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Depotalarm: ring, ring!

8. November 2018 - Raimund Brichta in Allgemein | 36 Kommentare

So schnell kann’s gehen: Gerade mal vier Wochen, nachdem unser Leser I. Dusza zum Ausstieg geklingelt hat, klingeln wir zum Einstieg: ring, ring!

Wie in den vergangenen Tagen mehrfach betont, halte ich den Spuk an den Börsen fürs Erste für beendet. Natürlich wird es auch wieder abwärts gehen, aber wann und von welcher Höhe aus, das bleibt erst mal abzuwarten.

Inzwischen haben sich auch meine beiden Mitstreiter dieser Einschätzung angeschlossen, und deshalb haben wir gestern sämtliche Sicherungen aufgelöst. Damit sind wir von jetzt an wieder ein ganz normales Musterdepot, das sich auf seine wahren Werte verlässt – ohne Netz und doppelten Boden.

Schon beim Anlegen des Gurtes hatte ich angekündigt, dass es sich hierbei nur um eine kurzfristige Aktion handeln dürfte. Wer das für ein zu kurzfristiges Agieren hält, dem sei entgegnet, dass wir in den vergangenen vier Jahren, seitdem es das Depot gibt, fast immer in wahren Werten investiert waren. Vorübergehende Abstinenzzeiten beschränkten sich auf wenige Wochen. Unsere Ausrichtung ist also ganz klar langfristig. Diesmal sind wir sogar investiert geblieben und haben die Sicherungen über Terminmarktgeschäfte nur obendrauf gesetzt.

Des Weiteren haben wir den jüngsten Rückschlag genutzt, um gestern unsere Position in Texas Roadhouse wieder auf volle Höhe aufzustocken und um eine halbe Anfangsposition in Fiserv einzugehen. Ich bezeichne Fiserv als eine Art amerikanische Wirecard, die aber erstens viel günstiger bewertet ist und die zweitens nicht so hektisch im Kurs schwankt wie diese. Welcome!

Um Platz zu schaffen, musste dafür die Booking Holding weichen. Mit ihrer Form waren wir ohnehin nicht zufrieden, und so haben wir die jüngste Kurserholung zum Rauswurf genutzt. Good bye!

36 Kommentare

  1. gratulation ihre Einschätzung(riecher) war mal wieder richtig

  2. Ja, das hat er wohl gemacht. Aber dieser Teil des Herr I.Dusza {wird wohl seine weibliche Seite gewesen sein 🙂 } traut dem Frieden noch nicht ganz. In Amerika basteln alle Indices wohl an einer inversen SKS-Formation mit 1-2 Monats-Breite. Sollte die zweite Schulter (d.h. in 10 Tagen müssen wir im Dow nochmals runter zu den 25.000Pu, danach sollte es zum vollständigen Ausbilden der iSKS wieder über die 26.000 Pu im DJIA gehen) lehrbuchmäßig ausgebildet werden, kann es kurz bis mittelfristig nur ein weiter im amerikanischen Bullenmarkt geben. Btw, trotz eines sich abzeichnenden Endes mit dem rumgemuttere durch Merkel in Deutschland gibt die gegenwärtige Schwäche des Dax’s einem dann doch zu denken. Es bleibt spannend.

    • 15.11.2018 18Uhr
      So, herzallerliebste und werte amerikanische FREUNDE, bitte jetzt eine schöne 2-te Schulter in der falschen inversen S-K-S 🙂 ausbilden. Aber dann.

      Btw. Das Ziel VIX>40,
      demnächst (in mittlerweile nur noch 1 Monat), Eintrittswahrscheinlichkeit 95%,
      bleibt bestehen.
      Wenn meine Quelle sich endlich angewöhnen würde, die zeitlichen Verläufe und Gefahrenpunkte mitzuliefern.
      Alles, aber auch wirklich alles muss man selber machen lassen. 🙂

  3. Hallo Herr Brichta, mich wundert das Sie Covestro micht ins Depot geholt haben! Gibt es dafür Gründe, denn der Rücksetzer war ja da!

    • Ja, meine beiden Kollegen halten Covestro für zu zyklisch. Und da beide (noch) pessimistisch für die Konjunktur eingestellt sind, trauen sie sich nicht, in Covestro zu investieren. Schaun mer mal.

      • Was heißt „noch“ pessimistisch?;-)

        Wir kommen aus einer historisch betrachtet sehr langen Phase der Hochkonjunktur, basierend auf der Geldschwemme der Notenbanken. 2008 ist schon sehr lange her…

        Demnach müsste aus rein historischer Betrachtung erst einmal eine saftige Weltwirtschaftskrise abgewartet werden, bevor in solche Zykliker investiert wird. Letzte Woche habe ich trotzdem BASF und sogar Bayer gekauft, beides geprügelte Knaben. Mal sehen was draus wird, ich bin entspannt.

        Eine interessante These aus dem Kostolanybuch „Die Kunst, über Geld nachzudenken“ und dem für mich wesentlichen Kapitel GELD + PSYCHOLOGIE = Tendenz (https://www.welt.de/print-welt/article502900/Geld-Psychologie-Tendenz.html) ist das folgende Zitat:

        „Wenn der Markt mit neuen interessanten Wertpapieren überschwemmt wird, ist ein Kurssturz der schon an der Börse notierten Aktien unvermeidlich. Wenn aber die neuen Anlageemissionen immer seltener werden, fließen die überflüssigen Gelder an die Börse, das heißt zum Markt der „gebrauchten Autos“ zurück.“

        Würden Sie das aus Ihrer Erfahrung bestätigen, Herr Brichta?

        Stichwort Fiserv: Offensichtlich sind die sehr stark im Segment Finanzdienstleister unterwegs, eine Branche, die gemäß der Wahre Werte Definition prinzipiell gemieden werden sollte…

        • „Noch“ heißt, dass ich damit rechne, dass sich dieser Pessimismus in den nächsten Wochen/Monaten auflösen wird. Die Krise kommt, aber noch nicht jetzt.

          Meinem guten Bekannten Kosto muss ich entgegenhalten, dass der Markt in der Regel gut läuft, wenn auch die Neuemissionen laufen und umgekehrt.

          Und was Fiserv anbelangt, so haben wir darüber schon unter dem Depotvorschlag diskutiert: Der Zahlungsverkehr stellt quasi das Rückgrat jeder Volkswirtschaft dar. Ohne ihn läuft nix. Deshalb ist er für mich ein wahrer Wert. Den Zahlungsverkehr wird es geben, solange es uns gibt.

          Für Fiserv gilt noch im Besonderen, dass man – ähnlich wie Wirecard – alternative und moderne Formen des Zahlungsverkehrs entwickelt und anbietet. Das macht das Unternehmen zusätzlich attraktiv, denn auch die Zahlungsverkehrswelt entwickelt sich weiter, wie wir am eigenen Leibe spüren können.

          Eine gewisse Nähe zur Finanzindustrie stellt natürlich einen Nachteil dar. Dieser wird durch die beiden genannten Faktoren für mich aber überkompensiert.

          • Stichwort Fiserv:
            Sorry, ich habe die Diskussion um Fiserv erst jetzt entdeckt (ich war ja ein Weilchen weg…). Unbestritten ist, dass sich die Welt des Zahlungsverkehrs weiterentwickelt und wandelt und entsprechende Unternehmen somit auch ihre Berechtigung als wahrer Wert besitzen.

            Eine Wirecard oder PayPal hat jedoch nach meinem Verständnis keinen eingeschränkten Kundenstamm wie Fiserv mit den Finanzdienstleistern, sondern per se prinzipiell jeden Erdenbürger. Wer ist krisenfester?

            Ja, Paypal ist „teurer“, hat jedoch laut Daten Comdirect knapp 40% Eigenkapital, ist mit ca 13 Mrd $ vom Umsatz her auch größer und ist eine starke und bekannte Marke.

            Neuemmissionen, Faktor Geld:
            Was die Neuemmissionen betrifft: diese haben es im Vergleich von vor bspw. 2 Jahren markant schwerer, derzeit gibt es mittlerweile auch deutlich weniger – ebenfalls ein Signal des nachlassenden Faktors GELD.
            Die o.a. These bzw. Kosto-Beobachtung besagt, dass in diesen Marktlagen das Geld wieder eher in Richtung traditionelle Unternehmen wandert. Mal sehen…

          • Um mit Ihrer letzten Bemerkung anzufangen: Viele unserer wahren Werte zählen zu den „traditionellen“ Unternehmen. Diese waren bis zum Ende der Frühjahrskorrektur eher „out“, obwohl der Faktor Geld in den USA bis dahin auch schon „nachließ“, um in Ihrer Wortwahl zu bleiben. Erst seit dem Ende der Frühjahrskorrektur sind unsere Werte wieder gefragter. Dies wird meiner Einschätzung nach anhalten, und deshalb mach ich mir über die Zukunft auch keine allzu großen Sorgen.

            Was Fiserv, Paypal und Wirecard anbelangt: Auch Fiserv hat zahlreiche Kunden im Handel und damit außerhalb der Finanzindustrie. Die geringere EK-Quote ist unbestrittenen ein Nachteil. Der wird m. E. aber durch die günstigere Bewertung ausgeglichen: KGV 24 im Vergleich zu 50 bei Wirecard und 35 bei Paypal. Paypal hat darüber hinaus erst eine relativ kurze Kurshistorie von 3einhalb Jahren. Davon weist nur ein Jahr, nämlich 2017, einen eindeutigen Aufwärtstrend auf. Den Rest der Zeit dümpelte der Kurs nur vor sich hin.

            Demgegenüber liegt Fiserv seit Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend, der zudem noch durch relativ geringe Schwankungsbreiten gekennzeichnet ist (siehe Chart unterm Depotvorschlag Fiser). Ruhiger geht’s kaum. Von solch einer Ruhe können auch alle Wirecard-Aktionäre nur träumen 😉

            Eine „Marke“ wie Paypal braucht ein Zahlungsdienstleister nicht, der sich nicht direkt an die Endverbraucher richtet. Eine solche Marke hat auch Wirecard nicht.

            Aber sei‘s drum: Das Schöne an der Börse ist, dass jeder mit seinen eigenen Aktien glücklich werden kann. Ich möchte Sie also überhaupt nicht davon abhalten, in Paypal, Wirecard oder Visa zu investieren.

  4. Hallo Herr Brichta, wäre es möglich, dass Sie mal die aufgelösten Sicherungen an einem Beispiel einer Aktie, bei der es gemacht wurde, für einen „normalen“ Aktionär beschreiben was genau gelaufen ist bzw. wie es nun ausgegangen ist und was die Greiff AG gemacht hat? Wäre wirklich sehr nett es mal zu versuchen, gerne mit einfachen Worten, dann würden sicherlich viele Leser hier verstehen was und warum Sie es so gemacht haben;-)

    • Gerne. Nach meinen Informationen hat der Handel zum Beispiel Ende August Puts auf Rational mit Basispreis 660 EUR und Laufzeit bis 19.10.18 erworben. Und zwar so viele, dass die Zahl der über die Optionen zu verkaufenden Aktien ungefähr der Zahl der Rational-Aktien entsprach, die wir im Depot haben. In dem Maße, in dem der Rational-Kurs unter 660 EUR fiel, stieg der Wert dieser Puts und lieferte damit einen Ausgleich für die auf der Aktienseite zu verbuchenden Kursverluste.

      Durch den späteren Verkauf dieser Puts ergab sich dann ein Gewinn, der dem Fonds in der Kasse zufloss und der die Kursverluste auf der Aktienseite abfederte.

      Da diese Geschäfte nur im Fonds stattfanden und im Depot nicht abgebildet werden konnten, haben wir uns fürs Depot für folgende Lösung entschieden: Nach der jetzt erfolgten Auflösung aller Sicherungen wird die Greiff AG für jedes einzelne Geschäft den Netto-Zufluss oder -Abfluss ausrechnen und danach alle Einzelsalden zu einem Gesamtsaldo addieren. Dieser Gesamtsaldo muss dann noch prozentual auf unser Depot umgerechnet werden, weil das Fondsvermögen logischerweise nicht dem Depotvermögen entspricht. Daraus ergibt sich dann ein Betrag X, den wir der Kasse entnehmen oder dieser hinzurechnen – je nachdem, ob der Gesamtsaldo positiv oder negativ ist.

      Ist die Vorgehensweise insoweit klar?

  5. Hallo Herr Brichta, ich danke Ihnen sehr für die Beschreibung der Vorgehensweise, sie stellt es sehr anschaulich da wie es gelaufen ist;-) Was ich jetzt noch nicht verstehe ist, warum man diese Puts bzw. Optionen nicht auch im Depot reinstellen kann, bietet die Commerzbank diese Puts bzw. Optionen für das Depot nicht an?

    • Genau dies ist nach meinen Infos der Fall. Außerdem wurden zusätzlich Terminkontrakte eingesetzt, die im Depot ebenfalls nicht dargestellt werden können.

  6. Die Darstellung des Depots und die nachträglich gelieferten Transaktionen, machen dieses Depot unglaubwürdig und auf mich einen sehr unprofessionellen Eindruck. Absolut unglaubwürdig das ganze Depot.

    • Dem Vorwurf der Unglaubwürdigkeit halte ich Folgendes entgegen:

      Unser gesamtes Depot mit allen Einzelwerten ist jederzeit – sogar nahezu in Echtzeit – über den Link zum Comdirect-Depot abrufbar. Eine solche Transparenz und jederzeitige Verfolgbarkeit bieten viele andere Musterdepots nicht.

      Über Depotänderungen informieren wir immer sehr zeitnah per Depotalarm. Dass dies seit Oktober 2016 nachträglich geschieht, liegt an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, wie ich hier schon mehrfach betont habe. Seit dieser Zeit gibt es nämlich den Wahre-Werte-Fonds, der das Wahre-Werte-Depot abbildet. Und um eventuelles „Frontrunning“ zu vermeiden, dürfen wir seitdem Transaktionen nicht mehr im Vorhinein ankündigen. Ein ganz einfacher Grund also.

      In aktuellen Fall habe ich den Depotalarm am 8.11. um 00:01 veröffentlicht. Also wenige Stunden nach den Transaktionen, die am 7.11. stattfanden. Zeitnaher geht es wohl kaum, oder? Offen gestanden, war ich damit sogar zu früh. Denn eigentlich sollte ich mit dem Depotalarm abwarten, bis alle Abrechnungen der Fondsgesellschaft vorliegen. Das kann u. U. mehrere Tage dauern. Ich nehme es in diesem Fall aber gerne auf meine Kappe 😉

      „Unglaubwürdigkeit“ könnte man uns allenfalls dann vorwerfen, wenn man uns unterstellte, wir würden bei den Ein- und Ausstandskursen schummeln. Das ist aber gar nicht möglich, weil diese Kurse ja im Fonds unwiderruflich festgeschrieben werden und sich in dessen Performance widerspiegeln. Der Fonds und seine Entwicklung ermöglichen also eine objektive Überwachung unseres Depots. Aus diesem Grund lassen wir die Depot-Performance auch nicht mehr wie früher von einem externen Wirtschaftsptüfer zertifizieren.

      Die Fondsperformance liefert ein viel besseres Zertifikat. Sie ist sogar glaubwürdiger als das, was man bei anderen Musterdepots beobachten kann. Häufig heißt es da nämlich, man sei bei diesem oder jenem Wert zum vorher festgelegten Stoppkurs ausgestoppt worden. Ob ein solcher Kurs aber in der Realität an der Börse überhaupt zustande kam, ist fraglich. Wir alle wissen, dass gerade in hektischen Börsenphasen tatsächliche Geschäfte erst deutlich unter bestimmten Stoppkursen zustande kommen können. Da unsere Ein- und Ausstandskurse darüber hinaus sämtliche Transaktionskosten beinhalten, sind sie unter Umständen sogar „glaubwürdiger“ als die Kurse manch anderer Musterdepots.

      Sollten Sie Ihren Kommentar voreilig und in Unkenntnis dieser Sachverhalte abgegeben haben, sei es Ihnen verziehen. Dann müssten Sie sich allenfalls dazu ermahnen lassen, in Zukunft etwas sorgsamer zu sein und sich erst zu informieren, bevor Sie sich zu einer Sache äußern.

      Sollten Sie die geschilderten Zusammenhänge dagegen schon gekannt haben, würde ich Ihnen Ihr dahingeworfenes Schlagwort „unglaubwürdig“ nicht so einfach durchgehen lassen. Dann müssten Sie mir und den anderen schon erläutern, was genau an unserem Depot unglaubwürdig sein soll.

      Und wenn Sie schon dabei wären, könnten Sie gleich nachlegen, was Sie mit “unprofessionell” meinen. Dem einen oder anderen User erschien es bis jetzt im Gegenteil eher als zu professionell, dass wir neuerdings – und nur versuchsweise, wie ich immer betone – auch Terminmarktinstrumente nutzen, die in der Regel nur die Profis einsetzen.

    • Ach, ooooch, nicht schon wieder.
      Der werte Gastroenterologe hat das mit dem Geld/Cash im Commerzbank-Musterdepot-WWD-Fonds-Repräsentanten für diese website immer noch nicht richtig verstanden.
      Allllsoooo ich erkläre es Ihm nicht schon wieder.
      Btw., hat den das Fondsmanagement des Wahre-Werte-Fonds mal über eine eventuelle Titelreduzierung und der damit einhergehenden Steigerung der Fondsperformance nachgedacht. Ihre bisherige Trefferquote läßt diesen meist von Risikomanagern gern abzulehnenden und zu verwerfenden Gedanken durchaus zu.
      Der Vorschlag: Begrenzung auf 18 Titel mit hälftigen Einstiegen.
      Weil hier irgendwo im thread zeitpartielle Performancevergleiche zu Ungunsten des WWD/F mit einem Opa-Fonds von Flosse angestellt wurden.
      Btw, der muß auch 1 Milliarde Geld am Markt unterbringen. Tatsächlich kein Vergleichspart zum kleineren, zu verfeinernden WWD. 😉

      • Danke für den Vorschlag. Auf den Gedanken der Titelreduzierung sind wir auch schon gekommen. Befindet sich gerade in der Umsetzung. Stay tuned!

  7. Nächstes Kursziel Dax 10300.
    Solange die FED keinen Kurswechsel macht geht es abwärts.

  8. Anbei mal ein Vergleich vom besten Wahre Werte Fonds. Flossbach v Storch Multi Opp, jeder kann sich ein Urteil bilden

    • Richtig, Sie haben die Messlatte dabei sehr hoch gelegt. Auch ich schätze die Flossbach-Fonds sehr 😉

    • Hallo Herr Redeker, nehmen Sie gerne bei Ihrem Vergleich noch einen ETF auf den MSCI World mit rein, dann erkennen Sie noch größere Unterschiede und der Fonds Flossbach von Storch Multi Opp sieht dann auch nicht mehr so gut aus;-)

  9. Hallo Herr Brichta, ich denke Missgunst und Neid gepaart mit Oberflächlichkeit führt evtl. zu solchen Kommentaren, wie von dem Herrn „Gastleser“, der sich nicht mal traut seinen Vornamen zu nennen! Eine fundierte Auseinandersetzung bringt alle was und davon profitiert u.a. auch der Schreiber, aber Sie sind ja nicht verlegen und möchten ja hier eine offene Kommunikation führen, sonst hätten Sie ja auch seine nachricht gelöscht, was ich denke durchaus kein Problem wäre und genau das macht Sie für mich authentisch;-)

  10. Hallo Herr Brichta, ich würde Sie gerne mal Fragen was Sie denken, warum heute der Dax sich gut hält bzw. gehalten hat und der Dow nachgibt!

    • Die relative Schwäche des DAX könnte nach meiner Einschätzung fürs Erste beendet sein. Es gab schon in den vergangenen Wochen Anzeichen, die darauf hingedeutet haben. Zum Beispiel hatte der Dow am 29.10. noch mal ein neues Verlaufstief, der DAX nicht mehr.

  11. Sehr geehrter Herr Brichta,

    Sie haben heute auf N-TV behauptet dass die aktuellen Kraftstoffpreise durch den niedrigen Rheinstand bergründet sind.

    Darf ich fragen wie Sie sich erklären dass die Preise in Luxemburg, Österreich, Tschechien 20-30 Cent billiger sind?

    Gruß

    John Steel

    • Erstens gibt es vermutlich grundsätzliche Preisunterschiede zu diesen Ländern, die durch unterschiedliche Steuersätze begründet sind. Zweitens läuft die Versorgung dort vermutlich weniger über Flüsse mit niedrigen Wasserständen.

      Ich hatte im Studio lediglich auf die Frage des Kollegen Jörg Böker geantwortet, warum sich der 20prozentige Ölpreisrückgang seit Ende September noch nicht an der Tankstelle bemerkbar macht. Neben dem Niedrigwasser, das sich demnächst von selbst erledigt, weil die Pegelstände wieder steigen werden, ist daran aber auch der Dollarkurs Schuld. Der genannte Ölpreisrückgang war in Dollar gerechnet. Gleichzeitig ist der Dollarkurs aber gestiegen, was den Rückgang des Ölpreises teilweise kompensiert hat.

      • Hallo Herr Brichta,

        korrekt, einen gewissen Preisunterschied gibt es schon immer. Der ist jedoch nicht ansatzweise mit dem aktuellen Preisunterschied vergleichbar. Der Dollarkurs betrifft ja wohl alle Länder und nicht nur Deutschland, ist also kein Argument.
        Dass niedrige Wasserstände die Kraftstoffpreise in Deutschland, und NUR in Deutschland so dermaßen (Betrachten Sie das noch nur mal prozentual) ansteigen lassen ist schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbar.

        Gruß

        John Steel

        • Nochmal: Der Dollarkurs ist ein Argument dafür, dass sich der Ölpreisrückgang in Dollar nicht auch an der Tankstelle bemerkbar macht. Ein zweites Argument DAFÜR, und nur dafür, sind die Pegelstände, die inzwischen aber wieder steigen. Das heißt, dieser Faktor wird sich bald erledigt haben. Über der Preisunterschied zu anderen Ländern hatte ich im TV ja gar nicht gesprochen. Er war also kein Thema.

          Diesen haben Sie erst mit Ihrer Frage ins Spiel gebracht, auf die ich mit zwei Vermutungen geantwortet habe. Vermutung Nr. 1. scheint zu stimmen und Nr. zwei zumindest ansatzweise auch, da die Versorgungswege unterschiedlich sind.

          Ob sich dadurch auch die HÖHE des akt. Preisunterschieds erklären lässt, ist eine ganz andere Frage, zu der ich mich nicht geäußert habe, weil ich dies nicht beurteilen kann. Welche Vermutung haben Sie denn?

        • „love it, leave it or change it“.

          Lamentieren hilft nicht weiter. Wer sich bei Kursschwäche Shell Aktien ins Depot holt erfreut sich alle drei Monate über Dividendenzahlungen… Davon kann die Tankfüllung bezahlt werden.

          Die großen Richtlinien der Politik werden Sie nicht ändern können.

          • ohne Scheiß, ich tanke seit über 10 Jahre nicht mehr und ich werde Shell nicht anfassen. Ich kaufe keine Aktien mit Dividendenrenditen deutlich über 3 %. Dividendenrenditen sagen was über die Qualität des Unternehmens aus. Je höher je mehr Scheiße. Ab 3 % richtig Scheiße. Meine Meinung. Die Börse macht halt keine Sonderangebote.

  12. Joo Marco Dargel, am besten waren die Werte vom neuen Markt. Null Dividendenrendite, Null Gewinn, und nach 6 Monaten fast Null EK. Verstehe bis heute nicht, warum ich damals nicht zugegriffen habe.😇

  13. Heute Turnaround Tuesday??
    Ausbildung einer umgekehrten Schulter -Kopf-Schulter Formation bei S&P ,Dow und Tecdax???Sieht sehr danach aus!

    • Mehrere Indizes könnten eine inverse S-K-S-Formation ausbilden. Auf die Nackenlinie kommt es an. Es ist spannend!

  14. Die Korrektur könnte doch weitergehen als gedacht.
    Zinsanstieg in USA, Auslaufen der Steuersenkung in USA,
    Wirtschaftsabschwächung weltweit 2019 erwartet.
    Technologieaktien und Biotech mit hohen KGV kommen jetzt
    zurück, die hohen KGV werden nicht mehr bezahlt in diesen
    Umfeld. Old Economy hät sich deutlich besser.
    Breiter Anstieg der Börsen wahrscheinlich erst wieder wenn die Zinssenkungen in den USA wieder aufgenommen werden.

    • Wie es auch immer kommt, wir setzen mit wenigen Ausnahmen ohnehin mehr auf die Old Economy.

    • Ja – wenn der Faktor Geld en masse vorhanden ist steigt fast alles, die hippen Aktien steigen mehr als die Standardwerte.

      Jetzt brechen andere Zeiten an.

      Faszinierend finde ich die Einstellung, dass sich Anleger gerne auf Zinssenkungen der FED verlassen nach dem Motto „wird alles gut gehen“. Sicherlich werden die Zinssenkungen und das Öffnen der Geldschleuse früher oder später auch wieder kommen werden MÜSSEN. Bevor die FED diese jedoch einleitet, müssen erst einmal sowohl realwirtschaftlich als auch börsentechnisch große Schmerzen vorhanden sein. Und diese Phase steht uns noch bevor.

      Rein geopolitisch betrachtet attackieren die USA mit ihren Zinserhöhungen die verschuldeten Schwellenländer und den verschuldeten chinesischen Unternehmenssektor – irgendwann aber auch die heimische Wirtschaft…

      Auch ein Klassiker: sofern die Amerikaner massiv kreditfinanziert Aktien gekauft haben (es stieg ja alles so schön und schnell), drohen Margin Calls.

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