Donald Trump als Präsidenten des „Schocktainments“.
Ein interessanter Essay von Nicola Abé in DER SPIEGEL 25/2026 bringt es auf den Punkt: Donald Trump ist der Präsident des „Schocktainments“. Das trifft den Kern. Trump regiert mit Spektakel, Provokation und Dauererregung. Er inszeniert Politik als Kampf, als Show, als permanentes Überbietungsritual. Aber genau an dieser Stelle würde ich den Gedanken weiterdrehen. Trump ist nicht der Beweis, dass die freie Gesellschaft am Ende ist. Er ist der Beweis, dass sie herausgefordert ist. Und das ist ein entscheidender Unterschied. Eine liberale Demokratie funktioniert nicht automatisch. Sie lebt nicht allein von Verfassungen, Gerichten und Parlamenten. Sie braucht ein gemeinsames Fundament: Werte, Gemeinsinn, Respekt vor Institutionen und die Bereitschaft, den politischen Gegner nicht zum Feind zu erklären. Dieses Fundament ist brüchig geworden. Das ist der Druck von innen. Schon vor Trump gab es illiberale Bewegungen von rechts. Schon vor Trump gab es eine Linke, die eigene Positionen oft moralisch absolut setzte. Und schon vor Trump haben soziale Medien unsere Öffentlichkeit verändert: weg vom gemeinsamen Gespräch, hin zur permanenten Erregung. Trump hat...
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