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Wahre Werte jetzt auch als Fonds

4. Oktober 2016 - Raimund Brichta in Allgemein | 33 Kommentare

Die Wahre-Werte-Idee hat von heute an einen weiteren Vertreter: den Wahre-Werte-Fonds. Was für ein Fonds das ist, warum er nach unserem Konzept agiert und wie das alles zustande kam, erfahren Sie hier der Reihe nach.

Leser haben uns in der Vergangenheit des Öfteren gefragt, ob man in unser Depot investieren könne. Auch verschiedene Finanzdienstleister äußerten den Wunsch, ihren Kunden das Wahre-Werte-Konzept als Produkt anbieten zu können. Darauf haben wir immer geantwortet, dass es jedem Anleger natürlich freisteht, sich in seinen Entscheidungen an unserem virtuellen Depot zu orientieren, wenn er das will. Ein Anlageprodukt ist unser Wahre-Werte-Depot allerdings nicht.

Da es jedoch Interesse an einem solchen Produkt gibt, entwickelte Volker Schilling, der mit seiner Greiff AG schon Erfahrung in der Portfolioverwaltung hat, die Idee eines Wahre-Werte-Fonds. Ganz ehrlich: Für mich kam dieser Gedanke etwas zu früh, weil erst noch zu beweisen ist, ob wir auch langfristig erfolgreich sein können. Zwei Jahre Laufzeit sind im langfristigen Vergleich nicht viel. Zumal unsere richtige Feuertaufe erst noch bevorsteht, wenn die nächste Finanzkrise kommt.

Aber das Interesse war vorhanden, und deshalb setzten wir uns mit der Idee auseinander. Ich fragte mich zum Beispiel, wie sich so etwas überhaupt umsetzen ließe? Schließlich bin ich Finanzjournalist, der ein Musterdepot mitgestaltet, wie dies auch etliche Kollegen tun. Ein Fondsmanager bin ich nicht. Für mich gilt der Leitspruch: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Daneben bezweifle ich, dass man als Fondsmanager jederzeit so unabhängige Entscheidungen treffen könnte, wie wir das in unserem Musterdepot tun. Ein Fonds ist schließlich ganz anderen Zwängen ausgesetzt, und er hat unzählige Regulierungen zu beachten.

Das Modell
Ein Fonds kam für mich also nicht in Frage. Aber was wäre, wenn wir das blieben, was wir sind, nämlich ein simples Musterdepot, und wenn ein Fonds lediglich nach unserem Konzept agieren würde? Letzteres dürfte schwierig genug werden, weil wir auch vor unkonventionellen Entscheidungen nicht zurückschrecken. Gibt es etwa einen Fonds, der am Jahresanfang unserer Parole „Alles muss raus – außer Gold!“ umgesetzt hätte? Ich kenne keinen. Die praktische Umsetzung wäre in diesem Fall aber Sache des Fonds und nicht unser Problem 😉

Unter diesem Aspekt begann ich, mich mit dem Gedanken anzufreunden: Lasst einen Fonds nach dem gleichen Konzept agieren wie wir, aber lasst uns selbst kein Fonds sein! Und weil sich auch Volker Schilling und die Greiff AG damit anfreunden konnten, war die Grundlage für dieses Modell gelegt.

Deshalb wird Greiff den Wahre-Werte-Fonds managen. Eins zu eins zu unserem Depot kann der Fonds dabei ohnehin nicht handeln, weil Fonds – wie erwähnt – ganz anderen Einschränkungen unterliegen als wir im Musterdepot. Der Fonds wird also seine eigenen Anlageentscheidungen unabhängig vom Depot treffen. Auf einige Unterschiede zwischen Depot und Fonds werde ich später noch einmal in einem gesonderten Beitrag eingehen.

Die Partner
Zu einem Fonds gehört aber mehr als ein Unternehmen, das ihn managt. Es bedarf auch einer Kapitalanlagegesellschaft, die den Fonds unter ihrem Dach auflegt. Hier hat Greiff die Fondsgesellschaft Monega als Partner ausgewählt, die recht gut zum Wahre-Werte-Gedanken passt. Denn Monega ist überwiegend in Besitz der genossenschaftlich organisierten Sparda-Banken und der DEVK-Versicherungen, die wiederum ihren Versicherten gehören. Es handelt sich also um Genossenschaften und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die jeweils solide Eigentümerstrukturen aufweisen.

Ähnliches gilt für die Depotbank als weiterer Partner. Eine solche Bank braucht jeder Fonds, um dort sein Wertpapierdepot führen zu lassen. Greiff und Monega haben sich hier für die Kreissparkasse Köln entschieden.

Der Fonds
Der Wahre-Werte-Fonds selbst besteht aus zwei Tranchen mit jeweils eigener Wertpapier-Kennnummer: Eine Tranche für Privatanleger ohne Mindestanlagebetrag, die laut Fondsexperten in der Regel beratungs- und betreuungsintensiver ist und deshalb etwas höhere Gebühren hat. Eine zweite Tranche ist für institutionelle Investoren bestimmt und für Privatanleger, die mindestens 100.000 € investieren können. Da diese Anleger in der Regel besser informiert sind, fällt hier kein Beratungs- und Betreuungsaufwand an, weshalb die Fondsgebühr etwas geringer ausfällt.

Eine solche Zweiteilung mag zwar gewöhnungsbedürftig sein, weil sie an eine Zweiklassengesellschaft erinnert. Sie ist in der Fondsbranche aber durchaus üblich. Außerdem wäre der Fonds ohne eine Profi-Tranche – so versichern mir Experten – für institutionelle Investoren uninteressant. Dabei könnte unser Konzept mit dem Ziel, Abschwünge möglichst zu glätten, gerade für bestimmte Institutionen wie Stiftungen sehr attraktiv sein.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Privatanleger-Tranche als „thesaurierend“ ausgelegt ist. Das heißt, Erträge wie Zinsen und Dividenden werden innerhalb des Fonds wieder angelegt und erhöhen damit den Wert der Fondsanteile. Die institutionelle Tranche dagegen ist als „ausschüttend“ konzipiert, weil – so sagen mir Experten – einige Institutionen auf regelmäßige Ausschüttungen Wert legen. Wer auch als „Insti“ Ausschüttungen nicht haben möchte, kann das zufließende Geld einfach wieder in neuen Fondsanteilen anlegen und sich so den „thesaurierenden” Privatanlegern gleichstellen. Daneben kann natürlich jeder Anleger jederzeit Fondsanteile verkaufen, wenn er dies will.

Zur Webseite des Wahre-Werte-Fonds geht es hier.

Das Depot
Im Wahre-Werte-Depot selbst bleibt alles beim Alten: Anton Voglmaier, Volker Schilling und ich werden auch künftig unabhängig unsere Entscheidungen treffen. Ich werde diese Webseite weiterhin redaktionell betreuen, mit journalistischen Inhalten füllen und die Team-Entscheidungen vorbereiten – Letzteres gemeinsam mit Ihnen, werte Leser, und Ihren Depotvorschlägen. Da wir das Wahre-Werte-Depot kostenlos anbieten, gab es bisher aber keine Einnahmen, die eine Bezahlung meiner redaktionellen Arbeit zugelassen hätten. In Zukunft wird sich das ändern, weil der Fonds eine Gebühr an die Webseite zahlen wird. Deshalb werde ich künftig ein Honorar für meine journalistische Tätigkeit bekommen. Für Sie, liebe Leserinnen und Leser, ist damit auch langfristig sichergestellt, dass die Wahren Werte kostenlos bleiben.

Auf die Zukunft können wir nun jedenfalls doppelt gespannt sein: Wie wird sich zum einen unser Depot entwickeln und wie zum anderen der Fonds? Stay tuned!

33 Kommentare

  1. Ich finde es gut, dass wir nun die Möglichkeit bekommen, einen Wahren-Werte-Fond zu erwerben. Selbst würde er hervorragend in mein Depot passen.

    Grundsätzlich stehe ich Fonds wg. der Kostensituation eher kritisch gegenüber, ich vermute aber, dass das in dem Fall die beste Konstruktion sein wird. Wie ich Sie kennengelernt habe, werden Sie das sehr sorgfältig abgewogen haben.

    Dass über den Weg ein Rückfluss für die journalistische Tätigkeit erfolgt, finde ich mehr als in Ordnung. Wenn das dazu beiträgt, die Sache am Leben zu erhalten, ist das ein guter Schritt.

    Respekt habe ich davor, dass Sie hier ein Reputationsrisiko eingehen, wenn der Verlauf des Fonds negativ ist. Ich denke da an ihren Kollegen Risse, der heute immer noch Anfeindungen ausgesetzt ist.

    • Das Reputationsrisiko ist aus meiner Sicht nicht größer geworden, lieber Herr Eigenbrodt. Ich stehe nach wie vor dem Risiko gegenüber, dass der Verlauf des Depots negativ ist. Aber das ist jetzt auch schon der Fall. Wenn sich das Depot negativ entwickelt, könnte sich also auch der Fonds negativ entwickeln.

      Sollte sich aber der Fonds negativ entwickeln, obwohl sich das Depot positiv entwickelt, hätte vor allem das Fondsmanagement ein Problem. Denn dieses agiert – wie mehrfach betont – vollkommen unabhängig. Ich habe darauf keinen Einfluss. Da das Fondsmanagement sein Handwerk zu verstehen scheint, halte ich diesen Fall jedoch für recht unwahrscheinlich 😉

  2. Guten Tag Herr Brichta

    Ich verfolge immer die Telebörse und ganz besonders wenn Sie dabei sind.
    Deshalb wäre ich Neugierig was Sie zum Absturz des Pfunds heute Nacht?
    Wie kann es dazu kommen?

    Ich beobachte den Devisenmarkt schon seit einiger Zeit.
    Ich handle auch mit Forex Trading, und habe auf das Pfund, 3 Positionen geöffnet, allerdings auf steigen nicht fallen, da ich geglaubt habe dass irgendwann nun der Boden erreicht sein müsste.

    Heute Nacht ist das Pfund genau soweit gefallen, sodass diese Positionen geschlossen wurden und das Geld weg ist.

    Es ist mir bereits öfters aufgefallen, dass es so ist.

    Ich selber denke, dass die Banken genau das von Privatanlegern so wollen und die Banken dann wieder gut raus kommen.

    Zudem ist mir in verschiedenen Charts aufgefallen, dass das Hoch bzw. das Tief je nach Währung verschieden ist, das dürfte es doch nicht geben.

    Was denken Sie?
    Vielen Dank

    • Wenn Sie mich kennen, lieber Herr Marth, dann können Sie vielleicht auch meine Antwort erahnen: Devisenspekulation ist ein Wettgeschäft, mit dem man sich, wenn man sich daran beteiligt, freiwillig in ein Haifischbecken begibt. Wenn die Haie dann mal zuschnappen, darf man sich eigentlich nicht beschweren, oder?

      Klar, jeder Verlust ist ärgerlich, und es ist nachvollziehbar, dass man sich dann schnell über die „bösen“ Banken beschwert, die einen abgezockt haben. Ich denke – und danach haben Sie gefragt -, dass man diese spekulativen Bewegungen akzeptieren muss und sich nicht darüber beschweren darf, wenn man mal auf dem falschen Fuß erwischt wird. Im umgekehrten Fall hätten Sie sich bestimmt gefreut und sich selbst auf die Schultern geklopft, was für ein toller Kerl Sie doch sind. Stimmt’s? Und jetzt steckt hinter Ihren Zeilen die Einschätzung, dass Sie doch ‚eigentlich recht gehabt‘ haben und nur die bösen Banken Schuld daran sind, dass Sie nicht zu Ihrem Recht, d. h. dem Spekulationsgewinn, gekommen sind. Richtig?

      Im Übrigen wird man auch als Profi Opfer der anderen Haie. Ich bin mir sicher, dass es in diesem Fall auch einigen Devisenhändlern so erging wie Ihnen.

      Vielleicht ist das ja ein Trost 😉

  3. Geht jetzt nicht ein Stück Neutralität verloren? Bleibt wirklich alles beim Alten? Werden Sie an dieser Stelle über die Umsätze der Fondsgesellschaft Monega berichten? Die Volumina sind da sicher von Interesse. Warten wir es ab, beobachten intensiv und tauschen uns aus. Viel Glück…..

    • Diese Unterstellung enttäuscht mich, lieber Herr Klophaus. Gerade von Ihnen! Mein neues Posting zu Nike sollte Ihnen zeigen, dass alles beim Alten bleibt. Ich bleibe kritisch wie eh und je – und ständig auf der Hut 😉 Was meinen Sie im Übrigen mit „Umsätzen der Fondsgesellschaft Monega“? Und warum sollte ich darüber berichten?

  4. Missverständnis…..lieber Herr Brichta. Unterstellung….nein…..Wenn es zu grösseren Umsätzen kommen sollte wirkt sich das auf die Kursentwicklung aus. Jüngstes Beispiel die SNB. Die Frage ist für mich, welche Volumina werden von Monega getätigt, die Wahre Werte folgen….und wird Wahre Werte auch in Gesellschaften investieren, die für Monega zu klein sein könnten? Oder anders gefragt….kann Monega überhaupt in alle Werte investiern, die Wahre Werte ausgesucht hat. Gibt es Einschränkungen wegen der Volumina? Das bewegt mich derzeit. Die Transparenz von Wahre Werte schätze ich sehr……und „Ihre“ Neutralität steht für mich ausser Frage.

    • Nennen Sie mir einen Depot-Wert, lieber Herr Klophaus, der für einen Fonds „zu klein“ sein könnte! Auf ganz enge Werte haben wir auch in der Vergangenheit schon verzichtet. Ich erinnere Sie an den Depotvorschlag Renk im vergangen Jahr, den wir nach intensiver Diskussion unter anderem deshalb verworfen hatten, weil es sich um einen sehr engen Wert handelt.

      • Habe mich gerade bei Monega registrieren lassen: http://www.monega.de/ Bei so vielen Anbietern gehört „Wahre Werte“ zu den Anlagen, die für mich ganz oben auf der Investmentliste stehen und unser volles Vertrauen geniessen. Hoffe sehr, bald selber von Ihrer sehr guten Fonds Idee profitieren zu können. Mit den besten Investmentgrüssen, H.Klophaus.

        • Aber bitte denken Sie daran, was ich im hier verlinkten Beitrag geschrieben habe: Dass „erst noch zu beweisen ist, ob wir auch langfristig erfolgreich sein können. Zwei Jahre Laufzeit sind im langfristigen Vergleich nicht viel. Zumal unsere richtige Feuertaufe erst noch bevorsteht, wenn die nächste Finanzkrise kommt.“ 😉

  5. Unser Anlagehorizont ist sehr langfristig ausgerichtet…siehe Beitrag: „Aktien auch im Alter? Ja, unbedingt“. Wäre toll, könnten wir dann in 20 Jahren einmal Bilanz ziehen (im Goldatzel?)

  6. Perfekt! Das Depot läuft seit 15.10.2014. Wir verabreden uns also jetzt für den 15.10.2034 im Goldatzel, um Bilanz zu ziehen. Habe mir den Termin schon im Kalender eingetragen. Es ist übrigens ein Sonntag 🙂 Einverstanden?

  7. Sehr gerne. Ob es dann den € wohl noch gibt? Was ist mit der Deutschen Bank? Samsung und VW Skandal sind längst vergessen. Das Auto fährt alleine. Bargeld ist nur noch was für Sammler. Zum Mond macht man einen Wochenendausflug und Nahrung gibt es im Überfluss, leider alles nur noch künstlich hergestellt? Aber die Börsen überleben und wir bilanzieren die Entwicklung von „Wahre Werte“. Bleiben wir bis dahin gesund und munter. Herzlichst Horst Klophaus.

  8. Dass es bis dahin selbstfahrende Autos gibt, hoffe ich doch sehr. Damit wäre gewährleistet, dass wir beide noch mit dem eigenen Auto zum Goldatzel finden 😉 Und auch die Rückfahrt wäre kein Problem – prost!

  9. Wie geht es mit dem Fonds nun weiter ? Gibt es schon Termine, wann der Fonds geordert werden kann? Und was mich fachlich quält, ist die Frage, wie man am Anfang ein halbwegs genaue Zusammensetzung wie im aktuellen Wahren-Werte-Depot hinbekommt. Ich gehe dabei davon aus, dass das Fondsvermögen am Anfang zunächst bei null liegt.

    • Ich habe gerade bei Volker Schilling nachgefragt. Er sagt, Monega veröffentliche wie jede Fondsgesellschaft alle ihre Fonds und Fondsdaten auf ihrer Website. Selbstverständlich sei in dieser Auflistung auch der WWF aufgeführt. Die offizielle WWF-Website sei aber die:

      http://wahrewertefonds.de

      Unter der E-Mail-Adresse rapp@greiff-ag.de würden auch alle Fragen zum Fonds beantwortet. Mit der WKN auf der Webseite könne der Fonds bei jeder Bank oder Sparkasse geordert werden. (Anmerkung von mir: Diese Info stellt ausdrücklich KEINE Kaufempfehlung dar 😉

      Laut Volker Schilling hat der Fonds momentan ein Volumen von 10 Mio €, hauptsächlich von institutionellen Investoren. Der Fonds selbst beginne aber erst in diesen Tagen, das Geld in Wertpapiere anzulegen. In der Gründungsphase sei es üblich, erst mal Geld einzusammeln und dann zu investieren.

  10. Sehr geehrter Herr Brichta,

    ich beobachte das Wahre Werte Depot schon einige Zeit.

    Mit der Zeit wurden immer mehr Werte aufgenommen, was ja auch normal ist.

    Leider sind für den privaten Anleger 18 Titel schon reichlich viele, besonders dann, wenn er auch schon mal kompl. aus und wieder einsteigen will.

    Daher begrüße auch ich die Fondslösung, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass der Fondsmanager das Depot 1:1 abbildet und auch die Reisleine zieht, wenn dunkle Wolken aufziehen.

    Mit freundlichem Gruß

    Udo Bolz

    • Sie sprechen einen wichtigen Punkt an lieber Herr Bolz. Auch für uns ist die Übersichtlichkeit oberstes Gebot, weshalb wir 18-20 Werte als absolute Obergrenze ansehen. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns in den letzten Wochen mit Neu-Engagements merklich zurückgehalten.

      Der zweite Teil Ihres Kommentars ist Sache des Fonds. Auch ich bin gespannt darauf, wie er sich verhalten wird.

  11. Wo genau liegt der Unterschied zwischen der Ausgabe -R- (Private) und der Ausgabe -I- (Institutionelle).
    Kurs R = 51,98
    Kurs I = 99,97

    • Vermutlich ist die I-Tranche mit 100 € pro Anteilsschein gestartet und die R-Tranche mit 50 €. Also lediglich eine andere Stückelung. Laut Comdirect liegt die R-Tranche aber bei 49,98 (und nicht bei 51,98).

      Einen Kursrückgang gibt es also auch schon, wie Sie sehen. Da der Fonds noch nicht investiert ist, liegt das vermutlich an den Fondskosten, die täglich vom Kurs abgeschlagen werden.

  12. Ach das meinen Sie. Also nach meinen Informationen ist das so:

    Der Netto-Inventarwert bzw. Rücknahmepreis ist bei allen Fonds der entscheidende Preis. Im Ausgabepreis ist hier offensichtlich ein 4%iger Ausgabeaufschlag enthalten. Dieser Aufschlag kann berechnet werden, muss es aber nicht. Generell finde ich, dass Ausgabeaufschläge abgeschafft werden sollten.

    Für die Instis gibt es nämlich auch keinen Ausgabeaufschlag. Deshalb sind hier Ausgabe- und Rücknahmepreis sowie Netto-Inventarwert identisch.

    • Im Beitrag habe ich übrigens nur den Mindestanlagebetrag genannt. Nicht die exakten Gebührensätze und den Ausgabeaufschlag.

      Bei den Gebühren habe ich nur allgemein geschrieben, dass diese in der R-Tranche höher sind. Eine exakte Angabe habe ich deswegen nicht gemacht, weil diese Sätze unterschiedlich hoch ausfallen, je nachdem, was man alles einberechnet. Da ich kein Fondsexperte bin, überlasse ich das den offiziellen Angaben in den entsprechenden Publikationen.

      Und den Ausgabeaufschlag sollte sich heutzutage ohnehin kein Privatanleger mehr auftischen lassen. Es gibt genügend Banken, Direktbroker, Finanzvertriebler und Vermögensverwalter, die darauf vollkommen verzichten. Das ist ein Anachronisms aus früheren Zeiten.

      • Das alles Entscheidende ist am Ende das Fonds-Konzept, lieber Herr Brichta.
        Und da bin ich total überzeugt vom Wahre Werte Depot.
        Kein oder wenig Stress im Bärenmarkt und Freude im Bullenmarkt.
        Das über 20 Jahre oder länger…..wow….vergessen wir den Aufgabeausschlag auf dieser langen Zeitschiene.
        Keine Ahnung was mir meine Sparkasse für diesen ersten „Test“ Kauf berechnet…..abwarten…ich werde berichten.
        Habe noch nie erlebt, eigene Vorschläge für den Fonds machen zu können, in den ich selber investiere.
        Einfach genial.

        Es ist kein Länderfonds, kein Währungsfonds, kein Themenfonds……nein…..alles ist möglich.

        Flexibel werden alle aktuellen Entwicklungen sorgfältig beobachtet und es wird entsprechend reagiert und gehandelt.

        Bin Mega gespannt auf unsere „Bilanzsitzung“ 2034 im Goldatzel.

        Aber ganz bestimmt gibt es schon viel früher einen guten Grund für ein gemeinsames Glas Wein auf unsere Gesundheit und die Fondsentwicklung.

        Nochmals meinen ganz herzlichen Dank
        Horst Klophaus

        P.S. Gebühren, Ausgabeaufschlag…etc. Deutschland möchte immer alles billig.
        Am Ende führt der Preisdruck zur Schliessung von Filialen, alles geht nur noch online…..wollen wir das?
        Jedenfalls sind wir froh, haben wir noch einen persönlichen Kundenberater bei unserer Sparkasse.

        Viele besser verdienende Kollegen haben noch nie die „teure“ Schweiz besucht.
        Nein, die Schweiz ist nicht teuer. Die Schweiz ist preiswert. Uns ist die Schweiz den Preis wert.

        • Es freut mich und ehrt mich, was Sie schreiben, lieber Herr Klophaus.

          Aber es versetzt mich auch ganz schön in Stress 😉 Denn schließlich haben wir im Depot noch gar keinen richtigen Bärenmarkt mitgemacht. Ich bin selbst gespannt darauf, wie wir einen solchen überstehen werden.

          Ihre Argumente zu den Kosten kann ich nachvollziehen. Was den Ausgabeaufschlag anbelangt, möchte ich Ihnen jedoch Folgendes zu bedenken geben: Warum sollte man 4% mehr bezahlen als den augenblicklichen Wert? Nur, damit Ihre Sparkasse mehr verdient? Ihr „Berater“ hat vermutlich auch nur im Emissionsprospekt nachgeschaut. Das hätten Sie zur Not auch noch selbst geschafft, nehme ich an.

          Zudem sind die 4% (nach Kosten) annähernd der Wert, den man langfristig mit einem solchen Depot pro Jahr im Schnitt erwarten kann. Das heißt, man gibt damit eine ganze Jahresperformance aus der Hand.

          Zur Schweiz stimme ich Ihnen vollumfänglich zu.

          • Vielen Dank, Herr Brichta.
            Ganz klar, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
            Deshalb ist es im Augenblick auch nur ein kleiner Testkauf.

            Meine Unruhe war so gross…..ich wollte jetzt einfach teil haben am Wahre Wert Depot.

            Herzlichen Gruss
            Horst Klophaus

  13. Sehr geehrter Herr Klophaus,

    ich möchte zum Thema Gebühren auch noch etwas entscheidendes hinzufügen.
    Viel mehr als der Ausgabeaufschlag
    ziehen die Verwaltungskosten von 1,65 % die Rendite runter.

    Bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren sind das 49,5 %.

    Dagegen ist der Ausgabeaufschlag von 4% gering.

    Mit freundlichem Gruß

    Udo Bolz

    • Wenn Sie in die Zukunft denken, ist das richtig. Mir kam es beim Ausgabeaufschlag aber auf die Gegenwart an. Man zahlt jetzt definitiv für etwas 4% mehr, als es tatsächlich wert ist. Das muss man sich nicht antun, weil es viele Möglichkeiten gibt, es zu umgehen.

      Die in die Zukunft gerichteten Fondsgebühren lassen sich dagegen nur umgehen, wenn man den Fonds gar nicht erst anfasst. Dies scheint mir dann auch der beste Rat für denjenigen zu ein, der die Fondsgebühren sparen will.

      Im Übrigen war die von mir geäußerte Renditeerwartung von im Schnitt 4% p. a. nach allen Kosten gemeint. Ich bin gespannt, ob diese der Fonds tatsächlich erreichen wird.

  14. Ich habe gerade mal bei Comdirect nachgeschaut: Mittlerweile sind dort sowohl Anteile des R-Fonds als auch des I-Fonds erhältlich. Und für den I-Fonds braucht man dort keine 100000 Euro in die Hand zu nehmen. Das Comdirect-Angebot: I-Fonds ab 250 € Einmalanlage ohne Ausgabeaufschlag. R-Fonds dagegen: 3% Ausgabeaufschlag (+ höhere Verwaltungsgebühr). Da werde ich mich doch glatt für den I-Fonds entscheiden. 😉
    Oder gibt’s da noch einen Haken?

    • Das liegt vermutlich daran, dass die Comdirect alle Orders, die über sie getätigt werden, zusammenrechnen darf und so den Anlegern Zugang zur I-Tranche verschaffen kann. Über 100.000 € hinaus gibt es nämlich nach meiner Kenntnis keine weitere Mindeststückelung – allenfalls die von Ihnen genannten 250€. Einen Haken kenne ich nicht.

      Durch den jüngsten Rückschlag kommen Sie jetzt sogar günstiger zum Zuge. Für Mutige könnte es also ein Vorteil sein, wenn wir dieses Mal im Paternoster untenherum mitfahren 😉

  15. Bei der ING-DiBa kann der Fond nun auch geordert werden. Eben habe eine entsprechende Mitteilung erhalten:

    „Ab sofort können Sie den Fonds WahreWerteFonds Inhaber-Anteile R mit der ISIN DE000A141WL3 über uns kaufen.

    Und das Beste:

    Der reguläre Ausgabeaufschlag ist 4%. Bei uns bekommen Sie auf diesen einen Rabatt von 50% – also kaufen Sie nur mit einem Ausgabeaufschlag von 2%.“

    Ob die 2% Ausgabeaufschlag nun das Beste ist, lasse ich einfach unkommentiert im Raum stehen.

    • Aber aufgepasst, lieber Herr Eigenbrodt: Wenn die Infos eines anderen Lesers stimmen, über die wir berichtet haben, dann kriegen Sie bei der Comdirect sogar die institutionelle Tranche (I-Tranche) in einer Stückelung von 250 €. Wegen der geringeren Kosten würde ich die I-Tranche immer vorziehen.

  16. Das kann ich bestätigen, ich habe die (I-Tranche) bei comdirect in Wert von 5000 Euro ohne Ausgabeaufschlag gekauft.

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