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Gepostet by on August 29, 2026 in Allgemein | 4 Kommentare

Warum ich nicht an den Niedergang des Westens glaube

„Die Generation Alpha wird ein Albtraum.“ Das sagt Katharine Birbalsingh, eine der bekanntesten Schulleiterinnen Großbritanniens. In einem Interview mit der NZZ zeichnet sie ein düsteres Bild des Westens und sagt, Großbritannien stehe „am Rand des Abgrunds“. Zu wenig Disziplin, zu wenig Wissen, zu viel Opferdenken, zu wenig Eigenverantwortung. Bei manchem möchte ich ihr zustimmen. Nur bei ihrer großen Schlussfolgerung nicht. Birbalsingh sieht die Schwächen des Westens. Aber bei ihrer düsteren Diagnose unterschätzt sie dessen größte Stärke: die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstkorrektur. Denn den Westen haben nicht nur Bildung, Disziplin und Leistungsbereitschaft erfolgreich gemacht. Zu seinen prägenden Stärken gehören wissenschaftliche Freiheit, offene Debatte, Wettbewerb, individuelle und unternehmerische Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Eigentumsrechte, die Begrenzung staatlicher Macht – und die Möglichkeit, bestehende Autoritäten infrage zu stellen. Eine Regierung kann abgewählt werden. Ein Gericht kann dem Staat Grenzen setzen. Ein Wissenschaftler darf einer herrschenden Theorie widersprechen. Ein Unternehmer kann etablierte Unternehmen herausfordern. Journalisten dürfen Regierungen kritisieren. Dass wir offen darüber streiten können, was in unserer Gesellschaft falsch läuft, ist eine der großen Stärken...

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