Woher soll der Strom für die KI kommen?
Vor wenigen Jahren schien die Frage entschieden. Deutschland hat seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet und setzt auf erneuerbare Energien. Für viele war das Kapitel damit abgeschlossen. Doch dann kam die Künstliche Intelligenz. Mit ihr haben sich auch die Rahmenbedingungen der Energiepolitik grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz ist keine Modeerscheinung. Sie wird die Industrie verändern, medizinische Forschung beschleunigen, die Verwaltung effizienter machen und völlig neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Sie könnte zu einer der wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen dieses Jahrhunderts werden. All das hat jedoch einen Preis: Energie. KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Strom – rund um die Uhr. Ihr Bedarf wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen. Doch KI ist nur ein Teil der Entwicklung. Immer mehr Autos fahren elektrisch, Wärmepumpen ersetzen Öl- und Gasheizungen und zahlreiche industrielle Prozesse sollen künftig mit Strom statt mit fossilen Energieträgern betrieben werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob unser Strombedarf wächst, sondern wie wir ihn decken wollen. Damit stellt sich eine unbequeme Frage: Wurde der deutsche Atomausstieg unter Voraussetzungen beschlossen, die sich inzwischen grundlegend...
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