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Trump will den Ukrainekrieg beenden. Aber zu welchem Preis?

24. Oktober 2026 - Anton Voglmaier in Allgemein | Keine Kommentare »

Der amerikanische Geopolitiker George Friedman erkennt in Donald Trumps Russlandpolitik eine klare Strategie: Was militärisch nicht entschieden werden konnte, soll durch Verhandlungen und wirtschaftliche Anreize erreicht werden.

Russland ist es nach mehr als viereinhalb Jahren Krieg nicht gelungen, die Ukraine zu unterwerfen. Umgekehrt erscheint ein vollständiger militärischer Sieg der Ukraine unter den gegenwärtigen Bedingungen wenig wahrscheinlich.

Trump zieht daraus offenbar eine Konsequenz: Er setzt bestimmte neue Russland-Sanktionen aus, ermöglicht russische Diesellieferungen und erhöht gleichzeitig den Druck auf Selenskyj.

Die Idee dahinter: Putin sollen wirtschaftliche Vorteile in Aussicht gestellt werden, wenn er einer Beendigung des Krieges zustimmt. Die Ukraine müsste dafür möglicherweise zumindest vorläufig den Fortbestand russischer Gebietsgewinne akzeptieren.

Für Friedman folgt Trump damit einer geopolitischen Logik. Doch diese Rechnung hat einen entscheidenden Schwachpunkt: Warum sollte Putin einem dauerhaften Frieden zustimmen, wenn er glaubt, durch weiteres Kämpfen mehr erreichen zu können?

Hinzu kommt: Wirtschaftliche Zugeständnisse an Russland könnten dessen Fähigkeit stärken, den Krieg fortzusetzen.

Trumps Strategie könnte deshalb einen Waffenstillstand ermöglichen. Sie birgt aber ebenso das Risiko, dass Russland wirtschaftlich profitiert, ohne dauerhaft auf weitere Aggressionen zu verzichten.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob Trump den Krieg beenden kann. Sondern ob der Frieden länger hält als der Krieg.

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