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DSW macht gegen Olaf Scholz mobil

8. September 2019 - Raimund Brichta in Allgemein | 6 Kommentare

Zugegeben, es gibt vermutlich Wichtigeres. Aber die drei Steuervorhaben, gegen die die Anlegerschützer der DSW derzeit mobil machen, braucht die Welt wirklich nicht. Deshalb habe ich die Petition dagegen unterzeichnet.

https://www.dsw-info.de/steuerirrsinn/pmc///create/Form/#c6904

Es geht um die „Finanztransaktionssteuer“, die zu einer Steuer auf Aktiengeschäfte eingedampft werden soll.

Außerdem geht es darum, dass der Soli auf Dividenden für Kleinanleger beibehalten werden soll.

Und es geht darum, dass man Totalverluste mit Aktien künftig nicht mehr den realisierten Gewinnen gegenrechnen dürfen soll, wenn man Pleite-Aktien so lange hält, bis sie nicht mehr an der Börse gehandelt  und damit irgendwann aus dem Depot ausgebucht werden.

Letzteres ist zwar ohnehin eine Dummheit und gehört bestraft, aber da es die Petition nur im Dreierpack gibt, drücke ich hier mal ein Auge zu 😉

6 Kommentare

  1. Vielen Dank für die kräftige Unterstützung!!! Und es geht ja auch nicht nur um die drei konkreten Aspekte. Es wird Zeit, dass die private (Alters)Vorsorge nicht mehr steuerlich benachteiligt wird. Im Gegenteil: die Bundesbürger sollten animiert werden, sich für ihre Altersvorsorge zu engagieren. Scholz geht exakt den gegenteiligen Weg. Nochmals Mille Grazie, lieber Raimund Brichta

  2. Genau so ist es: die private „Vermögens“bildung muss endlich wieder gewünscht und auch gefördert werden. Das ist ein Muss,auch für den „Kleinen“ Menschen und die Altersvorsorge. Jedesmal, wenn ich schon heute Rentner in Papierkörben nach Pfandflaschen wühlen sehe, überkommt mich ein Gefühl von Scham. Die Rentner können nicht von der gesetzlichen Rente leben – und diese Rente sinkt in Zukunft noch weiter! Sollte Herrn Scholz da nicht auch ein Schamgefühl überkommen? Dies ist natürlich nur ein Aspekt dieser Steuern. Es gibt noch viele weiter negative Aspekte.

    • Frage: Galauben Sie allen Ernstes, dass es keine Rentner mehr gäbe, die nach Pfandflaschen suchen, wenn Aktiengewinne steuerfrei wären?

  3. Irgendwo muss der Staat ja seine Steuereinnahmen herholen, um die von ihm priorisierten Aufgaben wahrzunehmen.

    Beispiel: Wie viele Milliarden Steuergelder kostet denn JÄHRLICH die Erhöhung des Bundeswehr-Militäretats auf 2% des Bruttoinlandsproduktes?

    „Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat eine Steigerung der Rüstungsausgaben bis zum Zwei-Prozent-Ziel der NATO gefordert. Sie habe immer kritisiert, dass der Etat mittelfristig sinken solle, sagte sie der „FAS“.“

    https://www.tagesschau.de/inland/akk-ruestungsausgaben-101.html

    Rechenbeispiel:
    BIP Deutschland 2019 3.344 Mrd Euro
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/

    Rüstungsausgaben:
    – 1,25% entsprechend rund 42 Mrd Euro
    – 2% entsprechend rund 67 Mrd Euro
    – Delta: 25 Mrd Euro.

    Das sind die von Ihnen allen erwirtschafteten Steuergelder…

    Zur Beruhigung: eine Finanzmarkttransaktionssteuer wird es nicht geben, ist bloß Wahlkampfgetöse.

    • Ich glaube genauso wenig daran, dass eine – wie immer geartete – Finanztransaktionssteuer kommt. Darüber wird seit Jahren gequatscht, und vermutlich geht das Gequatsche auch in den nächsten Jahren weiter.

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