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Buffett hat gelernt

18. August 2020 - Raimund Brichta in Allgemein | 12 Kommentare

Warren Buffett kauft Goldminen-Aktien und schwenkt damit – zumindest indirekt – auf die Linie des Wahre-Werte-Teams ein. Wir halten uns aus bekannten Gründen zwar von Goldminenaktien fern, setzen aber – aus ebenfalls bekannten Gründen – schon seit Jahren auf Gold selbst. Beides hängt insofern zusammen, als gut laufende Goldminenaktien ohne einen gut laufenden Goldpreis schlichtweg undenkbar sind. Und auf ersteres scheint Buffett nun zu setzen.

Vor einigen Jahren hatte Buffett Gold noch als unnütz bezeichnet. Wir dagegen wissen, dass Gold im Hinblick auf seine Eigenschaft als alternative Anlagewährung sehr wohl einen wichtigen Zweck erfüllt. Möglicherweise hat Buffett dieses Zweck im Zuge der Corona-Billionen, die weltweit aus dem Nichts geschaffen werden, nun ebenfalls erkannt. Spät, aber immerhin scheint er auch in hohem Alter noch lernfähig zu sein. Das zeichnet einen echten Star-Investor eben aus 😉

12 Kommentare

  1. Fragt sich nur, ob es nicht bereits zu spaet ist. Einige US Banken rechnen mit deutlich steigenden Zinsen. Das ist eher nicht gut fuer Gold. Daher verstehe ich das Orakel nicht wirklich.

  2. Vielleicht macht er (oder sein Team) es auch wie George Soros 2016: in Q2 Barrick Gold kaufen, um sie dann in Q3 mit sattem Gewinn abzustoßen. Auch damals gab es die Schlagzeilen beim Kauf.

    Konsequente Befürworter von Barrick kenne ich im hiesigen Forum nur sehr wenige…Barrick ist exzellent aufgestellt.

    Generell gilt meiner Meinung nach: Weder sollte man andere auf einen Sockel heben, noch soll man sie abwerten.

    • Vielleicht … Buffett unterstelle ich aber einen eher langfristigen Ansatz. Er trennt sich kürzerfistig nur wieder von Engagements, wenn sich seine langfristige Einschätzung geändert hat.

      • Vielleicht dient Buffett nur noch als Aushängeschild, und im Hintergrund ziehen längst die Nachfolger die Strippen. Prinzipiell ist es für uns ja auch egal.

        Sein Satz „Gold sei unnütz“ ist seit tausenden von Jahren widerlegt.

        Rein Raus bei Airlines ist ebenfalls nicht souverän.

        Fazit: Ich würde ihm künftig weniger Beachtung schenken.

        • „Sein Satz „Gold sei unnütz“ ist seit tausenden von Jahren widerlegt.“

          Vielleicht hätte er auch einfach mal seine Gattin fragen sollen?

  3. Es könnte auch sein, dass er einfach nur alt geworden ist. Er hat übrigens kein Gold gekauft, sondern Goldminenaktien. Er ist nicht eingeschwenkt. Wir haben den Unterschied oft erklärt. Er hat Aktien gekauft, kein Gold.

    • Ups, hast Du meinen Beitrag nicht richtig gelesen? Darin habe ich genau erklärt, warum Buffett trotzdem auf unsere Linie eingeschwenkt ist, obwohl er nur Goldminenaktien gekauft hat und kein Gold.

  4. Tja, ich habe Berkshire vor einiger Zeit wieder verkauft, weil ich deren Anlagepolitik nicht verstehe und auch mein Vertrauen in deren Entscheidungen nicht mehr so groß ist.

    Mit dieser Entscheidung zu Barrick zu diesem Zeitpunkt verhält es sich auch so.

    Man kann natürlich aus dem Langfristchart schließen, dass Gold und Goldminen noch vor einem längerfristigen Aufschwung stehen, der auch die alten Höchststände überwindet. Aber auch, wenn man so denkt, ist ein Micro-Investment in Barick bei Berkshire nicht sinnvoll. Dann sollte man mehr davon kaufen. Und die Investition in Barick wäre jetzt auch schon zu spät. Die Hälfte des Laufes hat die Aktie ja schon hinter sich. Und als Langfristinvestment eignet sie sich auch nicht.

    Der einzige Grund, den ich für die Goldminen im Portfolio von Berkshire sehe, ist, dass es gar nicht um das Gold geht. Wenn Gold gefördert wird, ist Gold ja das Wenigste von dem, was sie aus der Erde holen. Vielleicht werden diese anderen Elemente ja mal von größerer Bedeutung sein als das Gold. (Kupfer, Silber, …)

    (Grundsatz: Bein Goldrush nicht in Minen investieren, sondern in die Hersteller von Schüppen)

    • „Der einzige Grund, den ich für die Goldminen im Portfolio von Berkshire sehe, ist, dass es gar nicht um das Gold geht. Wenn Gold gefördert wird, ist Gold ja das Wenigste von dem, was sie aus der Erde holen.“

      Wenn dem so wäre, wären die Kurse der Minenaktien nicht so abhängig vom Goldpreis, wie sie es definitiv sind. Es bleibt dabei: Wer in Goldminenaktien investiert, hat damit mittelfristig nur dann Erfolg, wenn auch der Goldpreis steigt.

  5. Buffett ist wie ein Veganer, der sich Fleischproduzenten ins Depot legt. Spaß beiseite, aber gerade Explorer, wo Barrick nicht zugehört, sind wie Streichhölzer. Sie zünden schnell und verbrennen rasant. Man muss sie wegwerfen, bevor sie ausgehen…ansonsten geht schon einiges, wenn man die richtigen auswählt.

  6. Es stimmt etwas nicht: Warren B. hatte immer von Gold abgeraten. Es produziere nichts. Das passt alles nicht. Er hat nichts gelernt.

    Auch ich halte nicht viel von Gold. Nur weil Gold trotzdem steigt, ändere ich nicht meine Meinung. Das macht er auch nicht.

    Nein, hier wurde es schon angedeutet. Er lässt seine Nachfolger machen. Niemand ist einfach 50 Jahre gegen Gold und ändert dann seine Meinung. Vor allem, weil der Goldkurs nicht seiner Meinung widerspricht. Seiner alten Meinung. Warren B. hat sein Imperium vor allem auf Versicherungen und Energie aufgebaut. Das ist sein Geschäft. Ich glaube nicht, dass Warren wirklich auf Gold setzt.

    Er hat ja auch seine Cash Reserven behalten. Vielleicht geht er noch von einer nächsten Krise aus.

    Wer weiß?

    Ich denke, man sollte sein Handeln anders analysieren, als dass er plötzlich etwas von Gold hält. Das wäre so, als würde Raimund ab morgen Aktien kaufen und sich als Manager bei Burger King bewerben. Nur um das klar zu machen. Nach Jahrzehnten springt kein Mensch einfach so um.

    Ich meine, als nächstes sagt noch einer, er wäre pleite. Ok, das hatten wir schon. Er wird irgendwann etwas dazu sagen. Ich bin mir sicher, dass er dann nicht sagen wird, er sei jetzt Gold Fan.

    Er kannte schon eine Zeit, wo Gold gestiegen ist. Er weiß auch, wie Gold dann gefallen ist.

    Die 70iger konnten seine Meinung über Gold nicht ändern, warum jetzt?

    Satire: „oder Bill Gates hat ihm gesagt, was wirklich mit der Corona Pannemie bewirkt werden soll, ein Systemcrash und er sichert sich ab“

    • Letztlich ist es völlig egal, ob er selbst seine Meinung geändert hat oder ob seine Mitarbeiter es für ihn getan haben. Es wird ihm dennoch zugerechnet. Das ist das Entscheidende.

      Ich kann mir andererseits nicht vorstellen, dass seine Mitarbeiter etwas machen, womit er nicht einverstanden ist. Schließlich scheint er noch im Besitz seiner geistigen Kräfte zu sein. Das wäre ja so, als wenn ins Wahre-Werte-Depot plötzlich Rüstungswerte aufgenommen würden und ich dagegen nicht argumentieren würde. Undenkbar!

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