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Aufwärtstrend gebrochen?

20. März 2020 - Willi Betz in Gastbeitrag | 31 Kommentare

Hallo Raimund, Ich hätte eine interessante Frage an dich , weil Ich weiß das du ein versierter und erfahrener Chartkenner bzw. Chartdeuter bist. Ist beim Chart vom Dax der langfristige von 1982 herführende Aufwärtstrend signifikant durchbrochen, beschädigt, oder ist er noch als Aufwärtstrend voll intakt? Wohlgemerkt Stand jetzt, wir wissen ja alle nicht was noch kommt. Ich freue mich bereits jetzt über deine Antwort,und bedanke mich gleich im Voraus ganz herzlich bei Dir.

31 Kommentare

  1. Überhaupt nicht. Im Linienchart sitzt er per heute Abend genau auf. Und auch im Balkenchart lag er in den vergangenen Tagen nur mal unwesentlich darunter. Zusammen mit der horizontalen Querverbindung aus den Hochpunkten der Jahre 2000 und 2008 ergibt dies eine massive Unterstützung. Es dürfte sehr schwer werden, diese im ersten Anlauf zu knacken. Und wenn, dann wäre auch längerfristig Land unter. Aber soweit ist es noch nicht. Stay tuned!

    Zum Vergrößern anklicken :

    • Das würde doch dann aber heißen… wenn wir etwa die 8000-8100 nicht halten und es nachhaltiger deutlicher nach unten geht, dass wir dann eine sehr schwere Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise bekommen und womöglich der Systemcrash vorgezogen wird?

      Denn wenn dann Längerfristig Land unter wäre, würden wir uns trotz Notenbankgeld nicht wirklich mittelfristig erholen können und dann wären alle überfordert.

      Also kann man es so sehen… etwa die 8000 MÜSSEN DRINGENST halten.

      • Nein! „Längerfristig Land unter“ kann auch bedeuten, dass wir eine Baisse a la 2000-2003 sehen oder eine Börsenentwicklung wie zur Finanzkrise oder, oder, oder …

        Ich stelle bei einigen Teilnehmern eine unbändige Lust auf einen möglichst baldigen Systemcrash fest 😉 Stand jetzt wird dieser aber noch auf sich warten lassen 😂

        • >Ich stelle bei einigen Teilnehmern eine unbändige Lust auf einen möglichst baldigen Systemcrash fest 😉<

          Auf dem falschen Fuß erwischt, Hr. Brichta?
          Ich störe mich nicht an dem sich abzeichnenden und überfälligen Zusammenbruch im besten RTL-Domino-Day-Stil der Geldsysteme Japans, Chinas, Europas und Amerikas. Dann bekäme diese Welt endlich ein Ihr zustehendes würdiges Finanzsystem mit ewiglicher Funktionalität.
          Und alle leben glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. Omen

          • Ha ha ha ha, warum sollte ausgerechnet ich auf dem „falschen Fuß“ erwischt worden sein? Wenn jemand auf den Systemcrash vorbereitet ist, dann bin ich es. Hast Du nicht mein Buch und meine Beiträge hier im Blog gelesen?

            Es ist allerdings so, dass ich – im Gegensatz zu anderen Crashpropheten – auch die Widerstandskraft der Notenbanken genauestens im Blick habe. Und diese ist noch vorhanden. Stay tuned 😂

    • Wie sieht der Langfristchart beim DAX Kursindex aus? Wäre dieser in der Gesamtbetrachtung seit 1982 nicht „entscheidender“?

      • An diesem Streit beteilige ich mich nicht. Tatsache ist, dass der Performance-Index immer noch der maßgebliche DAX ist, an dem sich auch die Mehrheit der internationalen Finanzzockerszene orientiert. Das ist das Entscheidende.

        • Das sollte doch kein Streit sein, Raimund, die Frage war ernst…

          Und Systemcrash möchte ich definitiv nicht… ich bin stark investiert und hoffe etwa die 8000 halten, denn das war meine Zielgröße in der persönlichen Annahme im WorstCase-Fall…

          Eine Baisse so lang glaube ich allerdings auch nicht, denn ich sehe ja das Virus als einzige Schuld und wir waren vorher an den Märkten (gerade Europa und Dax) nicht überbewertet, keine Euphorie…

          Und wenn man den Dingen aus Asien in verschiedenen Ländern Glauben schenken mag/kann, sieht es dort ja so langsam besser aus… zusätzlich muss man sehen, wir haben ja nun schon eine massive Korrektur gesehen… was ist davon eingepreist und mit den ganzen Maßnahmen von Notenbanken und Regierungen sollten doch dann die wirtschaftlichen Nachholeffekte umso heftiger ausfallen…

          • Ich meine doch nicht Streit mit Dir 😂

            Ich meine den Streit, der seit Jahren unter einigen Experten ausgetragen wird über die Frage, welches nun der relevantere DAX von beiden ist. An diesem Streit beteilige ich mich nicht.

            Und was die weitere Börsen-Entwicklung anbelangt, lasse ich es ganz entspannt herankommen. Der WWF ist gesichert und kann sich auf jedes Szenario einstellen. Stay tuned!

        • Ich glaube fast das die Hedgefonds schon darauf lauern und sich in Position bringen den Dax als
          Index unter den langfristigen Aufwärtstrend zu
          drücken, weil sie dann mit der zyklischen Zusammensetzung des Dax im grossen Stil leer
          verkaufen können und so exorbitante Gewinne generieren können wenn die Richtung nach Unten zeigt und sich auch mittelfristig (,Baisse ) etabliert.

    • Dann sind wir jetzt ja in einer ganz brenzligen Situation.
      Dumm nur das die schweren Indizes in Amerika wieder in sich
      zusammen gefallen sind, was wiederum für die nächste Zeit
      bei uns nichts Gutes bedeutet.
      Ich glaube da steht uns noch einiges an negativer Entwicklung
      bevor.
      Erinnert mich alles an die Zeit von 2001 bis 2003.
      Dax Hoch 2000 ca. 8000, Dax Tief 2003 ca 2240 Punkte.

      • Jetzt lassen wir den Freitag mal außer acht, weil der durch den Verfalltag verzerrt gewesen sein könnte. Am Montag werden die Karten neu gemischt. Stay tuned!

          • Nein, ich bin vorsichtig realistisch 😂

      • Willi dein Vergleich hinkt einfach…

        Wir hatten im Hoch 2000 EXTREM MASSIV eine Überbewertung im Dax, Euphorie pur… dann kam noch dazu der Schock durch 9/11…

        Jetzt hatten wir vor Corona trotz ATH keine wirkliche massive Überwertung von Aktien (gerade was Dax und Europa betrifft). Solch ein starken prozentualen Rückgang was wir von 2000 bis 2003 gesehen haben, halte ich daher im Prinzip für ausgeschlossen, unabhängig ob nun der Bereich 8000 bis 8100 hält oder nicht.

    • Entschuldigung, dass ich mich einmische.
      Rein charttechnisch ist der Aufwärtstrend gebrochen. Auch längerfristig. Die Kursgewinne vom 20.03.2020 waren rein Termin getrieben und von geringeren Umsätzen als bei Kursverlusten begleitet.’Die große SKS-Formation aus den letzten 6 Jahren beginnt sich nach unten aufzulösen‘ würde der Chartdoktor wahrscheinlich formulieren. 😉 ‚Rechts unter links‘ deutet auf weitere Kursverlust schon in Kürze hin. Das Verlaufstief von neulich bei 82xx Punkten im DAX ist zu beachten und dürfte schon in Kürze unterboten werden. Zumal jetzt window-dressing ansteht. Q2 könnte besser werden, mit einer technischen Gegenreaktion.
      In den Jahren 2000 bis 2003 im Salami-crash hat sich der DAX knapp geviertelt.
      Bei einer Salami-Panik halbiert er sich, mindestens. In Übertreibungen geht’s drunter. Es wird dauern, bis die Scherben zusammengekehrt sind und der DAX sich nachhaltig erholt.

      mit besten Grüßen
      die Igelin

      • Einmischen gerne, aber Sie müssten schon nachvollziehbar begründen, warum der oben von mir eingezeichnete Aufwärtstrend gebrochen sein sollte. Das ist er definitiv nicht.

        • guten Tag 🙂
          Der von Ihnen eingezeichnete Aufwärtstrend ist noch nicht gebrochen, aber das wird er, nach meiner Meinung.
          In der klassischen Charttechnik gilt ein Trend als gebrochen, wenn der GD200 signifikant gebrochen wird. Verlassen wir die klassische Charttechnik, bleibt es jedem selbst überlassen, wo und wie er die Linien einzeichnet.
          Warum sollte der Bereich um 8200 nicht halten ?, ist die Frage.
          Covid-19 ist ein mutierter, hoch virulenter Grippe-Virus, der in Wellen auftritt, wie jede Grippe. Die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes oder/und eines Therapeutikums dauert zu lange, um bis zur nächsten Welle in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stehen. Wie wird der 2. Welle begegnet werden ?
          Schon jetzt sind die aktuellen KGVs der Unternehmen reine Makulatur, und man kann durchaus von einer Überbewertung sprechen, bei einer 2. Welle wird das noch drastischer.
          Rein charttechnisch orientiere ich mich an den Tiefs aus 2003 und 2008, beginnend um 1990/1993. In Q2, vielleicht auch noch Q3 werden wir im DAX eine Erholung sehen, weil die Maßnahmen greifen und die Grippesaison sich ihrem natürlichen Ende nähert.
          Eine Trendumkehr für signifikant steigende Kurse bedeutet das nicht.
          Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Volkswirtschaften weltweit und fast alle Branchen sind größer als alles, was wir bis jetzt erlebt haben.

          mit besten Grüßen
          die Igelin

  2. Ein Systemcrash kommt wenn keiner ihn erwartet! Genauso wie diesen Börsencrash! Einige 😉hatten zwar eine Korrektur vorausgesagt ,aber die Heftigkeit und Schnelligkeit waren im Januar / Februar nicht vorhersehbar!
    Ob 8000; 7000; oder5000 Dax –Punkte , entscheidend ist welche Aktien man haben oder schon kaufen sollte!
    Amazon ,Google und Facebook wird es nächstes Jahr auch noch geben ,genauso wie Pharma und Lebensmittel Aktien.

    • Einen Börsencrash kann man niemals vorhersagen. Das Schöne an der Beobachtung des Marktverhaltens, wie ich es praktiziere, ist aber, dass man damit Wahrscheinlichkeiten für größere Korrektoren ermessen kann. Ob aus der Korrektur dann ein Crash wird oder nicht, kann man dann in aller Ruhe verfolgen. Das ist m.E. die einzig vernünftige Art, die Risiken stets im Blick zu behalten, ohne die Chancen nach oben zu verpassen.

  3. Hallo Raimund,

    Du hast ja VWL studiert.
    Haben wir aktuell einen Deflationären Schock ?

    Ein Deflationärer Schock kann sich ja unterschiedlich entwickeln und da niemand eine Glaskugel hat kann man jetzt auch nicht konkret nur 1 Antwort darauf geben wie es sich entwickeln wird; es gibt jedoch mehrere Szenarien die möglich wären. So habe ich von einem Professor der Markoökonimie diese Möglichkeiten im Web nachlesen können.
    Da ich keine Werbung für diesen Herren machen möchte; frage an Dich ob Du solche möglichen Szenarien veröffentlichen möchtest / könntest ?
    ich möchte ungern einfach seinen Infos hier 1:1 kopieren; jedoch sind die möglichen Szenarien seht interessant.

    Warum z.B. alle Asett-Klassen fallen, obwohl bestimmte normalerweise ausgleichend wirken und was das Lehrbuch dazu sagt… und was der Privatmann im Hinterkopf behalten soll bei seinem möglichen Engagement.

    • Ich beschreibe hier doch schon seit Jahren, dass sich unser Geldsystem in einem Entwicklungsstadium befindet, in dem es dazu tendiert, in einen deflatorischen Zusammenbruch zu münden. Man könnte diesen auch als ein “deflatorisches schwarzes Loch“ bezeichnen. Gleichzeitig tun die Notenbanken alles, um mit inflatorisch wirkenden Geldkanonen, diesem schwarzen Loch zu entkommen.

      Dass es tatsächlich kein „endgültiges“ Entkommen gibt, ist klar. Aber immerhin gelingt es ihnen damit, die Flugbahn jeweils abzulenken und dem Loch auszuweichen – bis zur nächsten Kollisions-Gelegenheit.

      Insofern gibt es für meine Leser also nichts Neues. Die neue Krise – diesmal nicht vom Finanzsystem selbst initiiert wie 2007 – ist lediglich ein weiterer Versuch des Lochs, uns zu verschlingen. Aber ich bleibe dabei: Die Notenbanken haben noch Treibstoff, um den Kurs zu ändern und das System erneut am Loch vorbeifliegen zu lassen.

      Ihre Einsätze werden allerdings höher sein als beim letzten Mal: Diesmal werden Billionen verfeuert, in der letzten Krise waren es nur hunderte von Milliarden. Und in der nächsten Krise werden es dann möglicherweise hunderte von Billionen sein. Stay tuned!

      Und was den Goldpreis anbelangt, sollten wir jetzt nicht so überrascht tun: Dieser war auch im Vorfeld und zu Beginn der Finanzkrise bis Anfang 2008 stark gestiegen, um IN der Krise im Jahr 2008 um rund 25% zu korrigieren (in Dollar) und danach wieder explosionsartig anzusteigen. Ein ähnliches Szenario halte ich auch jetzt für möglich. Demnach hätte der Goldpreis erst ungefähr die Hälfte seines vorübergehenden Korrekturpotentials nach unten ausgeschöpft (in Dollar). Stay tuned!

  4. Bestandsaufnahme in Crash-Zeiten WW-Fonds Stand heute: Wer bei 100 eingestiegen ist, hat seinen Wert erhalten. Wer geduldig gewartet hat und bei unter 100 eingestiegen ist, ist belohnt worden. Wer über 100 eingestiegen ist, muß derzeit Verluste akzeptieren. Da ich nicht weiß, welche Ausschüttungen es seit Auflegung gegeben hat, weiß ich nicht, wie eventuelle Ausschüttungen die Performance verändern. Alle Angaben sind vor Kosten. WW-Depot Stand heute: Das Depot ist 2 Jahre früher an den Start gegangen als der Fonds. Das Depot liegt mit 30+% im Plus, vor Kosten (da es keine gibt). Wer also genau das Depot nachgebildet hat, befindet sich, auch nach Abzug anfallender Kosten, derzeit in einer sehr komfortablen Situation. Das Depot hält derzeit ca. 10% Gold, 6% Cash, 3% Immobilien, 80% Aktien Dax Performance Index derzeit ca. 8.900 Punkte Stand 15.10.2014 etwa Depot-Start: ca. 8.600 Punkte + 3,5% Stand 04.10.2016 Fonds Auflagedatum: ca. 10.500 Punkte -15% S&P500 derzeit ca. 2.280 Punkte Stand 15.10.2014 etwa Depot-Start: ca. 1.880 Punkte + 21% Stand 04.10.2016 Fonds Auflagedatum: ca. 2.160 Punkte +5,5% Mein Fazit: Mit dem Depot ist man derzeit glücklich. Es hat „den Markt“ eindeutig outperformt, vier Korrekturen und einen Mega-Crash weggesteckt und ca. 5,5% jährliches Wachstum generiert (vor Kosten, wie oben). Nach 5,5 Jahren kann man sagen: Das Depot hat seine erste große Feuertaufe bestanden. Für mich heißt das, es allemal besser ist, selbständig das Depot nachzubilden, als in den Fonds zu investieren. Zusätzlich hat man auch im Gold die bessere, weil sicherere Variante mit dem ZKB-Fonds gegenüber dem Xetra-Gold der Deutschen Börse. Außerdem hat das Depot im Gegensatz zum Fonds kein Sicherheitsnetz gebraucht und also auch keine Kosten dafür erzeugt. Alles sehr überzeugend. 😀

    • Mir fehlt die Zeit, Deine Zahlen im Einzelnen zu verifizieren. Brauche ich auch nicht, weil sie Äpfel mit Birnen vergleichen: Der Fonds ist ein Fonds und damit etwas komplett Anderes als ein fiktives Musterdepot im Internet. Ich möchte auf die Unterschiede nicht erneut im Einzelnen eingehen müssen, weil ich hier schon genug schreibe und dies an anderer Stelle auch schon zur Genüge getan habe. Beides richtet sich an komplett andere Zielgruppen.

      Dazu kommt, dass es selbstverständlich auch immer auf die Betrachtungszeiträume ankommt. Würde man einen kurzfristigen Zeitraum wählen – etwa seit Jahresanfang (könnte ja durchaus sein, dass jemand erst da eingestiegen ist) – wäre der eine oder andere froh, wenn er derzeit im Fonds statt im Depot investiert wäre 😂

      Zumal auch niemand weiß, wie tief die Kurse noch fallen werden, grusel grusel … ich möchte ja niemandem Angst machen 😉

      Stay tuned!

      • Es war meine Absicht die Sicht eines einfachen Privatanlegers darzustellen. Ich möchte nicht in Frage stellen, daß der Fonds etwas Anderes ist als das fiktive Musterdepot. Da der Fonds in der institutionellen und privaten Variante aufgelegt wurde, richtet er sich explizit auch an die Zielgruppe der Privatanleger. Letztlich ist er ja wohl auch aus der Idee heraus, die das Depot verkörpert, geboren. Vermögende Privatanleger, die Beträge jenseits der € 100.000 investieren können, haben sogar die Möglichkeit in die institutionelle Variante zu investieren. Ich bin davon überzeugt, daß das Management eines Fonds ungleich komplexer ist, als es ist, ein Musterdepot aufzustellen und zu betreuen. Wer sich als einfacher Privatanleger dafür entscheidet in den Fonds zu investieren, sollte sich aber auch bewußt sein, daß er die erhöhte Komplexität und die damit verbundenen Kosten und zwangsweisen Handlungserfordernisse mitheiratet.

        Ich bin ein Privatanleger. Ich muß für mich und meine Familie Anlageentscheidungen treffen, die sich an meiner ganz persönlichen Situation ausrichten. So wie Millionen anderer Privatleute auch. Ich bin vor knapp drei Monaten auf diese Website gestoßen und konnte mich sofort mit dem Konzept identifizieren, das hinter dem Musterdepot steht. Ich bin zudem überzeugt davon, daß sehr viele Privatanleger das Ziel Systemkrisenschutz und die Suche nach Sachwerteanlagen teilen. Erhalt kommt vor Profit. Ich wollte mit meiner Bestandsaufnahme meine Meinung zum Ausdruck bringen, daß

        – das Depot seine Ziele bisher mit Erfolg verfolgt,
        – es bisher mit Erfolg 4 Marktkorrekturen überstanden hat,
        – es bisher auch diesen Megacrash weggesteckt hat.

        Es wird seinem Anspruch bisher gerecht, Schocks in Krisenzeiten abzufedern und in normalen Zeiten Erträge zu erwirtschaften. Ich finde nach 5,5 Jahren Laufzeit darf das festgestellt werden. Ich weiß nicht wie viele andere „Muster“-Depots da ebenso erfolgreich sind. Mir hilft diese Orientierung jedenfalls sehr und ich wäre noch froher, wenn ich das Wahre-Werte-Depot früher entdeckt hätte.

        • „ Wer sich als einfacher Privatanleger dafür entscheidet in den Fonds zu investieren, sollte sich aber auch bewußt sein, daß er die erhöhte Komplexität und die damit verbundenen Kosten und zwangsweisen Handlungserfordernisse mitheiratet.“

          Er heiratet mit, dass er dann gerade keine zwangsweisen Handlungserfordernisse mehr hat. Handeln tut dann nämlich der Fonds für ihn. Genau das ist ja einer der wesentlichen Unterschiede. Als Eigen-Anleger in Aktien oder auch in Fonds, die nicht absichern (das sind die meisten), ist er dagegen viel stärker solchen Handlungserfordernissen ausgesetzt: Halten? Verkaufen? Nachkaufen?

          Aber auch das Depot hat für bestimmte Leute ebenfalls seinen Sinn. Genau deshalb gibt es ja auch beides. Und jeder kann in aller Ruhe selbst entscheiden.

          • Ich meinte die zwangsweisen Handlungserfordernisse des Fonds. Das der absichernde Fonds seine Anleger davon befreit selbst tätig zu werden, ist schon klar.😊

          • Dann möchte ich aber konkret nachhaken: Was meinst Du genau mit den „zwangsweisen Handlungserfordernissen“ des Fonds?

  5. Na zum Beispiel ist der Fonds doch gezwungen immer neu zu investieren, wenn er frisches Geld bekommt. Wenn das in Bullenmarktzeiten passiert, in denen der Fondsmanager vielleicht nicht investieren würde, muss er trotzdem ran. Gezwungenermaßen. Das erhöht die Kosten und reduziert die Rendite.

    • Wenn ein Fonds frisches Geld bekommt, ist das wirklich nur ein Luxusproblem 🙂 Dann legt er dies einfach proportional in den einzelnen Werten zu aktuellen Kursen an, und der Fondsanteilswert bleibt davon unberührt. Bei Mittelabflüssen macht er es umgekehrt. Transaktionskosten spielen eine untergeordnete Rolle. Die fallen bei Fonds weniger stark ins Gewicht. Und es gibt dafür professionelle Fondshändler, die den ganzen Tag nichts anderes machen. War im WWF nie ein großes Problem.

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