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Führung unerwünscht?

28. Juli 2026 - Anton Voglmaier in Allgemein | 2 Kommentare

Seit Tagen wird darüber diskutiert, Friedrich Merz habe Verkehrsminister Patrick Schnieder gedemütigt.

Mich beschäftigt eine andere Frage:

Seit wann ist die Ablösung eines Bundesministers eigentlich ein Skandal?

Ein Minister übernimmt eines der höchsten politischen Ämter unseres Landes. Er weiß, dass dieses Amt auf Zeit vergeben wird und vom politischen Vertrauen lebt.

Wer die aktuelle Debatte verfolgt, könnte allerdings glauben, ein Minister habe ein Recht auf sein Amt.

Dabei trägt der Bundeskanzler die Verantwortung für seine Regierung. Wer Verantwortung trägt, muss auch entscheiden können, mit wem er regiert.

Gerade das politische Berlin fordert seit Jahren mehr Führung. Sobald Führung jedoch personelle Folgen hat, wird aus einer politischen Entscheidung ein Skandal.

Das ist ein bemerkenswertes Verständnis von Politik.

Der eigentliche Skandal ist deshalb für mich nicht die Ablösung eines Ministers.

Der eigentliche Skandal ist, dass eine selbstverständliche Führungsentscheidung auf der höchsten politischen Ebene inzwischen selbst zum Skandal erklärt wird.

2 Kommentare

  1. Frau Merkel hat einige „Freunde“ in der Medienlandschaft.

    Frau Baerbock bedankt sich bei Frau Merkel für den UN-Posten.

    Viele Medien schreiben die sogenannten GRÜNEN nach oben. Neuerdings bekommt sogar die Linkspartei positive Presse.

    1+1 zusammen zählen…

    Was Herr Merz betrifft: der Mann hat wohl kein Vertrauen in der Bevölkerung mit 15% Zustimmung – hat er seine Versprechungen gehalten?

    • Mir ging es in der Kolumne bewusst nicht um die Beliebtheit von Friedrich Merz oder um seine Politik. Meine Frage ist eine grundsätzliche: Sollte bereits die Entscheidung eines Bundeskanzlers, einen Minister auszutauschen, als Skandal gelten?

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