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Der Crash kommt!

3. November 2020 - Raimund Brichta in Allgemein | 65 Kommentare

Viele Leute verstehen nicht, warum unser Geldsystem auf den finalen Kollaps zusteuert. Sie argumentieren, dass das System auch in den vergangenen Jahrzehnten Bestand hatte, obwohl Crashpropheten immer wieder sein baldiges Ende vorhersagten. Aus aktuellem Anlass deshalb noch mal einige grundsätzliche Bemerkungen dazu:

Richtig ist, dass sich der Zusammenbruch nicht exakt im Vorhinein bestimmen lässt. Schon zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn Anfang der 80er-Jahre gab es Prognosen (etwa vom Ex-Dreba-Chefvolkswirt Kurt Richebächer), dass dieser Kollaps unmittelbar bevorstehe. Gekommen ist er bisher nicht.

Stets begleitet wurde das Geschehen aber von neuen Crashpropheten mit immer wieder neuen Vorhersagen, dass der Kollaps nun aber rasch komme. Jüngstes Beispiel sind die geschätzten Kollegen Friedrich & Weick, die den Zusammenbruch (soweit ich gehört habe, ich habe ihr Buch nicht gelesen) für 2023 prognostizieren.

Ich dagegen wiederhole immer wieder, dass ich FRÜHESTENS Ende des kommenden Jahrzehnts damit rechne – wohl wissend, dass es auch bedeutend länger dauern kann. Das System ist definitiv viel widerstandsfähiger, als es sich die Crashpropheten vorstellen können (oder vorgeben, es sich vorstellen zu können).

Deshalb werde ich die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren genau verfolgen und analysieren, um ggf. meine Erwartung anzupassen.

Tatsache ist jedenfalls, dass sich das System BIS JETZT in etwa so entwickelt, wie ich es vor etwa zehn Jahren analysiert/prognostiziert und in unserem 2013 erschienen Buch festgehalten habe.

Dazu gehört zum Beispiel die Erkenntnis, dass unser Geldsystem inzwischen ein Entwicklungsstadium erreicht hat, in dem es nur noch deshalb weiter existieren kann, weil die Notenbanken immer größere Teile der Geld- und Schuldenmengen in ihre Bilanzen nehmen und das System damit stützen. Dies ist übrigens ein Phänomen, dass es in den vorangegangenen Jahrzehnten nicht gegeben hat. Ein wesentlicher Punkt hat sich also bereits geändert.

Die weitere Entwicklung ist für mich deshalb relativ leicht vorherzusehen: Das System wird noch so lange überleben, wie es die Notenbanken stützen können. Die Billionenspritzen der Coronakrise sind in dieser Hinsicht nur ein weiteres Element in einer Entwicklung, die im Prinzip zwangsläufig ist. Die Spritzen wären sowieso gekommen, auch wenn es Corona nicht gegeben hätte.

Corona war zwar nicht vorhersehbar, aber klar war, dass die nächste Krise kommt. Und genauso klar war, wie die Notenbanken darauf reagieren werden. So wird es auch in der nächsten Krise sein. Wir steuern Schritt für Schritt auf das große Finale zu. Stay tuned!

65 Kommentare

  1. Letzte Woche hatte ich Dein Buch zum zweiten Mal gelesen. Besser als beim ersten Mal 🙂

    Ich bin sehr froh mittlerweile fast alles in Sachwerte investiert zu haben. Neu verdientes Geld werde ich baldmöglichst wieder in Sachwerte eintauschen, der Preis kann gar nicht hoch genug sein, wenn es zu einer Währungsreform kommt.

    Und egal mit welchen Leuten ich mich aus der Immobilien- und Finanzbranche unterhalte, alle wollen Sachwerte (vorwiegend Immobilien) kaufen, keiner möchte mehr verkaufen. Sie erwarten alle das selbe Ende wie Du es oben beschrieben hast, nur drücken Sie sich anders aus.

    • „ Sie erwarten alle das selbe Ende wie Du es oben beschrieben hast, nur drücken Sie sich anders aus.“

      Da müsste ich eigentlich nachdenklich werden. Denn die Mehrheit hat selten recht 😉 Andererseits scheint es noch genügend andere zu geben, die das anders sehen oder gar nicht erkennen (siehe Peter Czeck). Also bleibe ich vorerst dabei.

      Übrigens: Immobilienbesitzer sollten sich nicht allzu sicher fühlen. Denn auch Sie dürften im großen Finale unter die Räder kommen.

      • Lieber Raimund, der der grosse Zusammenbruch des Weltwährungssystems war hier schon oft Thema im Forum. Ist ja ein schönes Aufregerthema, welches viele Foristen immer wieder dazu bringt in die Tasten zu hauen. Ganz nebenbei kannst Du dabei immer mal wieder dezent auf Dein bekanntes Buch verweisen. Mehrfach habe ich dazu dahingehend Stellung genommen, daß ein solches Ereignis eintreten wird, daß aber niemand den Zeitpunkt kennt (z.B in meinem Beitrag zum Buch Sachwert schlägt Geldwert v.P.C. Martin). Außerdem habe ich darauf hingewiesen, daß es dafür/dagegen kein Patentrezept gibt (drohendes Goldverbot, drohende Lastenausgleichsabgabe). Immer dran denken:“ Es ist alles nur geliehen“ (A. Kostolany). So ertrage ich Deine gelegentlichen Provokationen mit großer Gelassenheit bis es das nächste Mal wieder heißt:“Der Crash kommt“ oder so ähnlich. Auch wenn unsere Diskussion für die anderen Foristen einen gewissen Unterhaltungswert besitzen sollten, werde ich speziell diese nicht fortsetzen. Mich interessiert mehr die allgemeine Börsenlage u.die Titelauswahl.

        • „Mich interessiert mehr die allgemeine Börsenlage u.die Titelauswahl“

          Da haben wir halt unterschiedliche Interessen 😉

          Zudem bin ich Dir sehr dankbar, dass Du mir mit Deinem Kommentar den Anlass geboten hast, mal wieder etwas Grundsätzliches dazu zu schreiben. War sehr nett von Dir …

          Und was Deine früheren Kommentare angeht, so habe ich Diese nicht alle im Kopf, sorry.

          Deinen letzten hatte ich jedenfalls so verstanden, dass Du das ganze Reset-Gerede mit Hinweis auf ausbleibende „Währungsschnitte“ bei Dollar und Yen für entbehrlich hältst. Dem habe ich meine Sicht der Dinge entgegengestellt. Warum Du darin eine „Provokation“ siehst, erschließt sich mir nicht.

          Einig sind wir uns darin, dass ein festes Datum für den Reset nicht bestimmbar ist. Aber ein solches habe ich auch nicht genannt.

          Im Gegensatz zu Dir halte ich es aber für sinnvoll, die Entwicklung unseres Geldsystems auf seinem unaufhaltsamen Weg in Richtung Kollaps stets aufmerksam zu verfolgen. Mir geht es dabei vor allem um die stetige Analyse, an welcher Stelle dieses Weges wir uns gerade befinden. Denn ich kann zwar den genauen Zeitpunkt des großen Finales nicht vorhersagen (vermutlich wird es sogar eher ein Zeitraum sein), ich kann aber abschätzen, ob dieses Finale unmittelbar bevorsteht oder nicht. Dann, wenn es ernst wird, sollte man unbedingt darauf vorbereitet sein.

          Ein eher gleichgültiges Beiseiteschieben nach dem Motto, man weiß ja eh nicht, wann es kommt, folglich braucht man darüber auch nicht zu reden oder zu schreiben, ist nicht mein Weg. Wer das tut, wird irgendwann auf dem falschen Fuß erwischt.

      • ‚„ Sie erwarten alle das selbe Ende wie Du es oben beschrieben hast, nur drücken Sie sich anders aus.“

        Da müsste ich eigentlich nachdenklich werden. Denn die Mehrheit hat selten recht;-) ‚

        -> die Mehrheit besteht ja nicht aus den Menschen, die sich mit diesem Themenkomplex beschäftigen, sondern die Mehrheit besteht aus Lemminge, die navigiert und dirigiert werden. Insofern kannst Du entspannt bleiben und musst nicht nachdenklich werden…;-)

        Immobilien in einer guten bis hervorragenden Lage sind und bleiben ein ‚must have‘ – Mietfreiheit wird ein immer höheres Gut werden.

        • „Immobilien in einer guten bis hervorragenden Lage sind und bleiben ein ‚must have‘ – Mietfreiheit wird ein immer höheres Gut werden.“

          Bei der selbstgenutzten gebe ich Dir recht. Aber der Rest dürfte besteuert oder mit Zwangshypotheken und Lastenausgleich belegt werden, dass es den Besitzern schwindelig werden dürfte.

          • Jepp. Eine Immobilie reicht. Der Rest in ein breit gestreutes Aktienvermögen plus etwas Gold.

            Wer ausschließlich auf Immobilien setzt wird ein ärgerliches Erwachen erfahren: Sonderabgaben, Mietpreisdeckel, …, dürften kommen bzw sich verschärfen. Stress mit Mietern ist auch nicht schön.

      • PS: Wäre auch ein schönes Thema f. Halloween gewesen. Evtl. nächstes Jahr rechtzeitig dran denken.

        • Halloween geht mir sowas am Allerwertesten vorbei 😂

          • Ist mein eigentlicher Hauptbeitrag verloren gegangen?

          • Nein, sei doch nicht so ungeduldig 😉

            Ich habe lediglich den mit der kürzeren Antwort aus Zeitgründen zuerst beantwortet. Für Deinen „Hauptbeitrag“ habe ich mir mehr Zeit nehmen müssen.

  2. Ist Corona denn gegessen und durch, Herr Brichta? Ich glaube nicht, dass der Wahnsinn noch bis zu zehn Jahre gutgehen kann.

    • Ich verstehe Ihre Frage nicht. Die Coronakrise hat doch nichts mit dem finalen Crash zu tun – bis auf die Tatsache, dass sie eine der Krisen auf dem Weg dorthin ist. Hätte aber auch jede andere Krise sein können.

      • Ich sehe die Coronacrise als Beschleuniger zum finalen Crash.

        • Das ist eine Frage der Betrachtungsweise: JEDE Krise ist in diesem Sinne ein Beschleuniger. Die Finanzkrise war es auch.

          Wenn man wie ich davon ausgeht, dass solche Krisen normale Bestandteile unserer Entwicklung sind, die etwa alle 10 Jahre kommen, relativiert sich aber die Bedeutung jeder einzelnen Krise. Wie gesagt: Wenn nicht Corona gekommen wäre, dann eben etwas anderes. Das Ergebnis bleibt letztendlich das gleiche.

    • Die Covid-19 Neuinfektionen gehen bereits zurück, obwohl die neuesten Kontaktbeschränkungen auf die Statistik noch keine Auswirkungen haben kann.

      Die Schlagzeilen a la 400.000 tägliche Neuinfektionen bis Weihnachten finde ich bemerkenswert.

      Ich bleibe bei meiner Einschätzung: das Thema COVID-19 wird ab morgen sukzessive aus der Berichterstattung verschwinden.

      Für einen Reset benötigt es eine Vielzahl von Ländern, die bestimmte Maßnahmen einheitlich umsetzen. Deshalb ist Biden genau der richtige Mann und ab 20.01.2021 im Weißen Haus.

  3. Und? Welche Konsequenzen soll man ziehen?

    • Bis es soweit ist, sind Aktien keine schlechte Wahl.

  4. es ist 5vor12, es kommt eher, glaube ich🤔

  5. Wenn’s noch 10 Jahre sind… und was sollen wir nun tun?
    Dann brauchen wir auch keine Altersvorsorge mehr betreiben, wenn später eh alles weg ist.

    • Bis es soweit ist, sind Aktien definitiv keine schlechte Wahl. Und wenn es soweit ist, sehen wir weiter. Nicht alles schon jetzt für alle Ewigkeit wissen wollen.

  6. Weik & Friedrich reden/ schreien in ihren YT-Videos seit 2012 den Crash herbei. Nie ist was passiert; nun sollte es 2020 wirklich so weit sein. Und nicht irgendeiner, sondern direkt der „größte Crash aller Zeiten“. Aber wieder Pustekuchen… es braucht ein neues Datum, vielleicht dazu noch ein neues und passendes Buch? 2023 – ja, diesmal wirklich! Crash-Propheten liegen irgendwann in 20 Jahren doch mal richtig und können dann endlich sagen: „Siehste, habe ich doch gesagt“. 😃 Bis dahin scheffeln sie Geld mit drittklassigen Büchern, Schrei-Videos und Nullperformance-Fonds. Nur ihre „Fans“ haben nichts davon, die verpass(t)en die größte Hausse der Geschichte. 😉

  7. geil……“deren Buch ich nicht gelesen habe“…..wahrscheinlich steht da auch nicht so viel anwendbares drin 🙂

    • Das kann ich nicht beurteilen, weil ich es nicht kenne.

  8. Und wieder mal ein neuer Text vom brichta ohne Inhalt. Wird Zeit dass ich ein deabo da lasse.

    • Könnte es sein, dass Sie den Inhalt nicht verstehen? Wissen Sie, was es mit den Notenbank-Bilanzsummen auf sich hat und warum diese aufgebläht werden müssen, um das System zu stützen?

    • Torsten, nich labbern, machen

      • Tobias, Danke aber ich entscheide noch selbst was ich tu

  9. Yes !

    „Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion, oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem.“

    Ludwig von Mises

    • Ob das wohl Mister Schaluppke versteht? Oder ob Mises’ Bücher auch keinen Inhalt hatten? 🤔

  10. Leider spricht angesichts einer Euro Gründung ohne dahinter stehendem einheitlichen Staat und dem Verhalten der Notenbanken in den letzten 12 Jahren einiges für diese These. Wer aber nach dem Motto “ rette sich, wer kann“ Immobilien zu jedem Preis kauft, sollte einmal über den Lastenausgleich nach dem zweiten Weltkrieg nachlesen.

    • „… sollte einmal über den Lastenausgleich nach dem zweiten Weltkrieg nachlesen.“

      Richtig, alle die was haben, werden geschröpft. Nur diejenigen, die nix haben, könnten einigermaßen ungeschoren davon kommen, sofern es keine verheerende Weltwirtschaftskrise gibt. Aber das gilt es abzuwarten.

  11. Stimmt! Volksbanken verlängern Darlehen nicht und bringen mit Makler die Hausbesitzer unter Verkaufsdruck.

  12. c@brichta,
    hallo, warum kommt im N-tv nicht einmal ein interview mit namhaften Ökonomen, die die Menschheit aufklärt, wie es wirklich derzeit um die Wirtschaftslage bei uns steht? 2/3 der Bevölkerung rennt draußen ahnungslos herum und finden, dass alles in Ordnung ist.
    Dies zeigt uns, dass den Medien ein Maulkorb verpasst wird, um keine Unruhe der Bevölkerung zu betreiben. Florian Homm, Herr Dr. Krall, oder Herr Dr. Polleit, Dr. Sinn, mal für ein interview einzuladen um die Krise auf den Grund zu gehen, bzw. was da auf uns zukommen wird, sind sehr sehr viele Menschen daran interessiert….Ein Herr F.Hellmeier könnte dann nach der Währungsreform sein statemant dazu abgeben, denn nach der Krise kommt wieder eine Chance…

    • Die meisten davon haben wir doch schon gebracht. Am Ergebnis ändern diese Interviews aber auch nichts. Der Crash kommt – mit oder ohne sie.

    • Was täte es bringen? Das mit dem System Crash kenn ich schon aus den 70er. Kann Ihnen Beispiele bringen in dem Bekannte in Sachwerte geflüchtet sind, einige mit Fremdkapital, weil Geld wird wertlos. Nun ja, die sind im Laufe der Zeit verarmt. Also warum soll ich Unruhe in der Bevölkerung streuen, wo doch alles nur auf Vermutung beruht. Hätte man wie Sie schreiben schon in den 70er nur Oekonomen mit Untergangsphantasien in den Mainstream Medien gezeigt, die irgendwann evtl. mal zutreffen werden. Wahrscheinlich wäre als Ironie der Geschichte der Kommunismus als Sieger hervor gegangen.

  13. Das Interesse hierfür ist fürwahr nicht sehr verbreitet. Woher auch. Protect yourself!

  14. Ich investiere in Knicker, dann kann ich tauschen, 100.000 knicker gegen 911er oder so😂

    • Was sind denn Knicker?

      • Tja….herr Brichta…..das sind kleine Glaskugeln….also das instrument…..das uns allen fehlt…..als kinder hatten wir etliche davon……..und…….damals….auf dem Lande….haben wir auf dem Bauernhof gespielt , uns mit Kuhscheisse beschmissen und Regenwürmer gegessen…darum sind wir alle gesund …ohne allergie und burnout….ja …scheisse….Handy hatten wir nicht….oh oh…was für schlechte zeiten warn das….aber wir hatten Glaskugeln: Knicker!!

        • Tja, lieber Jonny, Sie hatten Knicker, wir hatten Klicker. So ungerecht kann die Welt sein 😉

  15. Hallo Raimund,

    interessanter Bericht.

    Meinst du mit „Frühestens Ende des kommenden Jahrzehnts“ das aktuelle Jahrzehnt oder Ende der 30er Jahre? Ich war mir nicht sicher, weil du geschrieben hast, dass du die nächsten 10 Jahre genau verfolgen und analysieren möchtest.

      • Hallo Raimund, so hab ich das noch nie gesehen 😬

        Also meinst du dann auch frühestens Ende der 20er Jahre 😉

        Was meinst du zu einer großen und ausgedehnten Korrektur ab Mitte nächsten Jahres?

        • „ Also meinst du dann auch frühestens Ende der 20er Jahre “

          Yep, oder Anfang der 30er.

          „ Was meinst du zu einer großen und ausgedehnten Korrektur ab Mitte nächsten Jahres?“

          Dazu meine ich nix. Korrekturen können stets kommen 😉

  16. Es gibt einen Job, über den ich reden will. Er nennt sich Crashprophet.
    Wie wird man das? Nun ja, vielleicht braucht man ein Wirtschaftsstudium, man muss ein erfolgloses Buch schreiben, das aber einen bestimmten Inhalt hat. Es muss darüber schreiben, dass allen eine Gefahr droht und sie, die Gefahr, muss super sein, also kein normaler Crash, sondern eher der größte aller Zeiten. Also nicht einfach Crash, sondern so schlimm, dass es für alle schlimm wird. Sonst will es keiner hören.

    Der Crashprophet verdient sein Geld damit, dass er Berater ist, in Talkshows auftritt oder Bücher verkauft. Er verdient sein Geld nicht am Finanzmarkt.

    Er ist wichtig, weil er Themen anspricht, die jeden betreffen. Deswegen hört man zu. Wir werden alle bald völlig pleite sein, alles verlieren, oder wir hören ihm nicht zu. Sein Job ist Crashprophet. Wir sollten uns eher fragen, warum wir ihm zu hören. Nun ja, eines Tages hat er recht. Das macht ihm zum Helden.

    Ich denke dass Crashpropheten Recht haben, aber nur alle 100 Jahre macht man mit ihnen Geld.

    Das Dumme im Moment ist eigentlich nur, dass die 100 Jahre vielleicht bald rum sind. Das hängt davon ab, was die letzte große Krise war. War es die Krise 2008/09 dann haben wir noch Zeit.

    Ich denke, Crashpropheten sind sehr erfolgreich, aber nicht mir ihrer Geldanlage. Oder sie sind es drei mal in 100 Jahren. 15 Jahre später bringen sie sich dann um wie Livermore

    • Genau deswegen zähle ich mich nicht zu den Crashpropheten. Eher zu den Crashrealisten …

  17. Das sind „Murmeln“ (=Glaskugeln)…die werden hier ja manchmal in einem anderen Sinne benutzt…
    Damit wurde früher in den Schulhofpausen gespielt, als die Kinder noch kein Handy hatten.

    • Wir haben früher auch mit Murmeln gespielt. Wir nannten sie aber Klicker. Den Ausdruck Knicker kenn‘ ich nicht 😂

      • Vielleicht bist Du noch zu jung… vor Jahrgang 1949 hießen diese „Glaskugeln“ auf Mittelhochdeutsch „Knicker“, zumindest in Westfalen …

        • „Vielleicht bist Du noch zu jung… “

          Danke! Das geht runter wie Öl😀

      • Die besseren Spieler hatten Glasmurmeln, die anderen Klicker aus Lehm/Ton

        • hmm… wir hatten nur die aus Glas und nannten sie trotzdem Klicker.

  18. Hallo Herr Brichta, welche Bücher neben Ihren eigenen können Sie den zur Zeit empfehlen 😉
    Ist ja bald Weihnachten und ich und meine Freunde wollen uns verstärkt bilden. Corona hat ja auch positive Seiten 😉

    • Ohweh, in Sachen Buchempfehlungen bin ich nicht der Richtige. Da ist meine Frau besser. Die liest mehr 😉

  19. Ich nehme auch gerne Empfehlungen Ihrer Frau, die hat schließlich Sie als Mann geheiratet, muss eine schlaue Frau sein 😉
    Kann auch gerne nicht Finanz-Literatur sein 😉

    Ich empfehle das jüngste Buch von Ray Dalio dass im Januar 2021 erscheinen wird und von Ihm schon kostenlos zu 80% auf Linkedin veröffentlich wurde:

    https://www.linkedin.com/pulse/chapter-1-big-picture-tiny-nutshell-ray-dalio/

    • Danke für den Tipp!

      Vielleicht das als Retoure: Gemeinsam mit meiner Frau lesen wir zurzeit Folgen aus der Kommissar-Dupin-Reihe, die in der Bretagne spielt …

      • Bin ja ein Bretagne Fan, Campe dort immer mit meiner Frau und Wohnwagen. Letztes mal habe ich in Malo meinen ersten Dupin gelesen, war nicht so begeistert, Story war zu unglaubwürdig, die kulinarischen Tipps sind jedoch super 😉

        • „ Story war zu unglaubwürdig“

          So ist das mit Krimis, entspringen halt meistens der Phantasie des Autors. Aber zum Vorlesen vor dem Einschlafen bestens geeignet. Oft fallen schon nach wenigen Seiten die Äuglein zu 🥱😴

          • hatte mir eher einen anregenden als einschläfernden Buchtip gewünscht, aber der vorgeschlagene Autor ist allemal besser als Schlaftabletten und die Zeiten sind weiß Gott aufregend genug 😉

          • Da muss ich mich wiederholen, für Buchtipps bin ich nicht der richtige 😉

  20. Hallo Raimund,
    an welchem ökonomischen Wirtschaftsmodell orientierst Du dich denn; bzw. wessen folgst Du ?
    Das von Schumpeter ?
    generell eher der österreichischen Schule ?

    • Ich stecke in keiner Schublade, sondern versuche, den großen Überblick zu behalten. Schließlich steckt in vielen Modellen ein Stückchen Wahrheit.

      • aha…..claudia schiffer auch?? ;-)))

        • Wer den Unterschied zwischen Modellen und Models nicht kennt, sollte sich hier lieber nicht zu Wort melden 😜

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