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Depotvorschlag: Vanguard-ETF

3. Mai 2020 - Jochen in Depotvorschlag | 14 Kommentare

Vanguard FTSE All-World ETF

Ich schlage den o.g. Fonds vor, den es sowohl ausschüttend (WKN A1JX52) als auch seit 2019 als Thesaurierer (A2PKXG) gibt. Der Fonds investiert weltweit in auf verschiedene Währungen lautende Aktien und versucht mit Erfolg den Weltindex nachzubilden und regelmäßig „outzuperformen“. Die Gesamtkostenquote beträgt schlappe 0,22 %.Keinerlei Ausgabeaufschläge. Quellensteuern werden weltweit steueroptimierend zurück geholt und erhöhen das Fondsvermögen. 100 % Eigenkapital, keine Fremdfinanzierung, m.E. ein wahrer Wert, der als Depotgrundbaustein langfristig geeignet ist. Ich habe ihn für meine Enkel in der thesaurierenden Form wegen des Zinseszinseffektes gewählt, bei onvista nahezu kostenfrei in der „free buy“ Version. Glüchauf!

14 Kommentare

  1. Leider nix für uns, da unser Depot selbst eine Art Fonds darstellt und wir keine Fonds im Fonds haben wollen. Es sei denn, dass es nicht anders geht – wie bei unserem Gold-Fonds.

    Wir wären also mehr an wahren Werten aus dem Vanguard-Fonds interessiert. Vielleicht könntest Du Dich damit mal näher beschäftigen?

    Die Erklärung, der Fonds wolle den Weltindex nachbilden und gleichzeitig regelmäßig outperformen, leuchtet mir im Übrigen nicht ein. Wenn er nachbildet, performt er nicht out, und wenn er outperformt, bildet er nicht nach.

    Nichtsdestotrotz kann es sich um ein sinnvolles Investment für Deine Enkel handeln.

  2. OK, vielleicht nicht für das WWD geeignet, aber eventuell für einige Mitleser interessant.
    Zur Erläuterung: Der ETF bildet den Weltindex „gesampelt“ ab, übertrifft aber die Performance z.B. des MSCI World regelmäßig, über 5 Jahre um knapp 10 %. Einen entsprechenden Blick auf justETF oder ING Diba riskieren und mit der angegebenen WKN unter „Analyse“ anklicken. Er bildet nach und performt out…und schlägt so manchen Fondsmanager.

    • Was ist denn das „sampeln“? Wie funktioniert es genau?

  3. Bei der Sampling-Methode werden „nur“ die wichtigsten und repräsentativsten Titel des Referenzindex im ETF abgebildet.
    Es sind bei Vanguard, der den Weltindex MSCI oder FTSE als Referenz hat, aber immer noch sehr viele Aktien (>3000),in die investiert wird, darunter etliche, die sich im WWD befinden.

    Bei justETF.com finden sich nähere Infos.

    • Na ja, das ist kein Zauberwerk. Wenn mit den „wichtigsten“ aber stets Überrenditen erzielt werden sollen, müssten sich die wichtigsten auch stets besser entwickeln als der Rest. Das ist jedoch wenig plausibel.

  4. Mal ganz von den obigen Fragen abgesehen –

    Welcher Index sollte der Standardindex sein, an dem Aktieninvestments gemessen werden?
    Eingebürgert hat sich MSCI World oder vergleichbare Indices (FTSE, …).
    Allerdings gibt es jetzt den MSCI All Country World oder vergleichbare Indices. Die bilden neben den Werten aus den Industrienationen auch solche aus den Emerging Markets mit ab und stellen so ein realistischeres Welt-Depot dar.

    Ich habe gelesen, dass Vanguard zum Beispiel seinen Mitarbeitenden zum ACWI rät. Und persönlich nehme ich den auch als Referenzindex.

    Was meint ihr? Hat der gute alte MSCI World als Referenzindex bald ausgedient? Ist es sinnvoll, mit ihm nur auf Werte der Industrienationen als Benchmark zu setzen?

    • Mal abgesehen von Deiner Frage: Eventuell erfährt der Industrieländer-Index in nächster Zeit ein Revival. Aufgrund ihrer Stärke und der Feuerkraft ihrer Notenbanken können die Industrieländer nämlich mit viel mehr Geld auf die Coronakrise reagieren als die Entwicklungs- und Schwellenländer. Dies könnte den Aktienmärkten der Industrieländer auf absehbare Zeit einen Vorteil verschaffen.

  5. Danke!
    An deiner Argumentation ist viel dran.

    Dennoch bleibe ich bei meiner EM-Position, weil ich längerfristig auch Innovationskraft und Demographie für wichtige Faktoren für die Entwicklung der Märkte halte. Und beides spricht auch für viele Emerging Markets.
    Außerdem hat die Corona-Krise gezeigt, dass die asiatischen Nationen einen sehr hohen Organisationsgrad besitzen.

    • Apropos Asien: China und Taiwan gehören für mich persönlich nicht mehr zu den Schwellenländern, Südkorea sowieso nicht.

  6. Das sehe ich auch so. Aber in den Indices spiegelt es sich noch nicht wieder.

    China ist im MSCI-EM gerade bedeutend stärker berücksichtigt worden.

    Deshalb ist für mich der MSCI-World USA + alte Welt.
    Und der MSCI-EM ist für mich China + neue Welt.

    Deshalb berücksichtige ich beide in meinem Portfolio gleich stark. Beide werden sich meiner Ansicht nach stark entwickeln.

    Die USA werden darauf dringen, dass China der Status als Entwicklungsland aberkannt wird. Dann wird sie die Index-Welt vielleicht neu ordnen.

    • Gerade China war in den letzten Jahren aber nicht gerade ein Börsenrenner 😂

      • In den letzten 10 Jahren war China in der Börsenentwicklung wirklich enttäuschend. Und noch längerfristig auch. Aber das Land hat sich in dieser Zeit gewaltig entwickelt und auch immer noch hohe Wachstumsraten. Beides spiegelt die Börsenentwicklung derzeit nicht wieder.

        Dadurch, dass China nach und nach in die großen Indices aufgenommen wird und auch weiterhin seinen Finanzmarkt öffnet und reformiert, wird sich das ändern. Es könnt auch sein, dass China von Corona profitiert, weil sie als erste aus dem Tal herauskommen.

        All das spricht strategisch für ein China-Engagement. Irgendwann wird es sich lohnen.

        Außerdem gilt für China das selbe wie für den WWF. Auch da sollte man mehr nach vorne schauen als nach hinten.

        • Der Unterschied zwischen China und dem WWF ist der folgende: In China gab es eine Börsen-Blase 2007/2008 und eine Echoblase 2015. Beide es im WWF nicht.

          Wenn man die beiden Blasen herauslässt, gibt es aber tatsächlich eine Gemeinsamkeit: Einen ganz gemächlichen langfristigen Aufwärtstrend.

    • Mir sind Länder schnurz egal. Ich konzentriere mich nur auf die Unternehmen. Die dürfen aus den USA, Deutschland oder Nigeria kommen. Ich habe da nur eher die Ansprüche, nicht zu viele Schulden, stabiles Geschäft (nicht wie BASF oder Covestro), Umsätze und Gewinne steigen, also nicht wie Steinhoff, BASF oder Covestro oder Daimler, und die Dividendenrendite darf nicht zu hoch sein. Aktuell bekommt Unilever in meinem Depot eine gelbe Karte, wegen zu hoher Dividendenrendite.
      Meine Aktien dürfen auch Texas Roadhouse heißen, mit denen ich mich schon etwas verbrannt habe. Aber sie verletzen meine wichtigsten Regeln nicht. Dividendenrendite und Schulden. Und mal ehrlich, wer geht schon zu MCD oder Texas, weil er vegan essen möchte. Meine Loser in dieser Krise waren Adidas und Texas. Interessant finde ich, warum Adidas deutlich stärker baden ging als Nike. Da hätte ich gerne mal ein paar Ideen. Habe mir selbst schon einiges überlegt.

      Aber am spannendsten finde ich Texas, weil ich zwei Sachen gut finde , die sie gemacht haben. Sie hatten ins Personal investiert, was vor Corona doch Erfolg zeigte und sie haben mehr Guthaben als Schulden (vor Corona). Hier flogen sie raus und ich werde sie halten. Das finde ich spannend. Wie gut sind meine Regeln im Ernstfall?

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