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Wo endet der Bitcoin-Höhenflug?

25. Januar 2021 - Raimund Brichta in Allgemein | 14 Kommentare

Der Bitcoin steigt und fällt, das liegt in seiner Natur. Die Schwankungen sind aber extrem. Die 40.000-Dollar-Marke hat er Anfang Januar geknackt, aber was ist auf Dauer möglich? Lohnt sich der Bitcoin überhaupt als Anlageobjekt? Ein Thema, über das die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in dieser aktuellen Folge von „Brichta und Bell – Wirtschaft einfach und schnell“ sprechen.

https://art19.com/shows/brichta-und-bell/episodes/e914486f-e314-4cbc-b632-0e485de6db4f

14 Kommentare

  1. Super Podcast! Hab jede Folge gehört ! Weiter so…👍

  2. Hallo Zusammen,

    danke für den Podcast, aber vom Bitcoin scheinen Sie beide nicht so richtig was zu verstehen,

    anbei ein Link zu einer Lehrstunde von Michael Saylor, seines Zeichens Milliardär, er hat gerade mehr als eine Milliarde Dollar seines privaten Vermögens und seiner Firma Micro Strategy in Bitcoin investiert. Bitcoin ist digitales Gold, nur viel besser, wenn Sie ihm was von Währung und hochspekulativ erzählen, lacht er sich wahrscheinlich kaputt. Ihr Kursziel von 100 K kommt kann mal als Kurzfristkursziel akzeptieren, längerfristig größer eine Million und mehr.

    https://www.youtube.com/watch?v=G9SsKZUOM6U

    Grüße

    • Was Ihnen passiert ist, kann wirklich leicht passieren: Sie scheinen dem Phänomen erlegen zu sein, beim Hören Wichtiges zu überhören. Das ist nicht schlimm, wie gesagt, aber es ist trotzdem erwähnenswert. Denn:

      1.
      „ wenn Sie ihm was von Währung und hochspekulativ erzählen, lacht er sich wahrscheinlich kaputt.“

      Hier werfen Sie zwei Dinge durcheinander.

      Zum einen betone ich immer wieder (bitte richtig zuhören!), dass der Bitcoin KEINE Währung ist, sondern eher ein Spekulations- und Anlagevehikel. Folglich würde ich dem von Ihnen genannten, mir unbekannten Herrn NIEMALS etwas von „Währung“ erzählen. Eine vollwertige Währung sollte neben der Wertaufbewahrungsfunktion auch die Funktionen als Zahlungsmittel und Wertmaßstab vollumfänglich erfüllen. Beides kann der Bitcoin aufgrund seiner exorbitanten Wertschwankungen erwiesenermaßen nicht leisten. Er verdient die Bezeichnung Währung also nicht.

      Zum anderen trifft jedoch die Bezeichnung „hochspekulativ“ tatsächlich auf den Bitcoin zu. Das zweite Schlüsselwort in Ihrem Satz könnte also tatsächlich von mir stammen. Ein Anlage- und Spekulationsvehikel, das sich innerhalb weniger Jahre im Wert verzehnfacht, danach um 80% crasht, um sich danach wieder zu verzehnfachen, hat keine andere Bezeichnung verdient. Daran können weder Sie noch der von Ihnen zitierte Herr etwas ändern. Halten Sie sich also bitte an die Tatsachen.

      Denn auch für den Bitcoin gilt die uralte Anlegerregel: Je größer die Gewinnchancen sind, desto höher ist auch das Verlustrisiko. Genau darauf habe ich im Podcast hingewiesen und gleichzeitig betont, dass derjenige, der mit solchen Schwankungen leben kann, durchaus ein Ziel von 100.000$ pro Bitcoin im Auge haben kann.

      Und damit bin ich bei Ihrem letzten Satz: Verbindlichsten Dank, dass Sie wenigstens die 100.000 als Ziel „akzeptieren“, wenn auch nur als kurzfristiges 😉 Über den Zeitraum habe ich – soweit ich mich erinnere – keine genauen Angaben gemacht. Ich habe es aber auch nicht ausgeschlossen, dass dieses Ziel innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre erreicht wird.

      Fazit: Ihrer Behauptung „aber vom Bitcoin scheinen Sie beide nicht so richtig was zu verstehen,“ fehlt bei nüchterner Betrachtung jegliche Grundlage.

      • Lieber Raimund Brichta,

        ich möchte mal ein Thema ansprechen, was nicht zu diesem Beitrag gehöhrt aber wahrscheinlich einen großen Beitrag in der Geldanlage einnimmt (oder einnehmen sollte!)

        Ich habe heute die Sendung Telebörse (mit Ihnen) um 15.40 Uhr auf ntv gesehen. Beim Thema Zertifikate war der Herr Tüngler zu Gast und es ging um das Thema der eingeschränkten Verlustverrechnung bei Termingeschäften. Mir ist aufgefallen, dass Sie sich jeglichen Kommentar zu diesem Thema (und sie kommentieren des Öfteren, was ich persönlich gut finde)erspart haben. Mich würde gern Ihre Meinung zu dieser Einschränkung interessieren??? Finden Sie es richtig, Termingeschäfte zu verteufeln und steuerlich unattraktiv zu machen. Oder hegen Sie wie ich die Befürchtung, dass dieses in nächster Zeit auch auf Aktien, ETF und Fonds ausgeweitet wird….

        So wie ich ich Ihren Fond richtig verstanden habe, sichern zu gegebener Zeit auch Ihre Positionen mit S&P Futures ab. Eine Verechnung von eventuellen Gewinnen mit Verlusten ist im Privatvermögen ab jetzt ausgeschlossen.

        Herzlichen Dank für eine Antwort.

        • Hallo Swen,

          zum Kommentieren war da heute keine Gelegenheit. Aber generell halte ich es für richtig, Gewinne und Verluste bei der Steuer symmetrisch zu behandeln und nicht asymmetrisch, wie das in bestimmten Fällen jetzt geschieht. Ich kann nicht ausschließen, dass man demnächst auch bei Aktien oder Fonds auf die gleiche Idee kommt, halte dies auf absehbare Zeit aber für nicht wahrscheinlich.

          Einen Hauch davon gibt es bei Fonds allerdings schon jetzt, indem dem Fondsanleger Steuern abgezogen werden, selbst wenn er den Fonds noch gar nicht verkauft hat. Das ist zwar etwas anders gelagert, weil es nicht um die Verrechnung von Gewinnen mit Verlusten geht, aber für „ungerecht“ halte ich auch das. Die Steuer sollte nur auf das zugreifen, was man auch realisiert hat.

          Glücklicherweise gilt die von Ihnen erwähnte eingeschränkte Verlustverrechnung meines Wissens nur für Privatanleger. Fondsvermögen sind davon ausgenommen. Ansonsten müsste der WWF tatsächlich seine Absicherungs-Strategie überdenken.

  3. Schönen guten Tag

    Mit Begeisterung höre ich Ihren Podcast. Vielen Dank für diese Klasse dargestellten Informationen.

    In Ihrem letzten Bericht ging es unter anderem kurz um diese „Nachbartips“. Leg doch mal dein Geld hier und dort an….. Ein guter Freund hat mir vor längere Zeit nahe gelegt doch in das Unternehmen SkyWay zu investieren. Sogenannte shares zu kaufen. Das würde eine ganz große Sachen werden. Börsengang etc ist alles schon geplant und schon ist man ein reicher Mann. Von einer angeblich einen Kryptowährung ist auch schon die Rede. Ich habe dieses Thema schon oft gegoogelt. Es gibt angebliche Teststrecken, diverse Scheichs hätten schon Millionen investiert, Bilder habe ich bekommen und Videos mit großen Plakaten und Events. Anders herum liest man im Netz was von Scheinfirma, diese Masche läuft schon seit Jahren , dieses Schienen oder Transportsystem gibt es gar nicht, alles inszeniert um den Schein zu erwecken und Gelder zu bekommen.
    Können Sie mir zu dem Thema was sagen ? Weil angeblich haben dort sehr viele Menschen investiert. Allein mein Freund schon ein paar tausend.

    Ganz vielen lieben Dank und

    nette Grüße

    Dennis

    • Lieber Dennis,

      für diesen Tipp gilt die gleiche Empfehlung, die ich im Podcast für sämtliche Nachbartipps gegeben habe: ignorieren!

      Zumal in diesem Fall, wie Sie schreiben, sogar schon Betrugsvorwürfe im Netz kursieren. Deutlichere Warnsignale kann es kaum geben. Denken Sie an Wirecard: Da kursierten solche Vorwürfe sogar jahrelang, bevor sie bestätigt wurden.

  4. Raimund, nur gut, dass du jetzt hier die Wörter „in absehbarer Zeit“ bzw. „das kann auch ziemlich schnell gehen“ mit den 100.000$ spezifiziert hast, auf 1-2 Jahre… ich dachte schon du meinst in 2021 noch…

    Aber kurz um, wie ich schon wonders schrieb, ich bin nun auch auf den Bitcoin Zug mit einer kleinen Position Anfang 2021 aufgesprungen. Ich denke nun auch, mittelfristig wird sich der Bitcoin immer weiter etablieren und es ist eine Vertrauenssache. Imm mehr Finanzprodukte und Investmentmöglichkeiten werden für Kryptos und Bitcoin angeboten. Ich denke auch die extreme expansive Geldpolitik kommt dem Vertrauen in den Bitcoin entgegen… Inflationsgefahr, weiche Währungen, Verschuldungsproblematik weltweit… Möglichkeit einer Diversifizierung…

    • Ja, selbst noch 2021 schließe ich die 100.000 nicht aus. Ich rechne aber nicht ausdrücklich damit.

  5. Wenn ich den Vergleich mache mit Yahoo Aktie Ende 1999
    und Bitcoin gibt es paralellen. Yahoo wurde die Gewinne bis 2010 hochgerechnet und entsprechende Kursziele wurden genannt, ebenso wie der Bictoin kursziele genannt wo einem schwindelig werden kann.
    Was ist aus Yahoo geworden hoch gestiegen, tief gefallen und aufgekauft worden. Heute spricht keiner von der Yahoo Aktie.
    Mal sehen ob man in 5 Jahren noch von Bitcoin spricht ?
    Ich würde vorschlagen wir legen den Wahre Werte Coin (WWC).
    Wir beteiligen uns im vorfeld und lassen diese von weiteren Börsenteilnehmer kaufen und schwimmen somit nach oben.

    • Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Bitcoin und Yahoo: Hinter Yahoo stand ein Geschäft, an das sich Hoffnungen knüpften, die enttäuscht wurden. Hinter Bitcoin steht nix, und das weiß jeder. Damit kann schon mal eine Hoffnung nicht zerstört werden 😉

  6. Auch wenn hinter Bitcoin formal nix steht, die einzige Sache ist das Vertrauen… und wenn sein Vermögen zunehmend dann nur noch aus halben Fiatwährungen besteht und wir immer weiter die nächsten Jahre nunmal auf Systemcrash zusteuern, wird die Nachfrage nach Bitcoin weiter zunehmen, er in der Tendenz weiter steigen und als teilweiser Vermögenserhalt (digitales Gold) angesehen werden… natürlich hängt beim Bitcoin einzig alles am Vertrauen und dadurch dass er im Umfang begrenzt ist, wird er als wertstabil (trotz hoher Schwankungen) in vielen Köpfen gerade Richtung Systemcrash trotzdem sein… meine Vermutung zumindest.

    Wenn er nicht einmal verboten wird, wird Bitcoin ein Zufluchtsort werden, denke ich… reguliert kann er ja werden, Tor für Geldwäsche oder kriminelle Dinge sollen ja nicht geschehen… wie man das aber unterbinden will, keine Ahnung.

    Also ich habe 1 Prozent von meinem Depot in Bitcoinprodukten und ich bin noch bereit bis maximal 5 Prozent (je nach Bitcoin-Kurs) zu erhöhen… und wenn nur im Durchschnitt 1-2 Prozent der weltweiten Vermögen mal im Bitcoin liegen, sollten wir deutlich höhere Kurse zwangsläufig sehen…

    Es ist eine Spekulation um/auf Vertrauen, nicht mehr und nicht weniger.

    • „Auch wenn hinter Bitcoin formal nix steht, die einzige Sache ist das Vertrauen…“

      Genau das ist der Unterschied zu Aktien wie der von Yahoo: Auch in Aktien muss man Vertrauen haben, wenn man sie hält. Aber dieses Vertrauen wird im Fall stark beeinflusst vom Geschäftsverlauf des Unternehmens. Beim Bitcoin gibt es ein solches vertrauensförderndes oder -minderndes Geschäft nicht.

  7. Tesla war vielleicht nur der Anfang… es wird gemunkelt, dass Visa auch an einer Software arbeitet, die das Einkaufen/Abrechnen über Bitcoin ermöglichen soll… ob es stimmt, keine Ahnung.

    Ich denke der Bitcoin wird sich die nächsten Jahre immer weiter etablieren… die Preise werden sicherlich weiter stark schwanken, aber die grundsätzliche Akzeptanz wird weiter zunehmen und das auch Vertrauen schaffen…

    Wenn der Bitcoin nochmal etwas stärker zurückkommt, kaufe ich nach… bis 2-3 Prozent des Depots ist für mich persönlich momentan vertretbar, trotz „Spekulationobjekt“…

    Zumindest sehe ich atuell zumindest ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis beim Bitcoin als zum Beispiel bei den gehypten Wasserstoffwerten.

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