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Depotalarm: Herbstputz!

11. September 2018 - Raimund Brichta in Allgemein | 19 Kommentare

Wir haben uns zu einer Art Herbstputz im Depot entschlossen: Raus fliegen Looser-Aktien, die uns bis jetzt nichts gebracht haben. In nächster Zeit wollen wir sie peu à peu durch Aktien ersetzen, die besser laufen. Solche haben wir auch jetzt schon zahlreich im Depot, aber es gibt noch mehr.

Angesichts der Diskrepanz zwischen Gewinnern und Verlierern haben wir zuerst bei Kraft Heinz und Fanuc die Geduld verloren. Diese Aktien sind also aus dem Spiel und auf der Ersatzbank gelandet. Mag sein, dass wir damit zu ungeduldig waren, denn bekanntlich kommen auch solche Papiere irgendwann wieder ins Laufen. Aber dann wäre immer noch Zeit, sie wieder ins Spiel zu schicken.

19 Kommentare

  1. Na klasse, teuer kaufen und billig verkaufen.

    • Beim Putzen fliegen eben manchmal Spähne 😂😂😂😂

      Genau dies ist der Sinn von Verlustbegrenzung. Man könnte natürlich auch die Verluste laufen lassen.

      Außerdem kann man bei beiden nicht von „teuer kaufen“ sprechen. Eher billig gekauft und noch billiger verkauft 😂😂😂😂

  2. Heute erfolgt an der NYSE das IPO des TESLA-Konkurrenten NIO zu ca. 6,25$/Aktie, entspricht einer Marktkapitalisierung von ca. 6 Milliarden $. Man muß kein Prophet sein, um noch Potential vor allem auch im Vergleich zum ‚Branchenprimus‘ des Herrn Musk zu sehen. Eventuell ist dieser Titel als kurzer und spekulativer Ritt etwas für das WWD. Den Asienanteil in diesem globalen Depot erhöht er auf jeden Fall, eventuell sogar die Rendite.

    • Neuemissionen sind für uns in der Regel keine wahren Werte. Eine solche erst recht nicht. Und spektakuläre Ritte überlassen wir anderen 😉

      • Ja, ist schon klar, gern solche Verläufe wie hier beim USD/NIO. Immerhin ein Verdoppler in 14 Jahren für den konservativen Investor. Doch Vorsicht, finde den Renditefehler…

  3. Fanuc hätte ich gar nicht erst gekauft, insofern gut dass dieser Wert raus ist.

    Kraft Heinz lasse ich in meinem Depot: starkes Unternehmen, Warren Buffet Investment, kein überteuertes KGV, Dividendenrendite von 4,5% und Quartalszahler sorgen für Entspannung.

  4. Herr Brichta, ist ein Einstieg bei Bayer AG Ihrer Meinung nach noch verfrüht?

    • Ja, da noch fallendes 🔪

  5. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Aktien herumzuärgern, die nur herumdümpeln. Wenn der Markt entscheidet, dass eine Aktie nicht noch oben kommen soll, hat er es entschieden ! Ich denke, dass die Ersatzbank ein guter Ort für solche Aktien ist.

  6. Nach meinen Erfahrungen ist der Kauf von Aktien mit hohen Dividendenrenditen immer falsch: Sie haben solche Renditen nur, weil deren Zukunft mau ist. Ich kaufe konsequent keine Aktie mit einer Dividendenrendite über 3,5 %. Außer der Bär herrscht. D.h. keine BASF, keine Daimler, kein BMW außer der Kurs wurde gekillt. Das bedeutet auch kein Procter&Gamble und kein Kraft. Ich bin mir sicher. Wer Kraft wegen der Dividendenrendite kauft, schneidet in den nächsten 10 Jahren schlechter ab als der Markt… inklusive Dividenden. Man sollte von Daimler lernen.

    • Einfach mal den Fünfjahreschart von TAG u. Vonovia ansehen.

    • Pauschalisierungen helfen nicht weiter – das betrifft sowohl Dividendengegner als auch Dividendenaristrokaten.

      Es geht beim Aktienerwerb immer um den Zeitpunkt („Der Gewinn liegt im Einkauf“) und um das Unternehmen, mit dem sich Investoren vor einem Investment auch wirklich beschäftigen sollten.

      Schau Dir mal Shell oder Lufthansa an. Wer dort antizyklisch rein ist, hat nun eine jährliche Dividendenrendite von 7 bis 10 Prozent auf seinen EK. Tendenz steigend, da die Großen in der Regel größer werden und somit die Dividende erhöhen.

      Gazprom ist ein möglicher Kandidat, der nach Fertigstellung seiner aktuellen Projekte seine Dividende deutlich erhöhen dürfte.

      Wenn Du aber 2014 massiv Amazon, AMD & Co gekauft hast, dann herzlichen Glückwunsch! Bitte lass uns wissen, welchen Wert Du eine ähnliche Performance zutraust.

      Im Umkehrschluß ist das Dividendenargument „Kauf Dividendentitel, damit Du 3% Rendite hast“ natürlich ebenfalls sinnfrei.

  7. Und was ist mit Brain? Wird hier noch eine Gnadenfrist eingeräumt? 😉

    • BRAIN ist nur ein Staubkörnchen in der Ecke. Wir nehmen uns erst mal die großen Dreckbrocken vor 😉

  8. Ich habe mir beim Herbstputz Givaudan angesehen im Vergleich zu Symrise.
    Hier der 10-Jahreschart (leider kein Log-chart):

    Ich finde, man erkennt, dass Symrise in der Vergangenheit besser geführt wurde als der direkte Konkurrent Givaudan. In meinem Depot habe ich schon seit 2015 den Tausch vollzogen.

  9. Also sind die „wahren Werte“ dann doch nicht sooooo robust ausgewählt, wenn man sie immer wieder saisonal rauskicken muss? Kommt mir persönlich etwas hektisch vor. Sind seit Fonds/Depot-Start eigentlich Wertpapiere konstant im Bestand geblieben?

    • Nein, weil wir auch zweimal schon komplett verkauft hatten – alles außer Gold. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie, die darauf abzielt, Kursabschwünge möglichst abzufedern.

      Hier nochmal die wichtigsten Vorkehrungen, mit denen wir dies erreichen wollen:

      1. Durch eine generell höhere Kassenhaltung.

      2. Durch weitere Aufstockung der Kasse, wenn wir dies für geboten halten.

      3. Notfalls durch Komplettausstieg, wenn wir diesen für nötig halten wie am 4.1.16:
      http://wahre-werte-depot.de/depotalarm-alles-muss-raus

      4. Durch die Konzentration auf wahre Werte, falls wir den Ausstieg verpassen sollten. Unsere Werte geben uns nämlich das Vertrauen, dass sie in Krisen erstens nicht so tief fallen wie andere und zweitens sich im Anschluss wieder relativ rasch erholen.

      5. Durch Aussortieren selbst dieser Werte, wenn einzelne von ihnen längere Schwächephasen durchlaufen. Solche Phasen hat nahezu jede Aktie. Das ist wie im Fußball, wo selbst gute Spieler zuweilen Formtiefs haben und dann u. U. auf die Ersatzbank müssen. Eine solche Ersatzbsnk haben wir auch.

      Und 6. durch unsere Goldposition, die rund 10 Prozent am Depot ausmacht und die wir im Krisenfall weiter aufstocken werden.

      Die nächsten Jahre werden nach meiner Erwartung viel zu unruhig, um ein Depot nach dem Muster „Kaufen und Liegenlassen“ sinnvoll erscheinen zu lassen. Wenn der Markt 40% verliert und unser Depot nur 20%, wären wir schon um einiges besser als die Masse. Aber wir möchten selbst dieses Szenario vermeiden und Verluste noch mehr beschränken. Ob uns das gelingt, wird sich zeigen. Stay tuned!

  10. dachte eigentlich Kraft- Heinz wurde verkauft. Sind ja am 16.10. immer noch im Depotbestand.

    • Ja, die sind längst raus. Da hat nur der Depotpfleger noch nicht Hand angelegt. Bitte ignorieren Sie diese Position.

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