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Haushaltsdebatte

10. September 2026 - Anton Voglmaier in Allgemein | 5 Kommentare

Aufgrund der aktuellen Haushaltsdebatte im Bundestag möchte ich noch einmal auf meine Serie zu Geld, Schulden und der deutschen Finanzpolitik hinweisen.

Denn die aktuelle Diskussion macht deutlich, wie sehr unsere Debatte noch immer von einem einfachen Bild geprägt ist: Schulden sind schlecht, Sparen ist gut – und ein Staat sollte wirtschaften wie eine schwäbische Hausfrau.

So einfach ist es nicht.

In meiner Serie geht es deshalb um die grundlegenden Zusammenhänge unseres Geldsystems: um die Rolle von Kredit und Geldschöpfung, um die Folgen einer Politik, die Verschuldung grundsätzlich als Problem betrachtet, und um die Frage, welche Folgen die jahrelange Fixierung auf die schwarze Null hatte.

Dabei geht es mir nicht darum, jede Verschuldung für sinnvoll zu erklären oder politische Entscheidungen von vornherein gutzuheißen. Es geht darum, die ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen, bevor man über sie urteilt.

Und das gilt auch für unseren Umgang mit Politik insgesamt: Wir dürfen Politiker hart kritisieren – sollten aber nicht vergessen, dass wir ihnen am Ende auch Erfolg wünschen müssen.

Deshalb wünsche ich unserem Bundeskanzler Friedrich Merz bei den anstehenden Entscheidungen ein glückliches Händchen. Das mag derzeit nicht besonders populär sein. Aber eine funktionierende Demokratie braucht nicht nur kritische Bürger, sondern auch den ehrlichen Wunsch, dass politische Verantwortung gelingt.

Denn am Ende profitieren oder leiden nicht Politiker allein unter den Entscheidungen, die heute getroffen werden – sondern wir alle.

5 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

    und nun noch ein persönliches Wort von mir: Lassen Sie sich nicht aus Ihrem Amt schreiben oder durch Wahlen – in Sachsen-Anhalt – aus Ihrem Amt wählen. Sie sind – sofern Ihr Regierungspartner, die SPD, mitspielt – bis 2029 gewählt. Ich halte Ihre Politik für richtig und klug, und der Erfolg wird sich einstellen – aber nur, wenn Sie die Flinte nicht ins Korn werfen. Und vom Korn verstehe ich etwas!

    • Und jetzt die Auflösung: Vom Korn verstehe ich etwas – meine Familie handelt seit 1889 mit Getreide.

    • „Ich halte Ihre Politik für richtig und klug, und der Erfolg wird sich einstellen“

      Irgendwo müssen ja die 13% Zustimmung für Friedrich Merz herkommen…

      …selbst Elif Eralp von den LINKEN bekommt mit 20% Zustimmung deutlich mehr als Friedrich Merz.

      Ist Ihnen bewusst, wie brisant diese beiden Zahlen sind, und was diese bedeuten?

      • Die Mehrheit muss nicht immer Recht haben.

        • Wer weiß schon ob er Recht hat oder nicht? Prinzipiell sieht sich jeder persönlich im Recht.

          Merz wollte die AFD halbieren, hat aber die CDU halbiert. Das liegt u.a. an seinen gebrochen Wahlversprechen und an seiner Politik, die mit klassischer CDU Politik rein gar nichts zu tun hat. Niemand glaubt ihm mehr, und unbeliebt war er ohnehin.

          Ein Helmut Kohl war nicht beliebt, aber hatte seinen konservativen Kompass und seine Prinzipien. Deshalb wurde er von der Mehrheit gewählt.

          Dass ein Regierungschef nur 13% Zustimmung hat, in der deutschen Hauptstadt die LINKEN bei ca 20% liegen, ist höchst brisant – sehen Sie das auch so?

          Übrigens hält sich ein Emanuel Macron trotz ebenfalls desolater Zustimmung von ca 15% ebenfalls an der Macht. Insofern darf Merz noch etwas Bundeskanzler spielen und sich daran erfreuen.

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