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Gepostet by on August 31, 2020 in Allgemein | 38 Kommentare

Bald ist Erntezeit

  Nun ist es wieder mal so weit: Der S&P-500-Index ist seinem Herrchen, der 200-Tage-Linie, so weit vorausgelaufen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft zurückgepfiffen werden dürfte. Der Abstand zur Linie ist jetzt (Pfeil 3) sogar schon größer als kurz vor dem Corona-Crash im Februar (Pfeil 2). Und er ist etwa gleich groß wie Anfang 2018 (Pfeil 1). Zum Vergrößern anklicken: In beiden Fällen ging es anschließend kräftig nach unten. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass es dies diesmal wieder so passiert. Wann genau, weiß ich natürlich auch nicht. Aber vielleicht ist die oben angesprochene Erntezeit ein möglicher Indikator. Am 19. Juli schrieb ich: „Ich schließe auch nicht aus, dass der Nasdaq noch ein Weilchen wartet, bis auch der S&P so weit ist.“ Nun, der Nasdaq hat gewartet, jetzt ist auch der S&P so weit – auch er ist jetzt reif für eine Korrektur. Möglicherweise warten beide nun gemeinsam noch ein Weilchen, aber irgendwann wird das Warten ein Ende haben. Da bin ich mir sicher. Stay tuned!    ...

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Gepostet by on August 21, 2020 in Allgemein | 42 Kommentare

Aktien zu teuer?

Ich weiß noch, wie vehement ich in diesem Blog am Jahresanfang dafür argumentieren musste, dass Aktien zu diesem Zeitpunkt nicht zu teuer waren. Das waren sie damals mit Sicherheit nicht, obwohl die wichtigsten Börsenbaromter auf Höchstständen notierten. Meine damaligen Kritiker müssten sich nun eigentlich in Scharen zu Wort melden. Denn inzwischen sind Aktien noch teurer geworden, obwohl die Indizes ungefähr auf gleicher Höhe notieren wie zum Jahresanfang. Der Grund ist klar: Die Gewinne und die Gewinnerwartungen wurden von Corona deutlich zurechtgestutzt. Hier eine aktuelle Übersicht der damaligen und der heutigen Markt-KGVs: Wenn Aktien also schon damals zu teuer gewesen sein sollen, was sind sie dann jetzt? Besonders der US-Nebenwerte-Index Russel 2000 sieht mit einem KGV von 97 (!) inzwischen maßlos überteuert aus. Das mag daran liegen, dass kleinere Firmen unter Corona besonders zu leiden haben, sich dies in den Kursen aber nicht widerspiegelt. Doch auch DAX, DOW und Co sind inzwischen alles andere als günstig.   Warum das so ist, ist auch klar. Über den Einfluss der Billionen-Geldschwemme durch Notenbanken und Regierungen...

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Gepostet by on August 18, 2020 in Allgemein | 12 Kommentare

Buffett hat gelernt

Warren Buffett kauft Goldminen-Aktien und schwenkt damit – zumindest indirekt – auf die Linie des Wahre-Werte-Teams ein. Wir halten uns aus bekannten Gründen zwar von Goldminenaktien fern, setzen aber – aus ebenfalls bekannten Gründen – schon seit Jahren auf Gold selbst. Beides hängt insofern zusammen, als gut laufende Goldminenaktien ohne einen gut laufenden Goldpreis schlichtweg undenkbar sind. Und auf ersteres scheint Buffett nun zu setzen. Vor einigen Jahren hatte Buffett Gold noch als unnütz bezeichnet. Wir dagegen wissen, dass Gold im Hinblick auf seine Eigenschaft als alternative Anlagewährung sehr wohl einen wichtigen Zweck erfüllt. Möglicherweise hat Buffett dieses Zweck im Zuge der Corona-Billionen, die weltweit aus dem Nichts geschaffen werden, nun ebenfalls erkannt. Spät, aber immerhin scheint er auch in hohem Alter noch lernfähig zu sein. Das zeichnet einen echten Star-Investor eben aus...

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Gepostet by on Juli 26, 2020 in Allgemein | 45 Kommentare

Corona rettet den Euro

Das Corona-Virus könnte als Lebensretter für den Euro in die Geschichte eingehen. Denn die Corona-Krise hat den Anstoß zur Entwicklung einer Medizin gegeben, die die  Überlebenschancen des Euro deutlich erhöht. Zwar ist es gut möglich, dass diese Medizin auch ohne Corona erfunden worden wäre, aber mit Sicherheit nicht so schnell wie jetzt. Und das schreibe ausgerechnet ich, der den Euro früher oder später auseinanderbrechen sah. Was ist geschehen? Der Reihe nach: Der Euro hat nach wie vor nur in zwei Szenarien eine Überlebenschance: Entweder es werden die Vereinigten Staaten von Europa geschaffen, die einen dauerhaften Finanztransfer von den starken zu den schwachen Regionen garantieren. Oder dieser Finanzausgleich findet auch ohne die Gründung der Vereinigten Staaten langfristig statt. Letzteres geschieht momentan zwar unter tatkräftigem Einsatz der Europäischen Zentralbank. Ob die EZB diese Aufgabe aber alleine dauerhaft stemmen könnte, ist sehr fraglich. Die Vereinigten Staaten, also Variante Nummer 1, sind auf absehbare Zeit ebenfalls  unwahrscheinlich, weil kaum ein Mitgliedsland bereit sein dürfte, dafür im nötigen Umfang auf eigene Unabhängigkeit zu verzichten. Nun haben die...

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