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Greiffbar – Mut – Mutti – Mutation!

3. Dezember 2021 - Volker Schilling in Gastbeitrag | 24 Kommentare

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Mut
  • Mutti
  • Mutation

Mut

Das ist die Woche der Mutmacher: Biontech Chef Ugur Sahin ist optimistisch, auch für Omikron einen passenden Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Die OPEC stellt mehr Öllieferungen in Aussicht, um die Energiepreise im Zaum zu halten. Twitter Chef Jack Dorsey macht den Weg frei, damit das soziale Netzwerk neue Wege beschreiten kann. Der in Mitleidenschaft gezogene Stahlkonzern ThyssenKrupp kündigt an, seine Wasserstoffsparte Uhde Chlorine Engineers (UCE) für 4-6 Mrd. an die Börse zu bringen. Mut hatten in dieser Woche auch die Privatanleger, die die Rücksetzer an den Börsen genutzt haben, um weiter zu investieren, während institutionelle Investoren unter Schwermut leiden. Die Börse ist daher im Auf- und Ab-Modus unterwegs. Unmut gab es bei der Meldung einer Inflationsrate von 5,2% in Deutschland. Und mutmaßlich soll die Europäische Notenbank immer noch daran glauben, dass damit der Höhepunkt erreicht ist. Schwermut lastete daher diese Woche auf der Börse und das ist gut. Warum? Übermut wäre eher das Problem, aber davon ist wenig zu sehen. Daher will ich Sie weiter ermutigen zu investieren, denn einen anderen Markt als den Aktienmarkt möchte ich Ihnen nicht zumuten.

Mutti

Die Mutti der Nation nahm diese Woche Abschied von der politischen Bühne. Mit einem großen Zapfenstreich geht unsere Bundeskanzlerin in den Ruhestand. Gut, es stehen ihr weiter 9 Mitarbeiter und der Fahrdienst zur Verfügung, aber alle Mütter wissen, dass man in dieser Funktion nie außer Dienst ist. So wird Frau Dr. Angela Merkel als Bundeskanzlerin a.D. nach eigenem Bekunden zwar erst einmal ausschlafen, wird dann jedoch ziemlich aufgeweckt unterwegs sein. Sie wünschte sich zum Abschied, dass es rote Rosen regnen solle, aber ich vermute, dass es eher erst einmal Anfragen regnen wird, sie als Ehrengast, Rednerin oder für Verleihungen zu engagieren. Dennoch geht eine Ära zu Ende, die wie immer von den einen vermisst werden wird und von den anderen ersehnt war. Aber da man als Mutti nicht in Ruhestand gehen kann, wird Angie mit Sicherheit auch weiter im Hintergrund als Gewissen der Nation gefragt bleiben. Bei der CDU jedenfalls wird auf Mutti ein Vati folgen und der heißt nach den aktuellen Mehrheiten wohl Friedrich Merz. Der Merz käme dann wohl schon im Januar beim Bundesparteitag der CDU. Es bleibt zu hoffen, dass die Konservativen in Deutschland mit einem Merz besser fahren als die Konservativen in Großbritannien mit einer May.

Mutation

Die Bezeichnung Mutation stammt vom lateinischen Wort „mutare“, was soviel bedeutet wie sich verändern oder sich verwandeln. So zeigt die neue Corona Variante Omikron über 30 verschiedene Veränderungen auf ihrem Spikeprotein und verwandelte damit innerhalb kürzester Zeit auch die Stimmung auf den Kapitalmärkten. Aus US-Notenbankchef Jerome Powell wurde „Jeromikon“, der jetzt die Anleihekäufe schneller zurückführen möchte, weil auch er seine Meinung zur vorübergehenden Inflation gewandelt hat. Verändert hat sich auch so mancher Favorit an der Börse. Wie zum Beispiel Applied DNA Sciencies, die hoch gehandelt werden, da ihr PCR Test besonders gut zum Omikron-Nachweis geeignet ist. Oder die Unternehmen Pfizer und Merck, die beide eine Pille zur Behandlung von Covid19 in der Zulassung haben, die den schweren Verlauf deutlich mindern sollen. Und so sicherte sich Jens Spahn diesmal etwas früher und noch vor Zulassung schon einmal 80.000 Einheiten der Merck-Pille Molnupiravir für Deutschland. Warten wir also auf die Ankunft der Bestellung. Passt ja irgendwie in die aktuelle Zeit, denn der lateinische Name für Ankunft ist Advent.

Ihr Volker Schilling

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24 Kommentare

  1. Nichts gegen unseren Kumpel Jay. Der weiss was er tut.Und er war nie freier als in der kommendenn Zeit. –
    Womoeglich sind die guten Pillen bei Omikron noch weniger wirksam als bei Delta …
    Ich meine, nachdem sie irgendwann zugelassen sind …
    Der Nutzen duerfte jedenfalls groesser als der Schaden sein.Wass solls.
    Spahn hat auch schon mal zehntausende Beatmungsgeraete storniert. Das kostet halt.
    Wir haben lieber ausrangierte Geraete instandgesetzt, welche wir noch immer nutzen …

  2. „Angie mit Sicherheit auch weiter im Hintergrund als Gewissen der Nation gefragt bleiben“

    Gewissen der Nation. Wie kann man so etwas über eine Frau schreiben, die proaktiv für den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Irak geworben hat?
    Beim Syrienchaos mitgeholfen hat? Hunderttausende von Tote! Mütter, die ihre Kinder und Männer verlieren!

    Naja, die Dame hat für ihre Dienste eine positive Berichterstattung bekommen.

  3. Omikron verunsichert die Märkte. Eine Achterbahnfahrt, die wohl noch paar Tage anhält. Rückblickend betrachtet haben sich solche Phasen oft als günstige Kaufgelegenheiten herausgestellt. Beobachte weiter.

  4. “ Mut hatten in dieser Woche auch die Privatanleger, die die Rücksetzer an den Börsen genutzt haben, um weiter zu investieren, während institutionelle Investoren unter Schwermut leiden.“

    Passend dazu :

    Nate Rattner von CNBC
    “ Barclays forderte seine Kunden am Freitag auf, auf Kurs zu bleiben und den Markt bei Einbrüchen zu kaufen.“

    “ Unschuldig schau “ … warum kaufen die nicht gleich selba !!???

  5. War gestern auch mutig und hab 20% meiner Liquidität investiert. Eher DAX orientiert. Ich finde im Gegensatz zu manch anderen Foristen einige DAX Titel total unterbewertet bei gleichzeitig hoher Dividendenrendite und gutem Geschäftsmodell. Ein Beispiel die Allianz, die wird aber nicht im WWD aufgenommen.

    Ich habe vor einen Großteil der restlichen Liqui in den nächsten Wochen zu investieren. Omikron mag zwar im großen Stil kommen und sich ausbreiten, aber das war eigentlich eh nur eine Frage der Zeit. Die Börsen und v.a. die Wirtschaft lernt damit umzugehen. Außerdem sprudeln dann wieder viele Hilfen wie Kurzarbeitergeld etc. evtl dämpft es auch die Inflation ein Stück weit, da die Ölpreise ja schon gut nachgegeben haben. Der Druck auf die Notenbanken dieser Welt lässt nach. Ich glaube nicht, dass die Zinsen massiv steigen werden. Wenn wir ehrlich sind. Unsere Staaten -und zwar global- freuen sich doch über eine Inflation von 3-5%. Eine Assetpreisinflation haben wir ja schon seit Jahren. Wenn ich mir die Immobilienpreise in meiner Nähe (München) ansehe.

    Die Frage ist für mich: welche „großen“ Themen stehen nächstes Jahr im Mittelpunkt? Wird es weiter COVID sein? Wird es die Inflation sein? Oder ganz etwas anderes?

    Wie werden sehen. Ich bin überzeugt, am Jahresende stehen wir höher als heute.

    • Christian, deine Gedanken verstehe ich gut. Auch zu Allianz, auch wenn diese ein großer Teil meines Börsenlehrgeldes an der Börse war. Das lag aber nicht an der Allianz, sondern an meiner Person.
      Aber generell halte ich gerade im Dax manche Titel eben auch für einfach schlicht unterbewertet, gute bis sehr gute Dividendenzahler, gute globale Marktstellung u.ä. … auch wenn sie momentan sich schwertun, aber vielleicht dann 2022 überraschen? Man wird es sehen. Also sind bei mir z.B. Allianz, Bayer, BASF, Covestro oder VW aktuell im Depot vertreten. Aber auch in der 2. Reihe findet man gute Werte, die Deutsche Pfandbriefbank finde ich z.B. auch nicht schlecht, recht langweilig, aber sonst… gute Dividenden zahlen sie auch.

      • Vermutlich sind das zwar eher die „Langweiler“ Aktien. Auch wenn sie nicht die großen Kursgewinne bringen zahlen sie immerhin konstant gute Dividenden. Die Allianz hatte am Freitag Kapitalmarkttag. Hier wurde verkündet, dass die Dividende jährlich um 5% steigen soll. Auch grundsätzlich ist sie sehr aktionärsfreundlich mit regelmäßigen Aktienrückkäufen.
        BASF, Bayer, Covestro und VW sehe ich genauso. Ich frage mich schon, warum diese Titel so günstig bewertet sind?
        Sind es sog. „stranded assets“ wegen Automobil und Chemie Branche?? Oder derzeit nicht gefragt wegen dem teils hohen Energiebedarf?

        Meine Kursgewinne versuche ich auch eher über die 2. und 3. Reihe bzw. USA zu erzielen.

        • Christian, warum BASF, Covestro oder VW so günstig bewertet sind, frage ich mich auch. Ich verstehe z.B. auch überhaupt nicht, BASF hat z.B. dieses Jahr drei Mal(!) die Prognose erhöht und steht seit Jahresanfang irgendwie, glaube ich, über 10 Prozent im Minus.
          Ich denke ein wichtiger Grund, warum die Dinge nicht laufen, ist, weil sie eben Langweiler sind. Die Leute rennen in Tesla, Impfstoffbuden, Wasserstoffwerte, Ami-Techs usw., da fließt das Geld hin, die Bewertungen sind für mich Wahnsinn, das Risiko für mich bei den Bewertungen viel zu hoch. Substanzwerte, das interessiert heute keinen. Deswegen hoffe ich zumindest, ohne zu wissen, ob es eintritt, dass die Hypeaktien 2022 nicht so wirklich laufen werden, sondern die alten Langweiler 2022 den Markt outperformen, womit kaum jemand rechnet, aber gerade weil sie eben bewertungstechnisch einfach Nachholbedarf haben und gute bis sehr gute Dividenden zahlen.
          Warum die Allianz kein WW ist, haben wir hier schon erörtert, aber auch ich bin in der Allianz (mit einer kleineren Position) rein. Zwar ist noch die US-Sache nicht geklärt, aber das sollte für die Allianz händelbar sein. Aktuell über 5 Prozent Divi-Rendite, weiterhin Aktienrückkäufe. Würde von steigenden Zinsen profitieren, ist ein Versicherungsriese und kann kleine Wettbewerber problemlos schlucken oder durch Digitalisierung, Vereinfachung von Prozessen usw. noch deutlich Kosten einsparen.

          • Da bin ich ganz Deiner Meinung Andreas! Das mit dem Hype ist sicherlich ein Faktor. In den Tech-Werten bin ich auch investiert aber lediglich über einen Fonds. Einfach um dabei zu sein.

            Evtl. haben wir ja in 2022 mit unseren langweiligen Aktien Glück. Zumindest sollte sich größeres Korrekturpotenzial in Grenzen halten. Bei BASF sieht es nach einer großen inversen SKS aus.

            Das Thema US-Prozess hab ich bei der Allianz auch auf dem Ticker. Denke auch das es die Aktie verkraften sollte. Dann wäre zumindest die Unsicherheit weg. Zum Jahresende soll über eine Rückstellung beraten werden. Dann hätte man eine Richtung.

            Lassen wir uns überraschen.

  6. „Omikron verunsichert die Märkte“

    Nichts für ungut, Peter. Aber glaubst Du wirklich, dass die Investoren aus Asien oder den USA aufgrund „Omikron“ verkaufen?

    Die verkaufen aus anderen Gründen…
    Faktor Geld?
    Kostolany?

    Omikron ist zunächst einmal ein Medienereignis, mit einem marginalen Anteil auf den Faktor Psychologie. Viren mutieren ständig. Wird dieses Medienereignis vielleicht dazu verwendet, um eine allgemeine Impfpflicht (mit mRNA) und die Kinderimpfpflicht durchzusetzen?

    Warum sollen Kinder geimpft werden?
    Und warum möchte der STIKO-Chef sein eigenes Kind nicht impfen? Zumal das ja jetzt in Deutschland alle 6 bis 9 Monate gemacht werden wird – in China nicht.

    Beim Schachspiel gewinnt derjenige, der seinem Gegenüber ein paar Züge voraus denken kann.
    Die Lemminge können das nicht.

    • Den Faktor Geld sehe ich nicht so negativ. Das gedruckte Geld wird ja nicht wieder eingesammelt. Entscheidend sind die Zinsen. Ich warte hier seit seeeehr geraumer Zeit darauf, daß mal ein Experte mir erklärt wie die Notenbanken einen positiven Realzins bewirken wollen, ohne einen Totalcrash zu verursachen (China, USA, Japan, Italien, Frankreich). Es führt nicht weiter aneinander vorbei zu diskutieren und diese grundlegende Frage unbeantwortet zu lassen. Mutige Bären vor.

      • „ Ich warte hier seit seeeehr geraumer Zeit darauf, daß mal ein Experte mir erklärt wie die Notenbanken einen positiven Realzins bewirken wollen, ohne einen Totalcrash zu verursachen.“

        Einen solchen Experten dürftest Du nicht finden.

        • Ja wenn bei Geldwerten kein positiver Realzins zu erwarten ist…nicht einmal ein voller Inflationsausgleich, warum sollte man da Sachwerte (Aktien, Gold, Immo) verkaufen? Weil der Aktienmarkt wesentlich v. der Psychologie mitgeprägt wird, (es gibt halt ängstliche Marktteilnehmer) kann es immer mal zu Korrekturen kommen, aber der mittel/langfristige Aufwärtstrend bleibt ohne positive Realzinsen bestehen. Aber vielleicht habe ich etwas übersehen u. die Pessimisten hier klären mich endlich auf.

          • @ Peter Czeck

            Es ist zu jeder Zeit alles zu erwarten und nichts auszuschliessen. –
            Ich moechte festhalten, Verringerung, Ende der Kauefe von Seiten der FED entzieht dem Markt massenhaft FRISCHES Geld. Und das dauerhaft.
            Beherztes Handeln hinsichtlich der Inflation ist sichergestellt.Fehlt nur noch, die Impfstoffe sind nur zu etwa 30% gegen Omikron wirksam.
            Alternativlosigkeit birgt Gefahr.

    • @ Michael K.

      Richtig, da fehlen dann mal eben 120.000 Millionen. Und das in jedem Monat. Ist es nicht naiv zu glauben, das das die Aktienmaerkte gar nicht tangieren wird?

  7. Bitte schaut auf den Chart des ACWI. Bisher ist alles ganz normal. Wir haben einen Rücksetzer auf die 28-Tage Linie. Das ist das ganz normale Atmen der Börse. Von der 200-Tage-Linie sind wir noch weit entfernt. Auch, wenn wir da landen, ist noch alles ganz normal.

    Rein charttechnisch also keinerlei Grund zur Beunruhigung.

    Es macht einen allerdings schon etwas unruhig, dass wir ein Jahr lang keine echte Korrektur hatten. Aber auch die wäre innerhalb eines Aufwärtstrends noch ganz normal.

    • @ Aries Eeberg

      Es fehlt seit dem 8000er Absturz noch immer das zweite Standbein, das ist wohl jedem klar.

  8. Die aktuelle Nachrichtenlage sollte man mal leise schalten. Sie ist genau das, was der Markt als Anlass braucht, um im Rahmen des Aufwärtstrends zurück zu kommen.

    Was von den Nachrichten News und was Noise ist, das herauszufinden, ist die Kunst.

    In dieser Woche schreibt das Handelsblatt gerade über die Gefahr einer Stagflation wie in den 70er Jahren. Die Argumente dort sind nicht von der Hand zu weisen.

    Man kann allerdings auch an den Anfang der 90er Jahre denken. Da kam man aus einer großen Krise und es entfaltete sich ein starker Technologieschub. Genau diesen Technologieschub sehe ich heute auch. Aus künstlicher Intelligenz, Biotechnologie, Decarbonisierung der Wirtschaft, Elektromobilität bauen sich Potentiale für eine fulminante Wirtschaftsentwicklung auf. Die Notenbanken tun ihr Übriges dazu.

    • „Decarbonisierung der Wirtschaft“

      Dass China, Indien, Indonesien ihre Wirtschaft decarbonisieren ist mir neu.

      Gut, das sind ja nur knapp 3 Mrd Menschen zusammen. Dort stehen auch die ganzen die Fabriken.

      „Die Notenbanken tun ihr Übriges dazu.“

      Was, wenn nicht?

    • @ Aries Eeberg

      Corona ist ein Sonderfall.Vergleiche daher schlicht nicht moeglich.
      Es sei denn mit der Pest. Vielleicht magst Du eruieren wie sich das damals nach Ausrottung der Pest mit der Wirtschaft verhielt!
      Ob sich E Autos fuer den Massenmarkt durchsetzen werden undOder ob Deutschland neue Kernkraftwerke bauen muss,wann die Deglobalisierung so richtig in Gang kommt. Hin und her macht Taschen leer, die Taschen von Unternehmen und auch die Taschen des Steuerzahlers.
      Auch deutet alles deutet auf eine nachhaltig hoehere Sockelinflation hin.
      Frueher oder spaeter sehe ich fuer den Dax so oder in aehnlicher Zusammensetzung noch mehr schwarz als fuer andere.
      Ich denke dabei an wertlose Firmen wie Delivery Hero und HelloFresh, Firmen mit unterschaetzten Strukturproblemen wie Airbus und MTU. Und die Autos natuerlich, da laesst sich ueberhaupt nicht absehen, was wird. Vermutlich duerfen die ein paar ueberteuerte Oberklasse E Wagen liefern, der Rest kommt aus China oder von Renault …

      • Hallo Lies, deine Einschätzung in Bezug auf E-Autos und deutsche Aktien teile ich. Ich fahre eime Renault Zoe und halte nur etwa 3% deutsche Aktien. (ACWI und EM)

        Aber den Satz: „Dieses Mal ist alles anders.“, lehne ich vehement ab. Das ist ein sehr teuer Satz.

        Die Zyklen der Börse spielen sich nach ehernen Regeln ab. Es weiß nur keiner, welche Regel gerade gilt. Es ist und bleibt eine Kunst.

        • @Aries „ehernen Regeln“. M.E. lautet die eherne Regel: Gewichte Geldwerte (Renten, Bargeld) eher niedrig, wenn keine positive Realverzinsung erreichbar ist und gewichte Sachwerte (Aktien, Edelmetalle, Immo etc.) möglichst hoch. Z. Zt liegt die statistische Inflation bei 4 bis 5% u. die nominale Verzinsung f.10 jährige Staatspapiere USA/EU bei 0-1,5%. Selbst wenn die Zinsen USA auf 2,5 ansteigen würden, entschiede ich mich immer noch am ehesten f. Sachwertaktien. Mal sehn, ob einer der pessimistischen Foristen endlich eine beweiskräftige konkrete Gegenrechnung aufmacht. Welche Alternativen zu Aktien drängen sich auf?

          • @Peter – Ich teile deine Markteinschätzung. Mit den ehernen Regeln meine ich:

            – Die Börsenzyklen laufen immer nach dem selben Muster ab. (Templeton Curve)
            – Es ist wichtig, die Bedeutung des Trends zu verstehen. (Dow Theory)
            – Liquidität und Psychologie bestimmen den Trend. (Kostolany)
            – Tiefe Krisen gehören dazu. Sie sind aber immer überwunden worden.
            – Kurzfristig ist die Börse von Gier und Angst getrieben.
            – Langfristig gibt die Börse Anteil am Wachstum der Wirtschaft.
            (- Langfristig sind wir alle tot.)

        • @ Aries Eeberg

          Ja, den Markt verstehen, das wuerde ich gerne noch vor meinem Tod

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