Warum CIPS den Yuan nicht zum neuen Dollar macht
China baut mit CIPS ein leistungsfähiges System für das Clearing und die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen in Renminbi aus. Das erleichtert die internationale Verwendung der chinesischen Währung und stärkt den Yuan im Handels- und Zahlungsverkehr. Doch wer daraus seinen Aufstieg zur neuen Weltwährung ableitet, verwechselt Zahlungsabwicklung mit Wertaufbewahrung. CIPS kann Transaktionen effizienter abwickeln. Es kann aber aus einer politisch kontrollierten Währung keinen frei verfügbaren globalen Wertspeicher machen. Der Renminbi ist die Währung eines kommunistischen Staates, in dessen Wirtschaftsordnung öffentliches Eigentum verfassungsrechtlich die Grundlage bildet und der staatliche Sektor eine führende Rolle einnimmt. Privates Eigentum wird zwar anerkannt und gesetzlich geschützt. Es bleibt jedoch in ein System eingebettet, in dem die Kommunistische Partei die politische Richtung vorgibt und der Staat über weitreichende Eingriffsmöglichkeiten verfügt. Für eine globale Wertaufbewahrungswährung ist das ein grundlegendes Problem. Anleger und Zentralbanken müssen darauf vertrauen können, dass ihr Eigentum dauerhaft geschützt bleibt, sie ihr Kapital frei umtauschen und transferieren können und auch in Krisenzeiten darüber verfügen dürfen. Diese Voraussetzungen erfüllt der Renminbi nur eingeschränkt. Der Kapitalverkehr ist...
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