, greift entschieden zu kurz. Ihre Innovationen haben ganze Branchen verändert.
Und Ihre Behauptung, Familienunternehmen bezahlten und behandelten ihre Mitarbeiter grundsätzlich besser als Großkonzerne, lässt sich so nicht aufrechterhalten.
Was unsere Kinder betrifft: Meine Frau und ich empfehlen ihnen dort zu arbeiten, wo sie gute Bedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten finden. Ob das Amazon, Tesla oder ein Familienunternehmen ist, entscheidet sich nicht am Firmenschild.
Meine Kolumne behauptet nicht, dass Milliardäre unfehlbar sind. Sie zeigt, welche wirtschaftlichen Erfolge der Kapitalismus ermöglicht.
Und dabei bleibe ich: Kapitalismus garantiert keinen Erfolg. Er ermöglicht ihn.