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19 Kommentare

  1. Der heutige Tagesumsatz im Xetra Handel betrug bei den Stämmen ca. 265 Mio. Euro. Da müssen schon mächtig viele „Kleinanleger“ unterwegs sein um hier kursbestimmend zu sein. Ob die Kleinanleger sich da nicht die falsche Aktie rausgesucht haben? Das Beispiel VW, als Merk sich verspekuliert hatte hinkt etwas, weil damals der Kurstreiber zum einen die finanzstarke Porsche AG selber war (sie haben aktiv mit dem Ziel der Übernahme massiv Aktien gekauft) und zum anderen aufgrund der ad-hoc Meldung von Porsche. Wenn Kleinanleger in der Lage sind die VW-Kurse über mehrere Tage zu bestimmen, würde mich das wundern. Auch bei den Stämmen.

    • Wenn aber Kleinanleger Großanleger dazu zwingen, Shortpositionen aufzulösen, ergeben sowohl die steigenden Kurse als die hohen Umsätze Sinn, oder?

      • Das würde Sinn ergeben, wenn die Kleinanleger es tatsächlich schaffen würden. Aber dafür sind halt über einen längeren Zeitraum unglaubliche Käufe dieser Kleinanleger notwendig. Wer weiß, vielleicht ist inzwischen so viel Geld im Finanzmarkt, dass mittlerweile sogar die Kleinanleger die Kurse der Blue Chips bestimmen können wenn sie möchten. Ein Hoch auf die Zentralbanken.

        • Aber es sagt ja niemand, dass es nur die Kleinanleger sind. Mit Sicherheit springen auch andere auf den angefahrenen Zug auf. Dazu kommen die Shorteindeckungen, und schon hat man eine astreine Fahnenstange. Ist doch folgerichtig.

  2. Sind wir jetzt unter die Zocker gegangen?

    Diese Betrachtungen über das Verhalten der Kleinanleger entspringen doch nur dem eigentlichen Mangel an echten Nachrichten.

    Vor allen Dingen haben wir eine wunderschöne längerfristige Aufwärtsbewegung an den Börsen. Die Kurse schwingen sich so nach oben. Die Sektorrotation verbreitert zurzeit sogar den Aufschwung. Wenn hier über eine wünschenswerte Korrektur nachgedacht wird und wenn auf den Finanzseiten einige sagen, dass das alles böse enden wird, belegt das nur, dass wir stetig die Mauer der Angst empor klettern.

    Natürlich wäre eine Korrektur gut, damit sich die Aufwärtsbewegung ohne größere Schmerzen verstetigt.

    Natürlich wird das alles böse enden. So geht es mit jedem Bullenmarkt. Aber es geschieht erst, wenn niemand mehr darüber schreibt.

    Hier ist der wunderschöne Chart des ACWI über ein Jahr. Sieht doch recht friedlich aus. Alles andere ist Theaterdonner.

    • Was hat dieser Chart mit der aktuellen Fahnenstande im VW-Chart zu tun? Nichts.

      Im Übrigen sind das die tatsächlichen Nachrichten, die hinter den aktuellen Kursen stehen, und nicht das übliche Gelaber darüber, was gerade zu VW über die Ticker läuft und was dann zufällig zur Kursentwicklung passt bzw. passend gemacht wird. Von wegen „eigentlicher Mangel an echten Nachrichten.“

  3. Super, danke lieber Raimund! Das sind Nachrichten mit Mehrwert, gerne wieder posten bei YouTube! Ein bisschen zocken mach schon Spaß, nur nicht gierig werden gelle!😬😉 Vielen Dank!!!

  4. Egal, was es jetzt befeuert hat… es wird Zeit, dass endlich bei der VW-Aktie etwas passiert…

    Ich habe sie schon seit Jahren und habe die i.w.S. Seitwärtsbewegung mitgemacht, ständig dachte ich der Knoten muss platzen… und dann war Tesla, so viel zeitweise wert, wie die 9 größten Autobauer weltweit… das ist einfach nur total krank. Zudem hat Tesla einen großen Teil seines Gewinns nur durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten erzielt…

    Kurz um, Tesla müsste sich mindestens noch halbieren und sich VW dafür verdoppeln… dann wäre die globale Marktstellung, ausgewiesener Gewinn, Potenzial der Entwicklung u.ä. zumindest annähernd ausgeglichen. Ich denke die Tesla Aktie hat ihre beste Zeit für viele Jahre bereits schon gesehen. Der Druck in der E-Mobility durch die anderen Autobauer wird es Tesla ziemlich schwer machen, denke ich und VW hat noch eine gute Entwicklung die nächsten Jahre vor sich.

    • „Zudem hat Tesla einen großen Teil seines Gewinns nur durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten erzielt…“

      Sogar den gesamten Gewinn. 2020 lag der Reingewinn bei 721 Millio­nen Dollar. Mit den lukra­ti­ven Emis­si­ons­punk­ten nahm Tesla im ganzen Jahr aber fast 1,6 Milli­ar­den Dollar ein. Ergo hätte Tesla ohne die Verschmutzungsrechte-Verkäufe Verlust gemacht.

    • Allein durch den Handel mit Ablassbriefen in Form von CO2-Zertifikaten wird sich Tesla freilich nicht langfristig behaupten können.

      Ich frage mich allerdings, ob die Automobilkonzerne mit dem Umstieg auf die E-Mobility in den nächsten 5 – 10 Jahren überhaupt große Gewinne einfahren können (kurzfristig sind das natürlich noch anders aus). Denn der Umstieg erfordert doch erst einmal viele Investitionen, welche Gewinne auffressen. Dagegen könnte man natürlich auch argumentieren, dass dafür Investitionen in die Entwicklung neuer Verbrennermotoren wegefallen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass der Markt neu gemischt wird. Etablierte Marken können nicht mehr von ihrem über viele Jahrzehnte aufgebauten Know-How und Technologievorsprung bei Verbrennermotoren profitieren und können zunehmend Konkurrenz von neuen Emporkömmlingen bekommen. Tesla ist nur ein Beispiel. Was sind die alten Markennamen dann überhaupt noch wert? Können sie ihr Image halten? Vielleicht hat sich jemand mal mit diesen Fragen beschäftigt. Es würde mich interessieren, wie die Perspektiven aussehen.

      • Sandro, das sehe ich nicht so eng… natürlich werden einige Probleme kriegen, Ford, GM oder früher Fiat-Chrysler haben sie schon… um die deutschen Autobauer mache ich mir da weniger Sorgen…

        Auch wenn Tesla technisch noch ein Vorsprung hat, der vielleicht sogar noch ein paar Jahre anhält, aber dieser wird kleiner und kleiner… und natürlich muss VW oder eine Daimler investieren, aber sie haben so eine Größe eben, das können sie problemlos… entscheidend ist doch, was macht ein Autobauer Jahr für Jahr für Gewinn und nur das ist ja für die Zukunft letztlich da… VW kann noch über die vielen Marken so viel einsparen und E-Mobility braucht in der Regel weniger Personal, eher zunehmend Softwareleute…

        Und solche Emporkömmlinge wie Tesla… werden die sich wirklich langfristig durchsetzen, ich glaube nicht… Tesla muss investieren, investieren, investieren, um überhaupt Stückzahlen usw. in Größenordnung herzustellen, das kostet gewaltig… VW verdient vielleicht irgendwie 10-20 Mrd im Jahr, jedes Jahr, was wieder investiert werden kann, noch mehr Fabriken, Entwicklung usw. … Tesla schreibt Verlust, wenn man die CO2-Zertifikate mal weglässt… wo wollen sie das Geld hernehmen, um mal die Gewinne von VW oder Daimler zu erreichen?

        Tesla hatte einen Vorsprung, aber ich denke langfristig werden überhaupt nur 5-7 Volumen-Autobauer überleben und noch ein paar Premiumnischenanbieter…

        Bei den Autos kommt es auf Größe und Stückzahlen an und selbst Tesla wird es in den Jahren sehr schwer haben, denke ich, und niemals auch nur ansatzweise diese selbst aktuelle Börsenbewertung rechtfertigen… abgesehen davon hört man eher viel, dass zwar Tesla aktuell technologisch die Nase vorn hat, aber die Verarbeitungsqualität nicht die beste sein soll…

  5. Hallo Sandro/Andreas, „Perspektiven…Autobauer“ es handelt sich um eine Branche im Umbruch. Welche Autobauer u. welche Antriebsform die Nase vorn haben werden ist kaum abzuschätzen. Sicher haben die dt. Autobauer viel Erfahrung u. gut ausgebildete Ingenieure (s. Dieselskandal), aber die Chinesen bauen auch Elektroautos. Da sind Überraschungen möglich. Eine Überraschung hatten wir schon als die Dt. Post anfing zeitweise preiswerte Elektronutzfahrzeuge zu produzieren. Wg. dieser Unwägbarkeiten halte ich keine Autotitel… stattdessen halte ich BASF…ist quasi auch ein Profiteur einer guten Autokonjunktur. Stahl u.Auto sind f. mich Branchen mit potentiellen Überkapazitäten (Hoesch, Montanunion, Trumpzölle, Produktion auf Halde). Kurzfristig könnten die Titel wg. erhebl. angesparter Mittel während Corona noch mal kommen. Langfristig steht der Individualverkehr auf der Kippe. Vielleicht kommt ja in ntv wieder mal Herr Professor Dudenhöffer…..

    • Hallo Peter, klar ist die Branche im Umbruch… aber genau deshalb werden nur die stärksten und die größten Autokonzerne überleben und VW gehört nach meiner Meinung klar dazu… nur wer eine entsprechende Größe und finanzielle Stärke hat, wird sich auf jede Veränderung anpassen und auch reagieren können… ich habe nur VW aktuell, früher auch mal Daimler.

      Chemie habe ich auch, fühle mich aber mit Stahl auch momentan ziemlich wohl… heißt ja nicht, dass ich Stahl ewig halten werde, macht ja bei zyklischer Branche sowieso kein Sinn. Aber auch hier kommt es auf Größe einfach an oder auf spezielle Sachen… ergo habe ich ArcelorMittal und KlöCo … letztere wegen absolutem Vorreiter Digitalisierung, was sich immer mehr auch in den nächsten Jahren in den Zahlen bemerkbar machen wird, denke ich und dann gibt es da ja auch zusätzlich noch die Materialhandelsplattform XOM und Plattformmodelle sieht man in vielen Branchen sind ein lukratives Geschäftsmodell, die Zukunft und gerade in der Industrie Neuland.

  6. Hhm. weiß nicht…die Japaner u. TOYOTA wurden am Anfang auch stark unterschätzt. Die chinesischen Studenten sind sehr ehrgeizig u. technikbegeistert

    • Peter, gerade da sehe ich bei VW auch das geringste Problem. Warum? Weil sie ihren Großteil des Geschäftes sowieso schon in China machen… sie haben chinesisches Personal und sicher können und werden sie auch auf die chinesischen top ausgebildeten Studenten gerade in den Zukunftsthemen zurückgreifen. Für die Spitzenkräfte können sie auch lukrative Löhne zahlen und für viele Asiaten ist es auch bissl ein Status für ein deutsches Unternehmen arbeiten zu können.

      Gefahr sehe ich einzig in Dingen wie politischen Einfluss, zu große Marktmacht ausländischer Konzerne bis hin gar zu Enteignungen, wenn die chinesische Politik irgendwie für sich und ihre Politik ein Problem sieht.

      Sich wesentlich mehr Gedanken im Automarkt müssen sich Konzerne wie Ford oder GM machen… und klar werden chinesische Konzerne ihren Marktanteil weiter ausbauen, das ist sicher… glaube aber weiterhin nicht, dass in der westlichen Welt ein chinesischer Hersteller ein großer Player werden kann… das hat auch etwas mit der Psychologie der Menschen zu tun. Einzig wenn chinesische Hersteller westliche Traditionsmarken übernehmen…

      Toyota ist neben VW einer der Konzerne, die sicher den Autowandel überleben werden…

  7. Hin und wieder liset man Schlagzeilen wie diese: „Geely klnöpft sich Tesla vor“ https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Neue-Marke-Geely-knoepft-sich-Tesla-vor-article22436741.html

    Dann gibt es bspw. immer wieder Spekulationen, dass Apple und Uber Pläne mit E-Autos hätten usw…

    Die Post hat den Streetscooter zwar aufgegeben. Aber allein die Tatsache, dass das von der Post übernommene Start-Up zunächst schnell erfolgreich schien, zeigt doch, dass es offensichtlich nicht so schwer ist, Elektroautos zu bauen.

    Im Gegensatz zur Vergangenheit unterscheiden sich die Elektrofahrzeuge kaum durch den Motor. Die Batterien in ein Auto einzubauen, ist hingegen auch nicht schwer. So wie sich das mir darstellt, ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg die günstige Massenherstellung leistungsfähiger Batterien. Deutsche Automobilkonzerne gehen hierzu Kooperationen mit irgendwelchen Firmen ein, um einen Technologievorsprung aufzubauen und „Gigafabriken“ aufzubauen. Schaffen sie es, die Nase vorn zu haben? Und wie sieht es von der Rohstoffseite aus? Wären da nicht auch andere Länder im Vorteil?

    Zuletzt war zu lesen, dass China die Nutzung von Tesla-Fahrzeugen für Staatsdiener einschränkt, wegen Sicherheitsbedenken (z. B. Weitergabe von Videodaten). Auf diese Weise könnte China den Markt auch leicht abschotten. Andere Länder freilich auch (vgl. den Umgang mit Huawei in den USA).

    Und warum sollten sich Chinesen zukünftig noch deutsche Luxusautos kaufen wollen, wenn diese um Grunde genommen nicht mehr Leistung auf die Staraße bringen als heimische Fahrzeuge. Diese Fahrzeuge mit Komfort und diversen Assistenzsystemen auszugestalten, können die Chinesen wahrscheinlich auch bald selbst genauso gut.

    • Ich denke, weil es Psychologie der Chinesen über Jahre zumindest noch sein wird, sich in einen deutsches Auto zu setzen, als in ein chinesisches Auto, wenn sie es sich leisten können.

  8. Die Umstellung auf Elektromobilität könnte einige Arbeitsplätze kosten, deren Abbau sozialverträglich abgewickelt werden dürfte. Könnte ins Gewicht fallen. Chinesische Neugründungen bleiben davon unberührt.

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