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57 Kommentare

  1. Es ist wahrscheinlicher, dass er zerbricht, als dass er bestehen bleibt. Er funktioniert nicht, das ist offensichtlich.

  2. Prof. Norbert Walter(+): Wenn Italien und Spanien fallen, reden wir nicht mehr über eine Rettung, sondern über Verhältnisse wie nach dem 2. Weltkrieg und das bedeutet LASTENAUSGLEICH!

  3. Die ‚Schuldenmacher‘, egal welcher Größe, werden sich mit der Zeit aus dem EURO verabschieden, Gott sei es gedankt. Die Auswirkungen und Dimensionen wurden alle schon am Beispiel Griechenland durchgekaut. Sollte Italien und Spanien zum gleichen zeitpunkt austreten, dürfte es auf den Märkten ein klein wenig stürmisch werden. Die Sparbrötchen werden enger zusammenrücken und sich an ihre Errungenschaft EURO klammern, ähnlich der ggw auf 75% gestiegenden Akzeptanz der EU auf Grund des erstarkten weltweiten Nationalismus (Trump-Effekt).

    • „Gott sei es gedankt“

      Target2 Salden bleiben dann vermutlich an den Rest-Euroländern hängen -> D muss (noch mehr) zahlen

  4. … das hängt ganz entscheidend von den Protagonisten der EU ab. Wenn diese so reden wie Oettinger, dann wird sich der Dissens noch weiter verschärfen. Aber: Der Euro ist nur eine Währung – man muss das System dahinter betrachten, und da kann es nicht so weitergehen, wie bisher: Staatsanleihen kaufen auf Teufel komm raus, dann machen die einen weiter Schulden mit niedrigen Zinsen, und die anderen vervielfachen die Handelsüberschüsse und lassen immer mehr „anschreiben“ – es muss aus dem einen Währungsraum eine Aufteilung in zwei homogenere, der sog. „zwei Geschwindigkeiten“ geben, und dementsprechend dahinter NEUE Strukturen – das ist die Anpassung an die von Herrn Brichta beschriebenen Realitäten !

  5. Sehe ich auch so.

  6. Der Euro ist politisch gewollt und wird nicht scheitern!

    • Der Ostblock mit dem real existierenden Sozialismus war auch politisch gewollt. Klar kann man das Ende solcher politisch gewollter aber nicht funktionsfähiger Konstellationen immer weiter hinauszögern. Das einzige was dabei passiert: die Fallhöhe wird größer und die Aufräumarbeiten werden schmerzhafter und aufwändiger. Hoffen wir mal, dass es keine Gewalt und keine Toten gibt.

  7. Niemand weiß, wie lange der Weg zum Ende der Sackgase ist.

  8. Da scheitert gar nichts. Deutsche Panik mal wieder.

    • Euro == Dauer-Scheitern (dauer-Rettung durch Debasement -> häää?)

  9. Ein altes Problem, welches nie richtig gelöst wurde, flammt immer wieder auf nach jeder Wahl, immer dann, wenn der Staatsbürger das Wort hat. Die Italiener sollten nicht ihren Investoren oder Geldgebern die Schuld an allem geben. Sie sollten lieber mal anfangen, zuzupacken. Vom Jammern und meckern kommt man nicht Vorwärts.

  10. Die spannende Frage ist nicht ob, sondern wann !

  11. Wann? Wir sind bereits mittendrin.

    Im Nachbarthread habe ich geschrieben, dass die miese Kursperformance europ. Bankaktien in den letzten Monaten ein deutliches Signal ist.
    History: Ab etwa Mitte Mai 2007 haben die Bankaktien ihren Sinkflug begonnen, während die Weltindizes noch bis etwa Anfang 2008 volatil das Niveau halten konnten. Der Chart zeigt den S&P 500 vs Commerzbank ab Mai 2007 – die SKS-Formation im S&P ist extrem ähnlich wie jetzt im stürzenden DAX.

    Diesmal dürfte alles viel schlimmer kommen, denn die Notenbanken haben ihr Pulver verschossen, die Schulden sind massiv gestiegen. Allen steht das Wasser bis zum Hals, neue Absatzmärkte sind nicht in Sicht (mittlerweile kämpft auch das gesättigte China mit seinen Überkapazitäten).
    Genau deshalb auch die Handleskriege jeder gegen jeden. Genau deshalb auch die Planungen Richtung Bargeldverbot, Bankenunion, Schuldenunion.
    Genau deshalb auch die militärische Aufrüstung des Westens, Stellvertreterkriege.
    Genau deshalb auch die Wirtschaftssanktionen gegen unliebsame Konkurrenten.

    Ich halte übrigens auch nicht viel davon, gegen „die Griechen“, „die Spanier“ oder „die Italiener“ zu hetzen. Denn die Europolitik hat deren Industrie zerstört.
    Ein spanischer oder italienischer Hochschulabsolvent, der mit einem 1000er Netto nach Hause geht (wenn er denn zu den „glücklichen“ gehört, der einen Job bekommen darf), lebt bestimmt nicht über seinen Verhältnissen.

  12. Zunächst aber wird Mr. whatever-it-takes alles daran setzen seine Heimat auf Teufel komm raus zu stützen, mit welchen Tricksereien auch immer. Nicht umsonst hat er Anfang diesen Jahres die Banken für stabil genug erklärt, so dass man jetzt dazu übergehen kann den Einlagensicherungsfond der deutschen Sparer von Volksbank-/Raiffeisenbanken und Sparkassen auf die restlichen EU Länder/Banken auszuweiten.

    Und durch die Hintertür die sogenannten Eurobonds einzuführen mit dem Argument, dass die neu geschnürten ABS dann doch jeweils von eigenen Land zu bedienen sei (im Bedarfsfall) ohne die Übernahme der Schulden von anderen Staaten… wenn der erste Schritt in diese Richtung gemacht ist, wird auch irgendwann der nächste in die gleiche Richtung kommen.

    Irgendwas wird ihm in der Not dann schon einfallen.

    Und bevor die CludMed Staaten über die Target2-Salden Deutschland zum Sturz bringen, wird unsere Schneekönigin in Berlin dann doch zähneknirschend versuchen irgendwie allem zuzustimmen.

    Vielleicht kommt ja schon bald der nächste EU-Sondergipfel.

    Insofern headsup und auf die Fußball-WM freuen. Da kann zumindest noch Freude aufkommen. Schön zu lesen, dass an all der italienischen Misere nun das sogenannte Spardiktat Schuld ist.

    Insofern liegen die Karten auf dem Tisch.
    Warten wir auf das sogenannte Endspiel in der WM und in der Eurozone.

  13. Rom 300 n Chr. Es gab keine Alternative. Die Währung hielt noch 50 Jahre nach dem Untergang des Weströmischen Reiches. Es ist dasselbe wie heute: Keine Alternative. Also wer den Untergang des Euros, USD, Pfunds predigt, sollte die Alternative nennen. Das letzte mal hatten wir vor dem ersten Weltkrieg eine ähnliche Situation. Damals notierten russische Anleihen bei 2,5 Prozent. Warum ich da erwähne? Es war der beste Zins unter den Großen. 50 Jahre Frieden produzierten viel Geld und somit viele Schulden. Dieses System endet erst mit einem Kaputtmacher. Wir haben 1912.Nur damit klar ist, was ich meine. Es muss etwas passieren, damit dieses System endet. Rom muss untergehen, eine Weltkrieg muss passieren oder irgendein anderes Unglück. Was Italien macht ist egal. Der Euro endet mit einem Killer-Ereignis. Das kann auch erst in 200 Jahren kommen. Rom überlebte Jahrhunderte mit einer kaputten Währung. Es bedeutet: Kaputte Währungen können Jahrhunderte überleben. Was ich nicht glaube: Ich glaube nicht, das wir in den nächsten 50 Jahren eine Alternative sehen werden. Und dann spätestens bin ich tot.Falls wer denkt, Deutschland macht wieder eine eigene Währung, sollte bedenken, dass sie hart wie Granit wäre. Wir würden solange aufwerten, bis alle hier kotzen. Das könnte gut sein, aber nicht mit einem Volk, wo 50 Prozent ihr größtes Problem darin sehen ihre Miete zu bezahlen.
    Die letzten 20 Jahre Wachstum bedeuten auch mehr Hartz 4, mehr Altersarmut, höhere Mieten. Wachstum ist relativ. Ein Volk kann dabei auch verarmen. Und es wird nicht besser. Es wird schlimmer werden. Altersarmut und Mieten werden steigen. Deutschland kann sich auch keine super harte Währung leisten. Weil deutsches Wachstum nicht bedeutet, dass die Deutschen reicher werden. Seit 20 Jahren bedeutet es, dass die Mehrheit verarmt.
    Es bedeutet, auch wenn die Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren wächst, werden Renten und das Durchschnittseinkommen fallen.

    Nur um es mal klar zu sagen: Aktuell gehöre ich zur Mittelschicht, weil ich single bin. Hätte ich eine Frau und zwei Kinder wäre ich Hartz 4. Also wir leben in einem Land, wo man als single Mittelschicht ist, bis man eine Familie gründet.

    Fazit: Den Euro gibt es noch 200 Jahre oder es fließt viel Blut.
    Weil unser System nicht ohne viel Blut abtreten wird. Und solange wird es den Euro geben. Es werden Millionen sterben, wenn der Euro endet.

    • Ihre Prognose lasse ich mal so stehen und hoffe, dass wir beide ein langes, gesundes Leben haben werden 😉

      Hinweisen möchte ich allerdings darauf, dass es erhebliche Unterschiede gibt zwischen dem damaligen Römischen Reich, das zerfiel, und der heutigen Eurozone. Hinter letzterer steht ja gerade KEIN Reich, sondern nur ein Haufen weitgehend selbständiger, unterschiedlich wirtschaftender Länder.

      • Als Rom unterging, stand hinter der Währung kein Reich mehr. Die Währung lebte aber weiter. Das schöne und einmalige an der römischen Währung war ja, dass sie sogar noch da war, als der Staat weg war.
        Das hat bis jetzt noch keine andere Währung geschafft. Hinter der römischen Währung stand natürlich auch eine lange Tradition, von der der Euro weit weg ist. Der Euro ist knapp 18 Jahre alt.
        Rom hatte als einzige Nation eine Währung, die noch 50 Jahre nach dem Untergang gültig war. Und die Währung war genauso kaputt wie der Euro, USD oder jede andere Währung unserer Zeit. Also machen sie diese Währung bitte nicht schlecht. Um mit Rom gleich zu kommen, müsste man untergehen und eine Währung haben, die trotzdem noch 50 Jahre lang gilt.

        • Aber genau das ist ein ganz entscheidender Unterschied: Die damalige römische Währung war über einen ganz, ganz langen Zeitraum durch das Römische Reich fest untermauert. Exakt dies ist der Euro nicht. Hinter ihm steht vielmehr von Beginn an nur ein Haufen zerstrittener Länder. Deshalb halte ich die gezogene Vermutung zwischen beiden Währungen für gewagt. Die eklatanten Unterschiede zwischen den Finanzsystemen von damals und heute kommen noch obendrauf.

          • Zeit ist relativ, in der Vergangenheit hatte die Zeitachse andere Maßstäbe als heute.
            – Auch das Weströmische Reich war später im Inneren ein verstrittener Haufen (Kaiser und Gegenkaiser, Heermeister, …).
            – Es fielen sukzessive wohlhabende Provinzen weg, bspw. Nordafrika mit seinen Steuereinnahmen für das Reich (-> Parallele Brexit).
            – Durch die Völkerwanderung( -> Flüchtlingskrise) wurden bspw. die Goten und andere Völker im Reich angesiedelt und versucht zu integrieren (Heeresdienst etc.). Das hat jedoch nicht funktioniert, vielmehr sind die Goten plündernd durch das geschwächte und von spätrömischer Dekadenz geprägte Reich gezogen (Einnahme Roms 410)
            – auf das gewaltige Privatvermögen einzelner reicher Senatoren konnte der Staat nicht mehr zugreifen.

          • Herzlichen Dank für den Geschichtsunterricht, lieber Michael. Man kann eben auf dieser Seite immer etwas dazu lernen 😉

            Trotzdem bleibt es dabei, dass sich die römische Währung in einer langen Zeit ihre Reputation erwerben konnte, in der ein starkes Reich hinter ihr stand. Dies ist beim Euro definitiv nicht der Fall.

    • Den Euro wie heute wird es in 5 Jahren nicht mehr geben!!
      Spätestens wenn die Franzosen und Italiener sich mit ihren ökonomischen Ideen durchsetzen, wird die deutsche Regierung aus Angst vor der AFD handeln müssen!

  14. Werden verschieden wirtschaftlich fähige Staaten in ein Zwangskorsett (Euro) gezwängt passiert das Gleiche mit dem Korsett wie bei einer Frau die das Futtern nicht aufhört, es knallt.
    Keine Frage.
    Wir können jetzt noch warten bis überall rechte Rattenfänger an der Regierung sind oder man arbeitet darauf hin, wieder verschiedene Währungen mit der Möglichkeit der Abwertung zu installieren.
    Das würde aber bedeuten, dass die Politiker ihre politische Träumerei beenden.

  15. Deutschland sollte aus dem Euro raus !
    Eine neue Währung „Euromark“ (auch für die „Nordländer“) wäre sofort stärker als der Euro und würde die Wettbewerbsfähigkeit der „Südländer“ verbessern.
    Die Schulden Deutschlands in Euro würden durch die Stärke der „Euromark“ vermindert!
    Die Bundesbank könnte wieder ihre erfolgreiche Inflationspolitik weiterführen!
    KLAR:Die stärkere Währung würde die Exporte erschweren aber wenn die Schweiz das die letzten Jahre gemeistert hat dann Deutschland doch auch!!
    Sonst: Deutschland wird die Schulden von Frankreich ,Spanien und Italien mitbezahlen !!!Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche

  16. Interessant: In den dt. öffentl. rechtl. Staatsmedien wurde überraschend wenig (so jedenfalls meine Wahrnemung) über Italien, Börsenturbulenzen, Folgen, etc. berichtet.

  17. Der Euro wird weiterhin existieren. Die Zusammensetzung der zugehörigen Länder kann sich ändern.

  18. Den € wird es sicher weiterhin geben, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nur für den nördlichen Teil der Länder. Die Dauerschuldner müssen abgekoppelt werden, damit sie wieder wirtschaftlich gesunden! HG

  19. Das wird genauso ausgehen wie in Griechenland: viel Tamtam, Panik und jetzt redet keiner mehr darüber….😉😊

  20. Herr Brichta, dass der Euro zerbricht, ist höchst unwahrscheinlich. Wie sollte das auch gehen? Selbst Griechenland ist trotz Superkrise im Euro geblieben. Ich kenne kein Land, das den Euro verlassen will? Mir macht die Zerstrittenheit Europas viel größere Sorgen, nationalistische Egoismen gefährden Europas Einfluss in der Welt.

    • Oh, dafür gibt es viele mögliche Wege: Austritt von Schwachwährungsländern, Austritt von Starkwährungsländern, Aufteilung in Nord- und Südeuro, Schaffung von Paralellwährungen in bestimmten Ländern (was einem Teilaustritt gleichkäme) oder, oder, oder … .

      Und was die Zerstrittenheit betrifft, so wird diese gerade durch den Euro gefördert. Mehr dazu in unserem Buch „Die Wahreit über Geld“.

      • Zerbrechen heißt nicht austreten, sondern den EURO beenden: nur : kein Land will das! Oder?

        • Nein, lieber Ralf-Dieter Brunowskky, wenn ich von – korrekt – „Auseinanderbrechen“ reden, meine ich damit, dass er in seiner heutigen Zusammensetzung nicht überleben wird. Die Sache ist doch einfach: Ein Euro, der – sagen wir – aus Deutschland, Österreich, Niederlande und Luxemburg bestünde, wäre sehr wohl überlebensfähig. Trotzdem wäre er auseinandergebrochen. Möglich wäre freilich auch sein völliges Verschwinden. Das wird sich zeigen.

  21. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion. Volkswirtschaften mit unterschiedliche Leistungsfähigkeiten in einer gemeinsamen Währung zu packen geht auf Dauer nicht gut, zumal die Unterschiede bei den Mentalitäten der Menschen in der Eurozone recht groß sind. Ohne die Anleihekäufe eines Herrn Draghi wäre Italien längst pleite. 2008 betrugen die italienischen Staatsschulden 1,671 Milliarden Euro. Momentan sind es schlappe 2,25 Billionen Euro und das trotz der Nullzinspolitik. Das sind immerhin 135,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.

    Die italienische Wirtschaft stagniert, die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch, weil sie nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Früher konnte Italien und andere Weichwährungsländer in der EU, wozu auch Frankreich zählte, ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, trotz fehlender Reformen und Strukturanpassungen, durch eine regelmäßige Abwertung ihrer Nationalwährung erhalten.

    Nur mal ein Beispiel: Frankreich wertete seinen Franc pro Dekade um 10 Prozent gegenüber der DM ab. Die DM wertete gegenüber anderen europäischen Währungen regelmäßig auf. Trotz der regelmäßigen Währungsaufwertungen gelang es der deutschen Wirtschaft Vizeexportweltmeister zu sein. Karl Schiller sprach damals von einer Sozialdividende für die Bundesbürger. Der Urlaub wurde durch jede DM-Aufwertung billiger und die Energiepreise wurden durch die starke DM gedeckelt. Kurzum, der Bundesbürger besaß mehr Kaufkraft.

    Diese Währungsvorteile der DM wurden mit der Einführung des Euro brutal zunichte gemacht. Den Bundesbürgern wird aber verklickert, daß wir vom Euro besonders stark profitieren. Profitiert haben allerdings nur die bundesdeutsche Exportwirtschaft. Heute kann der Euro nur noch mit einer Nullzinspolitik und stets größer werdende Transferzahlungen und Haftungen überleben. Und nun sollen die finanziell potenten Euroländer für italienischen Schulden mit hunderten Milliarden an Euro haften. Der Länderfinanzausgleich innerhalb Deutschlands ist dagegen Peanuts.

    Die italienischen Banken haben, im Vergleich mit den übrigen Euro-Banken, die höchsten faulen Kredite in ihren Bilanzen: Im vierten Quartal 2017 waren es etwa 360 Mrd. Euro. Draghi kauft aber nicht nur Staatsanleihen, sondern auch notleidende Unternehmensanleihen, was ja auch den Wettbewerb verzerrt und kaum einer nimmt davon Notiz.

    Die italienischen Taget2 Salden belaufen sich auf ca. 450 Milliarden Euro. Insgesamt belaufen sich die unverzinslichen Forderungen der deutschen Bundesbank gegenüber der EZB auf knappe 950 Milliarden Euro. Das italienische Erpressungspotential wächst von Jahr zu Jahr und die Vertreter der neuen italienischen Regierung wissen es, denn die Italiener möchten noch viel mehr Schulden auf Kosten der potenten Euroländer machen. Den Gürtel enger schnallen sollen dagegen die eurobesoffenen Deutschen.
    Dies zeigt, daß die Schuldenhaftung sofort beendet werden muß. Von der hohen Transferzahlungen ganz zu schweigen. Wir brauchen Ausstiegsmöglichkeiten insbesondere für die Länder, für die der Euro zu stark ist. Weil das aber nie auf die Agenda stehen wird, ist die Wiedereinführung der Nationalwährungen eine mögliche Option. Wie auch immer, der ganze Spaß wird sauteuer!

  22. Nationale egoismen? Das ist nichts schlechtes…die eu hat damals als eg wunderbar funktioniert als Europa der Vaterländer. Erst nachdem Ideologen auf die Idee kamen, die Vereinigten Staaten von Europa, die keiner will, zu erschaffen, fingen die Probleme an.

    • Sie treffen den Nagel auf den Kopf!

  23. Nur um es mal so zusagen, als Kontrameinung: Es gibt nicht einen einzigen Beweis dafür, dass eine schwache Währung einem Land genützt hätte. Mag nicht salonfähig sein. Aber alle Länder mit schwacher Währung haben mehr Probleme als Italien. Das sagt nur keiner. Es gibt in der Geschichte der Welt kein Land, dass mit einer schwachen Währung erfolgreich wurde. Mit einer schwachen Währung gingen alle eigentlich nur kaputt. Ich wundere mich immer darüber, dass das keiner erwähnt. Schwache Währungen machen Länder kaputt. Das ist die Wahrheit. Also warum soll gerade Italien von einer schwachen Währung profitieren, wenn es noch nie ein Land konnte?

    • Es geht doch nicht darum, ob ein Land mit einer schwachen Währung erfolgreicher ist. Es geht nur darum, ob ein traditionelles Schwachwährungsland wie Italien überhaupt mit einer starken Währung wie dem Euro alleine leben kann. Und mit alleine leben, meine ich, ohne einen dauerhaften Finanzausgleich.

      Das ist wie mit dem Rauchen: Einem Kettenraucher können Sie immer wieder erzählen, dass es besser ist, mit dem Rauchen aufzuhören, er wird es in der Regel aber nicht tun. Und solange die Südländer nicht bereit sind, mit dem Rauchen aufzuhören, ist es besser, wenn sie in ihrer eigenen Wohnung weiterqualmen, als wenn sie dies weiterhin in der gemeinsamen Wohnung mit den – nichtrauchenden – „Sparaposteln“ der Nordländer tun.

      Zum Auszug einer der beiden Parteien (aus dem Euro, nicht aus der EU) gibt es also nur diese beiden Alternativen: Entweder, die Südländer werden zu Nichtrauchern, oder wir beginnen ebenfalls mit dem Rauchen. Nun frage ich Sie, ob Sie eine dieser beiden Möglichkeiten für realistisch halten?

      • Die Gegenmeinung wäre, dass es Italien mit einer eigenen schwachen Währung langfristig besser gehen wird. Das denke ich nicht. Die Geschichte hat das Gegenteil bewiesen.
        Die Aussage, dass eine schwache Währung einem Land helfen kann, hat die Realität seit Jahrhunderten widerlegt. Schwache Währungen zerstören Länder. Es will nur keiner hören. Sonst würde jemand sagen, eine schwache Währung wäre der Untergang von Italien. Darum sage ich es: Mit einer schwachen Währung geht Italien richtig unter.

        • Rhetorische Gegen-Frage: Geht es einem Kettenraucher besser, wenn er weiter raucht? Gefühlt vermutlich ja, medizinisch nein. Ähnlich dürfte es sich mit Italien verhalten. Das Land ist jahrzehntelang eine schwache Währung gewöhnt und braucht diese nun so wie ein Raucher seine Glimmstengel.

  24. Der Euro ist doch schon eigentlich zerbrochen ob dies nun
    Italien, Spanien, Griechenland oder Portugal ist, ist
    eigentlich zweitrangig. Die EZB liefert den Kleber
    auf Teufel komm raus damit die Risse nicht sichtbar werden.
    Ob die Probleme damit kleiner werden oder noch größer wird uns die Zukunkt zeigen. Im Prinzip gibt es nicht schöneres
    als ein vereintes Europa aber der Weg war zu schnell von der Politik bestimmt worden. Zuerst kommt die Einheit Wirtschaft und Sozialsysteme usw. danach kommt als Krönung die Währung. Es wäre ein Generartionenprojekt gewesen.

    • Weiß Du eigentlich auch wie die Welt nach dem 2.ten Weltkrieg aussah und warum es heute schlimmer ist? Oder halt auch nicht?
      Ich bin mal Dummsau. Die Welt sah nach dem 2ten Weltkrieg schlimmer aus und diese Welt ist heute furzegal. Die meisten hier verstehen nicht den Faktor Zeit. Es gab einen Tag, da sah die Welt schlimmer aus. Es war der Tag nach der Kapitulation von Deutschland. Ich glaube nicht, dass wir noch mal so eine Chance bekommen. Wir brauche dafür einen Weltkrieg. Und den will keiner.
      Aber es war rein guter Tag zum kaufen, als der Krieg war. Sind wir da heute? Noch lange nicht? Nur um es mal so zu sagen, nach dem 2ten Weltkrieg sind die Kurse gestiegen, nur sah die Welt damals böser aus. Es gab eine Zeit, die schlimmer war als heute.

      Und die Kurse waren deutlich niedriger

    • Nicht nur die EZB liefert den Kleber. Auch die FED hat massiv gedruckt. Wenn man nur die Massenmedien konsumiert könnte man fast meinen, die EU-Länder wären die einzigen Sorgenkinder. Dabei werden Fakten derzeit einfach ausgeblendet.

      Wirtschaftswachstum Q1/2018
      USA: 2,3%
      EURO-Zone: 2,5%

      Schuldenstand zum Bruttoinlandsprodukt
      USA: 108%
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165786/umfrage/staatsverschuldung-der-usa-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/
      EURO-Zone: 87%
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163692/umfrage/staatsverschuldung-in-der-eu-in-prozent-des-bruttoinlandsprodukts/

      Die USA nehmen über 5% neue Schulden auf, um <3% Wirtschaftswachstum zu erzeugen…das wird derzeit medial ignoriert.

      Entscheidend für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg und Wohlstand eines Landes ist, wo die Wertschöpfung stattfindet. D.h., wo wird geforscht & entwickelt, wo wird produziert, wo stehen die Fabriken?

      Da sieht es in den USA bitterböse aus, und genau deshalb wurde Trump zum Präsidenten gewählt.
      Italien hat eine Deindustrialisierung bereits hinter sich und genau deshalb die Wirtschaftsprobleme. Der amerikanische und italienische Wähler weiß am besten, wie es bei ihm vor der Haustüre und auf dem Konto aussieht.

      Und wer meint, wir in Deutschland seien die wirtschaftlich unbesiegbaren Helden, nehme einfach mal die aktuellen Fakten zur Kenntnis und denke 20 Jahre in die Zukunft:
      – China kauft die wertschöpfende Industrie auf (dieser Tage: Grammer AG)
      – Know-How und Arbeitsplätze wandern auf einer Zeitachse von 10 bis 20 Jahren komplett nach China
      – In Punkto Bildung fällt Deutschland immer weiter zurück, die fleißigen Asiaten sind auf der Überholspur

      Fazit: ich bin mal gespannt, wer in Deutschland in 20 Jahren die Sozialsysteme finanzieren soll.

  25. Also ich bin gerade auf ein neues Hoch gefallen. + 3,7 Prozent seit Jahresanfang.
    Das ist deswegen interessant, weil ich vor der Korrektur an meiner Positionierung zweifelte, ich war da schlechter als der Markt.
    Das Ganze hat sicher auch was mit dem US Dollar zu tun. Ich bin stak US lastig investiert und der USD notiert deutlich stärker.

    Aber ich möchte gerne sagen, ich bin auf ein neues Hoch gefallen. Wir haben nämlich keine Euphorie. In den Medien klingt alles nach einen Bärenmarkt.
    Man muss das natürlich aus zwei Seiten betrachten. Ich bin nicht optimistisch. Ich habe nur Markttiming aufgegeben und kaufe und lasse liegen. Eigentlich denke ich, das ich völlig damit baden ging. Allerdings ging ich in der Vergangenheit nur baden, wenn ich optimistisch war. Allerdings habe ich auch etwas kapiert. Es wird keine billigen Kurse bei guten Nachrichten geben. Ich bin mal gespannt, wie es bei Reckitt wird. Ich bin mit Verlusten drinne. Aber wird derjenige, der ausgestiegen ist, irgendwann wieder einsteigen und in drei Jahren besser da stehen? Oder bleibt er draußen und gewinnt genau deswegen. Ich finde Reckitt ist ein sehr guter Wert, um Chartisten herauszufordern. Also kaufen, warten oder links liegen lassen? Was sagen die Charts?

    • Im Moment sagen die Charts bei Reckitt nach meiner Lesart, dass man eine Bodenbildung abwarten sollte. Andere Meinungen dazu?

  26. Finde ich gut, wie gesagt, liegen lassen gegen Charts. Sie sagen, wann und ob sie kaufen. Im Moment bin ich der Verlierer. Nur gewinnen Sie nicht, wenn Sie einfach billiger kaufen und dann verlieren. Mein Einkaufskurs: Im Schnitt laut Bank 73,53, habe aber 4 mal Dividende kassiert. Es geht um Liegenlassen gegen Charts. Wir sind alle für wahre Werte. Und Reckitt sieht echt böse aus.

  27. Alle Jahre wieder wird die gleiche Sau durchs Dorf getrieben. Dabei geht es uns seit dem wahrlich nicht schlechter. Am besten jetzt noch Qualitätsjournalismus und ein Panik-Interview mit Mr. Dax und drei roten Laufbändern direkt vom Paket inkl Buchwerbung, der zwar Jahr für Jahr den Weltuntergang sieht und stets verkehrt liegt und auf neue Krisen setzen muss. Ermüdend, aber die Privaten brauchen diese Schlagzeilen um Quote zu halten. Ansonsten läuft das aktuelle n-tv Programm irgendwann in Dauerschleife und dann zerbricht vorm Euro zuvor n-tv 🤣 Man sollte eins nicht vergessen. Die Flexibilität, oder nennen wir es Kreativität, der Politik.

  28. Dem kann ich nur zustimmen. Immer dieses draufhauen der Medien auf dem Euro, die sollten sich mal den US Dollar und den Yen vornehmen.

  29. Keine Ahnung, wen Sie damit meinen. Ich kann es jedenfalls nicht sein 😉 Ich haue auch nicht auf den Euro drauf, sondern habe schon vor 5 Jahren im Buch einfach und nüchtern die Konstruktionsmängel de Euros erklärt. An diesen Mängeln hat sich bis heute nichts geändert. Ist eigentlich ganz einfach …

  30. Mängel hin oder her. Die haben die anderen Währungen genauso. Der Euro wird schon aus diesem Grund nicht auseinander brechen.

  31. Quatsch, andere Währungen haben diese Konstruktionmängel nicht, weil sie nicht als Einheits-Währung über einen Haufen unabhängiger, ökonomisch stark unterschiedlicher Staaten gestülpt wurden. Ist das so schwer zu verstehen?

      • Selbstverständlich kann es auch absichtliche Konstruktionsmängel geben. Ich gehe aber eher davon aus, dass diese das Ergebnis der unterschiedlichen Interessen wichtiger Teilnehmerländer waren, vor allem der Länder F und D. So musste man (im Endffekt faule) Kompromisse finden.

  32. Die unterschiedlich starke Ökonomie gibt es auch beim US Dollar. Aber dort gibt es ganz wichtig einheitliche nationale(Finanz-) Politik, einheitliche Sprache (Thema Wanderung von Arbeitslosen zur Arbeit), einheitliche Werte, sich als ein Land sehen etc…

    • Genau, lieber Eckhard Engel, deshalb habe ich bewusst das Wörtchen „unabhängiger“ eingebaut. Vielleicht hätte ich auch „selbständiger“ schreiben können. Aber genau das ist der Unterschied zwischen den USA und Europa.

  33. Der Euro wird nicht verschwinden . Es ist aber nicht auszuschliessen, das das eine oder andere Land aus dem Euro verschwindet . Heisser Kandidat Italien oder auch “ the never ending story “ Griechenland . Ich weiss aber natuerlich auch nicht wann . Fuer die Spanier bin ich nicht so skeptisch, sie geben sich wenigstens Muehe, wie die Portugiesen auch . Nicht alle Suedlaender sind schlecht …

    • Richtig! Ein Auseinanderbrechen des Euro muss nicht unbedingt bedeuten, dass der Euro als Währung komplett verschwindet. Ein Reduzierung auf die Kernländer ist denkbar, oder eine Aufspaltung in einen Nord- und einen Südeuro, oder oder oder.

  34. den druck der verhältnisse (kapialflucht, ansteigende zinsen f. staatsschulden) werden auch die italienischen politiker nicht ignorieren können (vgl. auch die letzten äußerungen des italienischen finanzministers). don´t panik. es besteht ein systemimmanenter anpassungsdruck für alle beteiligten.

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