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Die Affäre Günther

18. Januar 2026 - Anton Voglmaier in Allgemein | Keine Kommentare »

Julian Reichelt äußerte sich im Zuge der Günther-Affäre sinngemäß wie folgt: Mit seiner Bemerkung bei Markus Lanz, man solle Medien verbieten, habe der schleswig-holsteinische Ministerpräsident den Vorhang ein Stück weit geöffnet.

Sichtbar werde damit, worum es Politikern in solchen Momenten tatsächlich gehe – und welche potenziell gefährlichen Folgen das für unsere Demokratie haben könne.

Den Verfassungsgebern war klar, dass staatlicher Macht – auch wenn sie demokratisch legitimiert ist – feste Grenzen gesetzt werden müssen. Das gilt selbstverständlich auch für demokratisch gewählte Politiker. Denn auch demokratische Macht kann in Versuchung geraten, kritische Kontrolle als störend zu empfinden oder sie einschränken zu wollen.

Dass Journalisten ihrer Arbeit unabhängig nachgehen können, ist genau dieser Weitsicht der Väter und Mütter des Grundgesetzes zu verdanken. Pressefreiheit ist kein Privileg der Medien, sondern ein zentraler Schutzmechanismus der Demokratie selbst.

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