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Wer hat Angst vorm September?

10. September 2018 - Raimund Brichta in Allgemein | 21 Kommentare

Pünktlich zu Beginn des Angstmonats September hat die Nervosität an den Börsen zugenommen. Wir hatten bereits Ende August einige Sicherungen aufgebaut. Sollte sich die Marktlage eintrüben, würden wir nicht zögen, uns weiter abzusichern.

Und weil‘s momentan ganz gut aussieht, hier ein Vergleich unserer Depot-Entwicklung mit dem DAX. Ich sage aber gleich dazu, dass der  Vergleich keine größere Aussagekraft hat. Denn zum einen stellt er nur eine Momentaufnahme dar, und zum anderen messen wir uns nach wie vor nicht direkt mit dem DAX.

Wer‘s trotzdem mal vergrößern will, kurz anklicken:

21 Kommentare

  1. Tja, abnehmende Tageslichtmenge auf der Nordhalbkugel, alle Jahre wieder, recht zuverlässig.Aber es gibt schon frische Haselnüsse, da kommen bald die Eichhörnchen. Passenderer Vergleichsindex für das WWD wäre m.E. der msci world.😉👻👻

  2. Gold ist preisgünstig, also jetzt kaufen und nie wieder Angst haben (finanziell ).

  3. ..mit Sparplanraten, die man ja Monat für Monat anpassen kann, ist der September egal. Außerdem steigt bei fallenden Kursen die Dividendenrendite.

      • „besser, noch besser“ jedenfalls alles besser als der unpassende Eingangsvergleich mit dem Dax.

        • Dafür sieht der Eingangsvergleich besser aus 😉

  4. Naja, der Vergleich mit dem DAX ist nun wahrlich keine Kunst, auch wenn Sie im Nachgang betonen, dass dies nur eine Momentaufnahme ist.

    Beim DAX schlägt m.E.n. der seit Jahren – zunächst verdeckt, nun ganz offen – durchgeführte geostrategische Angriff aus Übersee durch.

    – deutsche Banken (ehemalige Global Player) wurden zu Mrd-Strafzahlungen verdonnert und mussten sich aus Märkten zurückziehen.
    – Sanktionspolitik gg Russland und Iran schaden europäische und deutsche Unternehmen
    – Bayer ist so intelligent und übernimmt Mosanto, just danach hagelt es mit US-Klagen

    Wenn man dann als Deutschland noch so intelligent ist und medial einen Abgas- oder Dieselskandal aufbauscht ist das Gesamtpaket rund.

    In Syrien kommt es nun zum finalen Showdown…
    Große Kriege werden immer dann vom Zaun gebrochen, wenn das Wasser bis zum Hals steckt.

    • Na ja, immerhin haben wir uns dem „geostrategische Angriff aus Übersee“ entzogen 😉 – sofern es tatsächlich einer gewesen ist.

    • Wohl zuviel Müller gelesen 😂😂😂😂😂😂😂😂

    • übrigens hagelte es die Klagen nicht erst nach der Übernahme. Die waren im Großen und Ganzen schon vorher bekannt.

  5. Ich lese mehrere Quellen und bilde mir dann meine eigene Meinung – Müller derzeit nicht.

    Würden Sie denn etwa abstreiten, dass deutsche (und europäische) Konzerne in ihren Geschäften zurecht gestutzt wurden und werden?

    Vor Syriens Küste ist derzeit allerhand Feuerkraft versammelt…

    • Das ist schon lange so – angefangen bei Hoechst/Celanese über Deutsche Bank/Bankers Trust, Daimler/Chrysler bis zu Bayer/Monsanto. Auch bei Telekom/Voicestrean (jetzt T-Mobile U.S.) und Linde/Praxair ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ganz zu schweigen vom „dump German money“ (u.a. IKB, Sachsen-LB) dem man vor der Finanzkrise all die Schrottpapiere andrehen konnte. Die Deutschen werden von den Amis schon seit Jahrzehnten finanziell meist über den Tisch gezogen.

      Ich nenne das aber nicht „geostrategischer Angriff aus Übersee“. Das klingt mir zu sehr nach Verschwörungstheorie. Nennen Sie es einfach Ausgebufftheit.

      • Bekannte Verschwörungstheorien:
        – Spanien versenkt die USS Maine im eigenen Hafen von Havanna 1898
        – 1990: Irakische Soldaten töten kuwaitische Frühgeborene
        – 2002: Der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen

        Sanktionspolitik gegenüber genau die Länder, mit denen das eigene Land ohnehin keinen nennenswerten Handel betreibt, zielt auf Exportnationen ab, die hervorragende Beziehungen zu den sanktionierten und aufstrebenden Ländern haben (bzw. hatten – passe compose). Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.

        Tatsache, und keine Verschwörungstheorie.

        Ihren fett gedruckten Satz stimme ich jedoch zu – das wird sogar bei den Simpsons parodiert in der Folge, wo die Deutschen das Atomkraftwerk von Mr. Burns zunächst kaufen, aber später verbilligt wieder verkaufen müssen…;-)

        Ob „die Deutschen“ tatsächlich eher prozyklisch investieren wie in der FAZ geschrieben?
        http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/rendite-verluste-koennten-den-deutschen-die-lust-auf-aktien-nehmen-15763425.html
        Historisch betrachtet ist das nachvollziehbar, weil die Deutschen sicherheitsorientiert denken.

        Da der DAX aber größtenteils ohnehin in angelsächsischer Hand ist und nicht in deutscher, macht der beobachtete Rückzug der Angelsachsen zum Jahresbeginn Sinn – zu „ausgebufft“, dass just in den Monaten danach die Sanktions- und Zollpolitik massiv verschärft wurde…

        • Die Amis wissen halt, wo‘s langgeht 😉

  6. Es ist immer das gleiche mit Indexvergleichen. Es passt nie! Insbesondere deshalb nicht, weil der WahreWerteFonds 100% in Aktien und 100% in Kasse investieren kann. Mit anderen Worten der Fonds misst sich nicht an einem Index, sondern an einem absoluten Renditeziel – konkret 4-6% p.a.

    In diesem Sinne hinkt jeder Index, den wir als Vergleich heranziehen. Wenn wir dies aber trotzdem tun, dann nur aus einem einzigen Grund: Wir wollen zeigen, dass sich beispielsweise eine starke Aktienkorrektur keinen oder wenig Einfluss auf den Fonds hat. Und wenn man allgemein etwas zeigen möchte, dann bietet es sich an, den Index zu wählen, den die meisten Deutschen einfach kennen. Und das ist der DAX!

    Es geht also lediglich um eine exemplarische Darstellung des Verhaltens des Fonds zum Aktienmarkt. Der Dax steht hier nur als Synonym für den deutschen Aktienmarkt. Und aus meiner Sicht ist das das stärkste Synonym mit dem stärksten Bekanntheitsgrad unter den Deutschen.

    • „die meisten Deutschen“ lesen hier nicht mit. Die Frage wäre demnach, ob die, die hier mitlesen als einzigen Index nur den DAX kennen.“eine starke Aktienkorrektur keinen oder wenig Einfluss auf den Fond hat“ Der Fond legt international an.Ihrer Schlussfolgerung würde ich zustimmen, wenn eine starke Aktienkorrektur an den internationalen Weltbörsen keinen oder wenig Einfluss auf den Fond hätte. So bleibt gefühlt der Eindruck, hier werden Äpfel mit Birnen verwechselt.Das haben Sie m.E. nicht nötig. Das WWD u.der Fond haben sich entsprechend ihrer Zielsetzung, gerade auch aktuell, m.E. gut geschlagen.

  7. Die 1 Monatsperformance von einigen der Ersatzbank laut Wallstreet online:
    Hormel Foods +12,16 %
    Church&Dwight +5,49%
    Texas Roadhouse +14,40 %

    Ich finde eigentlich nicht, dass sich der September schlecht entwickelt. Ich bin mal gespannt, ob der die Wallstreet die Septemberschwäche mitmachen möchte. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Der S&P 500 notiert nur knapp unter dem all time high. Sell in May ist ein europäisches Ding, dass hier in mehr als 50 Prozent aller Jahre vorkommt. Amerika interessiert es gar nicht. Da fragt man sich ja gerne mal warum? Vielleicht sollte man bei der nächsten Wallstreet Schwäche mal die Ersatzbank durchwühlen. McCormick ist übrigens auch weiter gestiegen.
    Und zum Glück sind wir Johnson&Johnson treu geblieben (Monatsperformance + 3,23%).

    Allerdings sehen meine Europäer deutlich schlechter aus. Außer Adidas ist dort alles rot.

    Meine Anti Prognose. Die Amis ziehen ein neues All Time High durch und die Bullen überrennen dann den Markt. Ist natürlich eine davon träume ich Nachts Prognose. Und Gold fällt nachhaltig, weil das Angebot weiter steigt und Russland diesen Monat die Käufe auslässt, weil die Super Militärübung zu teuer ist.

    • Was unsere Ersatzbank angeht, lesen Sie mal meinen heutigen Depotalarm 😉

  8. Die Frage ist eher vielleicht dieses Jahr… wer hat Angst vor dem Oktober? Es muss noch nichts heißen, aber in meinen Augen die zu starke (nicht erwartete) Reaktion auf den neuen Haushaltplan in Italien am Freitag, jetzt am Wochenende deutlich schlechtere Industriedaten aus China… mal abwarten, vielleicht braut sich bis Jahresende doch noch stärker etwas zusammen, was viele (ich eigentlich auch) so nun nicht erwarten… Die Marktreaktion am Freitag war ziemlich heftig, vielleicht aber auch ein besonderer Umstand, da Ende von Q3.

  9. Tja, das ist doch das schöne an der Börse. Nach dem kraftlosen Septembär droht nun der Oktobär. Oder bald der Novembär? Zum Glück hat das Jahr 12 Monate, an denen man Angst haben kann. Wie wäre es mal mit einer Liste von Zeiträumen, an denen man keine Angst hatte oder brauchte ?

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