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Gepostet by on Februar 06, 2026 in Allgemein | 2 Kommentare

WARUM UNSERE GELDORDNUNG NICHT NACHHALTIG IST

Eine Analyse im Feynman’schen Sinne Prolog: Warum Feynman? Und warum jetzt? Richard Feynman, Physik-Nobelpreisträger und einer der brillantesten Denker des 20. Jahrhunderts, lehrte uns eine einfache Methode, die Wahrheit zu finden: “Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and ask yourself, ‘Is it reasonable?’” Gerade bei Geld ist das wichtig. Denn hier dominieren Autoritäten: Zentralbanken, Ökonomen, Institute und Regierungen. Sie sprechen mit Gewissheit. Ihre Modelle wirken wissenschaftlich. Ihre Analysen sind detailreich. Aber erfüllen sie Feynmans Kriterium? Feynman sagte: “Science is the belief in the ignorance of experts.” Echte Wissenschaft erfordert Zweifel – auch und gerade an Experten. Nicht, weil Experten dumm wären, sondern weil sie irren können. Und er warnte uns vor der größten Gefahr: “The first principle is that you must not fool yourself—and you are the easiest person to fool.” Wir halten die Geldordnung für normal, weil sie seit Jahrzehnten existiert. Weil wir damit aufgewachsen sind. Weil alle sie akzeptieren. Aber ist das ein Beweis für ihre Nachhaltigkeit? Oder ist es Selbsttäuschung? Feynman warnte...

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Gepostet by on November 05, 2025 in Allgemein | Keine Kommentare

Warum Banken nicht pleitegehen dürfen

Die Frage, warum Banken nicht einfach bankrottgehen können wie andere Unternehmen, berührt einen der tiefsten Widersprüche unserer Wirtschaftsordnung. Und ihre Auflösung ist alles andere als offensichtlich – aber genau das macht sie so interessant. Die Pleite als reinigendes Prinzip In einer freien Marktwirtschaft gilt eigentlich ein klares Prinzip: Wer dauerhaft unwirtschaftlich arbeitet, verschwindet vom Markt. So hart eine Insolvenz im Einzelfall auch ist – sie ist Teil eines notwendigen Selbstreinigungsprozesses. Er sorgt dafür, dass Kapital, Arbeitskraft und Ideen dorthin fließen, wo sie produktiv eingesetzt werden können. Doch dieses Prinzip scheint an einer Stelle außer Kraft gesetzt zu sein – bei den Banken. Banken als Sonderfall Banken sind keine gewöhnlichen Unternehmen. Sie sind die Zentralorgane der Geldordnung. Ohne sie fließt nichts – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Banken schaffen das, was sie verleihen, selbst: das Geld. Wie ich in meinem Beitrag „Es droht eine Blase des gesamten Finanzsystems“ beschrieben habe, entsteht neues Geld durch die Vergabe von Krediten. Banken verleihen dabei nicht das Geld der Sparer – sie schöpfen...

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Gepostet by on Oktober 02, 2025 in Allgemein | 1 Kommentar

Es droht eine Blase des gesamten Finanzsystems

„Es droht eine Blase des gesamten Finanzsystems“, schreibt das Handelsblatt und verweist auf die Staatsverschuldung. Doch die Wahrheit ist größer – und unbequemer. Unser Geldsystem besteht fast vollständig aus Schulden. Viele glauben, Banken würden das Geld der Sparer verleihen. Doch das stimmt nicht: Geld entsteht nicht durch Sparen, sondern durch die Vergabe neuer Kredite an Staaten, Unternehmen und private Haushalte. Ohne neue Schulden gäbe es kaum Geld im Umlauf. Die Bundesbank beschreibt diesen Vorgang als „Geldschöpfung“: Wie entsteht Geld? – Teil II: Buchgeld. Kundeneinlagen – etwa auf Spar- oder Tagesgeldkonten – stehen in dieser Zeit nicht als Zahlungsmittel zur Verfügung. Sie dienen der Wertaufbewahrung. Damit Zahlungsverpflichtungen in einer Volkswirtschaft erfüllt werden können, muss daher ständig neues Geld geschaffen werden. Das geschieht durch die Vergabe neuer Kredite; Banken besitzen hierfür das Vorrecht der Geldschöpfung. Der Guthabenzins beschleunigt diese Spirale zusätzlich. Heißt: Er belohnt das Zurückhalten von Geld, zieht Liquidität aus dem Umlauf und erzwingt weitere Verschuldung, um die Zinsen auf Guthaben zu bedienen. Zins und Zinseszins führen so zu exponentiellem...

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