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Welche Absicherung empfehlt Ihr?

7. April 2020 - Dominik in Gastbeitrag | 12 Kommentare

Hallo Raimund, bzw. Volker, da die Absicherung beim WWF, sehr gut geklappt hat, könnt ihr dem Privatanleger, vielleicht doch etwas an die Hand geben um sein Depot ähnlich abzusichern. Ohne eine konkrete Empfehlung auszusprechen. Z.b. wie man sich eine put option auf den S&P 500 berechnet, bei einem Depot von 10.000 Euro und einem erwarteten Rückschlag von 15% über die nächsten 6 Monate. Ich würde lieber eine Risiko Prämie zahlen, als Aktien zu verkaufen, bei einem erwarteten Rückschlag. Es soll nicht darum gehen einzelne Aktien abzusichern sondern das ganze Depot.

12 Kommentare

  1. Wir wissen, wie es die Profis machen. Wie es die Privatanleger machen, wissen wir nicht 😂

    Ich persönlich glaube auch, dass dies für Privatanleger nicht in sinnvoller Weise möglich ist. Deshalb sichern wir ja nicht das Depot extra ab.

  2. Bei einem erwarteten Rückschlag von 15% würde ich nichts machen.Was sind schon 15%,! Optionen kosten auch Geld!lieber die Cash–Quote erhöhen ,um bei tieferen Kursen nachzukaufen.
    Die einzige Absicherung die für mich jetzt in Fragen kommen sind(ausser Futures)
    Short ETFs auf den Dax oder die Nasdaq.Jetzt kaufen und solange halten bis der Index über den geleitenden 200 Durchschnitt läuft.
    Die 200 TDL mit einem Band von 2% als Indikator hätte in den letzten 30 Jahren gute Dienste geleistet.Aber das kostet auch Geld!!!

    • Wenn überhaupt, würde ich es umgekehrt machen:

      Nun ein unteres Limit auf dem 4-Jahres-Gleitenden-Durchschnitt im S&P 500 setzen. Dieser verläuft bei ca. 2.625. Sichern mit einem S&P-Short-ETF nur, wenn der Index wieder darunter fällt. Eine Sicherung nach oben bis zur 200-Tage-Linie ist jetzt nicht mehr zielführend. Denn dann würdest Du Dich ja nach oben absichern statt nach unten.

      Etwas anderes ist es, wenn der Index seine 200-Tage-Linie erreicht haben wird. Dann können vorsichtigere Naturen sichern und damit dem Risiko begegnen, dass der Index zunächst in diesem Bereich toppt und dann wieder nach unten abdreht.

  3. Ich bin mit 30% meines Depots seit 3 Jahren im WWF investiert.

    Mir ging es um den Rest.

    Wahrscheinlich hast du aber recht! Das eine Absicherung auf lange Sicht, nichts für Privatanleger ist.

    Wenn ich mir die Performance der letzten 3 Jahre anschauen, ist Sie vom WWF und dem Rest (ohne Absicherung) ähnlich. Nur die Schwankungen von den 70 % sind höher.

    Bei einer Absicherung mit Optionen, hätte ich wahrscheinlich mehr Geld verzockt.

    • Genauso ist es mir passiert! Seitdem lasse ich mein Depot atmen. Klappt bis jetzt besser

  4. Was funktioniert: einfach alle Aktien verkaufen, wenn man überzeugt ist, dass „größeres Unheil“ an den Börsen droht. Dabei muss man jedoch eine Kontraposition zu sog. Profis und Experten beziehen.

    ‚Alles raus bis auf Gold‘ hat übrigens auch das WWD Team einmal gemacht (Anfang 2016).

    Gold steht nicht zur Disposition.

    • Das funktioniert aber lange nicht so gut. Denn wenn erst mal alles verkauft ist, sollte das Unheil wirklich kommen. Kommt es nicht, muss man alles wieder umständlich zurückkaufen. Und wenn das Unheil dann erst im zweiten oder dritten Anlauf kommt? Was macht man dann?

      Wenn man aber lediglich absichert, kann man viel flexibler agieren. Wenn das Unheil nicht kommt, löst man die Sicherung einfach wieder auf und gut ist.

      Das beste Beispiel dafür ist dieses Jahr: Der Fonds hatte einmal schon im Januar vormittags kurz gesichert, als in der Nacht zuvor Trump den Iran-General über die Wupper geschickt hatte. Nachdem die Börsen aber nur mit einem kurzen Rücksetzer reagierten, konnte die Sicherung schon in den Tagen darauf wieder aufgelöst werden. Und als Ende Januar der erste Corona-Absacker kam, das gleiche Spiel: Kurz gesichert, danach rasch wieder aufgelöst.

      Erst am Rosenmontag kam dann das Übel tatsächlich – im dritten Anlauf gewissermaßen. Also hieß es: Diesmal erneut sichern, aber nicht sofort wieder auflösen 😉

      Hättest Du dreimal hintereinander alles verkauft und wieder gekauft? Vermutlich nicht.

      Aber ich vergaß: Du weißt vermutlich immer genau im Vorhinein, wann tatsächlich das Unheil kommt. Deshalb brauchst Du eine solche Strategie nicht 😂

      Wir dagegen haben diese hellseherischen Fähigkeiten nicht und verlassen uns deshalb lieber auf unsere Vorsichtsstrategie: Gurt anlegen, wenn Turbulenzen kommen könnten und ihn wieder lockern, wenn es nicht so schlimm wird. Genauso macht man es übrigens im Flugzeug. Wenn man sich dort nämlich generell nicht anschnallt, ist man bestimmt dann gelackmeiert, wenn es tatsächlich brenzlig wird.

      Und was Dein Beispiel vom Januar 2016 betrifft: Richtig, damals gab es nur das Depot und noch nicht den Fonds. Deshalb blieb uns damals gar nichts anderes übrig, als so zu handeln. Es war gewissermaßen eine Trockenübung für uns. Sie war lehrreich, und wir haben daraus unsere Erfahrungen gesammelt. Heute brauchen wir solche Trockenübungen aber nicht mehr 😉

      • „Aber ich vergaß: Du weißt vermutlich immer genau im Vorhinein, wann tatsächlich das Unheil kommt.“

        Falsch, das behaupte ich nie von mir. Ich war mir nur bei Corona sicher. Denn das war wirklich hochgradig trivial.

        • Ob trivial oder nicht – es hätte in diesem Fall bedeutet, es Anfang Februar besser wissen zu wollen als der Markt. Und genau dies habe ich mir in jahrzehntelanger Beobachtungsarbeit abgewöhnt. Ich verlasse mich deshalb lieber auf die Marktsignale, die zeigen schon rechtzeitig die Richtung.

          Deshalb ist es gut, dass wir auch die Schleife oben herum Anfang Februar mitgemacht haben. Zumal sich mit dem Vorgängerhoch bei ca. 3.330 im S&P ein hervorragender Signalgeber etabliert hatte, den wir nutzen konnten.

  5. Ich arbeite mit Short CFDs auf Indices (nicht gehebelt), die der Depotzusammensetzung ungefähr nahe kommen.

  6. Als es in Italien losging, da hätte selbst ein Beobachter mit 8 Dioptrin das Signal erkannt.

    • Ham wir dann auch – mit weniger Dioptrin 😂

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