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Depotvorschlag: Berentzen

19. Juni 2018 - Joachim Fischer in Depotvorschlag | 11 Kommentare

Ich als Anleger im Wahre Werte Fonds mache mir natürlich Gedanken, wie ich hier aktiv beitragen kann, um die idealen Werte zu finden, die eine neue Krise gut überstehen oder sogar profitieren können. Wenn ich mir vorstelle, dass in einer Krise sich oft auch die sozialen Gefüge in der Gesellschaft verändern, insbesondere der Alkoholkonsum, würde ich zu Berentzen ( WKN 520160 ) tendieren. Sicher lässt dieser Gesichtspunkt auch moralischen Diskussionsbedarf zu, aber die Aktie von Berentzen wurde damals erfolgreich restrukturiert, hat eine Dividendenrendite von über 3 Prozent und scheint auf dem aktuellen KGV auch fair bewertet zu sein. Wenn man sich die aktuellen Stimmrechtsveröffentlichungen dazu noch ansieht, scheint sich hier etwas in naher Zukunft zu tun…

11 Kommentare

  1. Vielen Dank, lieber Joachim Fischer. Verstehe ich Sie richtig? Sie gehen davon aus, dass in einer Krise die Leute ihr Leid in Alkohol ertränken? Das ist eine gewagte These. Aber unterstellen wir mal, das stimme. Wäre es tatsächlich unserem Wahre-Werte-Gedanken würdig, darauf zu spekulieren? Daran habe ich meine Zweifel. Sie selbst sprechen von „moralischem Diskussionsbedarf“.

    Außerdem scheint das in der letzten Krise nicht der Fall gewesen zu sein, wie der unten stehende Chart zeigt. Oder wenn, dann hätten die krisengeplagten Säufer zu billigem Fusel gegriffen und nicht zu Berentzen-Schnaps.

    Insgesamt sieht der Langfristchart ohnehin aus wie eine Schüssel, in der man all die Tränen hätte auffangen können, die in der Krise vergossen wurden – oder wahlweise auch den getrunkenen Schnaps. Etwas wahrhaft Wertiges kann ich darin nicht erkennen. Oder habe ich etwas übersehen?

  2. Hallo Herr Brichta,
    die Berentzen-AG wurde vor Jahren von der Aurelius AG übernommen, die die Anteile von über 40 Anteilseigner übernommen, Schwerpunkt aus der Gründerfamilie. Durch interne Familienstreitigkeiten ist der Konzern damals in Schieflage geraten.
    Aurelius hat sich im Jahre 2016 nach erfolgreicher Restrukturierung von den letzten Anteilen getrennt. Mittlerweile steht das alte Traditionsunternehmen wieder auf stabilen Beinen und zahlt eine angemessene Dividende.
    Des weiteren wurde der Vertrieb nicht nur auf Alkohol beschränkt, sondern auch auf nicht alkoholische Getränke.
    Vielleicht war meine Formulierung etwas zu überspitzt mit dem Trinken in der Krise, aber nennen wir es mal so, getrunken wurde schon immer, auch in Krisen.
    Ich sehe Berentzen als kleine aufstrebende Perle im Getränkebereich, die man auf alle Fälle im Auge haben sollte

    • Danke für die weitergehenden Erläuterungen, lieber Joachim. Sie bringen Berentzen meiner Meinung nach aber nicht weiter in Richtung eines wahren Wertes. Das Unternehmen ist demnach ein ehemaliger Sanierungsfall, der jetzt wieder flott gemacht wird. Sanierungsfälle (auch ehemalige) sind aber gerade keine wahren Werte für uns.

  3. Herr Brichta trinkt nur Champagner ;))

    • … und Grappa 🥂🍾

  4. … und noch immer keinen Whisky?!?! 😉

      • Schade! (Dabei wären Sie mit meinen damals vorgeschlagen Diageo Shares gar nicht mal so schlecht gefahren 😉

  5. Wurde von Aurelius damals in Schieflage übernommen, ERFOLGREICH restrukturiert und steht jetzt wieder auf gesunden Beinen… Hallo Herr Brichta, da bin ich wieder… dieses Statement konnte ich mir nicht verkneifen, nochmal aufzugreifen… *schmunzel*
    Auch wenn ich Berentzen trotzdem nicht als wahren Wert ansehe…

    • Ja, ja, die Alchimisten von Aurelius …

  6. Im Getränkebereich habe ich mir zwei Aktien ins Depot gelegt:

    1. Schloss Wachenheim (DE0007229007) ist in der Wein- und Sektproduktion in den Regionen Deutschland, Frankreich und Osteuropa aktiv. Die Eigenkapitalquote ist solide bei über 45%, das KGV bei ca. 13,5 und die Dividendenrendite liebt bei rund 2,5 Prozent. Momentan korrigiert der Kurs, das kann sich auch noch fortsetzen,bietet aber auch eine Chance für eine erste Tranche.

    2. Lucas Bols (NL0010998878) – die mit den bunten Likören – haben nach einer „Durststrecke“ (Kalaueralarm) 2015 den Turnaround geschafft und die Geschäftszahlen ständig verbessert. Die EK-Quote liegt bei ca. 50 Prozent, das KGV bei 14, die Dividendenrendite bei über 3,5 Prozent.

    Beide Aktien sind marktenge SmallCaps, Wachenheim ist familiengeführt, der Freefloat liegt bei nur 30 Prozent, bei Bols liegt der Freefloat immerhin bei 58 Prozent.

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