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Greiffbar – Investments zum Anfassen

5. Juli 2019 - Volker Schilling in Gastbeitrag | 18 Kommentare

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Ursula von der Leyen ersetzt Jean-Claude Junker
  • Christine Lagarde ersetzt Mario Draghi
  • Fleisch ersetzt Gemüse

Uschi, mach kein Quatsch

Schlagerbarde Stephan Sulke trällerte es schon in den Achtzigern: Uschi, mach kein Quatsch! „Weil ich sonst noch den Kopf verlier“, heißt es im Songtext weiter. Den Kopf haben mit Sicherheit einige verloren, als das europäische Duo Merkel und Macron entschied, Frau von der Leyen als Kommissionspräsidentin vorzuschlagen. Allen voran der Spitzenkandidat Manfred Weber, der damit im Wahlsieg verliert. Aber auch alle anderen Spitzenkandidaten sind einen Kopf kleiner, denn keiner, der den Bürgern zur Wahl stand, ist es geworden. Ein kleiner Trost: Das deutsche Wort „Spitzenkandidat“ ist inzwischen international gebräuchlich. Frau von der Leyen, deren Geburtsort Brüssel ist, hat zwar durch die Ausgangslage einen schwierigen Stand, könnte aber auf europäischer Ebene punkten. Sie spricht die wichtigsten Sprachen Europas fließend, hat Erfahrung auf dem internationalen Parkett und ist eine starke Verfechterin der europäischen Idee. Fazit: Schwieriger Start, aber gute Ausgangslage. Wir sollten nicht von Beginn an nur kritisieren, sondern auch einmal stolz darauf sein, dass wir Europas Chefin stellen.

Je ne regrette rien – Ich bereue nichts

Wenn Deutschland den Kommissionspräsidenten stellt, dann stellt Frankreich den Chef der Europäischen Notenbank EZB. Und keine geringere als Christine Lagarde, die amtierende Chefin des internationalen Währungsfonds IWF, ersetzt den scheidenden Mario Draghi. Immerhin eine, die sich mit Geld und Währungssystemen auskennt, seit Jahren mit den globalen Notenbankchefs auf Augenhöhe verkehrt und eine akzeptierte Persönlichkeit besitzt. Und das Signal an die Staaten Europas: Nicht Deutschland in Person eines Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann übernimmt das Ruder. Ist das wirklich wichtig für Länder wie Italien, Spanien oder Frankreich. Ja, das ist es, denn Christine Lagarde steht wie Mario Draghi für eine Politik des billigen Geldes und auf keinen Fall für eine restriktivere oder gar Sparpolitik. Was heißt das für Anleger: Ein weiteres klares Signal, dass Geld billig bleibt, sprich keine Zinsen abwerfen wird. Konsequenz: Zinspapiere werden noch unlukrativer, was man am Bund Future deutlich ablesen kann und Aktien werden wieder attraktiver, wie der Anstieg der globalen Indices zeigt. Mit anderen Worten: Die Aktienmarktrally ist noch nicht vorbei.

Fleisch ist das neue Gemüse

Fleischersatzhersteller wie Beyond Meat boomen, der Hype um die veganen Burger ist riesig. Doch jetzt wird der Spieß umgedreht: Die Fast-Food-Kette Arby’s bläst zum Gegenangriff – mit Gemüse aus Fleisch. Das US-Unternehmen verspricht eine neue Essenskategorie: „Meat Vegetables“. „Es ist kein PR-Stunt“, versichert ein Arby’s-Sprecher. Bislang probiert die Kette ihre Fleischgemüse-Kreationen noch in der Testküche aus. Ein erstes Produkt – eine Putenbrustkarotte – wurde auch schon präsentiert. Was lernen wir daraus: Jede Bewegung setzt eine Gegenbewegung in Gang. Sehen wir es mal so: Künftig grillen sie den veganen Burger und genießen dazu fleischiges Gemüse. Apropos, genießen Sie das Grillwetter des bevorstehenden Wochenendes.

 

Ihr Volker Schilling

18 Kommentare

  1. Man muss sich mal vorstellen, dass er richtig arbeiten muss, z.b. bei Mac Donald’s. Ob er das packen würde? Damit gebe ich natürlich auch ein Kommentar ab, was seine Aussagen taugen. Kann man vergessen. Alles was er schreibt, taugt nichts. Deswegen war er auch nie besser als der Markt. Das macht mich natürlich böse. Was macht er eigentlich hier? Was hat er mit wahren Werten tun? Er ist Finanzpornograph. Alles was er schreibt hat die Qualität eines Pornos. Kann man sich antun, am nächsten Tag bereut man es. Es ist unwichtig.

    • @Marco Dargel: Was ist denn so verkehrt an einem bisschen Börsenkaffeklatsch mit der richtigen Prise Humor? Das tägliche Börsengelaber wird als solches entlarvt und ein wenig auf die Schippe genommen. Oder etwa nicht? Allein das Foto gibt doch schon einen Hinweis, dass nicht jedes Wort so bierernst zu nehmen ist. Dass er nicht nur mit der Kaffetasse posiert, sondern auch arbeitet, setze ich einfach einmal voraus. 😉 Ich habs jedenfalls gerne gelesen – mir gefällts. Aber natürlich mag nicht jeder satirische Kommentare. Der vorherige Greiff-Beitrag war übrigens durchaus auch informativ.

    • hmm … wen oder was meinen Sie? Das Ganze klingt für mich etwas wirr.

      • Ich habe etwas aus dem Amerikanischem übernommen: Finanzpornographie. Das geilste Wort überhaupt. Menschen, die nichts leisten, schreiben über die Börse und sagen nichts. Sie leben besser als jeder Arbeiter bei Mc Donald’s ohne auch nur irgendwie zu arbeiten. Das geht von Thomas Müller bis zu dieser Knalltüte. Er wird in seinem Leben nie arbeiten. Weil man ihm seinen Hintern vergolden für Aussagen, die keinen Wert haben. Alles, was er sagt, hat nicht mehr Wert als Pornographie. Geilt auf und hat null Wert.

        • Lieber Marco Dargel,
          Sie wissen sicherlich, dass Empörung die beste Währung für den Finanzpornographen ist. Wenn Sie diese nicht mögen, dann sollten Sie von dieser Währung nicht zuviel ausgeben.

          Spaß beiseite: Die „Greiffbar“ ist eine wöchentliche Kolumne, die einzig und alleine dafür konzipiert wurde, die interessantesten Ereignisse der Finanzwoche zu kommentieren. Es geht hier nicht um neue Erkentnisse, vielmehr um einen vielleicht unterhaltsamen Spin im Anblick der Tatsachen gepaart mit meiner persönlichen Meinung.

          Raimund Brichta hat mich gebeten, diese hier auch zu veröffentlichen und in diesem Sinne Diskussionen anzustoßen. Und die zahlreichen Kommentare scheinen Raimund recht zu geben.

          Den vielen positiven Kommentatoren möchte ich natürlich ebenso danken,insbesondere diejenigen, welche mich so engagiert verteidigen. Es freut mich, dass es doch Leser gibt, die den Sinn einer Glosse verstehen und zu schätzen wissen.

          P.S. Herr Dargel, sie sollten Pornographie nicht am nächsten Tag bereuen. Das ist nichts Schlimmes 😉

  2. Würde mich sehr freuen, wenn Herr Volker Schilling noch möglichst viele Kommentare hier veröffentlicht.Seine Beiträge zeichnen sich durch große Sachkunde und ein gewisse unterhaltsame Lockerheit im Schreibstil aus.

  3. … naja wenn man die Spitzen nicht versteht oder kein Verständnis dafür hat, soll man‘s eben lassen.

    Schließe mich der Meinung von Sandro an. Ich finde die Kommentare, inkl. „der richtigen Prise Humor“ sehr lesenswert und würde mich freuen sie im Wochentakt weiterhin hier zu lesen zu können.

    • Ich möchte mich entschuldigen. Ich wusste nicht, wie erfolgreich er in den letzten Jahren war. Er hat mich outperformed. Nun ja, ich war der schlechteste Anleger aller Zeiten..Nein, war ich nicht und hat er auch nicht. Einigen wir uns. Er ist lustig. Er kann gut sülzen. Nach meiner persönlichen Analyse die beste Eigenschaft überhaupt. Ob es was nützt? Nein !!

  4. Mit seiner Warnung vor Dt. Bank lag Herr Schilling heute schon mal goldrichtig. Apropos Gold…hat sich ja aktuell richtig gut entwickelt 😊

  5. Ja, dass hat ihn zum Milliardär gemacht. Deswegen schreibt er nur noch, um uns Gutes zu tun. Sorry für meine harte Art, ich biete Frieden an. Ignoriert mich. Es ist meine Entscheidung, ihn zu missachten, ich stimme Euch zu, er ist lustig irgendwie. Mot
    ley fool oder wie die heißen ist das auch. Finanzpornographie ist in erster Linie geil. Und ganz im erst, er ist nicht der Schlimmste. Und fassen wir es zusammen. Er ist cool, lustig, ein Könner und ich bin natürlich ein Idiot. Ich kapier ihn nicht.

    Ich werde nie auch nur einen Cent in seinen Fond setzen. Aber wenn Ihr denkt, das er cool ist. Dann habe ich eine gute Nachricht für Euch. Ihr könnt das. Investiert in seinen Fond und ich mache das einfach nicht. Das ist irgendwie einfach. Es ist die beste Antwort gegen mich. Kauft ihn, oder seine Fonds. Das einfachste der Welt. Kauft ihn.

    Ich werde nie auch nur einen Cent setzen.

    • Ich will ja nicht kleinlich wirken, aber meinen Sie Fond oder Fonds?

      • Passiert mir immer wieder. Ich habe weder Kochen noch Fonds viel am Hut. Fonds ist Einzahl und Mehrzahl. Ich hoffe ich lerne es irgendwann. Danke für die Korrektur.

  6. Sehr geehrter Herr Marco Dargel,
    was bringt Sie eigentlich dazu, Herrn Schilling so zu beleidigen? Ihr Beitrag hier sagt mehr über Sie aus als über ihn.

    Wollen Sie die Meinung eines Milliardärs hören? Dann lesen Sie den Investorenbrief von Warren Buffet. Aber allzu viel würde ich nicht auf die Finanz-Ansichten der Milliardäre geben. Sie haben ihr Vermögen meist geerbt und nur ganz selten an der Börse gewonnen.

    Wollen Sie einen Vemögensverwalter hören, der langfristig den Index schlägt? Nun, das tun nur die Wenigsten von ihnen. Wenn Sie den Index selber schlagen wollen, kaufen Sie lieber einen ETF. Dann bleiben Sie langfristig wenigstens nicht hinter dem Index zurück. Aber seien Sie bitte fair und sagen Sie in Ihren Beurteilungen anderer, welchen Index sie meinen.

    Wollen Sie überdurchschnittlich abschneiden? Dann stellen Sie ein Portfolio mit kluger Asset-Allocation auf und rebalancieren Sie dieses. Dann werden sie langfristig zu den Gewinnern gehören.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass der Beitrag von Herrn Schilling mich enttäuscht hat. Hier möchte ich nicht noch einmal lesen, was schon im Handelsblatt gestanden hat. Die Stärke dieser Seite ist doch, dass große Themen hier eher angesprochen werden als anderswo. Wenn in der ganzen Finanzpresse zum Beispiel Gold empfohlen wird, dann sind die größten Gewinne schon durch und der Trend hat sich schon etabliert. Eine andere Stärke dieser Seite ist, das hier Außenseiter-Meinungen zum Zuge kommen. Die müssen ja nicht richtig sein, sind aber immer anregend, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

    Ich würde zum Beispiel von Herrn Schilling gerne hören, wie er sich als Vermögensverwalter heute positioniert, um weiter existieren zu können. Dass die Deutsche Bank den Aktienhandel aufgibt, weil er sich für sie nicht mehr ausreichend lohnt, muss ihm doch einen kalten Schauer über den Rücken treiben. Er muss sich doch von der ETF-Industrie und dem digitalen Handel in die Zange genommen fühlen. Was ist sein Konzept für seine eigene Firma?
    Letztendlich ist das auch die Frage für uns Kleinanleger. Haben wir überhaupt eine Chance, besser abzuschneiden als der Markt? Oder ist das, was wir tun, mehr ein Zeitvertreib für begüterte Rentner?

    Was mich auch von Herrn Schilling interessiert ist, wie er Vermögensverwaltungen strukturiert. Das ist natürlich sein Fachwissen, von dem er lebt. Aber vielleicht möchte er uns ja einen kleinen Einblick gewähren.

    • Also beleidigen wollte ich eigentlich niemanden. Das, was ich Finanzpornographie nenne, klingt wohl etwas daneben, wird aber bei den Amis durchaus verwendet. Die besten Übeltäter in Deutschland sind meiner Meinung nach die (Ladies) und Boys von Monthley Fool. Klingt immer irgendwie scharf und nutzt niemanden. Manchmal hat man recht, manchmal nicht. Was sie schreiben ist Zeitverschwendung. Und ich versuche Artikel zu meiden, die nichts bringen. Sollte ich dabei übertrieben haben und beleidigend geworden sein, dann entschuldige ich mich. Allerdings muss sich auch Hr. Schilling die Frage gefallen lassen, warum er das geschrieben hatte. Dabei habe ich sicherlich übertrieben. Eine Äußerung zu wahren Werten hätte ich natürlich begrüßt. Aber ganz im ernst. Dass Bayer und Deutsche Bank nach so starkem Verlusten Probleme haben könnten, nun ja. Das hätte was gebracht, wenn man es deutlich früher geschrieben hätte. Bei der Deutschen Bank hätte man das 2007 und bei Bayer 2017 schreiben müssen. Ich könnte jetzt auch schreiben, BASF hat gerade die zweite Gewinnwarnung raus gegeben und hat wohl Probleme. Bringt niemanden was, außer ich hätte es 2017 geschrieben.

      Die andere Frage, ob man besser als der Markt abschneiden kann und wie?

      Nun ja, dazu folgende Überlegung, die mich hierher geholt hat. 25 Prozent aller Aktien treiben den Markt. Keiner weiß welche. Der Rest macht +- Null, wobei viele verlieren. Die darf man nicht haben. Damit kommt man zu wahren Werten. Die sollten das nicht machen. Einige davon können besser als der Markt sein. Aber theoretisch könnte man besser sein als der Markt, wenn man die Loser nicht hat. Klingt einfach, ist aber schwer. Woran erkennt man Loser?. Nachdem die Deutsche Bank ca. 95+ Prozent an Wert verloren hat, muss mir keiner sagen, dass es ein Loser ist. Das hätte man 2007 erwähnen sollen.

      Jetzt könnte auch jemand sagen, setze doch auf die Gewinner. Nun Gewinner waren auch mal Yahoo, Nokia, AOL, Commodore.

      Also habe ich mich von den Kauf die Überfliegern verabschiedet. Ich suche wahre Werte, die in den nächsten 20 Jahren dazu gewinnen und vielleicht ist der eine oder andere Volltreffer dabei.

      Und ich möchte mich anpassen. Sollte Hr. Schilling ein Statement abgeben zu einer Aktie, die bis jetzt gut gelaufen ist und in den nächsten 9 Jahren über 80 Prozent an Wert verliert und woran er es erkennt, dann wäre ich Feuer und Flamme.

      • @ Marco Dargel

        Also sind Sie ein Growth-Investor.

        Momentum-Handel stehen Sie kritisch gegenüber, da sie fürchten, dass die Gewinner von heute die Verlierer von morgen sind. Mechanisches Momentum-Investment macht auch viel Arbeit und schneidet eher unterdurchschnittlich ab.

        Bleibt also Themen-Investment. Damit habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Die vielen Themen-Fonds, die es so gab, haben vielleicht einige Zeit ganz gut abgeschnitten, sind dann aber in die Bedeutungslosigkeit versunken.

        Was dann noch hilft, ist gute Expertise in Zukunftsfirmen, die gegenwärtig günstig bewertet sind. Dazu fällt mir Lupus-Alpha ein oder ein ETF auf deutsche Nebenwerte.

        Ich persönlich halte für dieses Segment BB-Biotech und Berkshire Hathaway. Sie packen das Thema von verschiedenen Seiten an (Zukunftsfirmen und Value-Growth.

        Was mir noch dazu einfällt ist: Insiderhandel. Investieren Sie in die eigene Firma, ehe andere das tun.

        Was ich auch versucht habe ist: Fallen Angels kaufen. Allerdings muss ich sagen, dass ich damit unter dem Strich nichts verdient habe. Einigen spektakulären Gewinnen standen ebenso spektakuläre Verluste gegenüber.

        Mit dem Langweiligen habe ich persönlich am besten verdient: Ein klug strukturiertes Portfolio langfristig durchhalten und rebalancieren.

        Die Indices sind übrigens auch Bewertungs- und Rebalancierungs-Maschinen. Sie halten die guten Zukunftswerte und geben ihnen angemessenen Raum. Damit ersetzen sie einen Fonds-Manager.

        • Ehm, es gibt noch einen kleinen Unterschied in meiner Herangehensweise. Ich bringe meine Werte in eine Rangliste und baue mein Depot wie ein ETF auf. Ich muss dabei nicht unbedingt verkaufen. Aber für jeden Zukauf gilt, dass er zur Rangliste passen muss.

          Aber es müssen halt wahre Werte sein.

    • Hallo Herr Eeberg,
      vielen Dank für Ihre Kommentare. Die hier auch veröffentlichte „Greiffbar“ ist eine wöchentliche Kolumne, die einzig und alleine dafür konzipiert wurde, die interessantesten Ereignisse der Finanzwoche zu kommentieren. Es geht hier nicht um neue Erkentnisse, vielmehr um einen vielleicht unterhaltsamen Spin im Anblick der Tatsachen, gepaart mit meiner persönlichen Meinung. Das führt natürlich dazu, dass Sie in dieser Publikation Themen lesen, die eben schon bekannt sind.

      Ich finde Ihre Fragestellungen zu unabhängigen Vermögensverwaltern, insbesondere zu mir und meinem Unternehmen Greiff auch sehr spannend. Schließlich beschäftige ich mich tagtäglich damit. Die Greiff AG verwaltet inzwischen über 1 Mrd. Euro, beschäftigt 23 Mitarbeiter und hat für zahlreiche Fondsmandate Auszeichnungen erhalten. Die Tatsache, dass die Deutsche Bank den Aktienhandel einstellen will, dass generell der deutsche Bankensektor enorm unter Druck steht, gleichzeitig Technologiekonzerne in das Finanzwesen vordringen, zeigt die Disruption oder zumindest Transformation des Geldwesens deutlich.

      Ich habe mich schon vor ein paar Jahren dazu entschlossen die Greiff AG für diese Transformation bestmöglich aufzustellen. Alle Entwicklungen aus den angelsächsischen Regionen zeigen, dass unabhängige Asset Manager Marktanteile dazu gewinnen wenn Sie folgende Eigenschaften haben:

      1) kritische Größe der Assets under Management (mindestens 500 Mio Euro)
      2) eigener Handelsdesk und voll outgesourcter Asset Manager (kein Advisory only!)
      3) maximale Regulierung und bestmögliche Umsetzung der Regulierung (Burggraben!)
      4) Schaffung einer Marke

      In diesem Sinne habe ich die Greiff AG gemeinsam mit einem wirklich tollen Team in den letzten drei Jahren in diesem Sweet Spot positioniert.

      Wesentlicher Unterschied meines Unternehmens ist es, dass wir keine Privatkunden beraten oder verwalten. Wir konzentrieren uns ausschließlich auf das Fondsmanagement, die Fondsanalyse und die Vermögensverwaltung auf Fondsbasis. Dazu kommen Spezialfondsmandate und Researchaufträge.

      Gerne erzähle ich Ihnen mehr, wenn Sie Interesse haben. Schreiben Sie mich einfach direkt per E-mail an.

      Was meine Einschätzung zu den Märkten betrifft und wie wir dies in unseren Fondsmanadaten umsetzen, kann ich gerne hier öfters kommentieren, wenn dies für Sie einen Wert hat.

      Liebe Grüße
      Ihr Volker Schilling

  7. Sehr geehrter Herr Schilling,

    vielen Dank für die Erklärungen. Ich habe einmal auf Ihrer Internetseite nachgesehen. Da gibt es ja viele interessante Fonds-Spezialitäten. Einige davon sind erst kurz auf dem Markt. Sie scheinen viel mit technischer Analyse zu arbeiten und wollen oft den Markt schlagen. Ihnen und Ihren Kollegen wünsche ich viel Erfolg mit Ihren Projekten.

    Besonders schön fand ich, dass Sie uns auf dieser Seite als „Schwarmintelligenz“ bezeichnen. Naja, wir sind Hobbyanleger, die Herrn Brichta im Schwarm folgen, denke ich. Aus den Kommentaren der anderen schließe ich allerdings, dass die meisten von uns schon recht lange an der Börse aktiv sind und schon manchen Sturm dort überstanden haben.

    Mich persönlich interessiert derzeit das Thema Portfolio-Gestaltung. Gelesen habe ich dazu von Benjamin Graham über Markowitz bis zu Professor Martin Weber vom Arero-Fonds. Deren Ideen zum quasi passiven Investieren in ein strukturiertes rebalancierendes Portfolio habe ich mich im Prinzip angeschlossen und dadurch die Ergebnisse meiner Anlage wesentlich verbessert. Was mich allerdings umtreibt, ist, dass in diesen strukturierten Portfolios stets Anleihen als „sicheres“ Element integriert sind. Das mag auch für den Forschungszeitraum der Größen, die ich oben angeführt habe, richtig sein. Für die Zukunft halte ich allerdings Anleihen weder für sicher noch für renditebringend. Was kann also in einem strukturierten Portfolio an deren Stelle treten?

    Vielleicht kann ich ja mal irgendwann mit irgendjemandem diese Frage diskutieren.

    Herzliche Grüße und vielen Dank, dass Sie mit Herrn Brichta zusammen diese Seite hier begleiten.

    Aries Eeberg

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