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Droht wegen Corona eine neue Finanzkrise?

23. März 2020 - Raimund Brichta in Allgemein | 21 Kommentare

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise werden heftig sein, das ist inzwischen klar. Regierungen und Notenbanken stemmen sich dagegen, dass daraus eine richtige Weltwirtschafts- und Finanzkrise wird. Wie ist die aktuelle Lage einzuschätzen?

Darüber sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in dieser neuen Folge von „Brichta und Bell – Wirtschaft einfach und schnell“.

https://audionow.de/podcast/brichta-und-bell—wirtschaft-einfach-und-schnell#eps

21 Kommentare

  1. Mir hat’s gefallen…es wurde das gesagt, was man derzeit zur Lage sagen kann.

  2. Sind meine gesicherten Einlagen Euro-Stoxx noch sicher?

    • Dazu müsste ich wissen, um was für eine „gesicherte Einlage“ es sich genau handelt? Eine Anlage im Eurostoxx-Index ist grundsätzlich keine „Einlage“ und auch nicht gesichert.

  3. Die haben wir schon längst, seid Ihr mit dem D-Zug unterwegs?????

    • Nein, eine Finanzkrise haben wir noch nicht, da sind Sie auf dem Holzweg unterwegs 😂

  4. Wenn die ezb und die fed jetzt Geld drucken, was passiert mit dem? Fließt es wieder in die Aktien und die Immobilien Märkte zurück? Das kann doch nicht endlos so weiter gehen?!

    Sollte man deshalb jetzt erst recht mehr in Gold oder trotz hoher Volatilität in BTC investieren, weil es begrenzte Güter sind?

    Vielen Dank für eine Antwort!

    • Das Notenbank-Geld fließt – wie bisher – in die Finanzmärkte, um dort die Lage zu beruhigen, damit sich kein Domino-Effekt aus immer mehr Pleiten ergibt, der die ohnehin schon miese Corona-Lage noch verschlechtern würde. Endlos geht das nicht, das habe ich im Podcast gesagt. Es wird irgendwann in einer Währungsreform enden, aber das dauert noch. Stay tuned!

      Anlage-Empfehlungen gebe ich nicht.

    • Da würde ich dem Gold nach wie vor höhere Stabilität beimessen als BTC und ETH – man siehe sich die Entwicklung der letzten 4 Wochen an. Die Kryptos haben sogar den S&P 500 unterperformt.

      Raimund hatte an anderer Stelle mal treffend auf den Punkt gebracht warum diese „Währungen“ keine volkswirtschaftlichen Alternativen sein können – und Wert aufbewahren tun sie offensichtlich auch nicht.

  5. Moin moin die Herren!

    Toller Podcast , Klasse, weiter so.

    Halten Sie es für möglich, dass bei weiteren Turbulenzen die Börsen nicht nur angehalten sondern sogar geschlossen werden? Im Gegensatz zum Devisenhandel wäre das theoretisch möglich!

    Können wir in dieser Phase froh sein, das Aktien immer noch weniger der Altersvorsorge dienen als in Amerika, der schlimme Fall Enron lässt grüßen?

    Junge Leute sollten jetzt einen ETF Sparplan beginnen/ monthly und bei einem weiter Verfall alle 1000 Punkte nochmal extra zulangen.

    13795 ag 2188 Elliot Wave 50 Prozent haben gehalten ca 8100, 61.8 Pct wären ca 6600, schwer dran zu glauben…Kaffeesatz.

    Beste Grüße Eckart B.
    Geld-Devisen-Derivatehändler im Vorruhestand

    • Moin, moin,

      als allerletztes Mittel ja, aber da müsste noch viel Schlimmeres passieren als zuletzt.

      Ein Mix ist auch bei der Altersvorsorge gut – nie alles auf eine Karte setzen. Aber das Problem in D ist eher, dass die meisten Leute zu wenig mit Aktien sparen als zu viel. Sparplan ist richtig.

      Herzlicher Gruß
      Raimund Brichta

  6. Im Langfristchart des DJ Global Titans 50 sehe ich die Thesen von Raimund bestätigt. Da ist der doppelte Boden mit 2018 und der langfristige Aufwärtstrend seit 2008.
    Man könnte sagen, der Markt bewegt sich mit den gewaltigen Schwankungen, die er seit 1990 macht, weiter nach oben. Das sagt aber nichts über die Richtung der nächsten 2 Jahre aus. Ich allerdings hoffe, noch mindestens 20 Jahre zu leben.
    … Und ich kenne einen Mann, für den die Börse bis zu seinem 96. Lebensjahr ein reines Lebenselexir war. Er starb im Jahr 2000 als glücklicher und reicher Mann.

    • Glücklich ja, ich kannte ihn sehr gut. Ob er „reich“ war, weiß ich nicht. Er war um jeden Fall reich an Erfahrung. Und seinen Wohlstand verdankte er nach meiner Einschätzung mehr dem Reden und Schreiben über die Börse als dem Handeln an der Börse.

      • Ist das nicht das wirtschaftliche Erfolgsrezept der meisten Finanzjournalisten?
        Ja, mein Depot atmet auf….ich bin zu scherzen aufgelegt 🙂

        • Ich glaube, die meisten Finanzjournalisten sind vergleichsweise arme Schlucker 😂

          • Sollen einfach hier mitlesen. Vielleicht wird’s dann besser. Heute könnten einige Hedgefonds den Kursanstieg mitverursacht haben.

      • Ich meinte nicht Kostolany, sondern einen Herrn aus meiner Nachbarschaft, den ich gut kannte.

  7. Die Banken Prof. Clemens Fuest, seines Zeichens Ifo-Präsident, hat heute morgen im Podgast von Gabor Steingart gesagt, daß Italien ein Land ist, in dem die Banken teilweise fragil dastehen und man nicht so genau weiß, wie groß die faulen Kredite sind, die italienische Banken in den Büchern haben. Stimmt es, daß „man“ es nicht so genau weiß? Und wenn ja, warum weiß man es denn eigentlich nicht so genau? Die Bilanzen sind doch alle öffentlich und es gibt doch eine große Anzahl von Finanzanalysten, die sich ständig mit diesen Bilanzen befassen. Müßte dieses Thema seit Lehman nicht längst aufgearbeitet sein? Und, bei den deutschen Banken soll es ja auch nicht besser sein. Weiß man es da eigentlich genauer?

  8. Es gab ja mehrere Crashtests f. europäische Banken. Die Eigenkapitalausstattung ist heute besser als 2008…wenn sie dochmal nicht ausreichen sollte, wird verstaatlicht oder Übernahme arrangiert…jedenfalls wird man alles tun, wie man ja aktuell beobachten kann, um eine neue Finanzkrise zu vermeiden…wird alles mit Geld zugeschüttet.

  9. Wieso vergleicht eigentlich niemand die Krise mit 1998? Damals hatten wir auch einen externen Grund, die Russlandkrise. Die Kurse stürzten auch schnell und rasant ab. Der Absturz endetet mit einem starken Tagesanstieg, nachdem es dann weiter aufwärts ging bis zum Hochpunkt 2000.

    Ich denke, der damalige Crash wird oft einfach nur übersehen, weil er auch nur sehr kurz war. Aber er war auch schnell und heftig.

    Lustiger Weise wird er eher kaum als Bärenmarkt erwähnt. Dabei fand ich den Absturz genauso heftig wie das, was heute passiert.

    • Ich habe 1998 hier schon häufiger erwähnt – mit einem DAX-Verlust von 40%. Das dauerte damals aber rund zwoeinhalb Monate – von Anfang Juli bis Mitte September. Dann war der Spuk vorbei.

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