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Gepostet by on Juni 11, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Wenn Trump liefert, verdient er Anerkennung

Man kann Donald Trump vieles vorwerfen: seine Sprache, seinen Stil, seine Lust an der Eskalation, seine politische Show. Aber Politik wird am Ende nicht an Stilnoten gemessen. Sondern an Ergebnissen. Sollte sich bestätigen, dass Trump die angekündigten weiteren Angriffe auf den Iran tatsächlich abgesagt hat, weil ein belastbarer Deal auf höchster Ebene erreicht wurde, dann wäre das ein Moment, in dem man fair bleiben muss. Dann gebührt ihm Anerkennung. Aber nur unter einer entscheidenden Voraussetzung: Der Deal muss substanziell sein. Nicht irgendein Papier. Nicht irgendeine Formel. Nicht irgendeine diplomatische Verpackung. Sondern ein Ergebnis, das die reale Bedrohung durch das iranische Mullah-Regime tatsächlich reduziert. Denn der Kern dieses Konflikts ist nicht Trumps Temperament. Der Kern ist die nukleare Bedrohung, die von Teheran ausgeht. Ein Regime, das Israel offen bedroht, Terrororganisationen in der Region unterstützt und zugleich an nuklearen Fähigkeiten arbeitet, kann nicht mit schönen Worten beruhigt werden. Ein guter Deal wäre deshalb nur dann ein guter Deal, wenn Iran substanzielle und überprüfbare Zugeständnisse machen musste: beim Atomprogramm, bei der Kontrolle...

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Gepostet by on März 15, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Iran

Spannender als jeder Krimi. Die ARTE-Doku über den Iran der frühen 1950er Jahre ist absolut sehenswert. Gerade deshalb lohnt sich ein Hinweis auf einen Punkt, der in dieser Doku – und auch in der meisten sonstigen Berichterstattung über diese Zeit – praktisch nie thematisiert wird. Wenn heute über Mossadegh gesprochen wird, beginnt die Geschichte meist mit dem Putsch von 1953. Dabei gehört zur unmittelbaren Vorgeschichte noch etwas anderes: Mossadeghs Vorgänger im Amt, Premierminister Haj Ali Razmara, wurde am 7. März 1951 als amtierender Regierungschef ermordet. Er wurde also nicht regulär abgewählt oder politisch abgelöst, sondern durch ein Attentat aus dem Amt entfernt. Der Täter war Khalil Tahmasebi, ein Mitglied der radikalen islamistischen Gruppe Fadā’iyān-e Islam. Der Hintergrund des Attentats: Razmara hatte sich gegen die damals geforderte Nationalisierung der iranischen Ölindustrie ausgesprochen und galt deshalb in nationalistischen und religiösen Kreisen als Gegner dieser Bewegung. Für eine persönliche Beteiligung Mohammad Mossadeghs an Planung oder Durchführung dieses Attentats gibt es nach der historischen Quellenlage keinen belastbaren Nachweis. Das ist wichtig festzuhalten: Mossadegh...

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Gepostet by on März 03, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Iran 2026 – Der Anfang vom Ende des Mullah-Regimes?

Seit dem 28. Februar 2026 wird der Iran militärisch angegriffen. Die USA und Israel treffen Ziele im Land. Die Führung ist direkt betroffen. Die Lage eskaliert. Ich habe im Oktober 2024 geschrieben: Freie Gesellschaften schützen das Individuum vor dem Staat. Unfreie Systeme müssen den Staat vor ihren Bürgern schützen. Genau hier liegt der Unterschied. Ein Staat, hinter dem seine Bürger stehen, kann schwere Krisen aushalten. Ein Staat, der seine Bürger kontrollieren muss, gerät in Schwierigkeiten, wenn gleichzeitig von außen Druck entsteht. Denn dann reicht Angst allein nicht mehr. Krieg verschärft alles: Er trifft die Wirtschaft. Er trifft die Versorgung. Er trifft die Machtbalance im Inneren. Und er zwingt ein Regime, noch härter durchzugreifen. Aber je härter ein Regime durchgreifen muss, desto deutlicher wird, wie schmal seine Basis ist. Ich habe 2024 geschrieben, dass der Sturz des Mullah-Regimes der erste Dominostein sein könnte. Jetzt beginnt die Phase, in der genau das möglich wird. Wenn ein System gleichzeitig kämpfen, die Elite sichern, die Bevölkerung ruhig halten und wirtschaftlich überleben muss, wächst...

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Gepostet by on Januar 09, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die freie Welt gewinnt – und der Iran zeigt warum

Ich habe im Oktober 2024 geschrieben: Die freie Welt gewinnt, weil ihre Werte unschlagbar sind. Nicht als Wunsch, sondern als Konsequenz aus einem strukturellen Unterschied: In freien Gesellschaften wird das Individuum vor dem Staat geschützt. In unfreien Gesellschaften muss der Staat vor seinen Bürgern geschützt werden. Genau dieses Muster sehen wir jetzt im Iran in aller Härte: Proteste, ausgelöst durch wirtschaftliche Not, treffen auf einen Apparat, der Kommunikation drosselt, Netzwerke kappt und Kontrolle über Sichtbarkeit herstellen will. Wenn ein Regime das Land digital abdunkeln muss, sagt das weniger über die Stärke der Proteste als über die Angst des Systems vor seinem eigenen Volk. Und es ist nicht nur ein Kommunikationskampf. Menschenrechtsorganisationen berichten über tödliche Gewalt, darunter auch Kinder, und über Massenverhaftungen. Das ist der Preis, den Systeme zahlen, die Zustimmung nicht gewinnen können – nur erzwingen. Mein Punkt von 2024 bleibt deshalb aktuell – und wird durch die Ereignisse nicht “bewiesen”, aber plausibilisiert: Regime, die den Staat vor den Bürgern schützen müssen, haben eine eingebaute Endlichkeit. Sie können Stabilität...

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