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Gepostet by on August 17, 2026 in Allgemein | 6 Kommentare

Wie qualifiziert sind unsere Journalisten eigentlich?

Ulrich Siegmund ist der „gefährlichste Mann Deutschlands“. Das behauptet jedenfalls der SPIEGEL auf seinem aktuellen Titel. Und dieser Titel lässt mich über eine ganz andere Frage nachdenken: Wie gut müssen Journalisten ihren Beruf eigentlich beherrschen? Bevor jetzt jemand die politische Schublade öffnet: Es geht mir nicht darum, Ulrich Siegmund oder die AfD zu verteidigen. Der SPIEGEL hat über Siegmunds politisches Umfeld Dinge zusammengetragen, über die berichtet werden muss: Mitarbeiter mit Vergangenheit in der inzwischen verbotenen neonazistischen Heimattreuen Deutschen Jugend, radikale politische Forderungen und einen Landesverband, den der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch einstuft. Das ist Journalismus. Aber dann kommt der Titel: „Der gefährlichste Mann Deutschlands.“ Wirklich? Nach welchem überprüfbaren Maßstab? Gefährlicher als Terroristen? Gefährlicher als organisierte Kriminelle? Gefährlicher als alle anderen Extremisten im Land? Natürlich ist ein Titel eine Zuspitzung. Aber ein Superlativ beansprucht mehr. Wer jemanden zum gefährlichsten Mann Deutschlands erklärt, sollte erklären können, woran er diese Behauptung misst. Genau das leistet der Artikel nicht. SPIEGEL-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit hat die Formulierung inzwischen verteidigt: Siegmund sei „aus Sicht liberaler...

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Gepostet by on Juni 04, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die politische Mitte muss wieder sprechen

Das aktuelle SPIEGEL-Interview mit Wolfram Weimer ist lesenswert. Interessant ist dabei nicht nur seine zugespitzte Prognose, die AfD werde „zusammenfallen wie ein Soufflé“. Wichtiger ist aus meiner Sicht seine grundsätzliche Analyse: Die demokratische Mitte hat zentrale Begriffe wie Identität, Heimat, Kultur, Aufklärung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu lange den politischen Rändern überlassen. Genau darin liegt ein wichtiger Punkt. Eine stabile Demokratie braucht nicht nur Abgrenzung gegenüber Extremisten. Sie braucht auch eine eigene Sprache, eigene Orientierung und vor allem die Fähigkeit, reale Probleme zu lösen. Denn am Ende entscheidet sich die Stärke der Mitte nicht in Sonntagsreden, sondern an den großen Fragen des Landes: Wirtschaft, Migration, Sicherheit, Reformfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ob Weimers Prognose zur AfD eintritt, wird sich zeigen. Richtig ist aber: Wenn die politische Mitte wieder handlungsfähiger wird, klarer spricht und bessere Antworten liefert, verlieren die politischen Ränder an Attraktivität. Ich finde das Interview gut und drücke Wolfram Weimer und der gesamten Bundesregierung dafür die Daumen. Quelle: DER SPIEGEL, „Die AfD wird zusammenfallen wie ein Soufflé“, SPIEGEL-Gespräch...

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